Eleaf GS Air Watte-Verdampferköpfe – Test

In diesem Beitrag geht es um meine Erfahrungen mit den neuen Verdampferköpfen von Eleaf, die nun mit Watte ausgetattet sind und in zwei Variationen kommen: 1,2 Ohm fürs Dampfen im Watt-Modus und 0,15 Ohm (Nickel) fürs Dampfen im TC-Modus (Temperaturkontrolle).


Inhalt

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Watte-Verdampferköpfe TC 0,15 Ohm

Beim GS-Tank waren zwei TC-Watte-Köpfe mit 0,15 Ohm dabei, für temperaturgeregeltes Dampfen. Sie sind geschmacklich gut, nachdem sie etwa eine Tankfüllung eingedampft sind. Allerdings produzieren sie etwas dünnen Dampf, was nach dem Eindampfen immerhin ein wenig besser geworden ist. Sie haben einen größeren Luftloch-Durchmesser (~2,15 mm) was mir nicht zusagt. Fürs Wangendampfen sind sie mir zu offen, so das man nur schnelle kurze Züge machen kann um eine ausreichende Luftgeschwindigkeit (= guten Geschmack) auf die Wicklung zu bekommen. Wer sie direkt auf Lunge zieht mag bessere Ergebnisse bekommen (mir persönlich sind die 2,15 mm dafür wiederum zu klein).

TC Modus mit dem iStick TC40W getestet

Funktioniert theoretisch (Tank ganz trockengedampft, null Kokel), aber nicht stabil.
Ich muss immer mal wieder massiv die Temperatur ändern, damit der sweet spot gehalten wird. Von 180 bis 280° Celsius habe ich da schon alles einstellen müssen.  Ich habe das mit zwei verschiedenen GS-Tanks und TC-Köpfen probiert.
Ich glaube der iStick ist da komplett unschuldig, das wird mit ziemlicher Sicherheit an den Fertigköpfen liegen in denen der Wicklungsdraht nur mit einer Silikontülle geklemmt ist, wodurch sich immer wieder ganz kleine Widerstandsänderungen im Betrieb ergeben (das kennen wir ja vom Selbstwickeln der Kanger Köpfe). Im Watt-Modus sind kleine Schwankungen gar kein Problem, im TC-Modus reagiert die Regelung aber auf kleinste Widerstandsänderungen und „denkt“ dann das der Draht wärmer/kühler geworden ist und regelt dann falsch.

Generell bin ich skeptisch das geklemmte Wicklungsdrähte (wie sie alle Fertigköpfe haben) überhaupt für TC-dampfen geeignet sind, da sie immer anfällig für Widerstandsschwankungen im Betrieb sind. Schon ein unterschiedlich festes Aufschrauben des Verdampfers bewirkt meistens kleine bis große Widerstandsänderungen, weil die Wicklungsdrähte mechanisch direkt mit dem Pluspin und dem Isolator verbunden sind.
Ich denke das Problem wäre nur sicher zu lösen wenn sich die Hersteller eine andere Befestigungsmethode ausdenken (Löten / Punktschweißen / Schrauben / oder stärkere Klemmwirkung durch Ersetzen des weichen Silikon-Isolators durch ein härteres Material, Teflon zB).

Watte-Verdampferköpfe mit 1,2 Ohm

Die „normalen“ Watte-Köpfe mit 1,2 Ohm hatte ich mir auch gleich mitbestellt. Sie gefallen mir vom Zugwiderstand besser als die TC-Köpfe. Und geschmacklich deutlich besser als die älteren 1,5 Ohm Köpfe mit Silika-Dochten, die ich wirklich nicht dolle fand. Den typischen Silika-Fasergeschmack haben die neuen logischerweise nicht. Sie kokeln auch nicht bei testweise eingestellten 15 Watt, wo die alten Silika-Köpfe aufgeben mussten, bei vollem Tank schon bei 12 Watt…
Egal, 15 Watt geht mit den neuen, ist mir aber zu warmer Dampf. 20 und 25 Watt geht auch, Watte halt, aber da ist der Geschmack dann auch restlos im Eimer. Mehr wollte ich nicht probieren, man muss ja nicht alles gleich kaputt machen. 😉
Die Luftdüse ist mit ~1,65 mm deutlich kleiner als bei den TC-Köpfen, was der Strömungsgeschwindigkeit und somit dem Geschmack entgegenkommt.

BVC Bauweise bei beiden – nix gut!

Sowohl die 0,15er TC Köpfe als auch die 1,2 Ohm Köpfe sind als BVC gebaut, also eine von Watte-Fließ umgebene vertikal stehende Wicklung, durch die die Luft hindurchgezogen wird.
Ich bin kein Fan davon. BVC ist ineffizient. Man braucht mehr Watt-Leistung um auf die gleiche Dampfmenge einer klassischen horizontalen Wicklung zu kommen .
Will ich beim GS-Air Watte-Kopf den Dampf genauso dicht bekommen wie bei einer klassischen Wicklung muss ich soviel Watt-Leistung einstellen das mir der Geschmack nicht mehr passt – also lebe ich lieber mit etwas dünnerem Dampf und gutem Geschmack.

Effizienz der BVC-Bauweise getestet

Ich habe getestet wieviel Milliliter Liquid ich mit einer vollen Akkuladung des iStick 40 verdampfen kann:

  • GS Air Kopf 0,15 Ohm, TC-Modus: 3,0 ml
  • GS Air Kopf 1,2 Ohm bei 11 Watt: 3,8 ml
  • Selbstgewickelter GS Air Kopf 2,3 Ohm bei 8 Watt: 7,0 ml
    (0,22 NiChrom eng auf 1,4 mm Wickelhilfe, horizontal)
  • Selbstgewickelter GS Air Kopf 1,6 Ohm bei 6,5 Watt: 6,8 ml
    (0,22 NiChrom eng auf 2,0 mm Wickelhilfe, horizontal)

Wow, ich wusste das BVC ineffizient ist, aber SO ineffizient hätte ich nicht gedacht! Man kann mit einer Standardwicklung die doppelte Liquidmenge gegenüber einer BVC verdampfen!
Update: Mehr Tests mit BVC/VC Wicklungen: Vertikale Wicklungen & Akkulaufzeit

Blubbern

Die neuen Köpfe blubbern gern. Ich bin da sehr häufig mit ’nem dünn gezwirbeltem Q-Tip im Luftrohr zum trockenfeudeln. Im „Kanger Selbstwickler Fanclub“ ist das BVC-Blubber-Problem auch nicht ganz unbekannt. 😉

Unter Beschuss

Einer der Werksköpfe hat mir immer munter Liquidtropfen in den Mund geschossen, was bei selbstgewickelt nie passiert, es sei denn man wickelt MC und gibt ordentlich (zuviel) Feuer…

Die heiße Gulasch-Kanone

Ein weiter Nachteil von BVC-Wicklungen ist der Übertrag von Wärme auf den Tank. Wicklung, Watte und die Trennwand zwischen Verdampferkammer und Tankinhalt sind alle direkt miteinander in Kontakt, wodurch die Wärme von der Wicklung sehr gut an den Tankinhalt abgeleitet wird, was natürlich sehr schlecht ist. Zum einen verpulvert das unnötig Energie, zum anderen kann Liquid an Geschmack verlieren wenn es immer wieder stark erwärmt wird.

Geschmack

Nachdem ich nun Werksköpfe und eigene GS Air Wicklungen im direkten A/B Vergleich gedampft habe muss ich sagen das ich deutlich einen Eigengeschmack der Werksköpfe schmecke. Weit weniger störend wie bei den Silika-Vorgängerköpfen, aber doch deutlich. Aufgrund der vielen Watte bei der BVC-Bauweise ist das nicht so überraschend und möglicherweise gibt sich das mit der Zeit, wenn da Japanwatte verbaut ist, wovon ich ausgehe.
Wer keinen A/B Vergleich macht, oder unempfindlich gegen Wattegeschmack ist, bekommt aber einen guten Geschmack. Gäbe es auf dieser Welt nichts anderes zu dampfen hätte ich geschmacklich sicher kein Problem damit diese Köpfe zu benutzen.

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Fazit

Viel gutes kann ich persönlich an den Köpfen nicht lassen. Hoher Energiebedarf, und damit kurze Akkulaufzeiten. In seiner Akku-Wahl ist man eingeschränkt weil unter 11 Watt nicht viel passiert. Somit sind die ganzen eGo/Spinner/Twist Akkus mit ihrem 8-10 Watt Maximalleistung draussen. Davon ab können die auch nicht mit 1,2 Ohm umgehen… Verschwörungstheorie: Eleaf baut Watt-hungrige Niedrig-Ohm Coils um besser seine iSticks verkaufen. 😀
Dann noch die Blubber-Neigung… alles in allem nicht gerade ein Fortschritt. Man kann nur hoffen das der BVC-Trend so schnell wie möglich wieder beerdigt wird und gute Horizontalwicklungen wieder kommen. Hallo Eleaf! Macht doch mal was wirklich sinnvolles und bietet Köpfe mit zB 0,12er Drill-Wicklungen an! 😀

Das einzig Gute an den neuen Köpfen ist die Umstellung von Silika-Dochten auf Watte. Das verbessert den Geschmack, wobei mir meine selbstgewickelten mit KGD Watte (und davon deutlich weniger) noch mal besser schmecken. Es mag aber auch daran liegen das die selbstgewickelten bei weniger Temperatur die gleiche Dampfmenge erzeugen.

Es ist nun nicht so das man diese Köpfe nun gar nicht empfehlen könnte (wie zB die alten Kanger BDC Köpfe, deren Silika-Dochte oft sehr schnell kaputt gingen).
Richtig gut werden die neuen GS Air Köpfe aber erst wenn man sie selbst wickelt.
Wer das nicht will, und sich sich am Fasergeschmack der GS Air Vorgängerköpfe nicht stört, für den sind die älteren 1,5 Ohm Silika Köpfe vielleicht auch noch eine Überlegung wert.
Oder man besorgt sich als wickelunwilliger einen Kanger Verdampfer und dazu die SOCC Verdampferköpfe. Die haben auch Watte und die Wicklung ist klassisch horizontal aufgebaut.

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5 Antworten auf „Eleaf GS Air Watte-Verdampferköpfe – Test“

  1. Ich habe mich die letzten Wochen wieder auf die eGrip eingeschossen, die will ja auch leben. Nur bekomme ich jetzt plötzlich die RBA nicht mehr blubberfrei und habe darum auch mal wider eine für die eGrip oft empfohlene Prager (vertikal) Wicklung gebaut. Ich mag sie immer noch nicht, genau wegen den kleinen Tropfen, die man sich aus der offene Spule sehr leicht ansaugen kann. Vielleicht liegt darin auch die Ansicht begraben, dass BVC besonders guten Geschmack hätte, weil die Leute diese Tröpfchen schmecken ohne zu wissen, dass das nicht ao sein sollte ?

  2. Mit dem eleaf TC 40 nun zwei GS-Air in Betrieb.

    Den einen habe ich mit dem fertig bestückten Kopf (0,15 Ohm) belassen und nutze ihn im TC.
    Die Dampf- und Temperaturentwicklung erscheint mir nicht so ganz gleichmäßig, da muss man leider immer etwas an der Temperatur nachregulieren.
    Schon unmittelbar bei Zugbeginn leuchtet Temperature Control auf….weiß nicht, ob das nur ein Hinweis ist oder dann schon die Begrenzung greift.
    Etwas mehr und dickeren Dampf fände ich schöner, aber mit der Direktzugtechnik funktioniert das Ding in dieser Konstallation eigentlich völlig okay.

    Den anderen GS-Tank habe ich mit einem eleaf 1,5 Ohm bestückt und nutze ihn im Watt-Modus.
    War bei den ersten Zügen okay, ich freute mich, da es mir etwas besser gefiel als im TC (s.o.), aber dann war das Blubbern/Siffen nicht mehr aufzuhalten.
    Egal ob langsam oder schnell, direkt oder indirekt, gezogen, mit 10 oder 20 Watt….blubber blubber….unvollständiger Dampf, was tropfende Flüssigkeit sowohl im Mund wie auch
    im Mundstückansatz und im Mundstück selbst bedeutet…. sehr, sehr unschön … alles mehrfach trockengelegt und neu geschraubt, jeweils neu bis etwa Zweidrittel auch
    mit unterschiedlichen Liquids befüllt…
    …blubbert leider durch … macht so echt keinen Spaß …. Weiß aber nicht, ob vielleicht einfach der Verdampferkopf schon werksseitig hin ist und alles nach einem Wechsel wieder
    gut wird oder ob es am GS Tank liegt …
    Habe auch noch 1,2 Ohm Coils bereit liegen, davon werde ich als nächstes einen ausprobieren … oder auch hier mal einen 0,15er im TC ausprobieren …

    Falls jemand hierzu einen Tipp hat, wie das Blubbern/Tropfen ansonsten in den Griff zu bekommen ist ….

    1. Je größer der Tank desto eher neigt er zum Blubbern: Siffen, Blubbern & Kokeln FAQ
      Der GS Tank ist aber nun nicht sooo groß das er nicht zu bändigen wäre. Lösung: selbst wickeln, dann hat man auch Kontrolle darüber wieviel Watte man in die Liquidlöcher macht.
      Ansonsten bist Du der Serienstreuung von Fertigköpfen „ausgeliefert“. Da gibt es mal gute, mal schlechte. 🙄

  3. Zunächst vielen Dank für deine Laberseite, die mir schon viel geholfen hat.
    Nach vielen hin und her werde ich bei den 1,5 Ohm Fertigköpfen von Eleaf bleiben.
    Mein Standard-Werkzeug bleibt die eGrip OLED V2 mit den GS-Air Verdampfern. Zusätzlich nutze ich verschiedene Boxen mit dem GS-Air M mit den immerhin 4ml Volumen Fassungsvermögen. Da mir die Chinesen bisher über mein Ableben hinaus genügend Coils geliefert haben, frage ich, in welchen anderen Verdampfern man diese Köpfe sinnvoll einsetzen kann. Alles mit Blick auf die Umsetzung von TPD 2 und der daraus folgenden Begrenzung des Fassungsvermögens auf 2ml.

    1. Ich bin sicher das die Hersteller da noch was liefern wenn es soweit ist. Ah, ich sehe gerade es gibt jetzt einen 2ml GS Air, hat aber nur 14 mm und ist elend lang: https://www.fasttech.com/search?gs%20air
      Der ist dann wohl für Märkte mit unverhältnismäßiger Schikaneregulierung gedacht. 🙄
      Ich würde ja den GS-Tank mit 2 ml in ultrakurz besser finden. Bin mittlerweile eher auf dem 22 mm Format zuhause, durch die iSticks. 🙂

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