Starterset: Kanger Top Evod – Test

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Ich nehme hier das E-Zigaretten-Starterset TopTank Evod von Kanger unter die Testlupe. Dank der Simplizität, des sehr niedrigen Gewichts, und der Größe, taugt es nicht nur als Starterset, sondern auch als Unterwegs-Dampfe.


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Ersteindruck

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Das Starterset besteht aus dem TopTank Evod Verdampfer mit wechselbarem Drip Tip (Mundstück), einem Evod Akku und USB-Ladegerät, also alles was man braucht. Ein Verdampferkopf ist drin, Ersatzköpfe sind keine dabei. Warum man dem Herrn dafür danken muss erkläre ich weiter unten. Gekauft habe ich das Set im April bei FastTech, für $16.58 inkl. Versand – mittlerweile ist sie noch günstiger. Ich habe sie in schwarz genommen – es gibt sie auch noch in siber, rot, und weiß.

Der TopTank Evod ist kein Subohm/open draw-Monster, sondern eine MTL-Dampfe die man eben genauso dampft wie man eine Zigarette raucht.

Optisch und von der Verarbeitung her macht das ganze einen guten Eindruck. Der Tank ist aus Glas, der Akku hat unten sogar Entgasunglöcher, für den sehr unwahrscheinlichen Fall das der Akku mal ein Problem haben sollte.

kanger-top-evod-aufrechtkanger-top-evod-silikon-drip-tipDas Mundstück ist sehr schön schmal (Bild links), mir aber zu kurz. Ich stosse mit den Lippen an die Top Cap, was ich nicht so mag. Wenn man den Top Evod als „Unterwegs-Micro-Dampfe“ nutzen will, kann man es auch positiv sehen – nur ein gesparter Millimeter ist ein guter Millimeter. 😉 Ich benutze aber lieber ein etwas längeres Drip Tip, aus Silikon (FT), im rechten Bild zu sehen.

 

 

Schnuppertest am fabrikfrischen geöffneten Tank: Riecht ein bisschen nach Fabrik, aber viel weniger als die meisten anderen, das geht in Ordnung. Der „Werksgeschmack“, ohne das ich den Tank vorher gereinigt habe, ist schon ziemlich gut. Besser als bei der Endura (Test), und 42 Lichtjahre besser als bei der Joyetech AIO (Test).

Bedienung

Die Bedienung ist extrem simpel, da man nichts einstellen muss. Knopf drücken, dampft.

Mit 5x schnellem Klicken auf den Feuertaster kann man den Akku ein-/ausschalten.

Der Taster ist mit einem weißen LED-Ring „umleuchtet“, der folgende Zustände anzeigt:

  • 5x Blinken: Nach 5x Klick, als Bestätigung das der Akku ein-/ausgeschaltet ist.
  • 15x Blinken: Akku leer, bitte lade mich!
  • 3x Blinken:
    • Mitten im Zug, nach 10 Sekunden: Maximale Zuglänge erreicht (gehört so).
    • Mitten im Zug: Akku ist überlastet (durch einen zu niedrigen Widerstand zB).
    • Gleich beim Drücken des Feuerknopfes: Kurzschluss (im Verdampferkopf zB).

Falls der Verdampfer mal absaufen sollte (dampft nicht mehr ordentlich und blubbert) dann schlägt man die Dampfe („E-Zigarette“) ein paar mal aus, so dass das überschüssige Liquid/Kondens aus dem Mundstück heraus fliegt.
Man kann die Dampfe auch einfach auf den Kopf stellen, dann läuft es auch heraus, dauert aber ’ne Minute.

Laden

Das Ladegerät lädt den Akku mit rund 0,35 Ampere, die Ladezeit des Akkus beträgt bei mir 2:20 Stunden. Während des Ladens leuchtet die LED rot und wird irgendwann grün. „Irgendwann“, weil sie schon grün wird bevor der Akku komplett geladen ist (etwa 30 Minuten vorher). Das ist unüblich, aber kein Drama, weil die letzte halbe Stunde die „Langsam-Ladephase“ ist wo die letzten paar mAh in den Akku geschoben werden. Sprich, wenn das Ladegerät grün wird ist der Akku schon zu ca. 90% voll.

Jederzeit darf man den Akku vom Ladegerät trennen und weiter dampfen, wenn man das möchte. Dem Akku schadet das Null. Ebenso darf man den Akku jederzeit zwischenladen, bevor er ganz leer ist.

Die Kapazitätsangabe des Akkus von 650 mAh ist sicher nicht übertrieben. Nach dem was ich messen konnte, ohne den Akku zu zerstören, glaube ich ihm die versprochenen 650 mAh ohne Probleme.

Tanken

kanger-top-evod-tanken-obenDer TopTank Evod wird von oben betankt. Man schraubt die Top Cap ab und füllt Liquid ein, bis maximal zur Kante des Luftröhrchens.

 

 

 

kanger-top-evod-tanken-untenMan kann auch von unten tanken, indem man die Basis aufschraubt und von unten füllt. Das kann sinnvoll sein, falls beim oben-Tanken Liquid aus der Basis gelaufen kommt (dann ist der Verdampferkopf nicht dicht genug – das kann mal passieren bei Massenware)
Von unten betankt, kann man bis zur Höhe des Luftröhrchens auffüllen, was dann 1,2 ml Liquid sind.

Insgesamt klappt die Tankerei problemlos. Man kann aus allen möglichen Behältnissen nachfüllen, auch aus Glas-Tropferflaschen.

Dampfen

Die Dampfmenge mit dem mitgelieferten Verdampferkopf muss man als Scherz bezeichnen. Normalerweise kann eine MTL-Dampfe (E-Zigarette) mindestens doppelt so viel Dampf produzieren wie eine Zigarette Rauch produziert. Der mitgelieferte VOCC-T Verdampferkopf schafft bestenfalls soviel wie eine Zigarette, gegen Ende der Akkufüllung kommt fast gar kein Dampf mehr. 😯 Das Problem liegt in der Bauweise des Verdampferkopfes begründet. Er enthält eine vertikale Wicklung, welche prinzipiell einen schlechten Wirkungsgrad besitzen.

Die Dampfmenge lässt sich signifikant erhöhen indem man SOCC Verdampferköpfe benutzt, siehe Abschnitt „Akkureichweite“ und „Es müssen Köpfe rollen„.

Mir ist nicht klar wie bei Kanger so etwas wie der VOCC-T Verdampferkopf abgesegnet werden konnte. Der Akku liefert voll geladen rund 8 Watt und gegen Ende noch rund 6 Watt. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber damit einen vertikal gewickelten Verdampferkopf betreiben zu wollen ist schon mehr als optimistisch. Diese Wicklungsart produziert weniger Dampf, und gibt einen guten Teil der Energie an den Tank ab, in Form von Wärme.

Da der mitgelieferte Verdampferkopf nicht so recht ans Dampfen kommt, neige ich zum Dauernuckeln. Das forciert zusätzlich das der ganze Verdampfer schnell sehr heiß wird, so dass es mir deutlich zu warm an den Lippen wird. Mit dem kurzen Drip Tip kann man es nicht verhindern das die Lippen die Top Cap berühren.
Andererseits, wenn ich viel Nikotin rein mache, dann hat sich das mit dem Dauernuckeln auch schnell erledigt. 😉

Geschmack

Mit SOCC Verdampferkopf: Der Geschmack ist mit SOCC Köpfen sehr gut. Für mich ganz klarer der Sieger im Vergleich zu Endura T18 und Joyetech AIO.

Mitgelieferter VOCC-T Verdampferkopf: Der Geschmack ist ziemlich flach, eben auch weil da nur halb soviel Dampf gegenüber dem SOCC kommt. Er kommt mit 8 Watt einfach nicht auf ausreichend Temperatur. Bei 12 Watt auf einem großen Akkuträger kommt auch Geschmack, aber die kann der arme kleine unschuldige Akku nun mal nicht liefern. 🙂

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Akkureichweite

kanger-top-evod-toptank-akku-drip-tipDer Akku hat 650 mAh (2,41 Wh, das sind Wattstunden). Das er diese Energiemenge tatsächlich besitzt, davon habe ich mich spaßeshalber am Oszilloskop überzeugt. Wenn man die unbekannt hohen Wandlungsverluste der Elektronik dazu schätzt, dann würde ich vermuten das die reine Akkuzelle sogar mehr als 650 mAh hat.
Außerdem hat er die Dauer-Quälerei beim Messen sehr gut verkraftet – er ist dabei kaum warm geworden, ein Zeichen für Qualität.

Energiemenge im Akku ist das Eine, das was hinten tatsächlich rauskommt das Andere. Also habe ich mir angeschaut wieviel Dampf der Top Evod Verdampfer aus dieser Energiemenge erzeugen kann:

  • Mit dem mitgelieferten 1,5 Ohm VOCC-T Kopf (vertikale Wicklung) konnte ich 1,3 ml Liquid mit einer Akkuladung verdampfen, nicht mal eine Tankfüllung.
  • Mit einem 1,5 Ohm SOCC Kopf (horizontale Wicklung) wird man ca. 2,8 ml Liquid mit einer Akkuladung verdampfen können. Dazu habe ich zwei Tests mit selbst gewickelten SOCC-Verdampferköpfen (horizontal gewickelt) gemacht:
Aufklappen…

Es müssen Köpfe rollen

Der mitgelieferte Verdampferkopf ist meiner Meinung nach vollkommen ungeeignet für die Leistung die der Akku liefert. Das lässt sich einfach beheben indem man SOCC Verdampferköpfe mit 1,5 Ohm verwendet. Diese werden mit 2 Kappen eingesetzt und dann dampft es so wie man es eigentlich ab Werk erwarten können sollte. Die SOCC Köpfe sind zB günstig bei FastTech zu haben: FT

Wie das mit den 2 Kappen funktioniert habe ich hier bebildert:
Kanger Clearos: Alles über Kanger Verdampferköpfe

Man kann den Top Evod dann nicht mehr von oben Tanken, da das Liquid sonst beim Betanken durch den SOCC Kopf läuft und unten an der Verdampferbasis heraus sifft (die SOCC sind für Liquid durchlässiger als die VOCC-T Köpfe).

Daten

  • Durchmesser: 14 mm
  • Höhe: 129 mm (ohne Drip Tip 119 mm)
  • Gewicht: 49 Gramm, inkl. Tank.
  • Tankinhalt: 1,7 ml, von oben betankt, und 1,2 ml von unten betankt.
  • Akkukapazität: 650 mAh (2,41 Wh)
  • Kurzschlussschutz, 10-Sekunden Sicherheitsabschaltung
  • Widerstand: 1,5 Ohm beim mitgelieferten Kopf, keine weiteren Angaben. 1,3 Ohm geht.
  • Spannung: 3,6 – 3 Volt (von vollem bis leerem Akku)
  • Reichweite pro Akkuladung: 1,3 ml (VOCC-T) und um die 2,8 ml (SOCC)

Lieferumfang:

  • TopTank Evod
  • VOCC-T Verdampferkopf
  • Evod Akku
  • USB Ladegerät
  • Bedienungsanleitung. Nur in Englisch – es ist aber sehr gut bebildert was man tun soll.

Fazit

Die Bedienung der Top Evod ist simpel – man muss nichts einstellen, und so kann ein Einsteiger auch nichts falsch machen. Die Dampfe schmeckt sehr gut, ist sehr leicht und klein, und kann damit auch für erfahrene Dampfer als „Unterwegs-Dampfe“ interessant sein.

Der Akku ist von sehr guter Qualität und liefert was er verspricht.

Der mitgelieferte VOCC-T Verdampferkopf ist mit Liquids die genug Nikotin und Aroma enthalten auch nutzbar, besitzt aber eine sehr schlechte Reichweite und Dampfentwicklung. Richtig Spass kommt in meinen Augen nur auf wenn man den mitgelieferten VOCC-T rausschmeißt und stattdessen die bewährten SOCC Verdampferköpfe verwendet. Weil der Akku nicht regelbar ist, müssen es hier die Köpfe in der 1,5 Ohm Version sein.

kanger-top-evod-einzelteile
VOCC-T • SOCC • Basis • Tank • Original Drip Tip • Silikon Drip Tip

Update: Meinen Top Evod hat es leider zerlegt. 😥  Der erste Verdampfer der mir kaputt gegangen ist – aus der Tasche auf Steinboden gefallen. Nun hätte ich mir im Lieferumfang mal einen Ersatz-Glas für den Tank gewünscht. Ich habe zum Glück bei FastTech welche gefunden, unten verlinkt.

Links & Kommentare

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4 Antworten auf „Starterset: Kanger Top Evod – Test“

  1. Habe das Gerät auch zu Testzwecken bestellt gehabt, allerdings bis zu deinem Bericht noch gar nicht ausprobiert.

    Mit den VOCC-T Köpfen ist es tatsächlich ein grandioser Reinfall! Fast kein Dampf, von Geschmack keine Rede.

    Da ich keine SOCC-Köpfe da habe, hab ich heute also einen der VOCC-T auseinandergenommen und horizontal neu bewickelt. Ziemlich pfriemelig, aber im zweiten Anlauf gelang es, wenn auch mit 1.1 Ohm.

    Nun dampft und schmeckte es sofort.

    Nach dem Nachfüllen soff der Kopf ab. Also nochmal raus und durch die beiden Löcher kleinste Wattekügelchen reingestopft.

    Nun tut das Gerätlein wirklich fein 🙂
    Allerdings frage ich mich, ob die 1.1 Ohm ein Problem darstellen könnten.

    1. Moin. 🙂 Guck mal unter dem Abschnitt Akkureichweite, in dem gelben Kasten (aufklappen). Da habe ich ein paar Wicklungsbeispiele genannt die mit dem Akku harmonieren und unten etwas zum Minimal-Widerstand geschrieben.

      Und ich empfehle Dir wärmstens die SOCC Köpfe zum selbst wickeln zu verwenden. Ist wirklich viel einfacher sie so zu bewatten das es hinterher nicht absäuft, oder kokelt. Wenn Du die 1,5Ωer nimmst kannst Du die auch out of the box dampfen, bevor Du sie dann selbst wickelst. Ich hab auch noch die Kanger-Köpfe Wickelanleitung bei den Links hinzugefügt, da „predige“ ich das auch. 😉

  2. Ich habe das Gerät von einem Freund geschenkt bekommen um mit dem „normalen“ Rauchen aufzuhören. Es leistet nicht ansatzweise was ich mir gewünscht habe, aber das Leben ist nunmal hart. Ich wollte mich viel eher für deinen Testbericht bedanken^^ trotz der überhaupt nicht zufriedenstellenden Leistung, hatte einfach Spaß daran dein Review zu lesem 🙂 bitte weiter so

    1. Danke. 🙂 Hast Du mit dem mitgelieferten VOCC Kopf gedampft? Mit den 1,5 Ohm Köpfen solltest Du keine Probleme haben, die dampfen super. Es sei denn die Mund-zu-Lunge (MTL) Zugtechnik ist generell nichts für Dich.

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