Ultraschallgerät GT Sonic 3L – Test

  • Hinzugefügt: Generelle Tipps zum Kauf eines Ultraschallgerätes.

ultraschall-gt-sonic-3-literIch war mit meinen Discounter-Ultraschallgerät (Aldi) nicht mehr zufrieden. Die magere Reinigungsleistung (angeblich 50 Watt, hatte aber real nur 30 Watt), die eingeschränkte Betriebsdauer (max. 8 Minuten), die 10 Minuten Pause die man dann machen muss, die kleine Wanne… Also habe ich gründlich recherchiert und bin dann bei einem Gerät mit 2x 60 Watt Ultraschallgebern und Heizung gelandet – in einer Größe wo man auch mal mehr als eine Brille reinigen kann.


Das Gerät ist ein „GT Sonic“ mit 3 Litern geworden. Es besitzt 2x 60 Watt/40kHz Ultraschallgeber, also 120 Watt Ultraschallleistung gesamt, und eine separate 100 Watt Heizung. Ich habe es im Mai 2014 für 120,- inkl. Versand bei Amazon gekauft. Meinen Kommentar zu vergleichbaren Geräten findest du im Abschnitt GT Sonic 3L vergleichbare Geräte.

Inhalt

Der Landfrauenverband Quarrendorf-West urteilt in seinem Fachjournal „Dung & Duft“: „Auf wolke101 gibt es tatsächlich keinen Haufen Mist!“.
Supporte diese qualitativ geprüfte Seite, per Amazon Wunschliste, oder direkt per Spende.

Amazon
   • Cyber Monday
FastTech
   • Thanksgiving Early Sale – 10% auf alles
GearBest
   • Shopping Carnival

Anwendungen

Die Anwendungsgebiete für Ultraschall sind sehr zahlreich. Aufsatzköpfe elektrischer Zahnbürsten, die Scher-Einheit vom Rasierer, Legosteine… 🙂 Man kann allem zuleibe rücken was irgendwie blöd verwinkelt, Ritzen oder Nischen hat. Ich beschränke mich für die Anwendungen hier ganz aufs Dampfen:

  1. Verdampfer Erst-/Grundreinigung (Ausführlicher Beitrag)
    Metallteile sollte man nicht auf dem Boden des US reinigen, da sie dort aufgrund der unterschiedlichen Metalllegierungen von Wanne und Reinigungsgut binnen Minuten Rostflecken entwickeln können sobald der US nicht mehr läuft. Das Problem hat man natürlich nicht wenn man in Marmeladengläsern reinigt (dazu später mehr). Dennoch sollte Metall immer eingelegt, sofort gereinigt und gleich wieder entnommen werden, abspülen, trocken. Denn unterschiedliche Metall-Legierungen die in Wasser schnell miteinander reagieren gibt es auch bei den Reinigungsgütern selbst (RBAs, Schrauben von Wicklungsdecks etc).
    Verdampfer & Liquid im Ultraschall
    Verdampfer, aufgeteilt in 3 Gläsern, damit nix verschrabbelt + Liquid das ich gerade testen will.
     
  2. Drip Tips / RBAs / Verdampfer-Base / Tank reinigen
    Im Gegensatz zur Grundreinigung muss man nicht immer alles komplett auseinanderbauen. Es genügt dann die Teile zusammengebaut in den US zu geben. Dabei gilt Vorsicht bei gefärbten Teilen. Durchgefärbtes Glas ist kein Problem. Pulverbeschichtung hatte ich auch mal drin, funktionierte. Aber alles was lackiert oder foliiert ist blättert im US ab (Evod, RGM2 zB). Ich hab auf diese Weise allerdings auch schon rosafarbene RGM2 in silberne verwandelt, ganz mit Absicht. 🙂
     
  3. Wicklung reinigen statt neu wickeln: Klick
    Verdampferköpfe lassen sich unter Umständen auch reinigen – muss man im Einzelfall ausprobieren.
     
  4. Liquid Schnell-Reifung
    Ich habe alle Varianten bezüglich der Reifung von Liquids ausprobiert (Flaschen im Topf/Backofen, Milchaufschäumer) und bin dazu übergegangen möglichst rechtzeitig zu mischen, die Flaschen dann 1-2 Tage offen stehen zu lassen, gelegentlich zu schütteln (damit Sauerstoff reinkommt und Zeit zum reagieren hat – ich bilde mir ein das könnte was bringen), und dann einfach stehen zu lassen. Nach 2 Wochen ist alles dampfbar. Es gibt einige Liquids die gern monatelang reifen dürfen (Tabak-Schoko von Inawera zB), aber die Zeit gebe ich ihnen nun einfach. Zumindest meistens. 😉

    Falls man es eilig hat, zum Beispiel zum Liquid-Testen, kann man per Ultraschall einen Großteil der Reifung beschleunigen und hat nach 20-60 Minuten eine deutliche Veränderung des Liquids. Die Kombination aus Schwingungen & Wärme (die durch die Ultraschallgeber immer mit entsteht) wirkt äußerst gut.
    Ich würde empfehlen den Ultraschall für 20 Minuten laufen zu lassen, etwas Pause zu lassen, damit es sich abkühlt, und dann ggf. 2-3 mal wiederholen.
    Die Heizung sollte man nicht extra dazu schalten, da die Ultraschallgeber schon von sich aus viel Wärme erzeugen. Auch sollte der Deckel des Gerätes nicht drauf sein, sonst wird das Liquid zu heiß.

    Wer nur durch Wärmeeinwirkung Liquid reifen lassen möchte (es gibt Leute die das zB mit einem Joghurtbereiter machen) kann die eingebaute Heizung auch solo benutzen. Ich empfehle dann nur wenig Temperatur einzustellen (30-40°), da nach meiner Erfahrung sonst der Geschmack leidet (getestet mit 70-80°).
    Achtung, das Heizelement ist nur ein kleiner Punkt, der sich unter dem Boden der Wanne befindet (in der Mitte der Wanne, hinten). Dort keine Flasche direkt drüber stellen, es wird dort punktuell SEHR heiß…
    Lass das Gerät mit eingeschalteter Heizung nicht ohne Aufsicht, siehe Heizung.

  5. Kupfer wieder blank bekommen
    Kleiner Zufallsfund: Angelaufendes (oxidiertes) Kupfer wird im Ultraschall wieder blitzblank. Zum Beispiel bekommen Taster und Pluspins wieder vollen Kontakt. Ein kompletter Mod aus Kupfer sollte da ebenfalls kein Problem sein (mangels Kupfer-Mod aber nicht getestet).

Reinigungs-Beispiel: SubTank Mini RBAs, normale Reinigung nach Gebrauch, einfach nur mit purem Wasser:

subtank-mini-rba-reinigung-01 subtank-mini-rba-reinigung-02 subtank-mini-rba-reinigung-03 subtank-mini-rba-reinigung-04

Power

Mein Wunsch nach mehr Bumms wurde voll erfüllt. Der GT Sonic macht 10x mehr Alarm als das Gerät vom Discounter. Die 120 Watt sind echt (mit Energiemonitor geprüft). Er macht schon rein visuell deutlich mehr Wellen auf der Wasseroberfläche. Kurzes Video (lauter weil nicht voll mit Wasser + kein Deckel drauf):

Finger reinhalten ist nicht, das wird schnell unangenehm (beim Discounter-Gerät nur ein lustiges Kribbeln). Zudem ist die Schallverteilung viel besser, er reinigt auch in den Randzonen der Wanne. Tote Zonen gibt es nicht. Und er kommt mit deutlich mehr Material klar. Beim Discounter-Gerät durfte ich nicht viel reinlegen, schon gar nichts massives, weil sonst die Wellen sehr schnell geschluckt wurden und gar nichts mehr passierte. Da war schon der Plastikkorb-Einsatz SEHR leistungsmindernd. Beim GT Sonic kann ich sogar problemlos mehrere kleine Marmeladengläser mit den zu reinigenden Teilen in die Wanne stellen – der Schall geht sehr gut durch das Glas hindurch, das habe ich in mehreren Experimenten ausprobiert. Dass das Glas zerbrechen könnte braucht man nicht zu fürchten.

Die Lautstärke ist beeindruckend. 🙄 Dagegen war das Discounter Gerät ein niedliches Säuseln. 😀 Es ist leiser wenn es mit Wasser voll gefüllt ist (bis zum Absatz ist „voll“) und / oder der Deckel drauf ist.

Bedienung

Ich hab mich bewusst für die Analog-Version mit Drehknöpfen entschieden, es gibt auch eine digitale Version mit Folientastern & LED Anzeige. Mit Drehknöpfen jedoch kann ich Drehen & Sehen, alles mit einer Handbewegung einstellen, fertig.

Das Hantieren um das Wasser auszukippen geht besser als gedacht. So schwer/unhandlich wie ich dachte ist er nicht (2,9 Kg). Das Wasser kippt schön über den Rand, das Gerät bekommt dabei keinen Tropfen ab. Noch praktischer/handlicher finde ich allerdings…

Marmeladengläser

In kleinen Gläsern zu reinigen hat einige Vorteile:

  1. Man muss nicht ständig das komplette Wasser im US tauschen, da es nicht schmutzig wird.
     
  2. Reinige ich verschiedene Verdampfer gleichzeitig, bekommt jeder sein eigenes Mini-Glas. So bleiben alle Teile dort wo sie hingehören und es erübrigen sich Fragen wie „Warum sifft mein Verdampfer? Gehört diese Dichtung oder Schraube vielleicht doch an den anderen Verdampfer?“… 🙄
     
  3. Manchmal reinige ich mit reinem Alkohol (Isopropanol, ist rückstandslos) und möchte nicht für jede Reinigung von Kleinteilen eine große Menge davon verbrauchen. Und auf gar keinen Fall möchte ich das hochentzündliche Alkoholdämpfe aus dem Ultraschall heraus wabern/spritzen (beim Einatmen schädlich & Explosionsgefahr). Daher benutze ich kleine Marmeladengläser mit Deckel, die ich dann geschlossen in den Ultraschall stelle.
     
  4. Beim Reinigen in Marmeladengläsern besteht keine Gefahr das Metallteile mit dem Wannenboden reagieren (Korrosion), was bei manchen Metallteilen binnen Minuten geschehen kann, sobald der Ultraschall nicht mehr läuft.
     
  5. Entgasung: In Wasser befindet sich relativ viel Luft, besonders wenn man es gerade aus dem Wasserhahn gezapft hat. Unter Ultraschall verbinden sich diese feinsten Luftbläschen nach wenigen Sekunden zu größeren Blasen und können punktuell die Reinigungsleistung etwas mindern. Endet der Ultraschall, dann steigen die Luftblasen auf und stören nicht mehr.
    Nun kann man entweder das ganze Gerät im Abstand von einigen Sekunden immer Aus/An schalten (gibt auch Geräte die eine Automatik dafür haben), oder man hebt einfach das Marmeladenglas kurz an womit der Ultraschallvorgang im Glas endet und die Blasen aufsteigen können. Das „Rein – Raus“ wiederholt man einige male, bis kaum noch Luftblasen aufsteigen. Zusätzlich mit einer Pinzette, oder ähnlichem, einmal im Glas rühren holt auch versteckte Luftblasen aus den Verdampferteilen hervor…

Heizung

Die Heizung funktioniert zufriedenstellend genau. Bis etwa 40° regelt die Heizung immer vom Sollwert bis +7°, also bei eingestellten 30° sind es dann 30-37°. Ab 50° Sollwert sind es Sollwert bis +10°, sprich, bei eingestellten 70° hält er sich im Bereich von 70-80° auf. Da kommen schon Kochgeräusche auf. Ich weiß jetzt auch womit ich Marmelade einkochen kann. 😉 Die Heizung ist nicht an den Timer des Ultraschall gebunden, sie funktioniert vollkommen unabhängig davon. Lass das Gerät mit Heizung nicht ohne Aufsicht. Wasser verdunstet… Das Gerät schaltet sich bei der Ultraschall-Funktion selbst ab wenn das Wasser über 80° erreicht. Ob die Heizfunktion auch eine Sicherung hat wenn kein Wasser mehr drin ist weiß ich nicht, und ich muss auch nicht ALLES ausprobieren… 😉

Maße & Gewicht

Die Liter-Angaben scheinen bei Ultraschallgeräten immer in einem Paralleluniversum zu entstehen, in dem alles etwas größer ist als bei uns… „3L“ vom Hersteller sind laut Verkäufer dann „Die theoretische Kapazität des Tanks ist 3.00L, die nutzbare Kapazität ist 2.60L.“. Beim Kunden sind’s dann noch 2 Liter (obere Markierung). Mir ist das allerdings egal, denn die tatsächliche Größe ist für meine Bedürfnisse genau richtig.

cm Gehäuse Wanne Korb innen
Länge 25 21-23,5 (unten schmaler). 18-21
Breite 15 bzw 17,5 inkl. Knöpfe 10,5-13 9,5-11,5
Höhe 23,5 (inkl. Füße und Deckel) 7,5 (bis zur Markierung), 10 bis Rand. 6

Gewicht 2,9 Kg (mit Korb u. Deckel)

Fazit GT Sonic 3L

Ich benutze das Gerät seit Mai 2014 und bin sehr zufrieden damit. Ich bekomme damit alles sauber, kann mehrere Dinge voneinander getrennt in Gläsern reinigen, und es passt auch mal was größeres rein. Das einzige was nervt ist das Geräusch, aber das ist bei allen Ultraschallgeräten mehr oder minder vorhanden (je mehr Power desto stärker). Empfindliche Ohren stellen das Gerät ins Bad, machen die Tür zu und können dann wieder ungestört dem Gezeter des Lebensabschnittpartners lauschen. 😉

Kriterien beim Kauf von Ultraschallgeräten

Ich hatte ja nun ein Ultraschallgerät von Aldi, mit angeblich 50 Watt (real 30 Watt)… Die Kategorie „leistungsschwaches Plastikgerät“ würde ich persönlich gar nicht mehr kaufen. Für eine Brille mag es reichen, für mehr ist das bisschen Gemurmel was diese Geräte machen nicht ausreichend. Merkmale auf die ich zukünftig immer achten würde:

  • 50 (echte) Watt absolutes Minimum, besser mehr.
    • Mehr Power = zuverlässigere Reinigung in kürzerer Zeit.
    • Mehr Power = mehr Reinigungsgut möglich.
    • Nach Kauf: Leistungsaufnahme mit einem Energiemonitor (AM) überprüfen. Die angegebenen Watt sollten auch (in etwa) erreicht werden.
  • Frequenz: Der Ultraschallgeber sollte um die 35-40 kHz haben. Unter 30 kHz würde ich nichts kaufen. Mehr wäre ok, wird man im Hobby-Bereich aber kaum finden, und ist auch unnötig.
    Eine Angabe mit „Hz“ ist für den Ultraschallgeber ohne Belang (50 Hz ist die Stromnetzfrequenz), es muss in der Beschreibung etwas von „kHz“ stehen.
  • Wärmeempfindlichkeit: Beim Ultraschall entsteht immer Wärme. Ein Ultraschallgerät das mit Wärme Probleme hat würde ich gar nicht mehr in Betracht ziehen. Es wird schneller kaputt gehen, man kann nicht heiß reinigen, und man ist in der Laufzeit beschränkt. Woran man wärmeempfindliche Geräte oft erkennen kann:
  • Beschränkte Laufzeit: Haben sehr viele Geräte, eben weil sie sonst zu warm werden. Oft sind nur ca. 10 Minuten Laufzeit einstellbar, und man muss eine Abkühlpause machen (was man meist erst aus dem Handbuch erfährt).
    Eine beschränkte Laufzeit ist zudem gerade dann nervig je weniger Watt-Leistung ein Gerät hat, weil man genau dann längere Reinigungszeiten benötigt…
  • Dauerbetrieb hingegen kann ein Hinweis darauf sein dass das Gerät auch mit Hitze gut zurecht kommt, jedoch mindestens eine Automatik mitbringt die vor „zuviel“ Wärme schützt.
    Positives Beispiel: Mein „GT Sonic“ kann mit 80°C Wassertempertur betrieben werden. Es hat zudem eine Temperaturüberwachung und schaltet sich ggf. für ca. 10 Minuten aus, und setzt dann die Reinigung wieder fort. Das wiederholt sich, solange man möchte. Dank 120 Watt brauche ich aber nie so lange…
  • Kein warmes / heißes Wasser einfüllen?: Erfährt man meist auch erst aus der Anleitung, und ist ein klarer Hinweis darauf dass das Gerät keine Wärme mag und nicht unbedingt auf Langlebigkeit konzipiert ist.
  • Heizung vorhanden?: Klares Zeichen das Wärme kein Problem ist. Die Heizung selbst wäre für mich heute kein Muss-Feature mehr – ich habe sie schon ewig nicht mehr benutzt, geht auch alles so, zumal der Ultraschall selbst schon gut Wärme erzeugt.
  • Preis: Bei den ganzen „30-Euro Plastikgeräten“ wird man keines finden das mit hoher Temperatur zurecht kommt (ich lasse mich ggf. gern korrigieren).

GT Sonic 3L vergleichbare Geräte

Von meinem 120 Watt Gerät „GT Sonic 3L“ gibt es eine Vielzahl von praktisch gleich aussehenden Geräten. Ich vermute das es eine überschaubare Anzahl an Standard-„Kernkomponenten“, wie zB den Ultraschallgeber gibt, und diese Standardkomponenten dann in unterschiedliche Kleider (Gehäuse / Aufdrucke) verbaut werden, so dass der Qualitätsunterschied von einem 90,- zu einem 180,- Gerät möglicherweise überschaubar ist… Wissen tue ich es aber nicht, kann falsch sein.

Häufig findet man die Angabe „120 Watt, 2 Transducer/Umformer, 40 kHz“ (oder ähnlich formuliert). Das entspricht genau den Daten meines Gerätes.

120 Watt Liste: AM (ab ca. 90,-)

Mein Gerät „GT Sonic 3L“ ist aktuell (September 2017) mit „100 Watt / 33-40kHz“ gelistet: AM. Ob das ein Beschreibungsfehler des Verkäufers ist, oder ob da nun zwei Ultraschallgeber mit 2x 50 Watt, oder einer mit 100 Watt drin ist (es sind zwei Ultraschallgeber, danke @Jamse), und ob die Frequenz wechselt, muss man wohl raten. Und ob das den Kohl fett macht auch. Mein Gerät hat definitiv 120 Watt (damalige Verkäuferbeschreibung war so + Energiemonitor geprüft + Typenschild).

Platzsparende Geräte

Da ich nach einem Gerät mit kleineren Abmessungen gefragt wurde… Konkret ein Gerät empfehlen ist für mich schwierig solange ich es nicht ausprobiert habe… Ich kann mich dann auch bestenfalls an Amazon-Rezensionen orientieren, die man allerdings auch lesen können muss (Hochgejubel von Leuten die nur Brillen reinigen, versus Leuten die aus Gründen meckern die sie nicht verstehen / nichts mit dem Gerät zu tun haben).

Wenn die Maße klein sein sollen ist die Leistung schon mal begrenzt. 50 Watt Geräte findet man noch ganz gut, bei 60 und 80 Watt wird’s dann schon dünner, tendenziell teurer, und es gibt eine auffällige Abnahme von Geräten mit Plastikgehäusen, was sicher kein Nachteil ist. Wenn Geld nicht das oberste Kriterium ist würde ich für ein kleines Gerät bei 60/80 Watt schauen. Nicht nur wegen der Leistung, auch weil die Chance das man ein Gerät findet das Dauerbetrieb aushält von vornherein höher ist – man kann teilweise auf den Fotos schon sehen das es eine „ON“/Dauerlauf/Endlos-Stellung gibt.
50 Watt Liste: AM (ab ca. 35,- und ab ca. 60,- wenn es unempfindlich gegen Wärme sein soll.)
60 Watt Liste: AM (ab ca. 60,-)
80 Watt Liste: AM (ab ca. 170,-)

Ich hab mal zwei kleine, wärme-unempfindliche Geräte rausgepickt:

  • Quadratisch:
    GT Sonic 2L (AM)
    50 Watt, Heizung & lange Betriebsdauer (bis 99 Minuten).
    In den Rezensionen der 2L-Version wird genauso an den Maßen herumgemeckert wie ich es bei der 3L-Version festgestellt habe (siehe Abschnitt Maße…). Wenn man es vorher weiß… Ansonsten scheint das Gerät gut zu sein.
  • Im Längsformat, winzig, „Markengerät“, aber auch ca. dreimal teurer:
    Emag Emmi 08ST H (AM).
    60 Watt, Heizung & lange Betriebsdauer.

Fazit

Gar nicht so einfach sich im Ultraschall-Dschungel zurecht zu finden, zumal die Angaben der Verkäufer nicht einheitlich, und sicher auch nicht immer richtig sind, und sei es nur aus Faulheit oder Irrtum. Ein gekauftes Gerät würde ich immer per Energiemonitor auf seine tatsächliche Leistung überprüfen. Rückmeldungen zu konkreten Geräten, gern per Kommentar-Funktion unten.

Links & Kommentare

  • Reinigungszubehör
    • AMUltraschallgeräte 120 Watt (Test): Unzugängliche Stellen einfach reinigen.
    • AMIsopropanolZB zur Verdampfer-Grundreinigung und für elektrische Kontakte.
    • AM: Glasfaser-StiftFür elektrische Kontakte und Gewinde.
    • AM | FT | GBMini-BürstenFür Drip Tips, Luftröhrchen, Decks, etc.
    • AMGeschirrspüler-GelFür Verdampfer aus Kunststoff / lackiert / beschichtet.
    • AMDemineralisiertes WasserRückstandslos klarspülen / Verdampferköpfe reinigen.
    • Noch mehr gutes Dampfer Zubehör
Lecker Lesestoff? Du möchtest etwas zurückgeben? Schau auf meine Amazon Wunschliste „Das Leben ist kein Ponyhof„. Dort findest Du von Kleinkram bis zu essentiell wichtigen Luxusgütern alles was das Bloggerherz benötigt & erfreut. Oder direkt per Spende. Danke! 🙂

5 Antworten auf „Ultraschallgerät GT Sonic 3L – Test“

  1. toll das es mal einen Bericht gibt der ehrlich zu sein scheint . Frühwer gab es Geräte die hatten eine Edelstahlwanne die sah nach jahrelangem Gebrauch noch gut aus . heutzutage musst Du das gerät entleeren sonst wirds schnell fies .

    danke

  2. Huhu wolke, danke für deine Mail (ich war wohl mit ein Grund für die Aktualisierung ;-).

    Erstmal, danke für deine Mühe. Du schreibst u.a.:
    „Wenn die Leistungsangabe oder die kHz-Angabe des Wandlers fehlt würde ich gleich weiterschauen. Könnte einen Grund haben das es fehlt… 🙂 Und es gibt ja tonnenweise Geräte wo es angegeben ist.“

    Das ist ein wertvoller Tipp für die Suche. Sehr oft fehlt nämlich die kHz-Angabe, bzw man muss bei den Rezensionen suchen, ob man sie dort findet. Ich habe ein Uralt-Gerät, nichts Teueres, das verspricht 50 Watt – und es steht dabei dann noch „50 Hz“. Was auch immer das ist, es ist sicher nicht die Leistungsangabe des Ultraschallgebers. Auch hierauf sollte man wohl achten, zumal Laien, die zwischen Hz und kHz ohne schwerwiegenden Grund nur zögerlich unterscheiden wollen.

    Bei diesem kleinen Gerät kam ich darauf, dass es ohne Plastikwanne kräftiger arbeitet, soweit man es eben an den erzeugten Wellen ablesen kann. Aber mein C1-Köpfchen sauberzumachen, das schafft es dennoch nicht wirklich gut … ich werde mal sehen, ob ich etwas Besseres, aber doch preislich Gemäßigtes (und Kleines) finde auf Grund deiner Kriterien.

    1. Ja, „Hz“ ist nur die Frequenz der Netzspannung (230V / 50Hz) zB – das ist belanglos. Mit „kHz“ kann nur die Frequenz des Ultraschallgebers gemeint sein. Ich hab das im Beitrag nun deutlich gemacht, Danke. 🙂

      Wenn Du einen Energiemonitor hast würde ich den mal zwischenstecken. Vielleicht hat Dein Gerät ja auch nur 30 Watt.

      Edit: Ich hab jetzt noch einen Link zu einem Energiemessgerät hinzugefügt.

  3. Aufgrund der positiven Darstellung dieses US-Reinigers überlegte ich schon länger, ihn mir zu kaufen. Diese Woche habe ich es getan (bei Amazon, mit Aktionsrabatt sogar für ca. 72 €) und konnte erfreut feststellen, dass er sehr gut arbeitet.

    Vorher hatte ich den Reiniger „Emmi 04“, der aber nach kurzer Zeit gar keine Wellen mehr warf und überhaupt sehr schwach war.

    Zu Morgennebels obigen Hinweis bzw. zu der Frage bezüglich der aktuellen Angabe von 100 Watt beim Sonic 3 L (statt der 120 Watt des besprochenen Geräts), „ob das ein Beschreibungsfehler des Verkäufers ist, oder ob da nun zwei Ultraschallgeber mit 2x 50 Watt, oder einer mit 100 Watt drin ist, und ob die Frequenz wechselt“, kann ich auch keine genauen Angaben machen. Aufgefallen ist mir allerdings, dass das Wasser, wenn der Korb nicht eingesetzt ist, von zwei Punkten aus in Bewegung versetzt wird, setze ich den Korb ein, ist nur noch an einem Punkt eine deutliche „Wellengebung“ zu erkennen. Rätselhaft 🙂

    1. Moin Jamse, wenn er leer ist und es an zwei Stellen „sprudelt“, dann sind zwei Ultraschallgeber drin. Das Wellenbild ändert sich, je nachdem was/wieviel drin ist, und wo es platziert ist, das ist völlig ok so.

      Falls Du einen Energiemonitor hast kannst Du ihn zwischenstecken, dann siehst Du die Leistungsaufnahme.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Wenn Du Deine Email-Adresse angibst kannst Du später weitere Kommentare schreiben, ohne das sie von mir erst freigeschaltet werden müssen.

Du kannst Dich außerdem per Email benachrichtigen lassen wenn auf Dein Kommentar geantwortet wird.