Verdampferköpfe Lebensdauer

Verdampferköpfe: Lebensdauer, Ursachen für Verschleiß.

Wie lange ein Verdampferkopf hält hängt von vielen Faktoren ab – hier erkläre ich welche das sind, und auf welche man Einfluss hat.


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Wie lange hält ein Verdampferkopf?

Immer wieder taucht diese Frage auf, doch die Haltbarkeit eines Verdampferkopfes lässt sich nicht in Zeit bemessen oder vergleichen, weil jeder Dampfer eine andere Menge Liquid pro Tag verdampft, die extrem unterschiedlich sein kann. Die Lebensdauer lässt sich aber in Milliliter ausdrücken, quasi wie Kilometer beim Auto.

Eine „normale“ Lebensdauer liegt bei etwa 20 – 50 ml für einen Verdampferkopf mit einer Single Coil Wicklung.

Verdampferköpfe sind jedoch Massenware und sie unterliegen starken Qualitätsschwankungen („Serienstreuung“). Hinzu kommt eine extrem unterschiedliche individuelle Nutzung, nicht nur bei der Menge an Liquid die man pro Tag verdampft. Im Einzelnen:

Faktoren für die Haltbarkeit

  • Hitze / Watt-Leistung
    Mehr Watt = mehr Hitze = kürzere Lebensdauer.
    Mit überhitzter Wicklung, oder gar an der Kokelgrenze zu dampfen ist der Lebensdauer nicht zuträglich: E-Zigarette richtig einstellen (Watt / Temperatur)
  • Menge von Aroma
    Mehr = schnellerer Verschleiß.
    Wie es evtl. auch für Dich mit weniger geht: Dampf-Aroma: Mehr ist weniger
  • Art des Aromas
    Dunkle Liquids bewirken höheren Verschleiß, da sie die Heizwendel schneller zusetzen (Fachbegriff: zuschmoddern 😉 ).
    Ein dunkles Aroma kann im Extremfall die Wicklung nach 5-10 ml geschmacklich unbrauchbar machen. Würde man pures Basisliquid bei gemäßigter Watt-Leistung dampfen würde eine Wicklung sehr sehr lange halten – ein Liter und mehr ist da durchaus drin.
  • Menge von Nikotin
    Mehr = längere Lebensdauer.
    Aber nur deshalb weil Du weniger Liquid pro Tag dampfen wirst.
  • Umgebungsluft
    Mehr Staub in der Luft setzt die Wendel schneller zu. Die nasse Wicklung / Watte wirkt ein bisschen wie ein Luftfilter. Je mehr Staub in der Luft, desto mehr bleibt daran kleben und setzt die Wicklung zu.
  • Qualitätsschwankungen
    Die Wicklung in einem Verdampferkopf ist ein relativ fragiles Gebilde. Ist der Draht / die Watte nicht ganz so verlegt wie es sein sollte, kann es mehr oder minder starke Hot Spots geben.
    Hot Spots sind Bereiche in der Wicklung die heißer werden als andere, was zu einer punktuellen Mehrbelastung der Watte führt. Da man die Watt-Leistung so einstellen wird das es vernünftig dampft, bringt man den Großteil des Drahtes auf normale Temperatur, womit die Hot Spots aber zu heiß werden. Das kann im Extremfall so ausgeprägt sein das der Verdampferkopf von Anfang an kokelig schmeckt.
    Auch wird der Wicklungsdraht in Verdampferköpfen nicht vorher ausgeglüht, was ebenfalls Hot Spots begünstigt.

  • Anzahl der Wicklungen
    Teilen sich mehrere Wicklungen die Arbeit kann der Verdampferkopf mehr Liquid verdampfen bevor er kaputt geht. Auf die Zeitdauer betrachtet wird die Rechnung jedoch nicht aufgehen, da man mit mehreren Wicklungen in erster Linie einfach x-mal mehr Liquid pro Zug verdampft (und Leistung benötigt). Anstatt weniger Züge pro Tag, wird man eher die Nikotinmenge verringern und insgesamt mehr Liquid pro Tag verdampfen, womit solche Verdampferköpfe dann nicht 4x länger halten nur weil 4 Wicklungen drin sind.
    Nur wenn sich die Watt-Leistung pro Wicklung reduzieren würde, dann könnte sich die Lebensdauer erhöhen. Das kann man jedoch auch nicht 1:1 rechnen, weil in Verdampferköpfen mit mehreren Wicklungen die einzelnen Wicklungen weniger leistungsfähig sein können als in einem Single Coil Verdampferkopf.
    Wenn ich zum Beispiel einen Single Coil Verdampferkopf habe der bei 30 Watt gut dampft, und einen Dual Coil der ebenfalls bei 30 gut dampft, dann sind im Dual Coil Verdampferkopf kleinere Wicklungen drin, die eben nur 15 Watt vertragen, und somit genauso schnell verschleißen.
    Und wenn im Dual Coil Verdampferkopf Wicklungen drin sind die jeweils 30 Watt vertragen, dann werden sie bei 30 Watt nicht vernünftig dampfen, man stellt also 60 Watt ein, und verbraucht schlicht die doppelte Menge Liquid pro Zug.
    Es kann aber wiederum auch sein das in einem solchen Kopf dann auch 45 Watt reichen, womit man dann tatsächlich eine geringe Belastung pro Wicklung hätte, und somit mehr Lebensdauer.
    Man kann es nicht pauschalisieren, aber eben auch auch nicht die Anzahl der Wicklungen 1:1 auf die Lebensdauer in Zeit hochrechnen, höchstens auf die Lebensdauer des Verdampferkopfes in Milliliter.

Fazit

Hurra, wie lange ein Kopf konkret hält kann man nun also eindeutig beantworten: „Es kommt darauf an!“. 🙂 Welche Qualität man bekommt hängt von der Sorgfalt des Herstellers ab, und bleibt doch immer ein wenig Lotto.

Aussagen das Hersteller A besser als Hersteller B sei sind schwierig, weil man dazu jeweils eine große Menge an Verdampferköpfen testen müsste, und das auch noch aus unterschiedlichen Chargen, unter Reinluft, mit jeweils identischen Liquids. Daher würde ich auf das Thema „Haltbarkeit“ nicht zuviel Fokus legen, und einfach das dampfen was mir schmeckt und Spaß macht.

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Eine Antwort auf „Verdampferköpfe Lebensdauer“

  1. Endlich mal einer, der es auf den Punkt bringt. Aus eigener leidvoller Erfahrung weiß ich, man kann auch einen niegelnagelneuen Keramikkopp nach einer Tankfüllung wechschmeißen müssen. Ist mir mit dunklem Vanille-Karamell passiert, das Zeug setzt derart heftig die Poren zu, nach einer Füllung war Schluß mit lustig. Und ich dampfe mit angezogener Handbremse, maximal 25 Watt bei TC und VW nur Menthol mit PG pur. Dann allerdings mit 40 W.
    Der Coilverschleiß hat mich letzten Endes erst zum Selbstzwirbler gemacht, die Aussicht, jede Woche einer Zehnerkarte in die gelbe Tonne zu werfen war wahrlich eher suboptimal. Da hätte ich gar nicht erst mit Qualmen aufhören brauchen, also zumindest nicht wegen des Preises. Gut, Lehrgeld hab ich auch da bezahlt, aber probieren geht über studieren. Jezze habe ich meine für mich passende Kombi aus Draht, Tank und Mod gefunden. Wen es interessiert, ich dampfe hardwaretechnisch durchgehend 0,3er Titan dreifach gedrillt, das Ganze mit 8 Windungen über einen 3,0 mm Dorn geworfen und als Single mit einem Avocado 22 vermählt… Ja, ich erkenne den Widerspruch, als Single kann man nicht verheiratet sein… 😉
    Der Ultimo und der Melo III haben schon Spinnweben angesetzt und der Zahn der Zeit nagt auch schon kräftig … Und der Nixon dient nur zum kosten, watt der Buer ned kennt, fritt de ned…
    Abschließend bleibt zu erwähnen, der Verschleiß ist auch enorm chargenabhängig, bau- und herstellergleiche Coils können mörderisch streuen. Die eine Charge dampft ewig lange wie Hulle und die andere ist nach einer Woche ein Fall für die Gelbe… Liegt bestimmt am Jangtse-Wasser, wenn der Drei-Schluchten-Damm überschwappt gibt’s High-Speed-Müll- statt High-End-Coils… Also, Konfuse sage: „Nicht bei oder nach del Legenzeit neue Veldampfelköpfe oldeln, schmeckt nix lange gut…“

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