Akku: Sichere Akkus für regelbare Akkuträger

Akku-SicherheitBei der Auswahl des richtigen Akkus für elektronisch geregelte Akkuträger wird fast immer von falschen Annahmen ausgegangen. In diesem Beitrag erkläre ich sämtliche Missverständnisse um das Thema „bester / richtiger / sicherer Akku fürs Dampfen“.


Vorwort & Abkürzung

Man kann stunden- und tagelang recherchieren, welcher Akku wohl der beste für das Dampfen sei, und dabei sehr viele, nicht zu Ende gedachte, Meinungen und Empfehlungen lesen.

Wenn Du einfach nur wissen möchtest welche Akkus konkret die sichersten und besten sind, da sind sie:

(Bei Amazon sind die Akkus nicht immer verfügbar / gelistet)

  • 18650-Format: AM|EB|FT VTC5A, bis 35A, 2600 mAh
  • 21700-Format: AM|EB|FT 30T, bis 35A, 3000 mAh
  • 21700-Format: AM|EB|FT 40T, bis 35A, 4000 mAh, (wird heißer als der 30T)
  • Kurzbegründung:
    • Bestmögliche Sicherheit bei bestmöglicher Kapazität.
    • Bei fast allen Akkuträgern die EINZIG sicheren Akkus (mit der Kapazität).
    • Besonders lange Lebensdauer bei „Niedrig-Watt“-Anwendung.

Wenn Du nun denkst „Aber das stimmt nicht, weil ich gelesen habe das…„, dann musst Du zur „Strafe“ den GANZEN Beitrag lesen. 😉

Inhalt

Falls bei den Begriffen im Beitrag Fragezeichen über'm Haupthaar aufplöppen: Abkürzungen & Begriffe

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Akku-Sicherheit & Rechenweg für geregelte Akkuträger

Vorweg: Den Rechenweg mit Beispielrechnungen kannst Du Dir im Beitrag „Formeln fürs Dampfen“ anschauen:
Mein Akkuträger kann X Watt Leistung erzeugen. Wieviel Ampere müssen meine Akkus haben?

Für einen elektronisch geregelten Akkuträger kann man die Strombelastung nicht einfach wie bei mechanischen Akkuträgern rechnen, denn geregelte Akkuträger haben, bildlich gesprochen, zwei unabhängige Stromkreise.

Im ersten Stromkreis befindet sich der Akku, und in dem zweiten Stromkreis die Wicklung. Was immer nun an Watt-Leistung für den Wicklungsstromkreis eingestellt wird besorgt sich der Akkuträger aus dem Akkustromkreis. Dort sinkt jedoch die Akkuspannung kontinuierlich, und das ist der Knackpunkt:

Sinkende Spannung, bei gleicher Leistung, das bedeutet zwangsläufig das mehr Strom fließen muss (Ohmsches Gesetz). Daher muss der Akkuträger immer mehr und mehr Strom aus dem Akku ziehen, um die Leistung im Wicklungsstromkreis aufrecht erhalten zu können. Beispiel: Bei 75 Watt Leistung und einer Akkuspannung die unter Last auf 2,8 Volt absinkt:

75 Watt / 2,8 Volt = 27 Ampere

Der Wicklungswiderstand ist dabei erstmal irrelevant, aufgrund der Regelelektronik die zwischen Akku und Wicklung sitzt. Die Regelelektronik ermöglicht eine frei einstellbare Leistung (in gewissen Grenzen) bei unterschiedlichen Widerständen.

Maßgeblich ist daher nur die Watt-Leistung die oben am Verdampfer erzeugt wird. Diese Watt-Leistung muss der Akkuträger ebenso vom Akku abfordern, immer unabhängig von: 

  • dem Widerstand der Wicklung
  • der aktuellen Spannungslage des Akkus unter Last („Voltdrop“)
    Wer hier glaubt „Aber Weak Battery schützt den Akku doch!“ – das Thema kommt gleich noch…

Verluste der Elektronik, auch das noch…

Die Regelelektronik in Akkuträgern vermittelt also zwischen der Spannung die oben am Verdampfer benötigt wird, und der Spannung die der Akku aktuell liefert. Entweder durch eine Erhöhung der Akkuspannung, oder einer Verringerung. Diese Vermittlung (Spannungswandlung) gibt es nicht gratis – sie kostet Extra-Energie.

Das bedeutet, wenn 75 Watt für die Wicklung eingestellt werden, dann muss der Akku

  • 75 Watt für die Wicklung liefern. Plus:
  • X Watt für die Verluste der Spannungswandlung liefern. Plus:
  • X Watt für den „Basisbetrieb“ der Elektonik liefern (Display, Chip, etc).

Der „Basisbetrieb“ kostet nicht viel Leistung, aber für die Verluste der Spannungswandlung muss man mit ca. 10 bis 20% Verlust rechnen, die der Akku noch extra leisten muss. Beispielmessungen für die iJoy RDTA Box: Messungen

Bei 75 Watt an der Wicklung muss der Akku also ca. 90 Watt liefern. Damit ergibt sich eine Akku-Stromfluss von:

90 Watt / 2,8 Volt = 32 Ampere 

Damit benötigt man dann schon einen VTC5A (AM|EB) mit 35A Belastbarkeit. Ein 80 Watt Akkuträger geht auch noch (34 Ampere).

2,8 Volt?

Die 2,8 Volt mit denen ich rechne sind eine reale gängige Lastspannung / Unterspannungsgrenze die ich bei diversen Akkuträgern gemessen habe. Sie kann auch mal etwas höher liegen, oder etwas niedriger. Je niedriger, desto höher wird die Ampere-Last.

Manche rechnen fälschlicherweise mit der Abschaltspannung des Akkuträgers von zB 3,0 oder sogar 3,3 Volt, also:
75 Watt : 3,0 Volt = 25 Ampere
75 Watt : 3,3 Volt = 22,7 Ampere
Und schon hat man sich den LG HG2 mit seinen 20A beinahe schöngerechnet. 😉 Dies ist jedoch falsch, da es sich hier um die Akku-Leerlaufspannung handelt, also das was man messen kann wenn man den Akku aus dem Akkuträger entnommen hat und der Akku unter keinerlei Belastung steht.

Unter Last, also beim Feuern, bricht die Akkuspannung jedoch ein. Der Spannungseinbruch („Voltdrop“) kann SEHR hoch sein, so dass 2,8 Volt unter Last schon erreicht werden, sehr weit bevor der Akkuträger im Display „Akku leer“ anzeigt. Wann genau, hängt von der eingestellten Leistung, der Leistungsfähigkeit des Akkus, dem Alter des Akkus, und den konkreten Wandlungsverlusten des Akkuträgers bei Widerstand X  ab, also frag nicht. 😉 Im schlimmsten Fall sogar schon bei noch ganz vollem Akku…

Schönrederei für zu schwache Akkus

Aber „Weak Battery“ schützt doch den Akku…

Das ist ein weit verbreiteter und äußerst hartnäckiger Irrglaube, nicht tot zu bekommen, deshalb hier sehr ausführlich. 🙂

Die automatische Reduzierung der Ausgangsleistung die manche Akkuträger bieten (im Display zB als „Weak Battery“ zu sehen) schützt NICHT vor einer Überlastung des Akkus.

Die „Weak Battery“-Funktion ist keine Ampere-Messung, sondern eine Spannungsmessung. Sie überwacht lediglich die Spannung unter Last, also während man feuert. Fällt die Spannung unter Last auf einen bestimmten Wert (typischerweise um die 2,8V herum, je nach Akkuträger) dann erscheint „Weak Battery“ und die Ausgangsleistung wird immer gerade so weit reduziert das die 2,8V gehalten werden.

Dabei werden jedoch Ströme fließen für die der Akkuträger spezifiziert ist. Wenn er für 30A spezifiziert ist, dann wird der Akkuträger auch bei 2,801V Lastspannung Ströme bis 30A vom Akku abfordern, und natürlich auch dann wenn nur ein 20A Akku eingelegt worden ist. Sind die 2,8V erreicht, verringert der Akkuträger die Leistung um X Watt, der Stromfluss sinkt auf 29,9A und dann langsam weiter fallend, wenn es mit der Akkuladung zuende geht (Szenario bewusst simplifiziert).

Für einen 20A Akku ist daher ganz und gar nicht „alles in Ordnung“, nur weil man „Weak Battery“ im Display sieht…

Dieses Verhalten des Akkuträgers muss auch so sein, denn auch bei einem VTC5A fällt die Spannung unter Last bei hohen Leistungen im Verlauf der Entladung unter 3V, und er muss dabei trotzdem noch weit über 20 Ampere sicher liefern können – und das kann er auch.

Ein 20A Akku wird ebenfalls mehr als 20A liefern – nur das er dabei nicht mehr in dem Ampere-Bereich läuft für den er gebaut ist, sprich, er wird überlastet, und seine Separatoren können schleichend beschädigt werden.

Die Watt-Reduktion die der Akkuträger vornimmt ist eine Reduktion ins Blaue! Sie kann in 1- oder 5-Watt Schritten erfolgen. Auf keinen Fall kann man erwarten das die Reduktion so stark ausfällt das für den Akku dann plötzlich alles in Ordnung wäre. Wenn zB in 1-Watt-Schritten reduziert wird, dann ist der Stromfluss praktisch noch genau der Gleiche.

Auch der Irrglaube das für den Akku alles ok sein müsse, solange „Weak Battery“ gar nicht erscheint, ist völlig falsch. Denn selbstverständlich können auch hier Ströme fließen für die der Akku nicht ausgelegt ist. Beispiel: Ein 75 Watt Akkuträger bei einer Lastspannung des Akkus von 2,9 Volt = 31 Ampere.

Also:

  • Weak Battery“ schützt die Akku-Chemie lediglich vor Beschädigung durch Tiefentladung / Unterspannung. Es schützt den Akku nicht vor Beschädigung durch Ampere-Überlast.
     
  • Eine möglicherweise vorhandene Ampere-Begrenzung des Akkuträgers hat absolut nichts mit „Weak Battery“ zu tun. Die Ampere-Last wird separat davon gemessen und überwacht – wenn eine vorhanden ist.
     
  • Es ist einem Akkuträger physikalisch nicht möglich die Spezifikation des Akkus durch Messen herauszubekommen. Er wird einen Akku der von vornherein zu schwach ist nicht erkennen. Er könnte theoretisch durch Messen des Voltdrop an einer bestimmten Last ein bisschen herumraten ob der Akku der Spezifikation entsprechen könnte oder nicht.
     
  • Wer die Leerlaufspannung für irgendwelche Annahmen oder Berechnungen verwendet betreibt eine Schönrechnerei die leider nichts mit der Realität zu tun hat. Die Spannung die ein Akku hat wenn man ihn per Multimeter/Ladegerät/Akkuträger-Anzeige misst ist die Leerlaufspannung und sie hat nichts mit der Spannung unter Last zu tun. Die Leerlaufspannung ist vollkommen untauglich für jegliche Messungen, Berechnungen und Annahmen, da sie immer erheblich höher ist als die Lastspannung. Ausschließlich die Lastspannung ist relevant, und diese kann vom Anwender nicht gemessen werden.
     
  • Randbemerkung: Die Stromstärke (Ampere) die im Display eines Akkuträgers angezeigt wird ist die Stromstärke im Wicklungsstromkreis, und nicht der Stromfluss des Akkus. Es mag Akkuträger geben die das anzeigen – bei Joyetech, Eleaf, Wismec jedoch wird Ampere für die Wicklung angezeigt – vollkommen uninteressant.
Ein kleiner praktischer Test mit einem zu schwachem Akku…

In einem Test mit einem Markenakkuträger ist ein voll geladener 10A Akku von 4,2V gnadenlos und sofort auf 2,75V abgesackt, dann regelte der Akkuträger die Leistung runter („Weak Battery“), aber immer nur gerade so weit das die 2,75V gehalten wurden.
Dem Akku wurde dabei komplett alles abverlangt wozu er bei 2,75V noch in der Lage war. Das waren 20A Belastung auf einen 10A Akku. Man kann davon ausgehen das dabei das Innere des Akkus beschädigt wird (Chemie / Seperator), so dass er zu einer tickenden Zeitbombe werden kann.

Aber ich nutze doch gar nicht die volle Watt-Leistung meines Akkuträgers…

Ich auch nicht. 🙂 Aber im wahren Leben gibt es 7839,5 „Dumm gelaufen“-Situationen die sich nicht vorhersehen lassen. Nur ein paar davon:

  • Du kannst aus Versehen mehr Watt einstellen.
  • Dein Kumpel schnappt sich die Box , schraubt seinen mega-branz Verdampfer drauf und ab dafür…
  • Du schraubst selbst bei irgend einer Gelegenheit einen dicken Verdampfer drauf und hast schon längst vergessen das die Akkus das gar nicht können…
  • Der Akkuträger verstellt sich in der Tasche (Gehbewegungen, Fahrrad fahren, etc).
  • Aus gleichen Gründen kann der Akkuträger dann auch noch feuern, immer wieder…
  • Du vergisst im TC-Mode die Maximal-Watt entsprechend einzustellen…
    Und denkst Du auch noch daran wenn Du irgendwann mal ein Firmware-Update machst, und die Einstellung dadurch wieder auf Werkszustand (volle Lotte) eingestellt ist?
  • Es läuft Dir Liquid über den Akkuträger und es kommt zu Fehlfunktionen…
  • Technisches Versagen, dauerfeuernde Boxen. Gab’s alles schon. Nicht nur einmal…
  • Elektronische Fehlfunktionen bei Akkus mit zu hohem Voltdrop (zu schwachen Akkus) – habe ich schon selbst mehrfach bei verschiedenen Akkuträgern gesehen.
  • Laufen in Deinem Lebens-Film Frauen oder Kinder durchs Bild? Du weißt doch das immer was schlimmes passiert, wenn im Film Frauen oder Kinder auftauchen… 😀 😉
  • Sonstige Einflüsse Dritter…
  • Alkohol, partieller Kontrollverlust, am besten noch gekoppelt mit Größenwahn… 😉
  • …usw…

Es ist blauäugig, zu glauben man könne im wahren Leben kontrollieren das in jeder zukünftigen Situation nur eine Leistung X von den Akkus abgerufen wird. Auch den Klugen, den informierten, den technisch versierten, passieren im Alltag die dümmsten Sachen. Der Teufel liebt Glatteis, dumme Zufälle, und schusselige Anwärter des Darwin-Award. 😀

So, heute mal nicht zum shoppen nach New York.
Unterstütze lieber diese Themen:
-Tests  -Tests.

Aber mein Akkuträger kann 100 Watt mit einem Akku…

Nein, ein Single-Akkuträger kann das nicht (außer in den feuchten Träumen der Marketingabteilung). Es geht nur in der Theorie:

  • Du müsstest einen Wicklungswiderstand von 0,08 bis ca. 0,11 Ohm wickeln. Viel Spaß beim zielgenauen Wickeln… Zusätzlich kannst Du Dich nicht darauf verlassen das ein Akkuträger einen so engen Bereich ausreichend genau messen kann…
  • Der Akkuträger dürfte keinerlei Elektronikverluste besitzen (und das gibt es nicht). Er müsste quasi zu einem mechanischen Akkuträger mutieren.

Ich sag mal so: Mit einem nagelneuen VTC5A, Pommesbude in Sicht, und Bullen im Nacken, mag das ganz ganz vielleicht für 1-5 Züge funktionieren, dann aber garantiert nicht mehr. UND der Akku wird dabei mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit überlastet.

Abhaken unter: Marketing-Mumpiz.

80 Watt ist das Maximum, was mit einem blauen Auge und einem VTC5A im geregelten Akkuträger möglich ist.

Aber mein Akku kann in Wirklichkeit mehr Ampere als drauf steht…

Man kann immer wieder lesen das bestimmte Akkus mehr Ampere vertragen können als der Hersteller draufgeschrieben hat. Ich beantworte mir das mit Logik:

Warum sollte ein Hersteller seine Akkus schlechter machen als sie sind und so weniger daran verdienen als er könnte??? Wenn sich der Hersteller sicher ist das sein Akku X Ampere bringen kann dann schreibt er das auch drauf. Ist er nicht sicher das er in seinem Produktionsprozess X Ampere konstant aufrecht erhalten kann, dann schreibt er weniger drauf.

Ein niedriger Innenwiderstand, oder ein guter Spannungsverlauf eines Akkus unter hoher Last sind keine alleinigen Kriterien dafür das der Akku im grünen Bereich läuft. Wenn das scheinbar im grünen Bereich abläuft, dann würde ich mir nach einiger Fahrt außerhalb der Hersteller-Spezifikation mal die Akku-Chemie, und vor allem den Separator im Inneren des Akkus auf seiner ganzen Fläche unterm Mikroskop anschauen, ob der dann so aussieht wie er aussehen soll… Das geht ohne fettes Labor nicht? Richtig. Und deswegen sollte man sich an die Aussagen der Akkuhersteller halten – nur die wissen was sie da gebaut haben und was den Akkus tatsächlich zuzumuten ist.

Ich bin dankbar das es Leute gibt die Akkus testen. Doch können aus solchen Einzeltests keine positiven Allgemeinaussagen gewonnen werden, im Sinne von „Ich habe bewiesen das alle Akkus des Typs XY mehr Ampere vertragen als der Hersteller angibt.“, weil das abhängig vom Exemplar und der Charge ist. Produktionsprozesse unterliegen Schwankungen, und werden manchmal auch bewusst vom Hersteller geändert.
Akku-Einzeltests können aber ggf. Negativ-Resultate liefern, im Sinne von „Man kann sich auf die Ampere-Angabe des Herstellers nicht verlassen – ich habe hier ein Exemplar gefunden das weniger Leistung liefert.“.

Akku-Tests können grundsätzlich nur Falsifizieren, und sind damit geeignet kreative Schrumpfschlauch-Betrüger zu entlarven, welche erfundene Zahlen auf die Akkus drucken.

Aber es treten doch nur Pulslasten auf…

Gerne wird nun auch argumentiert das zu schwache Akkus kein Problem wären, weil beim Dampfen eh nur eine kurze Belastung, eine „Pulslast“ auf den Akku einwirken würde.

Eine Pulslast ist nicht klar definiert. „Puls“, oder ein Impuls, darunter versteht man gewöhnlich einen Zeitraum im Bruchteil einer Sekunde. Beim Dampfen kann man jedoch Züge von 8-15 Sekunden Dauer machen, bevor die Zwangs-Zugabschaltung des Akkuträgers greift, wenn er eine hat. Dazu kommt das die Akkuträger sofort nach einem Zug weitere Züge zulassen.

Im normalen Dampfbetrieb ist es also schon äußerst fraglich ob man von einer „Pulslast“ sprechen kann. Nimm noch die Dumm-gelaufen-Situationen aus dem Abschnitt „Aber ich nutze doch gar nicht die volle Watt-Leistung meines Akkuträgers…“ dazu…

Die Ampere-Angabe eines Akkus sollte sich auf eine dauerhafte, ununterbrochene Entladung beziehen. Es wird aber gern getrickst, besonders von OEM-Herstellern, die nur die Impulsbelastbarkeit angeben, die immer wesentlich höher liegt, und daher den Akku wesentlich besser aussehen lässt als er ist.

Eine hohe Belastbarkeit bei hoher Kapazität bietet im 18650-Format nur der VTC5A. Alles andere ist Fake, oder eine Angabe der Impulsbelastbarkeit.

Aber mein Akkuträger hat eine Temperaturüberwachung…

Die Temperaturüberwachung, so vorhanden, überwacht die Temperatur der Elektronik, damit der Leistungsregler und sonstige Bauteile nicht abrauchen.

Zudem ist der Akku räumlich von der Elektronik getrennt, so dass seine Wärme stark vermindert, und im Peak abgepuffert, und viel zu spät dort ankommt.
Der Temperaturfühler müsste schon direkt am Akku kleben, oder wenigstens seitlich ins Akkufach, zum Akku hin, eingelassen sein (halbgar, weil Luft-Puffer dazwischen).

Eine smarte Lösung wäre ein IR-Sensor auf der Elektronik, mit einem Loch im Akkufach, so das der Sensor kontaktlos auf den Akku „gucken“ kann.

Mir ist kein Akkuträger bekannt der die Akku-Temperatur überwacht. Wer einen kennt, gerne per Kommentar…

Aber dann kann ich ja nur Sony/Murata VTC Akkus kaufen???

Tja nun, ICH hab mir den Watt-Wahn ja nicht ausgedacht! 😛 Wer mit mobiler Bühnenvernebelungstechnik unterwegs sein möchte, der muss auch die richtigen Akkus verwenden. 😀

VTC6 – ungeeignet
Man könnte meinen das „6“ besser als VTC4/5/5A sein sollte. Ist es aber nicht. Mit 30A darf der VTC6 nur temperaturüberwacht betrieben werden, ansonsten darf er nur mit 15A belastet werden. Der Akku ist auf mehr Ausdauer, auf Kosten der Belastbarkeit konzipiert.

OEM Akkus:
Ich persönlich würde davon abraten Akkus zu kaufen die umgelabelt sind. Umgelabelt, das bedeutet das eine Firma die Akkuzellen von irgendwo einkauft und dann eigene bunte Schrumpfschläuche drüber macht. Da können durchaus sehr gute Markenzellen drin stecken. Die Erfahrung zeigt aber das da immer wieder Schindluder getrieben wird, denn auf einen Schrumpfschlauch kann man ja drucken was man möchte (ähnlich geduldig wie Papier, das Zeug 😉 ).

Akkus kaufe ich persönlich nur von Marken von denen ich weiß das sie die Zellen selbst produzieren:

  • Sony / Murata (Sony hat seine Akku-Sparte an Murata verkauft)
  • LG
  • Samsung
  • Panasonic

Wunderakkus mit viel mAh oder A

Es werden mancherorts 18650 Akkus mit abenteuerlichen Leistungsdaten angeboten…

Einen 35A Akku mit hoher Kapazität baut nur Murata (war Sony). Wenn Du Akkus findest die angeblich mehr können – Lauf weg! 😀 Die können dann meistens bei weitem nicht mal 30A (bestenfalls als ganz kurze Peak-Leistung). Als nur ein Beispiel seien hier sämtliche Akkus genannt die irgendwas mit *Fire* im Namen tragen (zu Recht 🙂 ). Die Teile sind oft verlockend billig und können angeblich ganz viel A und/oder mAh, was aber nur reine Fantasiewerte sind. Ich empfehle hier stattdessen Grillanzünder (AM) zu erwerben. Die sind noch günstiger, und brennen immerhin schön kontrolliert ab. 😀

Unter den Wunderakkus sind teils auch recycelte Akkus auf denen kackfrech ein neuer Schrumpfschlauch gezogen wurde. Die sind dann häufig schnell kaputt, weil sie das beste schon längst hinter sich haben…

Ganz einfach:

2600 mAh Kapazität bei 35A Belastbarkeit bietet nur der VTC5A. Akkus die bei 2600 mAh mehr Belastung versprechen sind Fake (oder geben die Impulslast an).

Ebenso wie Angebote die bei 35A mehr Kapazität als 2600 mAh versprechen. Gibt es nicht. Es wäre schön, aber es existiert schlichtweg kein anderer 18650-Akku der diese Kombination aus Belastbarkeit & Kapazität hat (davon wüsste ich! 🙂 ). Aus diesem Grund ist die Empfehlung immer die gleiche: VTC5A  AM|EB

Aber ich möchte Geld beim Akku-Kauf sparen…

Das möchte ich auch gern. Aber spart man wirklich was?

Wenn Dir, oder einem unbeteiligten, ein körperlicher oder materieller Schaden entsteht, nur um ein paar Euro beim Akku-Kauf zu sparen, dann wirst Du Dir den Popo abbeißen. Einen Händler, Hersteller, Blogger, oder eine Haftpflichtversicherung wirst Du nicht belangen können.

Die Spar-Rechnung wird nicht mal aufgehen wenn im „Dumm gelaufen“-Fall nur der Akkuträger zerstört wird. Womöglich noch nicht mal wenn „nur“ die Akkus selbst kaputt gehen.

Daher könnte man mal dringend darüber nachdenken welcher Aufriss gemacht wird, nur um drei Euro fuffzich im Jahr an Akkukosten zu sparen, wenn überhaupt.

Kleiner Preis-Check – Preise können sich zwischenzeitlich natürlich geändert haben:

(Update: Sie HABEN sich geändert! Mittlerweile sind die Preisunterschiede so gering das es völlig gaga ist den Preis als Argument für „alternative Akkus“ anzuführen):

  • AM|EB: 4x VTC5A: 6,- pro Stück, inkl. Versand
  • AM: 4x HG2: 5,50 pro Stück, inkl. Versand
  • EB: 3x 30Q: 5,- pro Stück, inkl. Versand

Milchmädchenrechnung

Die gehypten Akkus können zur Nullnummer, und sogar zum Minusgeschäft werden, denn:

  1. Umso mehr ein Akku zu seiner Leistungsgrenze hin betrieben wird, desto schneller wird er altern (weil er dabei wärmer wird) und muss schneller ersetzt werden.
  2. Umso mehr ein Akku zu seiner Leistungsgrenze hin betrieben wird, desto weniger wird er von seinen spezifizierten mAh abgeben. Das ist bei jedem Akku so, denn die versprochene Kapazität eines Akkus ermittelt der Hersteller bei gaaaanz wenig Entladestrom (1 Ampere, oder noch weniger).

Das bedeutet das die Akkus mit viel mAh unter Umständen in der Praxis nicht mehr mAh liefern als ein VTC5A, oder das nur für wenige Zyklen tun, weil sie schneller altern.

Somit kann es passieren das Akkus, die man scheinbar passend auf den eigenen Dampf-Style ausgesucht hat („Ich dampfe ja nur mit X Watt“), real ähnlich viel mAh liefern wie ein VTC5A, dabei aber schneller kaputt gehen.

Gewonnen hat man dann gar nichts, je nach Belastungsgrad wird man dabei sogar verlieren. Man hat dann für nichts einen „tollen“ Akku im Akkuträger, der im Zweifel nur ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal hat: Mehr Risiko, weil weniger belastbar.

Und: Es sind sowieso nur rund 15% längere Laufzeit, welche die gehypten Akkus gegenüber einem VTC5A haben, und eben nur theoretisch!

Also: Wenn sich der 35A-Akku in deinem Akkuträger meistens langweilt, ist das eine prima Sache, denn umso sicherer läuft der Akku, und er wird länger halten.

Ich würde mir mal solche Akku-Tests wünschen, über welche Lebensdauer die gehypten Akkus gegenüber den VTC5A in etwa verfügen, um mal den effektiven Kostenunterschied betrachten zu können. Ich halte es für sehr gut möglich dass das ganze „Akku-Geheimtipp“-Thema damit komplett entzaubert wird.

Tabellen für sichere Akkus

In den folgenden Tabellen habe ich eine Übersicht erstellt welche Akkus bei welchen Akkuträgern sicher sind. Ich habe dabei jeweils die Akkus gewählt die ausreichend Ampere (Strombelastbarkeit) haben und dabei die beste Kapazität besitzen.

Und noch mal: Ausschlaggebend ist nicht mit wie viel Watt du planst zu dampfen, sondern wie viel Watt der Akkuträger maximal ausgeben kann.

Grundsätzlich darf der Akku immer „zuviel“ Ampere (A) haben – das ist nur positiv. Der VTC5A passt also immer. Man versucht natürlich gern möglichst viel Kapazität (mAh) zu bekommen, weshalb im Moment alle dem LG HG2 mit seinen 3000 mAh hinterher rennen. Der kommt aber für fast alle aktuellen Akkuträger gar nicht in Frage. Verzichte lieber auf die theoretischen 400 mAh mehr-Kapazität und nimm was geeignetes. Das da fast immer nur die Sony VTC5A übrig bleiben, dafür kann ich nix, ich schwör‘! 😀

Akkuträger mit 1 Akku

Akkuträger
max Watt
&
mögliche Ampere
Benötigter Akku
A / mAh
75|80 W
32|34 A
Sony VTC5A
35 / 2600
AM|EB|FT|GB
50|60 W
21|26 A
Sony VTC4
30 / 2100
AM|EB|FT|GB
40 W
17 A
LG HG2
20 / 3000
AM|EB|FT|GB
20|30 W
9|13A
Sony VTC6
15 / 3000
Klick: Kommentar… AM|EB|FT|GB
Samsung 30Q
15 / 3000
Klick: Kommentar… AM|EB|FT|GB
15 Watt
7A
Samsung INR 35E
8 / 3500
AM|EB|FT|GB

Akkuträger mit 2 Akkus

Bei über 75 Watt sind Akkuträger nötig die 2 oder mehr Akkus aufnehmen können. Ob sie seriell oder parallel verschaltet sind spielt für die Strombelastbarkeit in einem geregelten Akkuträger effektiv keine Rolle, da sich bei paralleler Schaltung der Strom zwischen den Akkus aufteilt, bei serieller Schaltung weniger Strom geliefert werden muss, weil sich die Spannung der Akkus addiert. Mehr Info dazu: Akku: Parallel / Seriell / Heiraten

Akkuträger
max Watt
&
mögliche Ampere
Benötigter Akku
A / mAh
150 Watt
~65A
2x Sony VTC5A
35 / 2600
AM|EB|FT|GB
120 Watt
~52A
2x Sony VTC4
30 / 2100
AM|EB|FT|GB
100 Watt
~43A
2x LG HG2 reicht nicht, also mindestens Sony VTC4…  

Akkuträger mit 3 Akkus

Bezüglich seriell/parallel gilt das Gleiche wie für Akkuträger mit 2 Akkus, siehe oben.

Akkuträger
max Watt
&
mögliche Ampere
Benötigter Akku
A / mAh
250 Watt
~108A
3x Sony VTC5A
35 / 2600
AM|EB|FT|GB
200 Watt
~86A
3x Sony VTC4
30 / 2100
AM|EB|FT|GB

Mein Akkuträger ist nur mit 100/200/300 Watt verfügbar. Und nu?

Da es mittlerweile sehr viele Akkuträger gibt welche trotzdem versuchen mehr als 80 Watt pro Akku herauszuquetschen steht man vor einem Problem… Im besseren Fall ist das Werbeversprechen einfach gelogen, und die versprochene Leistung wird einfach nicht geliefert. Im schlechteren Fall wird tatsächlich mehr als 80 Watt pro Akku geliefert – und der Akku dabei überlastet (siehe iJoy RDTA Box 200W – Test).

Benutzte auf jeden Fall den belastbarsten Akku den es zurzeit gibt, das ist der VTC5A (AM|EB). Und dann gibt es drei Workarounds mit denen man auf 80 Watt pro Akku begrenzen kann:

  • Mit einem DNA-basierten Akkuträger: Akkuträger die mit einem DNA-Chip von Evolv bestückt sind, können mit der Evolv-Konfigurationssoftware „Escribe“ eingestellt werden. Dort lässt sich ein beliebiges Ampere-Limit für die Akkus einstellen, das dann am Akkuträger selbst nicht mehr verstellbar ist. Liste von DNA-Akkuträgern: FT|GB|AM|EB
  • Mit Physik: Das Ohmsche Gesetz gilt immer und überall, so auch am Ausgang des Akkuträgers. Wenn der Widerstand (Ohm) des Verdampferkopfes / der Wicklung hoch genug ist kann die maximale Ausgangsspannung (Volt) des Akkuträgers nur noch eine bestimmte Maximalleistung (Watt) erzeugen.
  • Per TC-Mode: Wenn Du ausschließlich im TC-Mode dampfst, so lässt sich bei den meisten Akkuträgern ein Watt-Maximalwert für den TC-Mode einstellen. Ist aber nur ein halbgarer Workaround…
  • Mit fremder Software: ArcticFox ist eine von Enthusiasten geschriebene Firmware die man auf einigen Akkuträgern (auf eigene Gefahr) aufspielen kann. In der Konfigurationssoftware lässt sich ein Watt-Limit einstellen. Mehr ist dann am Akkuträger nicht mehr einstellbar. Beitrag: Akkuträger Firmware ArcticFox

Fazit

Bei den heutigen, teils aberwitzigen Leistungen der Akkuträger kann man die Akku-Empfehlung sehr kurz machen: Nimm das beste was verfügbar ist!

(Bei Amazon sind die Akkus nicht immer verfügbar / gelistet)

  • 18650-Format: AM|EB|FT VTC5A, bis 35A, 2600 mAh
  • 21700-Format: AM|EB|FT 30T, bis 35A, 3000 mAh
  • 21700-Format: AM|EB|FT 40T, bis 35A, 4000 mAh, (wird heißer als der 30T)

Wenn Du absolut sicher gehen willst, nimm keinen Akkuträger der mehr als 80 Watt aus einem Akku quetschen möchte, oder nimm einen der den Stromfluss aktiv überwacht und begrenzt (wird nicht einfach / bis unmöglich sein das herauszufinden).
Update: Der DNA250C hat ein einstellbares Akku-Ampere-Limit: Vape Cige VTbox250C – Test

Wenn etwas schief geht, und Dir die Bude abbrennt, oder schlimmeres, dann kann die Versicherung die Leistung verweigern, wenn die Box mit Akkus unterhalb der Herstellervorgabe betrieben wurde. Und kein Tippgeber („Der Akku XYZ ist ausreichend, wenn Du nur mit X Watt dampfst…„) wird Dir einen finanziellen Schaden ersetzen, oder Deine verkohlte Oma wieder weiß streichen. Haften wird nur einer: Du.

Bedenke das bitte auch falls Du einem anderen Dampfer einen vermeintlichen Akku-„Geheimtipp“ geben möchtest. Mit solchen „Tipps“ legst Du völlig ahnungslosen Leuten ein Risiko in den Akkuträger, von dem sie nicht mal wissen das es existiert. Lege Deine persönlichen Einschätzungen was ein Risiko darstellt nicht an andere Leute an, denn deren Lebensrealität sieht anders aus, siehe: Aber ich nutze doch gar nicht die volle Watt-Leistung meines Akkuträgers…

Neben der Sicherheit, und öden Haftungsfragen, kommt noch die reale Sinnlosigkeit solcher „Geheimtipps“, die oft weder billiger sind, und in der Praxis nicht mehr Kapazität als ein VTC5A bieten.

Wofür wird der ganze Akku-Aufriss gemacht?: Für nix. 🙄

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Links & Kommentare

  • Akkus & Zubehör
    • AM|EB|FT|GB   Ladegerät & Analyser 4-Akkus
    • AM|EB|FT|GB   Ladegerät & Analyser 1-Akku
    • AM|EB|FT|GB   Akku für alle Akkuträger
    • AM|EB|FT|GB   Akku für maximal 20A
    • AM|EB|FT|GB   Schrumpfschlauch
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Lisa

Hallo,
ich habe vor knapp 2 Jahren nach einem Inbuilt-Gerät meine ersten 18650er gekauft (damals war der „einzig wahre Akku“ der Sony Konion xy…, davon zwei Stück, und vier LG, die für meine Zwecke laut einer anderen Quelle als sinnvoller beurteilt wurden).
Seitdem ausschließlich betrieben im 1-Akku-AT Eleaf Istick Pico bei um die 8 Watt. Nun schwächeln alle 6 Akkus seit ein paar Wochen ganz deutlich und ich komme mit 2-3 Stück gerade noch über den Tag. Ist das eine normale Lebensdauer? Sicher ist mir das ein oder andere Mal passiert, den Akku viel zu „leergedampft“ zu haben. Leider gibt es da ja kein optisches Signal, das beim Dampfen auffällt. Aber mir kommt es trotzdem komisch vor, bei der geringen Belastung.
Zum Kauf von neuen: gibt es einen Shop, der da sehr beliebt ist, so dass man von einem hohen Warendurchlauf (=möglichst frische Akkus) ausgehen kann?
Viele Grüße,
Lisa

Dan

Hi,

deine Seite ist echt top, viele Informationen vor allem für Anfänger! Du hast mich glaub ich vor einem sehr großen Fehler bewahrt :-). Ich bin Neueinsteiger, habe mir einen Crown 4 Mod gekauft und betreibe ihn aktuell mit 2x VTC5A, die ich bei Conrad erstanden habe. Habe aber vorher schon 2x VTC6 bestellt, weil alles was ich recherchieren konnte für den Akkuträger vorher hieß „Ja nimm die VTC6!“ – werde diese jetzt stornieren und mir noch 2 VTC5A kaufen 🙂

Jan

Was ist mit VTC 5 C5 Akkus bei einem 180 W Set.

Muss ich die verkaufen/ verschenken oder kann ich die trotz fehlendem (A) im 180 Watt Set nutzen?

Michael

Hi Christian,

ich lese hier schon länger, jedoch der Beitrag über die „Sicherheit“ vieler Akkus ist mir bisher entgangen. Unwissenderweise habe ich mir letztens ein Paar Sony VTC6 gekauft, die laut Artikelbeschreibung „extrem stark belastbar (30 A) -sub-ohm-
geeignet“ wären. Nachdem ich mir Deine ganze Seite zu dem Thema durchgelesen habe, habe ich den Shopbetreiber per Mail darüber informiert. Ich dampfe 0.25 Ohm bei 60 Watt auf einer Reuleaux Gen2 (2×18650) und war bisher der Ansicht, mich dabei bisher im sicheren Bereich bewegt zu haben.
Vom Shopbetreiber bekam ich heute eine interessante Antwort : „Die Akkuzellen sind für alle regelbaren Mods geeignet, da diese eine Temperaturüberwachung haben, jedoch ist bei mechanischen Mods stets Achtsamkeit geboten.
…Sollten Sie also einen regelbaren Akkuträger haben, dann sind die Akkuzellen durchaus ausgelegt für dieses Gerät.“

Meister Dulle

Echt guter Beitrag. Und super Blog an sich. 🙂 . Bin grade täglich auf deinen Wolkenseiten unterwegs und schwer begeistert wieviel Fachwissen Du hier zusammengetragen hast.

So…und jetzt hätte ich zu einem bestimmten Akkuträger eine Frage. Und zwar geht es um den Ehpro 101 Mod . Der hat folgende Specs:

Leistung: 5-50 Watt
Batterie: 18650/18350
Wiederstand: 0,1-3 Ohm
Ausgebende StromstärkeSpannung: 0,5-8 Volt

Dieser lässt sich mit einer 18350er betreiben. Aber….. diese können ja nicht ganz soviel Ampere liefern um mit 50 Watt zu feuern. Gibt es hier eine Möglichkeit, den Akkuträger trotzdem mit einer 18350er SICHER zu betreiben, ausser auf 3,2 Ohm (8×8/20 Watt) zu wickeln.

Der Tube ist mir einfach im normalen Betrieb zu gross.

Danke schon mal 🙂

Gerardo

Hallo,
Erstmal ein Riesen-Lob für dein Beitrag. Sehr informativ und unterhaltsam geschrieben.
Bin auch gerade auf der Suche nach geeigneten Akkus.
Bin auf die EFEST purple imr 18650 3000mAh 35A gestoßen. Was kannst du mir dazu sagen? Ist etwas günstiger als der vtc5a. Ist es ein würdiger Rivale vom konion?

Dilbert

Ältere Akkus haben eine Entladeschlußspannung von3.3V, neuere bei 2,5V. Folglich kommen AT, die bei 3,3V dicht machen gar nicht an die volle Ladekapaziät der neuen Akkus. Wo nun neuere AT jetzt dicht machen, weiß ich nicht. Falls bei 2,5V und es ist ein alter Akku drin, entfällt der Tiefentladungsschutz. Weiß jemand, wo neuere At´s dicht machen?

Dilbert

Je höher der Ri vom Akku, desto mehr Energie fällt am Akku ab und desto heißer wird der Akku beim gleichem Belastungstrom. Für Dampfer reicht eine Regel: Wird außer dem Verdampfer etwas heiß, sollten die Arlamglocken klingen, dann ist etwas faul.Auch wenn ich kein Hochleistungsdampfer bin: Ein Dauerentladungs-Test ist nicht vergleichbar mit normalem Dampfen. Der Akku kann sich in den Pausen abkühlen.

Christoph

Hallo,

ich möchte auch was dazu schreiben.
Amazon schrieb mir eine email mit dem email-Verweis auf Sonys Aussage,daß die Konion VCT5a nicht für eZigaretten geeignet seien.
Nun denn,müssen wir jetzt umdenken und andere Akkus nehmen?
Bisher gab es viele Tests mit Akkus.Und ich bin auch der Meinung,dass der VCT5a der beste Akku zur Zeit ist.Wieso dann die Warnung Sonys?

Gruß
Christoph

Dilbert

Doofe alte Regelung = regelbarer Vorwiderstand.
Verdampfer 3,5V * 20A = 70W

Akkuspannung 4V -> 0,5V am Vorwiderstand * 20A = 10W
Wirkungsgrad 70W/80W = 0,875 = 87,5%
Spätesten bei 3,5V kommt entweder Fehlermeldung „Akku nicht ausreichend“ oder nur noch Bybass-Modus.

2Akkus 8V -> 4,5V am Vorwiderstand * 20A = 90W
Wirkungsgrad 70/160 = ca 44%. Kann man vergessen.
——–
Konverter
3,5V *20A = 70W = 4V Akkuspanung * 17,5 A (wegen Energieerhaltung).
Bei Wirkungsgrad 80% folgt ein Stromaufschlag von 25% = ca 22A.
Bei 2 und mehr Akkus den gleichen Rechenweg.

Statt 4V Akkuspannung den gleichen Weg mit 2,8V.
3,5V *20A = 70W = 2,8V * 25A. Wirkungsgrad berücksichtig: 31,5A

Also mittels Konverter bekommt man am meisten aus dem Akku. Das Verdampferdisplay zeigt 20A, jedoch werden über 30A vom Akku gezogen!
——
PWM
3,5V / 20A = 0,175 Ohm
1 Akku = 4V -> 22,86A
2 Akkus = 8V -> 45,7A
—–
Getakt geregelt hat man einen besseren Wirkungsgrad und kann mehr vom Akku nutzen. Jedoch wieviel Strom man von Akku zieht wird undurchsichtiger. Und darin liegt die Gefahr der Fehleinschätzung.

Also Akkuanzahl mal 2,8V mal maximaler Akkustrom mal 0,8 (Wirkungsgad), damit ist man auf der sicheren Seite.

Zum Wieso
Der Verdampfer braucht 20A
Der Boostkonverter zieht bis zu 31,5A
PWM ca 23A

Dampf-Pfeife

wieso, trotz allem gilt aber immer noch der gute alte energieerhaltungssatz. der akku liefert in beiden fällen den nötigen saft für dampfleistung und modverbrauch. der vollelektronische mod mit pwm oder boost-konverter mag vielleicht selber weniger energie verbraten als die doofe alte regelung, wie sie jezze verbaut ist, aber das wird nicht soooo sehr viel weniger sein…

Dilbert

Es geht darum, nicht nur zu behaupten, sondern auch um nachvollziehbar zu begründen, wieso die olle Technik vom Akku mehr Strom zieht, als wenn man nur am Verdampfer mit dem ohmschen Gesetz rechnet. Beim Boost-Konverter und bei PWM ist dies der Fall.

Dampf-Pfeife

moin erst mal, datt janze ist eigentlich ein janz oller hut, steckt in jedem computer und nennt sich schaltnetzteil. da isses nur größer. aber das grundprinzip ist eigentlich das gleiche.
da werden aus sinussen rechtecke gebastelt und dem mutterbrett als gleichspannung verkauft. mit erfolg, wie man millionenfach bewundern kann.
mal sehen, ob der höllenhund von spamwachtmeister diesen sermon wieder als verabscheuungswürdiges geschreibsel verdammt und wieder in den digitalen orkus befördert…
btw. @großmeister des blogs, impfe mal deinen spamschutzbot mit ironie…

Dilbert

Es gibt noch eine andere Steuerungsmethode:
Plusweitemodulation, kurz PWM

Stellt euch vor, wenn der Verdampfer direkt an den Akkus hängt, würde er 100W ziehen, aber ihr wollt nur 8W. Als nächstes stellt ihr euch vor der Zeitrahmen von Puls und Pause zusammen sind 100 Mikrosekunden. Wenn nun der Puls 8 und die Pause 92 Mikrosekunden lang sind, kommt man auch auf 8W.

8W, 1,5 Ohm ergibt ca 2,3 A und ca 3,46 V.
AT mit 3 Akkus, U=12V
I = 12 / 1,5 = 8A
P= 12*8 =108W
Ergibt: 8 Mikrosekunden Puls und 100 Pause.

Wenn der Puls kurz genug ist, besteht keine Durchbrenngefahr beim Verdampfer.
Energie ist Leistung mal Zeit, also:
E = P * t = 108W * 8 Mikrosekunden = 0,864 Miliwattsekunden.
Dies geschieht ca 9250 mal in der Sekunde und das ergibt 8W.

Dilbert

In den Komentaren habe ich öfters von getakteter Steuerung gelesen.

Stellt euch vor der Akku hat 3,6V, der Verdampfer benötigt 4V. Zwischen Akku und Verdampfer sind 2 Miniakkus (MA), Kapazität ca. 1 mAs (reine persönliche Annahme). Die Ladung in den MA ist nicht chemisch wie bei den großen Akkus, sondern elektomagnetisch (Kondensator bzw. Spule).

Die beiden MA werden parallel am Akku auf 2V und je Akku mit 1mA geladen = 4mW. Jetzt wird umgeschaltet zum Verdampfer, sie seriell geschaltet sind. Also wird aus 2V 2mA dann 4V 1mA, also 4mW.

Mit 4 mW bekommt man kein Verdampfer heiß. Gehen wir von einem 40W Verdampfer aus, reicht es wenn in der Sekunde 10 000 mal umgeschaltet wird.

Das ist wie eine Badewanne mit einem Schnapsglas füllen. 10 000 mal in der Sekunde, wieviel Liter sind das?

Natürlich ist diese Betrachtung sehr modellhaft. Wer im Netz weitersuchen möchte.
Boost Konverter: parallel Laden, seriell entladen
Buck Konverter: seriell Laden, parallel entladen

Und wer sich ein Bild für das Innenleben einer AT machen möchte:
http://www.dampferforum.ch/index.php/Thread/1858-DIY-TC-Mod/

Dilbert

Mit „Bypass“ bekommt man 200W für ein paar Züge hin und somit ist das Marketing juristisch auf der sicheren Seite. Denn im Bypass-Modus gibt es nur einen Stromkreis.

Bei ca 90% der Akku-Kapazität liefert ein Akku keine 4,2 sondern nur ca 3,9 V (Leerlauf-Spannung die bei Belastung noch sinkt). Braucht man mehr als die aktuelle Akkuspannung, dann wird die fehlende Spannung auf Kosten von Strom hochgewandelt.
(Von nix kommt nix.)

Darum setzt Morgennebel 2,8 V an.

2 mal 2,8V mal 35A mal 0,8 (Eingenverbrauch der Regelung) kommt man auf 156W als ca 150W. Und damit ist man auf der sicheren Seite!

Dampf-Pfeife

zur frage 1, im prinzip ja. der geregelte mod mißt kontinuierlich (hoffentlich nicht nur mist) den widerstand bzw. die temperatur am draht. die temperatur wird dabei auch aus dem aktuellen widerstand abgeleitet. geregelte mods haben eigentlich alle einen kurzschlußschutz, zu erkennen am „atomizer short“, wenn mal wieder die coil an der verdampferwand anliegt. kein witz, habe ich selber so erlebt. damals wollte ich die ganze selberwickelei schon aus dem fenster werfen, weil ich den fehler erst nicht finden konnte.
zu frage 2, das ist erst mal richtig, aber mach das mal der marketingabteilung klar. die werden nicht schreiben, „bei mehr als 150 watt verwandelt sich der mod in eine potenzielle handgranate, egal welche akkus der nutzer reinschraubt“. da klingt „200 watt plus x aus nur zwei akkus, weltrekord…!!!“ doch um längen besser.
wie sagt man immer so schön: „herr, laß viel gras wachsen; die zahl der rindviecher wird täglich größer…“

Dampferino

Sorry für den Doppelpost, mir ist da noch eine für mich wichtige Frage eingefallen.
Laut der Tabelle liegt ja der maximale Watt Berreich den man mit einem Akkuträger welcher max. 2 Akkus unterstützt bei 150W, vorrausgesetzt man verwendet 2x VTC5A Akkus.

Dann sind ja eigenlich die ganzen 2 Akkuslot Akkuträger mit ÜBER 150W Support totaler Quatsch, da es ja eigentlich keine Akkus gibt die das ohne Überlastung stemmen können.
Oder sehe ich das falsch?

Würde ich mir jetzt also einen 2 Slot Akkuträger kaufen, dann nur einen bis 150W Unterstützung, alles andere ist gefährlich.

Grüße
Dietrich

Dampferino

Danke für den Beitrag,
habe ihn mit Spannung gelesen.
Dennoch verstehe ich eine Sache noch nicht Ganz.
Ist der Coil Wiederstand bei geregelten Akkuträgern zu vernachlässigen?
Laut der Tabelle könnte ich also locker eine 0,1 Ohm Coil mit 75W Dampfen solange ich den Sony VTC5A verwende.
Oder auch eine 0.1 Ohm Coil bei 150W Dampfen wenn ich 2x Sony VTC5A verwende?

Grüße
Dietrich

Pierre

„Bei 75 Watt an der Wicklung muss der Akku also ca. 90 Watt liefern. Damit ergibt sich eine Akku-Stromfluss von:

90 Watt / 2,8 Volt = 32 Ampere “

Was genau wird gerechnet um auf 90w zu kommen? Ich dachte 75w sind 75w….

Und wegen dem verlust:

20/3.1+25%=8.064××××ampere
Rechne ich das so richtig oder Muss ich statt +25% nur +25 rechnen?