Voopoo Drag Nano + S1 Pods – Test & Anleitung

Voopoo Drag NanoReview und Anleitung fĂŒr das Drag Nano Kit von Voopoo. Einem winzigen Pod-System, das völlig ohne Knöpfe auskommt, und mit wenig Leistung sehr prima dampft, dank horizontaler Wicklung. Doch die Drag Nano ist nur fast perfekt…


Inhalt

Falls bei den Begriffen im Beitrag Fragezeichen ĂŒber'm Haupthaar aufplöppen: AbkĂŒrzungen & Begriffe

Ersteindruck

Hilfe, meine Dampfe wurde geschrumpft! Die Voopoo Drag Nano ist eine Kleinstdampfe, mit nachfĂŒllbaren Pods. Mit der mitgelieferten Metallkette kann man Hunde vor dem Supermarkt anleinen, oder in der Zweitverwertung, die Drag Nano um den Hals tragen.

Durch das MetallgehÀuse ist die Drag Nano sehr robust und steckt so ziemlich alles weg. Bedenkenlos kann man sie in der hinteren Hosentasche transportieren und sich draufsetzen.

Das Spaltmaß bei der bunten Resin-Applikation (gibt es in vielen Variationen) passt nicht ganz, ansonsten ist die  Verarbeitung tadellos.

 Die Verpackung enthÀlt unnötigerweise einen Plastik-Einsatz.

Voopoo Drag Nano: Hinten rechtsEin Wort zum Marketing: Wer möchte kann diesen Absatz getrost ĂŒberspringen – er hat nichts mit der QualitĂ€t der Drag Nano zu tun. Generell – alle Hersteller versuchen jeder neuen Dampfe irgendwie einen Mehrwert zu verpassen, um den Kaufanreiz zu steigern. Das nimmt teilweise Ausmaße an die lĂ€cherlich sind. Oft & gerne ist die Rede von einem ganz tollen neuen „Chip“, dem man einen fancy klingenen Namen verpasst, ein paar schöne Bildchen von der Grafikabteilung rendern lĂ€sst, und schon wirkt das ganze so fortschrittlich wie im Smartphone-Bereich.
Drin ist dann nicht selten unausgereifter Kram, wie zB in der RDTA-Box. Im Falle der Drag Nano muss der fancy „Gene-Chip“ nichts anderes tun als eine Konstantspannung zu erzeugen. Kinners, das gab es in eGo-Akkus schon vor dem Krieg. Ein wirklich uralter Hut. Nichts schlechtes, aber eben völlig untauglich um einen auf „fancy new“ zu machen.

Bedienung

Die Drag Nano wird nicht ein-/ausgeschaltet und hat auch keine Einstellungen die gemacht werden könnten. Als Interface gibt es eine LED:

  • Pod einstecken, erfolgreich erkannt: LED leuchted 1x grĂŒn.
  • Dampfen: Einfach ziehen (automatischer Zugluftschalter).
  • Wie voll ist Akku noch?: Ziehen, und auf die Farbe der LED schielen. Voopoo gibt an:
    • GrĂŒn: Mehr als 60%
    • Blau: 60 bis 20%
    • Rot: 20 bis 0%
    • 10x rotes Blinken: Leer, bitte Akku laden.

Guckst du: Vaping-Tools. 🙂

Dampftest

Der Zugluftschalter reagiert schnell, so dass auch fast unmittelbar Dampf kommt wenn man zu ziehen beginnt, das funktioniert sehr gut.

Fabrikgeschmack: Die ersten ZĂŒge sind schon prima – es schmeckt anfangs noch ein klein wenig nach neuem Verdampferkopf, in Richtung „Watte“, nichts negatives.

Der Geschmack ist gut.  Er ist ohne Neben- / Eigengeschmack, und fast auf Niveau der anderen von mir kĂŒrzlich getesteten Pod-Systeme, wobei jedes den Geschmack etwas anders rĂŒberbringt.

Die Dampfdichte geht sehr in Ordnung. Es hÀngt stark davon ab wie stark und wie lange man an dem strengem Zugwiderstand zieht. Verstecken muss sich das kleine Dingchen auf jeden Fall nicht, vielmehr wundert man sich das aus so einem winzigen (und flachen) Pod soviel Dampf kommt.

Aha! Ich werd‘ bekloppt und gucke unglĂ€ubig: In das Winzigteil von Pod hat Voopoo doch tatsĂ€chlich eine horizontale Wicklung reingefriemelt, sehr schön. Das erklĂ€rt weshalb es bei wenig Leistung so gut dampft. In den Pod gespĂ€ht:

Voopoo Drag Nano: Coil im Pod

Der Dampf ist recht kĂŒhl.

Nachfluss ist ein Thema der bei der Drag Nano vom Pod-Exemplar abhÀngt. Die Einzeltest zu den von mir getesteten Pods:

Tests aufklappen


Pod #1 (vorinstalliert)

  • Tanken, dampfen… Nach ca. 10 ZĂŒgen passt der Nachfluss nicht mehr ganz. Noch kein Kokeln, aber sehr mauer Geschmack. Ich lass den Pod drin, und puste 1-2 mal, um kurzzeitig einen Überdruck im Pod zu erzeugen, und den Luft-Liquid-Tausch zu unterstĂŒtzen.
  • Dauernuckeln ist nicht drin. Es steigt nicht nach jedem Zug Luft im Pod auf – es dauert… Ab und an mal einen Zug nehmen, das klappt, und etwa 3 ZĂŒge direkt nacheinander geht auch noch.
  • Es klappt wiederum wenn ich mit der „richtigen“ IntensitĂ€t ziehe, also soviel Unterdruck erzeuge das es „mit Gewalt“ Liquid aus dem Pod zieht. Dann allerdings blubbert es auch schnell.
  • Aha, der Pod ist nun zu ca. 2/3 geleert, und nun klappt das Dauernuckeln. Ich finde mich in lĂ€ngst vergessenen Zeiten wieder, wo der Nachfluss stark vom Tank-FĂŒllstand abhing. Hier ist es so. Und die Anleitung rĂ€t das man den Pod nur zu 2/3 fĂŒllen soll – nun weiß ich vermutlich auch warum.
  • Normales Dampfen, mit etwas Pausen zwischen den ZĂŒgen klappt problemlos.

Tests mit Ersatz-Pods

Ich habe eine 4er Packung Ersatz-Pods, und gleich vorweg, den Scratch-Code geprĂŒft – es sind Originale von Voopoo. Diese Pods verhalten sich beim Zugwiderstand durchweg anders als der Pod der bei der Drag Nano dabei war. Sie ziehen alle etwas Nebenluft ĂŒber die Verschlusskappe, was den Zugwiderstand verringert, und dazu fĂŒhrt das man (etwas) stĂ€rker ziehen muss um den Zugluftschalter zu aktivieren. Dadurch verliert man etwas Dampf pro Zug, weil man zwangslĂ€ufig eine gewisse Menge Luft gezogen haben muss um den Schalter zu aktivieren.

Pod #2

  • Oben, bis auf Höhe des EinfĂŒllloches fĂŒlle ich, so dass etwas Luft im Pod bleibt.
  • Oha, dieser Pod schmeckt vom ersten Zug an nach gar nichts, absolut rein, beeindruckend.
  • Der Nachfluss ist hier viiiiiel besser. Dauernuckeln klappt. Wenn ich, unrealistischerweise, 10 ZĂŒge unmittelbar nacheinander mache (ausgeatmet, gleich wieder ein Zug), dann bekomme ich einen Zug wo der Nachfluss schwĂ€chelt.
  • Bei halb vollem Pod kann ich sogar Didgeridoo-Dampfen (wĂ€hrend des Ausatmens ziehen, so dass der Zug nie endet), ohne das der Nachfluss ein Problem hat. Ich könnte den Pod in einem Zug leeren. Wau. 🙂
  • Am nĂ€chsten Tag hat er sich aber wieder anders ĂŒberlegt. 😯 Nach einem Zug braucht es rund 10 Sekunden, bis die Luftblasen aufgestiegen sind. 3-4 ZĂŒge kann ich unmittelbar nacheinander machen, dann braucht’s etwas Pause.

Pod #3

  • Oben, bis auf Höhe des EinfĂŒllloches fĂŒlle ich, so dass etwas Luft im Pod bleibt.
  • Erster Zug, minimalster Neugeschmack, absolut harmlos.
  • Beim 4. Zug direkt nacheinander passt der Nachfluss nicht mehr, und stockt ab dann so ziemlich immer, auch mit langen Pausen. Ich puste vor einem Zug 1x hinein (was den Luft-Liquid-Tausch moderat anstösst), warte 2 Sekunden, dann hat er wieder genug Liquid.
  • Liquid steht nun bis 1 mm unter dem Ende der Verschlusskappe. Ab hier klappt es, mit kurzen Pausen zwischen den ZĂŒgen.

Pod #4

  • Dampft nur im letzten Drittel des FĂŒllstandes gut. Der schlechteste beim Nachfluss.

Pod #5

Den möchte ich noch jungfrĂ€ulich lassen – er zieht aber auch Nebenluft.

Fazit: BefĂŒllt man nur bis auf Höhe der Verschlusskappe, und lĂ€sst ca. 5-10 Sekunden Pause zwischen den ZĂŒgen klappt es zuverlĂ€ssig bei Pod 1, 2, 3. Bei guter Laune der Pods ist auch eine höhere Zugfrequenz möglich. Pod 4 sortiere ich sorgsam in die Ablage „P“ ein. Wie immer bei Verdampferköpfen, muss man mit guten und weniger guten Exemplaren rechnen.
Insgesamt wird der Nachfluss bei den Drag Nano Pods immer besser je leerer sie werden (weniger Unterdruck – leichterer Luft-/Liquid-Austausch). Kokeln hatte ich nie, aber starke Geschmackseinbußen, die einem sagen wollen „Mach mal ’ne Pause“.

Schau in die Dampfer-Tools. 🙂

ATV Test (Reichweite pro Akkuladung)

Was & wie ich messe: ATV Messmethode Wirkungsgrad/Akkulaufzeit

Den Pod befĂŒlle ich fĂŒr Tests immer bis dort wo die Verschlusskappe endet.

Voopoo Drag Nano: Pod

  • Setup
    • USB Monitor: AM|EB|GB|FT
    • Pod mit 1,8Ω
    • Liquid: 45/45/10
    • Leistung: Fest vorgegeben (3,5V an 1,8Ω = 6,81W)
  • Verdampft: 2,5 ml
    So ganz exakt messen ist nicht möglich, weil es nach dem Tanken etwas sifft, und man da etwas verliert. Ich habe das nun nicht abgezogen, weil ich raten mĂŒsste.
  • Energie ĂŒber USB: 3,140 Wh
    • Minus 15% (geschĂ€tzten) Ladeverlust: 2.67 Wh
  • = 0,94 ml pro Wh
  • Test #2
    • Verdampft: 2,5 ml
    • Energie ĂŒber USB: 3,141 Wh
      • -15% Ladeverlust = 2,67 Wh
    • = 0,94 ml pro Wh

Fazit: Dies ist ein normal guter Wirkungsgrad horizontaler Wicklungen.

AFC

Es gibt keine AFC, was ich prima finde. Der Zugwiderstand wird durch den Verdampferkopf selbst bestimmt, und der entspricht dem einer Zigarette, also sehr strenges MTL. Er ist noch einen kleinen Tick strenger als bei der ebenfalls strengen Aurora Play.

Voopoo Drag Nano: Pod AufnahmeSchön finde ich auch das man nicht versehentlich Luftlöcher zuhalten kann, denn der Pod kann in seiner Fassung rundum Luft holen. Voopoo hat sogar mitgedacht, fĂŒr den Fall das man mit den Lippen den Drag selbst umschließt – dann kommt die Luft durch ein Loch, unten in der Pod-Aufnahme.

  • Scharfe zischende GerĂ€usche?: Nein
  • Pfeifen?: Nein
  • Siffen: Nein
  • Zug-LautstĂ€rke in 10cm Entfernung: 47 dBA (eine der leisesten, man hört von der Luft fast nichts, nur das Knistern)

Drip Tip

Das MundstĂŒck ist flach & filigran und erinnert ein bisschen an ein PfeifenmundstĂŒck. Es „trĂ€gt zwischen den Lippen fast gar nicht auf“. Es ist gerade so lang genug, dass die Lippen / SchleimhĂ€ute nicht mit heißem Dampf in BerĂŒhrung kommen.

Voopoo Drag Nano: Pod oben, MundstĂŒck

  • Format: PropritĂ€r
  • Material: Kunststoff
  • Höhe: 10 mm
  • Breite 6,6 mm
  • LĂ€nge: 14,7 mm
  • Innen: ~1,5 mm

Tanken

Wann?
Man kann den Pod komplett leer dampfen.

  • Wie?
    1. Pod rausziehen.
    2. MundstĂŒck vom Pod abziehen. Das MundstĂŒck kann sehr schwer abgehen. Fester drĂŒcken ist kontraproduktiv… Man kann auch auf der schmalen Seite anfassen, und evtl. etwas rumjackeln hilft.
      Das EinfĂŒllloch liegt oben seitlich.
    3. BefĂŒllen. Am besten nicht ganz voll machen (wegen Kokelgefahr durch schlechten Nachfluss).
      Es mag eine Strategie sein lieber mehrere Pods zu verwenden, und diese nur ca. halb zu befĂŒllen – falls man Probleme mit schlechtem Geschmack oder Kokeln hat (was wiederum von der Zug-Frequenz mit der man dampft abhĂ€ngt…)
    4. Kappe aufsetzen. Sie passt nur so das die seitliche Dichtung das EinfĂŒllloch abdichtet. Die Dichtungen können (selten) aus der Kappe kommen. Drauf achten, und ggf. wieder einsetzen, sonst sifft es spĂ€ter…
    5. Den Pod vor ein Taschentuch halten und einmal durchpusten.
    6. Einsetzen, fertig.

Voopoo Drag Nano: Pod offen, befĂŒllenVoopoo Drag Nano Pod offen, Tanken

 

Brauchst du: Dampfer Tools

Womit?
Die Tanköffnung ist 3,58 mm lang und 2,85 mm breit. Man benötigt eine Spritze, oder Nadelflaschen: AM | EB | FT | GB

Wieviel?
Offiziell passen 1,0 ml in den Tank. Man bekommt 0,8 bis 0,9 ml hinein, da man es kaum schaffen wird ohne Luftblase zu tanken. Davon ist eh abzuraten, weil der Nachfluss umso schlechter ist je weniger Luft im Pod ist.

Real nutzbar sind 0,5 bis 0,6 ml – letzteres entspricht der FĂŒllhöhe bis zur VerjĂŒngung des Pod (da wo die Kappe endet), und der Nachfluss funktioniert in der Regel ab dort.

Akku Laden & Sicherheit

Grundlagen: Akku schonend & sicher laden

  • Test-Setup:
    • USB-Monitor: AM|EB|GB|FT
    • Anker 40 Watt USB-Ladestation mit 2,4A USB-Ports: AM|EB
    • Originales USB-Kabel. 0,21 Ohm.

Voopoo Drag Nano: Unten

  •  
  • Laden
    • Leer ist der Akku wenn die LED 10x rot blinkt.
    • Das Laden wird durch die pulsierende LED angezeigt. Die LED-Farbe zeigt auch hier den FĂŒllstand (rot -> blau -> grĂŒn).
    • Passthrough: Nein
    • Der Ladestrom betrĂ€gt an einem 2,4A Port 0,49A, bei 2,5 Watt. Die Drag Nano lĂ€dt also konservativ, was mir sehr gut gefĂ€llt, weil weniger WĂ€rme, mehr Sicherheit & Akku-Lebensdauer.
    • WĂ€rme: Bis zu 31 messe ich am GehĂ€use, das die WĂ€rme sehr gleichmĂ€ĂŸig verteilt (keine Hot Spots).
      Voopoo Drag Nano: Charge Temperature
    • Der Ladestrom reduziert sich gegen Ende immer weiter (wie es sich gehört).
    • Verbrauchte Energie beim Laden: 2,67 Wh.
      Zieht man geschĂ€tzte 15% Verlust (wird nicht so warm, deshalb keine 20%) fĂŒr die Spannungswandlung ab sind es 2,67 Wh / 3,6V = 742 mAh AkkukapazitĂ€t. Die versprochenen 750 mAh kommen hin.
    • Voll ist der Akku wenn die LED dauerhaft grĂŒn leuchtet.
    • Ladezeit: 1:29 Stunden.
  • Sicherheit
    • Der Akku war bei Auslieferung zu 72% vorgeladen, gut.
    • Entgasen: Ja, durch Öffnungen unten & ĂŒber den USB-Port, und durchs LED-Loch.

Pod austauschen

Um einen nagelneuen Pod in Betrieb zu nehmen:

  1. Alter Pod raus.
  2. Ggf. Feuchtigkeit aus der Pod-Aufnahme mit WattestÀbchen entfernen.
  3. Neuen Pod befĂŒllen.
  4. 15 Minuten stehen lassen.
    Wenn man sichergehen möchte, oder nicht warten will:
    Pod unten zuhalten und 2x krĂ€ftig dran ziehen. Das befördert Liquid an den Verdampferkopf. Ein Taschentuch unter den Pod halten und gut durchpusten – nun sollte etwas Liquid auf dem Taschentuch sein. Wenn nicht, noch mal saugen…

Probleme & Lösungen

  • Blubbern?
    • Es kann im Verdampferkopf, oder weiter oben blubbern. Dabei kann die Situation entstehen das es oben blubbert, und gleichzeitig unten im Verdampferkopf kokelt. Soft hineinpusten kann das Liquid von oben zurĂŒck in den Verdampferkopf befördern.
    • Falls man dem Blubbern nicht Herr wird, oder es deswegen schlecht dampft (dann ist es im Verdampferkopf), dann entnimmt man den Pod, hĂ€lt ihn vor ein Taschentuch, und pustet in einmal gut durch.
    • Wenn es immer wieder blubbert kann ein zu starker Zug die Ursache sein. Langsamer ziehen…
  • Schlechter Geschmack / Kokeln?
    • Wenn der Pod nicht leer ist 😉 dann liegt es an schlechtem Liquid-Nachfluss. Es kann helfen 2x krĂ€ftig hinein zu pusten, oder 1-2 mal so kurz und krĂ€ftig wie möglich . Besonders wenn der Pod zu mehr als 50% befĂŒllt ist kann der Nachfluss schlecht sein.

Verbesserungspotenzial

  • Kann zum Blubbern oder Kokeln neigen. Das hĂ€ngt von der Liquid-Zusammensetzung, dem TankfĂŒllstand, der StĂ€rke des Zugs, und der Zugfrequenz ab.
    UnabhĂ€ngig guter Nachfluss ist nur gegeben wenn der Pod nicht mehr als ca. 50% befĂŒllt wird. Ich dampfe mit 45/45/10 Liquid. Möglicherweise wĂ€ren die Nachflussprobleme geringer mit einer dĂŒnneren Mischung.
  • Aufgrund der Nachflussprobleme bei vollen Pods betrĂ€gt die real nutzbare TankkapazitĂ€t ca. 0,5 ml (je nach Pod-Expemplar etwas unterschiedlich).
  • Der Liquid-FĂŒllstand ist nicht ablesbar ohne den Pod rauszuziehen, was immerhin in 0,42 Sekunden erledigt ist.
  • Subjektiv: Eine Plastik-Version fĂ€nde ich noch schön. Dann wĂ€re sie nicht nur extrem klein, sondern auch noch extrem leicht.

Ja da schau her: Dampfer-Tools 🙂

Lob

  • FĂŒr Umsteiger (vom Rauchen zum Dampfen) schön:
    • Die simpelst denkbare Handhabung / Bedienung – nur Ziehen. Nichts drĂŒcken oder einstellen.
    • Weil man nichts drĂŒcken kann, kann sie einfach so in die Tasche geworfen werden, ohne das sie versehentlich feuert, oder sich etwas verstellen kann.
    • Strenger MTL-Zugwiderstand – wie eine Zigarette.
  • Die Drag ist sehr klein, „Nano“ ist durchaus treffend.
  • Die Pods sind extrem klein (sehr gute Volumen-Ausnutzung), sehr flach und kurz, und können gut „einfach so“ mitgenommen werden.
    Voopoo Drag Nano: Zigarette Vergleich mit Pod
  • Der Verdampferkopf sitzt mittig in einem schmalen Pod. Dadurch ist der Nachfluss nicht lageabhĂ€ngig – man kann die Dampfe halten wie man möchte.
  • Leicht, wobei fĂŒr die GrĂ¶ĂŸe wiederum relativ schwer (56 g).
  • Sehr robust (da ist das MetallgehĂ€use ein Plus).
  • Guter Geschmack, ohne Neben- / Eigengeschmack.
  • Gute Dampfdichte, trotz sparsamen 6,81 Watt Leistung.
    Womit (wieder mal) bewiesen ist das niemand mehr als 8 Watt Leistung benötigt. 😉 Gruß in die Schweiz. 😉

    • Die vergleichsweise geringe Watt-Leistung bewirkt eine eine höhere Zuganzahl pro Akkuladung.
  • Sehr leises ZuggerĂ€usch.
  • Siffen ist eher kein Problem. Zwar bildet sich Feuchtigkeit an den Pods – die aber drin bleibt. Klebefinger hatte ich nie.

Daten

  • Zugtechnik: MTL, streng (wie eine Zigarette).
  • Maße
    • Höhe: 54,5 mm + 10 mm Drip Tip
    • Breite: 11 mm
    • Tiefe: 39 mm
  • Gewicht: 56 g
  • Tankinhalt: 1,0 ml Pods (real nutzbar ca. 0,5 ml)
  • Dampf-Reichweite pro Akkuladung: 2,5 ml
  • Betriebsmodi: Volt
    • Spannung, gleichbleibend ĂŒber die Akku-Entladung: 3,5 Volt
    • Leistung: 6,81 Watt mit 1,8 Ohm Pod.
  • Akku: 
    • KapazitĂ€t: 750 mAh, 2,7 Wh (das kommt hin).
    • Ladestrom: 0,5 Ampere
    • Ladedauer: 1:29 Stunden
    • Ladeanschluss: Mikro-USB
    • ZuglĂ€ngenbegrenzung: 10 Sekunden
    • Die ĂŒblichen Sicherheitsfeatures, alles an Bord.
  • Feuertaster LautstĂ€rke in 10cm: Kein Feuertaster – Zugluftschalter.
  • Zug-LautstĂ€rke in 10cm: 47 dBA

Dampfer Tools 🙂

Lieferumfang

  • Drag Nano
  • S1 Pod
  • Ladekabel
  • Necklace
  • Anleitung (auch Deutsch)

Fazit & Bilder

Die Drag Nano ist schon was besonderes, weil sehr klein, und Ă€ußerst simpel zu bedienen. FĂŒr Technik-Feinde ideal, da man nur ziehen muss, und sonst gar nichts. Auch fĂŒr Technik-Freunde kann dieses hirnlose Dampfen 😉 durchaus seinen Reiz haben. Besonders unterwegs finde ich das sehr angenehm. Durch den Zugluftschalter braucht man sie nicht ein-/ausschalten, und kann sie einfach so in die Tasche werfen, oder dank ihrer Robustheit in die Hosentasche stecken und sich draufsetzen. 🙂

Voopoo Drag Nano: Zigarette Vergleich
Die Pods sind sooo winzig und schmal, da erwartet man nicht unbedingt die Dampfdichte und den Geschmack den sie produzieren. Wobei man von letzteren keine Sensationen erwarten sollte – er ist aber gut, und in Ordnung in Bezug auf Eigen-/Nebengeschmack. Vom „Befriedigungsfaktor“ des Dampfes habe ich mich immer wieder dabei erwischt zu etwas anderem zu greifen. Throat Hit ist gar keiner vorhanden, was man ĂŒber die Nikotindosierung kompensieren muss.

Voopoo Drag Nano: LinksEigentlich eine nette Dampfe, trotzdem wĂŒrde ich sie einem blutigen AnfĂ€nger nicht empfehlen, weil die Pods tricky beim Thema Nachfluss sind, und man das ohne Erfahrung evtl. nicht so gut handeln kann. Dann landet man bei blödem Geschmack, oder gar Kokeln, was einem das Dampfen garantiert verleiden wird. Auch einem erfahrenen Dampfer, der damit ungehen kann, kann der zickige Nachfluss sicher nerven. Hirnloses Dampfen hat sich bei der Drag Nano somit leider erledigt, da man aufpassen muss, und auch kein Kokelschutz an Bord ist.

Somit sehe ich die Drag Nano in einer ziemlichen Nische – fĂŒr erfahrene Dampfer die den Faktor MobilitĂ€t und SimplizitĂ€t schĂ€tzen, und bereit sind dem Nachfluss ggf. auf die SprĂŒnge zu helfen, mit kurzen knackigen Saug-/Pust-Aktionen…

Voopoo sollte am Nachfluss der Pods arbeiten. Mir gefiel auch nicht das die Ersatz-Pods alle Nebenluft ziehen, und so der Zugluftschalter spÀter anspringt.

Klick: Vergleich mit iCare


Vergleich mit iCare

Legitim ist ein Vergleich mit der (deutlich Ă€lteren) Eleaf iCare (Test), die ich als „Notdampfe“ stĂ€ndig in der Tasche habe. Die Voopoo Drag Nano ist in der gleichen GrĂ¶ĂŸen- und Gewichtsklasse zu Hause. Fast gleiches Gewicht, von den Maßen kĂŒrzer und schmaler, dafĂŒr tiefer. Mit Ausnahme des Themas Nachfluss und Tankvolumen, finde ich die Drag Nano in allen sonstigen Details fortgeschrittener:

  • Der Zugluftschalter reagiert erheblich schneller (beim vorinstallierten Pod), und braucht weniger Wind um auszulösen. Und eine Fehlauslösung hatte er bislang nie.
  • Dampf kommt bei Zugbeginn deutlich schneller (was am guten Zugluftschalter und auch an den agileren horizontal gewickelten Verdampferköpfen liegt).
  • Schönerer, dichterer Dampf & Geschmack.
  • Mehr Zugwiderstand, Ă€hnlich einer Zigarette.
  • TrĂ€gt in der Hosentasche deutlich weniger auf, weil flacher und quadratischer. Sie ist dort auch robuster, weil sich das MundstĂŒck nicht lösen kann.
  • Was mir bei Pods generell auch gut gefĂ€llt ist das man ganz schnell einen anderen Geschmack draufstecken kann, und auch gleich noch einen / mehrere Ersatzverdampferköpfe mit dabei hat, falls mal einer kaputt geht und plötzlich anfĂ€ngt verkokelt zu schmecken…
  • Die Dampf-Reichweite ist bei beiden ĂŒbrigens fast gleich:
    iCare: 2,4 ml Liquid verdampfbar, pro Akkuladung
    Drag Nano: 2,5 ml Liquid verdampfbar, pro Akkuladung

Anerkennung

Wenn ich dir mit diesem Beitrag helfen konnte, wĂŒrde ich mich ĂŒber eine kleine Anerkennung freuen. Ich wĂŒrde dann sogar mit den Armen rudern – und ich rudere nicht leichtfertig mit den Armen! 😉

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