Smok Skyhook RDTA – Test

Smok Skyhook 510Der Skyhook hat mich anfangs gar nicht überzeugt. Ich war echt genervt von dem Ding, besser gesagt von den Coils, die negative Schwingungen erzeugten. 😉 Mit einer drastischen Entrümpelungsaktion hat er sich als Geschmacksbombe entpuppt, die es mit einem Limitless mehr als aufnehmen kann.


Inhalt

Der Landfrauenverband Quarrendorf-West urteilt in seinem Fachjournal „Dung & Duft“: „Auf wolke101 gibt es tatsächlich keinen Haufen Mist!“.
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Ersteindruck

Nach meinem Reinfall mit dem iJoy RDTA5S (Test) teste ich nun den Skyhook, welcher der Theorie nach einem bewährtem Limitless (Test) / Combo noch am nächsten kommt, und zusätzlich unten Luftdüsen hat. Könnte ja für den Geschmack was bringen… Gekauft habe ich ihn bei GB für €18.71 im Flashsale.

Der Verdampfer hat einen deutlichen Fabrikgeruch und heute habe ich mal kein Bock auf „unbedarfter Dampfer“ und werfe ihn in den Ultraschall (Verdampfer-Reinigung).  Weil ich faul bin, nur mit klar Wasser und nur soweit auseinandergebaut wie es mit der Hand geht. Die bereits vormontierten Wicklungen lasse ich drauf. Nach wenigen Augenblicken wabert ein kleiner weißlicher Schleier durch das Wasser, der vermutlich aus dem Tankinneren kommt, soweit ich das sehen kann. 20 Minuten später ist das Wasser ganz leicht weißlich trüb, hm, gut, noch mal, und lieber doch mit Geschirrspül-Gel, wieder 20 Minuten. Ja, das Wasser riecht auch schön… Gründlich unterm Wasserhahn abgespült, und noch mal 20 Minuten Ultraschall mit klar Wasser. Nebenbei wissen wir nun auch das die Farbe bei Ultraschall mit 120 Watt dran bleibt. Einen Pluspunkt hätten wir schon mal. 😉

Deck & Wickeln

Erstmal sollte man den festen Sitz der vormontierten Wicklung (Fused Clapton) prüfen, bei mir war nicht nur eine Schraube locker (Normalzustand), sondern derer gleich zwei.

Ein Velo-Deck, mit gleichartigen Polschrauben, alle von der Seite schraubbar, gut.

Smok Skyhook Deck SchraubenDie Pol-Schrauben (2×2,5 / 1,3er Inbus), und die Punkte wo sie gegen laufen, sind plan. Der Draht wird also nicht abgeschert, schön. Selbsbewusste Selbstwickler können so auch ganz normalen zero compensation wire (der letzte Schrei) verwenden, oder auf deutsch: Monsterdrähte sind kein Zwang, Danke Smok. Allerdings sind die Madenschrauben recht kurz, und laufen bei dünnem Draht aus dem Hauptgewinde – ob das dann lange gut geht mit dem was da sonst an „Gewinde“ noch vorhanden ist… Dünnbrettbohrerdrahtwickler wollen sich vielleicht nach längeren Polschrauben umsehen (guckstdu unten bei den Links).

Die Drahtlöcher sind 3,5 x 2 mm. Eisenbahnschienen passen also auch.

Die beiden unteren Luftdüsen auf dem Deck sind 4×9 mm groß.
Die seitlichen Luftdüsen sind 2×3 mm groß. Davon befinden 3 auf jeder Seite.

Ich bewattele die Werkswicklung (wow, 3,5 mm Innendurchmesser, 2Kg Draht – ich hab jetzt schon kein Bock mehr) zur Feier des Tages mit Schinkenwatte, die ich in der Mitte teile und hoffe mit einer halben Baumwollplantage auszukommen.

Smok Skyhook Watte verlegenSmok Skyhook Watte verlegen

Es scheint zu klappen. Ich achte bei der fachgerechten Verpuschelung der Watte darauf das auch in der Mitte, unterm Pol, genug hingepuschelt ist.

Smok Skyhook Watte verlegenSmok Skyhook Watte verlegen

Benässen, wofür knapp 2 ml Liquid nötig sind 😀 , und modellieren. An den Rändern glatt streichen, und von den Luftlöchern wegdrücken.

Smok Skyhook Watte verlegen

Die Bewattelung war gut: Über Nacht halb gefüllt hingelegt, null Siffen.

Dampftest

Die vormontierte Wicklung dampfe ich nur weil ich sonst nicht viel zu lachen habe. Ich weiß ja was mich bei Monsterwicklungen erwartet, aber diese sind SO groß, das muss ich probiert haben… Wie immer dampfe ich alles erstmal mit purem Basisliquid, das ist der wahre Geschmackstest…

2xLuft Verdampferhülse:

44 Watt, ohne Drip Tip, aua, heiß an den Lippen, Drip Tip drauf.

Dampft mächtig, mit 5 Sekunden Vorfeuern (ganz kalte Coils noch länger), aber der feine süße Geschmack von purem Basisliquid will hier trotz mächtig Wind nicht aufkommen. Ab und an bekomme ich ihn, ist aber irgendwie Glückssache. Ich drehe an der Leistung und ändere die Luftlöcher, aber auf einen grünen Zweig komme ich irgendwie nicht. Mein Eindruck ist das die Löcher nicht das optimale sind, verglichen mit den Schlitzen bei iJoy, oder dem Avocado. Bei denen habe ich gar kein Problem den süßlichen Geschmack von Basisliquid zu bekommen, stabil. Ich denke auch das die Wicklungen zu weit weg von den Luftlöchern sind. Das einzige was ich stabil bekomme ist Hitze, bzw ist es mit den Monsterwicklungen ein Drahtseilakt viel Dampf ohne zuviel Hitze zu bekommen. Und zuviel Hitze = Geschmack im Eimer.

4xLuft Verdampferhülse:

Zugwiderstand: Nahe Null. Mit 80 Watt die ich mal an der Sinuous einstellle bekomme ich nicht mehr Dampf, eher dünneren, als im Avocado mit einer normalen Coil und 30 Watt. Feuere ich hingegen einige Sekunden vor, ziehe dann, dann kommt der dichte Dampf, aber auch mehr Wärme. Das ganze ist immerhin deutlich besser als die Variante mit der 2xLuft, bleibt aber ein wenig tricky die richtige Kombination aus Leistung, Zugbeginn und Zugstärke zu finden. Im wesentlichen muss man saugen wie win Hirsch, dann bekommt man auch die 80 Watt platt, und da man so stark saugt ist der Zug auch schnell vorbei (Lunge voll).

Mit der feinen Klinge wird hier nicht gearbeitet. Den ganz feinen süßlichen Geschmack von purem Basisliquid, die ich im Avocado / Limitless bei 1/3 der Watt-Leistung habe, mit wunderschönen Wolken, bekomme ich hier nicht. Wenn ich wirklich wie ein Irrer sauge, so 1-2 Sekunden = Lunge voll, dann wird’s süßlicher (aber auch weil ich schon feine Liquidtropfen mit hochsauge), dann wird allerdings auch der Dampf wieder sehr dünn.

Schließe ich die seitlichen Luftlöcher dann wird der Dampf dichter, so ab 50 Watt aber der Geschmack ist immer noch mau. 60 Watt, Dampf dichter, 70, 80, aber der Geschmack bleibt muffig, so wie ich es von purer Base kenne wenn die Luftströmung nicht stimmt. Saugen wie ein Hirsch: Geschmack besser, aber wieder dünner Dampf.

Parallel dampfe ich den iJoy RDTA5S, auch mit Werkswicklungen. Ebenfalls fused clapton, aber eine Windung weniger, und weniger Durchmesser, optisch schon deutlich kleiner. Luftlöcher oben & unten, halb offen, 50 Watt: deutlich dichterer Dampf.

So bei 100 / 120 Watt ist bei dem Luftdurchsatz Feierabend, Dampf wird zu heiß. Also noch mal alle Schotten auf (seitliche wieder geöffnet). Hilft ein bisschen, aber nicht wirklich. Wenn ich bei 120 Watt wie ein Hirsch sauge, bekomme ich die Lunge gerade so ganz voll (vorher ganz ausgeatmet), obwohl die eigentlich schon den Reflex hat aufzuhören. Zugzeit 2 Sekunden. Es fliegen auch gern dicke Tropfen mit an denen ich mich ein bisschen „verschlucke“, Hustenreiz.

Alles oberhalb von 120 Watt kann ich nur mit verkürzter Zugzeit dampfen. 150 Watt, und der Nebel des Grauens wabert in der Wohnung umher. Bei 180 wird der Geschmack des Basisliquids sehr deutlich platt, bei nur einer Sekunde Zugzeit ohne Vorfeuern. Mit Aroma vermutlich gut übertünchbar.

Nur damit ich mal sagen kann das ich auch mal mit 250 Watt gedampft habe, bekommt die Akkus nun den Arsch voll (3x VTC5A in RX200S). Ich ruf noch schnell bei der Feuerwehr an, dass sie sich keinen Kopf machen brauchen, falls jemand aus der Nachbarschaft einen Brand meldet. 😀
Yo. *ächz* *röchel* *glasige augen bekomm*. Es dampft. Aber da kommt nach ca. 0,75 Sekunden so dermaßen schlagartig eine hohe Hitze das ich verzweifelt nach meiner Evod in der Kiste krame. Ich finde nur einen Edding und schreibe mir freiwillig „Memme“ auf die Stirn.

Ich gehe zurück auf 80 Watt, das kann ich noch gut dampfen, auch lange tiefe Züge. Und ich mache erstmal einen ATV-Test. Damit die Moppelwicklungen möglichst wenig benachteiligt sind spendiere ich ihnen einen sagenhaften Preheat von 250W für 0,2 Sekunden, damit ist die Wicklung praktisch gleich ON, zumindest dann wenn nicht mehr als ca. 10 Sekunden zwischen den Zügen vergehen.

Fazit:
Mit brachialer Leistung und kurzen Stackato-Zügen bekommt man zuverlässig viel und dichten Dampf, dann aber ggf. auf Kosten des Geschmacks, wenn man nicht rechtzeitig aufhört zu ziehen. Das ganze spielt sich im Bruchteil einer Sekunde ab. 1,5 Sekunden ziehen, guter Geschmack, 2 Sekunden können schon zu viel sein, weil die Wicklung zu heiß wird. Und so ab 150W ist’s eh wurscht, Geschmack immer platt.

Mir reicht der Blödsinn. Krampfdampfen, bei dem man zuviel aufpassen muss. Ich will eine Coil die schnell reagiert, und an der ich solange saugen kann wie ich gerade lustig bin, ohne das ich meine Mandeln dampfgare.

Erstmal muss ich aber meinen Limitless 1 frisch wickeln. Ich will einen bekannten Verdampfer als „Vergleichskompassnadel“ haben.

Limitless & Zero Compensation Coil

Smok Skyhook Clapton vs. iJoy Limitless TwistedIch wickle meinen Limitless 1 mit dieser kleinen und optisch schwer unbeeindruckenden Twisted: Steam Engine
Davon nehme ich zwei Drähte und wickle sie parallel, ergibt 2x 90 = 180mm2 pro Coil. Da Dual Coil, also 360 mm2 insgesamt. Der Widerstand halbiert sich auf 0,39 und liegt fertig gewickelt real bei 0,44. Die Trägheit (heat capacity) liegt insgesamt bei 52.
Ich würde normalerweise mit deutlich weniger Oberfläche wickeln, aber da ich den scheunentor-offenen Skyhook später mit identischer Wicklung, und viel Leistung testen möchte, bekommt der Limitless das gleiche.

Guck nich so genau auf die zu den Luftlöchern schief eingebauten Coils, und darauf das ich bei den Löchern mit oben/unten auch noch gepennt habe. *schnarch* 😀 Is‘ halt kein Coil Porn. Geil soll es nur dampfen… 🙂

iJoy Limitless Twisted CoiliJoy Limitless Twisted CoiliJoy Limitless Twisted Coil

Dampfen

Beim verclaptonten Skyhook braucht man im Prinzip unter 40 Watt gar nicht anfangen, und bei 40 muss man äußerst diszipliniert ziehen, weil der Dampf sonst dünn wird (zuviel Luft). Na klar, ich könnte die Schlitze weiter schließen, aber dann kann ich auch gleich einen Verdampfer mit weniger Luft nehmen. Und meine Experimente mit dem Ändern der Luftdüsen haben mich insgesamt nicht überzeugt. Besonders die unteren Düsen, denen man nur die Luft abwürgen kann, anstatt tatsächlich die Coil-Düse zu verkleinern…

Bei 40 Watt ist der Limitless mit der Twisted schon ganz normal dampfbar.

Ich stelle beide auf 50 Watt, Trägheit, kalte Coil, erster Zug:
Limitless: ~0,3 Sekunden
Skyhook: ~5 Sekunden, es sprotzelt, aber die ersten 2 Züge noch dünner Dampf, weil das ganze Gebilde doch noch nicht richtig durchwärmt ist…

Limitless Twisted: Bei 80 Watt steige ich auch hier aus, wenn es um lange Züge geht die die Lunge vollständig füllen sollen. Der Dampf wird mir zu heiß.
120 Watt mit Stackato-Zug geht auch, und der Geschmack ist immer noch absolut ohne jeglichen Tadel.
Bei 140 Watt kommt der Nachfluss, bzw die Oberfläche der Coils an ihre Grenzen. Geschmack im Eimer, und das Kokeln dürfte auch nicht mehr fern sein.
Aber: Es handelt sich um Coils mit süßen 1,8 mm Durchmesser, soviel zum Thema „Man braucht viel Coil-Durchmesser wegen Nachfluss„… Feststellung: 60 Watt sind auf einer Coil mit 1,8 mm Coil-Durchmesser gar kein Problem. Ob das Limit nun der Wicklungsdurchmesser oder die Oberfläche (hier 60 Watt auf 180 mm2) sind teste ich nun nicht aus. Meine Neugier ist in diesen Leistungsbereichen begrenzt. Ich tippe allerdings auf die Oberfläche, denn man glaubt kaum wie schnell Liquid auch durch einen 1,8mm Docht von der Kapillarkraft gesaugt wird. 😉 Die Watte im Limitless ist übrigens KGD, wie eigentlich immer.

Im Bereich 40-70 Watt kann ich mich überhaupt gar nicht entscheiden was geilererer schmeckt. Kühl, cremig, lecker, oder ein bisschen wärmer mit anderen Nuancen, alles toll. Und die kürzeren Züge mit 70-120 Watt, ohne Kampfgeziehe – auch total super.

Beim Geschmack, egal bei welcher Leistungseinstellung, gewinnt der Limitless für mich immer.

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Skyhook & Zero Compensation Coil

Smok Skyhook Twisted CoilNun also runter mit den verirrten Gitarrensaiten im Skyhook, und mal schauen was passiert wenn ich Spielzeug einpflanze. Es ist exakt die gleiche Twisted wie im Limitless… Damit die unpotent anmutende Wicklung auch bei echten Kerlen cool rüberkommt habe ich ihr den wahnsinnig cool klingenden Namen verpasst. 😉

Nein, diese Coil ist nicht viel zu klein für das Luftloch / den Verdampfer, das gibt keinen dünnen Dampf, probiere es aus…
Wer hat eigentlich mal erzählt das eine Coil größer als das Luftloch sein müsse, und das man die Verdampferkammer / Luftlöcher mit möglichst viel Draht zubauen muss? 😀 Nein, an der schlanken Coil fließt keine Luft „ungesättigt“ einfach dran vorbei, denn der Dampf expandiert, kontinuierlich, und kräftig. Der feine Nebel (und Geschmack) entsteht wenn die Expansion mit Frischluft „gestört“ wird, und da ist ein großer Durchmesser kein Vorteil…

Smok Skyhook Twisted CoilsSmok Skyhook Twisted CoilsSmok Skyhook Twisted Coils Watte

Beim Wickeln habe ich wohl ein klein wenig geschludert – da stehen bei der linken Coil ein paar Wendel nicht in der Flucht mit den anderen (erstes Bild). Nach dem Durchziehen der Watte (KGD, und nicht geizig mit der Menge) egalisierte sich das aber (Bild 3). Die Coils auf Bild 2 sind zu tief – ich habe sie später mittig zu den seitlichen Luftlöchern ausgerichtet.
Großer Verdampfer, sehr lange Freistrecken, bitte sehr gut und rundum einpacken, sonst Geschmackseinbußen, spätestens bei den hohen Leistungen.

Dampfen

Der Unterschied zu den von Erich bei Smok entsorgten Bassgitarrensaiten ist eklatant. Es nebelt nun sogar bei schlappen 30 Watt, ist mir aber ein bisschen zu träge. 40-70 Watt war der sweet spot im Limitless, und ab 40 ist auch die Trägheit in Ordnung. Ich spendiere aber trotzdem einen Preheat von 100 Watt für 0,1 Sekunden. „Nötig haben Du hast das nicht“, würde Yoda sagen.

Hitzeprobleme gibt’s nun auch keine mehr. Drip Tip runter, ich dampfe den Skyhook nun wie den Limitless, nur mit Top Cap, ohne Lippen-Aua-Gefahr.

Das Zuggefühl ist völlig befreit. Fühlt sich ein bisschen so an als wenn man die Banane aus dem Auspuff entfernt hat…

Der Drahtseilakt aus:
– richtiger Leistung & zwingend dazu passender Zuggeschwindigkeit
– Feuerknopf drücken, den Moment abpassen wann die Dampfproduktion einsetzt, dann erst ziehen, weil man sonst ja nur Luft saugen würde, UND die Trägheit damit noch vergrößert weil man die Coil in ihrer Aufheizphase kühlt
– sekundenbruchteilgenau die Zuglänge timen, weil die Hitze sonst durchschlägt (bei hoher Leistung) – Geschmack im Eimer + Aua-Gefahr…

Das alles ist nun: wech. 🙂

40 Watt, es nebelt willig, cremig dicht und immer problemlos. Die Dampfentwicklung ist nun komplett unabhängig von der Zuggeschwindigkeit, hätte ich bei der vielen Luft die der Skyhook bietet so krass gar nicht erwartet. Ich kann ganz soft ohne Gegendruck ziehen, oder wie ein Verrückter, beides dampft wie Hulle. Diese Coil hat mit Sicherheit erheeeeblich weniger Oberfläche als die Werkscoil, die ich bei 40 Watt regelrecht „auspusten“ konnte – zuviel „angreifbare“ Oberfläche…

Zwar finde ich den Limitless-Geschmack noch besser, aber es nicht mehr viel von Voodoo und Einbildung entfernt. Ok, beim Limitless ist die AFC zu 60% geöffnet, ich experimentiere nun also noch mal mit der Skyhook-AFC, die im Moment ganz geöffnet ist…

Tja, auf 2 Luftlöchern, nebelt es gefühlt noch etwas dichter, kann aber Einbildung sein.
1 Luftloch, jetzt bin ich etwa beim Zugwiderstand des Limitless mit seinen ~60% offenen Schlitzen.
Der Geschmack, ändert sich beim Skyhook kaum, im Wesentlichen nur der Zugwiderstand.

70 Watt, dichterer Nebel, und da ham wir’s: Nun finde ich den Skyhook etwas intensiver im Geschmack, immer noch 1 Luftloch auf. Die Unterschiede sind aber eher marginal.
2 Luftöcher auf, finde den Skyhook aber immer noch besser.
3, auch.
Ich experimentiere wieder mit den AFCs bei beiden. Erstaunlicherweise hat der Skyhook gar nicht sooo viel weniger Zugwiderstand wenn beide Verdampfer ganz geöffnet sind.

Über 70 Watt geht es dann langsam in den Stakkato-Zug-Bereich, wegen Wärme…  Der Geschmack bleibt bis 120 Watt lecker, wenn die Freistrecken wirklich gut und rundum in Watte verpackt sind. So ab 130 fängt der Geschmack an abzubauen, bei 140 kokelt noch nichts, bei 150 fängt es an aufzugeben…

Ruhig, Brauner. Ich gehe auf 50 Watt bei beiden Verdampfern und dampfe und dampfe…

Hm, der Skyhook gefällt mir tatsächlich etwas besser. Mit einem offenem Luftloch gibt es sich beinahe gar nichts, mit 2 Löchern ist der Skyhook intensiver und hat mehr Nuancen. Mit 3 Löchern wird der Dampf kühler und der Geschmack flacht etwas ab, aber immer noch etwas besser als der Limitless.
Insgesamt sind die Unterschiede überschaubar, und mit einem anderen Liquid / Dosierung könnte es möglicherweise anders aussehen, in die eine oder andere Richtung. Sagen wir es so: Schlechter als der Limitless ist er ganz sicher nicht.

Am nächsten Tag, und an allen folgenden, ist der Fall jedoch klar. Man muss halt irgendwann mal Dampfschmecktestpause machen… Denn nun schmeckt mir der Skyhook immer klar besser als der Limitless. „Breiter“, mehr Nuancen, intensiver. Dass das überhaupt noch geht… Es bleibt bei den 2 Luftlöchern, die mittig auf die Wicklung ausgerichtet sind, wodurch die untere AFC automatisch einen Tick geschlossener ist. Der Zugwiderstand ist trotzdem extrem niedrig. Ich mag’s. Watt-technisch ist’s sehr unterschiedlich. Am Morgen mag ich’s sehr soft, teilweise sogar unter 40, und am Tag hab ich auch schon 120W-Stackato gezogen, weil ich für die Dreharbeiten meines neuesten Erotik-Thrillers schnell eine Nebelwand brauchte. 😉

Ich glaube sogar das beim Geschmack noch etwas mehr ginge wenn ich etwas weniger Oberfläche nehmen würde. 360mm2 ist schon sehr ordentlich… und passt auch gut für 70W, oder die 120W-Stackato-Züge. Ich dampfe open draw aber auch gern bei 20-40W, und da wäre weniger Oberfläche mit Sicherheit mehr… Ich weiß ja wie der Limitless in dem Bereich normalerweise schmeckt… Ob das dann auch mit dem riesigen Luftangebot des Skyhooks harmonieren würde werde ich irgendwann mal ausprobieren. Ich hab mir jetzt erstmal am Skyhook genug ’nen „Wolf getestet“.

Werkscoils Rückblick

Ich muss noch mal auf den mitgelieferten Poser-Schrott zurückkommen, weil der Unterschied wirklich so unfassbar groß ist. Mir ist wohlbekannt das Dickdraht & Monstercoils träge sind. Sehr träge. Das sie den Geschmack, und sogar das Zugfeeling negativ beeinflussen können ist mir neu. Die Coils haben viel zuviel Oberfläche, die man Watt-mäßig gar nicht so bedienen kann das dabei auf der anderen Seite nicht Hitzeprobleme auftreten. Und mit zuwenig Watt auf einer Oberfläche X schmeckt es nun mal auch nicht, genau wie mit zuviel Watt nicht.

Geschmack, Ansprechverhalten, Hitzeprobleme, Zuggefühl, alles VIEL besser mit der kleinen Spielzeugwicklung auf süßen 1,8 mm Durchmesser.

Ich muss auch nicht mehr in den Verdampfer pusten, um a) abzupassen wann die Clapton beginnt Dampf zu produzieren, und b) das Gespritze bei Dampfbeginn (Siedeverzug) nicht in den Hals zu bekommen. Die Twisted spritzt keine dicken Tropfen durch die Gegend.

Die Werkscoils kann man bestenfalls für sehr exakt getimte 100+Watt-Stackato-Züge gebrauchen. Aber auch da gefallen mir die Twisted viel besser, weil man den Zuganfang nicht abpassen muss, und die Hitze bei weitem nicht so schlagartig durchhaut, und sie nie blöd dabei schmecken, selbst wenn man zu lange zieht und die Hitze unangenehm wird. Es nebelt wie bekloppt und ist um Lichtjahre kontrollierbarer.

Daher kann ich zu den Werkscoils nur eines sagen: Kunsthandwerksmüll. Außer cool aussehen können die nicht viel.

Falls es sich bei den Werkscoils um diesen Kern handelt (2x 0,40?): Steam Engine. Dann hat das allein schon eine heat capacity von 170, und eine Oberfläche von 240 mm2.
Dazu kommt der Mantel. Falls es 0,20er ist dann etwa so: Steam Engine. Damit kommen noch 146 heat capacity dazu, und 450 mm2 Oberfläche.
Clapton, pro Coil: 158 heat capacity und 687 mm2.
Twisted, pro Coil: 26 heat capacity und 180 mm2.

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ATV Tests

Erklärung: ATV Messmethode Wirkungsgrad/Akkulaufzeit

Test-Setup: Wismec RX200S, 3x Sony VTC5A (24,15 Wh gemessen)

Mit Werkscoils: 80 Watt, Preheat 250W/0,2S0,68 ml/Wh
Mit Werkscoils: 60 Watt, Preheat 250W/0,2S0,49 ml/Wh
Ich würde mal sagen: Ein schönes Beispiel von viel zu viel Oberfläche & Drahtmasse. Treckerreifen an einem Dreirad: Unfahrbar.
Mit Twisted Coils: 50 Watt, Preheat 100W/0,1S: 0,87 ml/Wh
Ich probiere es jetzt nicht auch noch aus, aber ich schätze bei 60 Watt wäre ich dann bei knapp 1 ml/Wh gelandet. Die Twisted hat also ca. eine 100% bessere Effizienz bei 60 Watt. Oder: Die Twisted verdampft bei 60 Watt doppelt so viel Liquid wie die Werkscoils bei 60 Watt. Dabei sind sogar schon die Unterschiede der Trägheit durch entsprechende Preheats ausgeglichen, sonst sähe es noch viel katastrophaler für die Clapton aus, da sie dann mehrere Sekunden Vorlaufzeit hat wo nix dampft.
Bei 100+ Watt (und mit dem Preheat) könnten die Unterschiede unter Umständen erheblich geringer ausfallen, aber da dort nur kurze Züge möglich sind muss man mehr Züge machen, und umso öfter wird der 250W-Preheat ausgelöst, der auch X Energie benötigt…

AFC

Die Top Cap hat zwei O-Ringe und geht nur schwer drauf. An drehen, um die oberen Luftlöcher einzustellen, ist gar nicht zu denken. Ich entferne einen der beiden O-Ringe – es dreht sich immer noch nix. Heißt, ich muss die Verdampferhülse abnehmen, Top Cap mit’m Daumen rausdrücken, und so wieder einsetzen wie ich die AFC haben will. Mal gucken ob sich das noch irgendwie gibt.
… Ja, nach einiger Benutzung und mit viel Kraft kann ich nun drehen. Ist aber sehr krampfig.
Vielleicht ein Einzelexemplar-Problem, oder auch nicht. Ich messe an der Hülse der Verdampferkammer innen 22,83 vs. 23,00, einen Hauch oval ist sie also. Aber die Top Cap hat 22,90, passt also von sich aus schon nur gerade so eben rein, dann kommen noch O-Ringe dazu… Ich tippe auf Kontruktionsfehler, zu knapp bemessen. Die Längsriffelung der Top Cap ist auf jeden Fall einer, denn das bietet fast gar keinen Grip.
Probleme & Lösungen

Die untere / obere AFC ist nicht so ganz unabhängig voneinander einstellbar. Schließt man oben 1-2 Löcher, und möchte die verbliebenen Löcher mittig auf die Wicklung richten, dann schließt man die untere Luft auch ein wenig.

510er

Smok Skyhook 510Das Gewinde ist 4,1 mm lang. Der Pluspol dürfte versilbert sein, ist starr und schaut nur um Haaresbreite hevor. Damit darf der Skyhook nicht auf einen Hybrid Mod (zB SMPL FT) geschraubt werden, weil schon ein minimal eingedellter Akku-Plus zum Kurzschluss führen könnte.

Drip Tip

(Bild mit Drip Tip unten beim P80-Bild)

Man kann ohne Drip Tip dampfen, und dank Top Cap aus Kunststoff kann man sie auch mit dem Lippen beim Dauerdampfen berühren.
Der Innendurchmesser beträgt 12,6 mm.

Das 810er Drip Tip ist ebenfalls aus Kunststoff, und misst innen an seiner engsten Stelle 10,0 mm, läuft konisch auf 13,0 mm. Außen hat es 16,0 mm. Es erhöht den Verdampfer um 9,7 mm.

Es sitzt absolut fest, alles gut.

Tanken

5,1 ml passen hinein.

Smok Skyhook AFCBei der 4xLuft Verdampferhülse kann man die unteren Luftschlitze zum Tankloch drehen und dadurch tanken. Hat man die Watte zu lang gelassen ist sie im Weg und stört. Wenn man die Watte in den Tank ragen lassen möchte genügt es auch nur eine Seite lang zu lassen um die Coils sicher mit Liquid zu versorgen. Ja, auch bei 250 Watt.

Bei Verwendung der 2xLuft Verdampferhülse zieht man zum Tanken die Hülse ab. Bequemer und siff-freier ist’s mit der 4er-Luft, die man wohl auch verwenden wird, weil sonst hätte man ja auch einen Limitless / Combo kaufen können. 😉

Zerlegen

Smok Skyhook Top Cap

  1. Pluspol des 510ers rausdrehen.
  2. Deck festhalten und unten die Basis abdrehen.
  3. Der Rest erklärt sich dann ganz von selbst.

Lob

  • Exzellenter Geschmack.
  • Sehr open draw.
  • Velocity Deck.
  • Dual & Single Coil.
  • Umbaubar als reiner Tröpfler (ich brauch’s nicht – nicht getestet).
  • Top Cap aus Kunststoff, kein Lippen-Aua.
  • Mit / ohne Drip Tip verwendbar.
  • Einfaches und sifffreies Tanken (mit 4er-Lufthülse).

Genörgel

  • Watteabdichtung ist etwas anspruchsvoller durch stark übertrieben große Show-Liquid-Löcher („Floating Velocity Deck“).
  • Obere AFC extrem schwergängig. Nur bei meinem Exemplar?
  • Drahtlöcher könnten kleiner, und dafür die Gewindegänge ausgeprägter sein.

Maße, Daten, Lieferumfang

  • Material: Edelstahl & Glastank
  • Durchmesser: 24,5 mm
  • Höhe, ohne 510er: 47 mm (+10 Drip Tip)
  • Gewicht: 48 g
  • Tankinhalt: 5,1 ml Oberkante (5 offiziell)
  • Engste Stelle im Luftkanal: 12,6 mm (10 mit Drip Tip)
  • Tankglas-Maße: 16,1 x 21,45 x 1,5 (Höhe x Innendurchmesser x Wandstärke)

Inhalt

  • Verdampfer, Tröpfler-Base, 2x Schrottcoils, 1x Baumwollplantage, Schraubendreher (Schlitz), Inbus, Single-Coil Silikonstopfen.
  • Ersatzteile: Tank-Glas, O-Ringe komplett, 4x Polschrauben.

Probleme & Lösungen

  • Obere AFC schwergängig, nicht drehbar.
    Lösung: Beide O-Ringe der Top Cap abnehmen, alles gut mit VG schmieren, und nur einen Ring wieder einsetzen, und zwar auf den unteren Platz – die Verdampferkammerhülse ist minimal konisch, jedenfalls meine…
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Fazit

Smok wirbt mit „…bis zu 260 Watt“, und einer „überraschenden Erfahrung“. Die dürfte bei 260 Watt in der Tat gesichert sein! 😀

Die mitgelieferten Wicklungen sind mit Abstand das lächerlichste Dickdrahtgedöns das mir bislang untergekommen ist, und ich hab mich schon bei den *vergleichsweise* kleinen RDTA5s Claptons kaputtgekichert. Das diese Monsterwicklungen in dem Maße auch noch andere Probleme mit sich bringen… Zumindest einen guten Geschmack hätte ich erwartet. Diese Metallklumpen können einem den Skyhook nur vermiesen. Immerhin: Aufgrund ihrer Größe und Masse bieten sie einen stattlichen Gegenwert beim Schrotthändler um die Ecke, da hat man den Preis für den Verdampfer schon fast wieder raus. 😉

Mit ’ner ordentlichen Wicklung, und das muss sicher keine Twisted sein, wird die „überraschende Erfahrung“ dann auch eine positive werden, denn eigentlich ist der Skyhook voll legga.

Der Skyhook wird meinen Limitless ergänzen, und vielleicht sogar ablösen *sentimental schnief* 😉 Mal gucken ob er sich auch bei 20-40 Watt besser machen wird…

Links, Kommentare, Bilder mit Akkuträgern

Skyhook mit Wismec Sinuous P80 (Test):

Smok Skyhook auf Wismec Sinuous P80Smok Skyhook RDTA mit Sinuous P80

 

Skyhook mit Wismec Reuleaux RX GEN3:

Smok Skyhook RDTA mit Reuleaux RX Gen3Smok Skyhook RDTA mit Reuleaux RX Gen3, SeiteSmok Skyhook RDTA mit Reuleaux RX Gen3, Front Oben

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