Akku: Sichere Akkus für regelbare Akkuträger

  • Aktualisiert am 29.08.2017

Akku-SicherheitBei der Auswahl des richtigen Akkus für elektronisch geregelte Akkuträger wird sehr häufig von falschen Annahmen ausgegangen. In diesem Beitrag erkläre ich sämtliche Missverständnisse um das Thema „bester / richtiger / sicherer Akku fürs Dampfen“.


Vorwort & Abkürzung

Man kann stunden- und tagelang recherchieren, welcher Akku wohl der beste für das Dampfen sei, und dabei sehr viele, nicht zu Ende gedachte, Meinungen und Empfehlungen lesen. Wenn Du einfach nur wissen möchtest welcher Akku konkret der sicherste und beste für JEDEN 18650-Akkuträger ist, da ist er:

  • Sony VTC5A  AM | FT
    Kurzbegründung:

    • Bestmögliche Sicherheit bei bestmöglicher Kapazität.
    • Bei fast allen Akkuträgern im Jahr 2017 der EINZIG sichere Akku (mit der Kapazität).
    • Lange Lebensdauer bei „Niedrig-Watt“.

Wenn Du nun denkst „Aber das stimmt nicht, weil…„, dann musst Du zur „Strafe“ den ganzen Beitrag lesen. 😉

Inhalt
• Meine aktuelle Amazon Wunschliste „Das Leben ist kein Ponyhof“.
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Akku-Sicherheit & Rechenweg für geregelte Akkuträger

Vorweg: Den korrekten Rechenweg mit Beispielrechnungen kannst Du Dir im Beitrag Formeln fürs Dampfen anschauen.

Eines der vielen Missverständnisse in der Akku-Berechnung entsteht aus dem Glauben das der elektrische Widerstand (Ohm) des Verdampferkopfes / Wicklung eine Rolle spielen würde. Das tut er beim „mechanischen“ / elektronisch ungeregelten Dampfen in der Tat, nicht jedoch bei regelbaren Akkuträgern.

Für einen elektronisch geregelten Akkuträger darf man die Strombelastung nicht wie bei mechanischen Akkuträgern rechnen, denn geregelte Akkuträger haben, bildlich gesprochen, zwei unabhängige Stromkreise.

Im ersten Stromkreis befindet sich der Akku, und in dem zweiten Stromkreis die Wicklung. Was immer nun an Watt-Leistung für den Wicklungsstromkreis eingestellt wird besorgt sich der Akkuträger aus dem Akkustromkreis. Dort sinkt jedoch die Akkuspannung kontinuierlich. Weniger Spannung, bei gleicher Leistung, bedeutet zwangsläufig ein erhöhter Stromfluss. Daher muss der Akkuträger immer mehr und mehr Strom aus dem Akku ziehen, um die Leistung im Wicklungsstromkreis aufrecht erhalten zu können. Beispielsweise bei 75 Watt Leistung und einem Spannungseinbruch des Akkus unter Last auf 2,8 Volt:

75 Watt / 2,8 Volt = 27 Ampere

Der Wicklungswiderstand ist dabei irrelevant, aufgrund der Regelelektronik die zwischen Akku und Wicklung sitzt. Die Regelelektronik erlaubt eine frei einstellbare Leistung (in gewissen Grenzen) bei unterschiedlichen Widerständen, durch Spannungswandlung. Entscheidend ist daher nur die Watt-Leistung die oben am Verdampfer abgefordert wird. Diese Leistung möchte der Akkuträger vom Akku fordern, und zwar unabhängig von: 

  • Widerstand der Wicklung.
    Die Details wann/wie/warum die Spannungswandlung arbeiten muss brauchen uns hier nicht weiter kümmern.
  • Spannungslage des Akkus durch Akku-Füllstand
  • Spannungslage des Akkus durch Voltdrop
    Wer hier „Weak Battery“ denkt – das kommt gleich noch…

Verluste der Elektronik, auch das noch…

Die Regelelektronik in Akkuträgern arbeitet nie verlustfrei. Das heißt, wenn 75 Watt für die Wicklung eingestellt werden, dann werden vom Akku nicht nur diese 75 Watt entnommen, sondern auch noch das was die gesamte Elektronik zur Verrichtung ihrer Arbeit benötigt + der Wandlungsverluste. Dabei kann man von ca. 10 bis 20% Verlust ausgehen, die man auch noch drauf rechnen muss.
Beispielmessungungen für die iJoy RDTA Box: Messungen 
(bei „Messtabellen aufklappen“ klicken…)

Bei 75 Watt muss der Akku also ca. 90 Watt liefern. Damit ergibt sich eine Akku-Stromfluss von:

90 Watt / 2,8 Volt = 32 Ampere 

Damit ist man dann schon bei einem VTC5A (AM) mit 35A Belastbarkeit. Ein 80 Watt Akkuträger geht auch noch (34 Ampere).

2,8 Volt?

Die 2,8 Volt mit denen ich rechne sind eine gängige Abschaltspannung / Unterspannungsgrenze die ich bei diversen Akkuträgern gemessen habe. Sie kann auch mal etwas höher liegen, oder etwas niedriger. Je niedriger, desto höher wird die Ampere-Last.

Manche rechnen mit einer Abschaltspannung des Akkuträger von zB 3,0 oder sogar 3,3 Volt, also:
75 Watt : 3,0 Volt = 25 Ampere
75 Watt : 3,3 Volt = 22,7 Ampere
Und schon hat man sich den LG HG2 mit seinen 20A beinahe schöngerechnet. 😉 Dies ist jedoch nicht richtig da es sich hier um die Leerlaufspannung handelt, also das was man messen kann wenn man den Akku aus dem Akkuträger entnommen hat und der Akku unter keinerlei Belastung steht.

Unter Last, also beim Feuern, bricht die Akkuspannung jedoch ein. Der Spannungseinbruch („Voltdrop“) kann SEHR hoch sein, so dass 2,8 Volt unter Last schon erreicht werden, sehr weit bevor der Akkuträger im Display „Akku leer“ anzeigt. Wann genau hängt von der eingestellten Leistung, der Leistungsfähigkeit des Akkus, dem Alter des Akkus, und den konkreten Wandlungsverlusten des Akkuträgers bei Widerstand X  ab, also frag nicht. 😉 Im schlimmsten Fall sogar bei vollem Akku…

Schönrederei für zu schwache Akkus

Aber „Weak Battery“ schützt doch den Akku…

Das ist ein weit verbreiteter und äußerst hartnäckiger Irrglaube, nicht tot zu bekommen, deshalb hier sehr ausführlich. 🙂

Die automatische Reduzierung der Ausgangsleistung die manche Akkuträger bieten (im Display zB als „Weak Battery“ zu sehen) schützt leider NICHT vor einer Überlastung des Akkus!

Die „Weak Battery“-Funktion ist keine Ampere-Messung, sondern eine Spannungsmessung. Sie überwacht lediglich die Spannung unter Last, also während man feuert. Fällt die Spannung unter Last auf einen bestimmten Wert (typischerweise um die 2,8V herum, je nach Akkuträger) dann erscheint „Weak Battery“ und die Ausgangsleistung wird immer gerade so weit reduziert das die 2,8V gehalten werden.

Dabei können Ströme fließen für die der Akkuträger spezifiziert ist. Wenn er für 30A spezifiziert ist, dann wird der Akkuträger auch bei 2,801V Lastspannung Ströme bis 30A vom Akku abfordern, und natürlich auch dann wenn nur ein 20A Akku drin ist!

Das muss auch so sein, denn auch bei einem Sony VTC fällt die Spannung unter Last bei hohen Leistungen im Verlauf der Entladung unter 3V, und er muss dabei trotzdem noch weit über 20 Ampere sicher liefern können. Kann er auch.
Der 20A Akku wird ebenfalls mehr als 20A liefern – nur das er dabei nicht mehr in dem Ampere-Bereich läuft für den er vorgesehen ist, sprich, er wird überlastet und seine Separatoren können schleichend beschädigt werden.

Die Watt-Reduktion die dann bei 2,8 Volt (nehmen wir das mal an) tatsächlich einsetzt ist eine Reduktion ins Blaue! Auf keinen Fall kann man erwarten das die Reduktion bewirkt das für den Akku dann alles in Ordnung wäre! Wenn zB in 1-Watt-Schritten reduziert wird ist der Stromfluss praktisch noch genau der Gleiche!

Auch der Glaube das für den Akku alles ok sein müsse, solange „Weak Battery“ gar nicht erscheint, ist falsch! Denn selbstverständlich können auch hier Ströme fließen für die der Akku nicht ausgelegt ist. Beispiel: Ein 75 Watt Akkuträger bei einer Lastspannung des Akkus von 2,9 Volt = 31 Ampere.

Also:

  • Weak Battery“ schützt die Akku-Chemie lediglich vor Beschädigung durch Tiefentladung / Unterspannung. Es schützt den Akku nicht vor Beschädigung durch Ampere-Überlast.
     
  • Eine möglicherweise vorhandene Ampere-Begrenzung des Akkuträgers hat absolut nichts mit „Weak Battery“ zu tun. Die Ampere-Last wird separat davon gemessen und überwacht.
     
  • Es ist einem Akkuträger physikalisch nicht möglich die Spezifikation des Akkus durch Messen herauszubekommen. Er könnte theoretisch durch Messen des Voltdrop an einer bestimmten Last ein bisschen herumraten ob der Akku der Spezifikation entsprechen könnte oder nicht.
     
  • Wer die Leerlaufspannung für irgendwelche Annahmen oder Berechnungen verwendet betreibt eine Schönrechnerei die leider nichts mit der Realität zu tun hat. Die Spannung die ein Akku hat wenn man ihn per Multimeter/Ladegerät/Akkuträger-Anzeige misst ist die Leerlaufspannung und sie hat nichts mit der Spannung unter Last zu tun! Die Leerlaufspannung ist vollkommen untauglich für jegliche Messungen, Berechnungen und Annahmen, da sie immer erheblich höher ist als die Lastspannung. Ausschließlich die Lastspannung ist relevant, und diese kann vom Anwender nicht gemessen werden.
     
  • Randbemerkung: Die Ampere die im Display eines Akkuträgers angezeigt wird ist die Stromstärke im Wicklungsstromkreis, und nicht die Stromstärke die auf die Akkus einwirkt. Vielleicht gibt es Akkuträger die das anzeigen – bei Joyetech, Eleaf, Wismec werden die Ampere auf der Wicklung gezeigt.
Ein kleiner praktischer Test mit einem zu schwachem Akku…

Aber ich nutze doch gar nicht die volle Watt-Leistung meines Akkuträgers…

Ich auch nicht. 🙂 Aber im wahren Leben gibt es 7839,5 „Dumm gelaufen“-Situationen die sich nicht vorhersehen lassen. Nur ein paar:

  • Du kannst aus Versehen mehr Watt einstellen.
  • Dein Kumpel schnappt sich die Box , schraubt seinen mega-branz Verdampfer drauf und ab dafür…
  • Du schraubst selbst bei irgend einer Gelegenheit einen dicken Verdampfer drauf und hast schon längst vergessen das die Akkus das gar nicht können…
  • Der Akkuträger verstellt sich in der Tasche (Gehbewegungen, Fahrrad fahren, etc).
  • Aus gleichen Gründen kann der Akkuträger dann auch noch feuern, immer wieder…
  • Du vergisst im TC-Mode die Maximal-Watt entsprechend einzustellen… Und denkst Du auch noch daran wenn Du irgendwann mal ein Firmware-Update machst, und die Einstellung dadurch wieder auf Werkszustand (volle Lotte) eingestellt ist?
  • Es läuft Dir Liquid über den Akkuträger und es kommt zu Fehlfunktionen…
  • Technisches Versagen, dauerfeuernde Boxen. Gab’s alles schon. Nicht nur einmal…
  • Laufen in Deinem Lebens-Film Frauen oder Kinder durchs Bild? Du weißt doch das immer was schlimmes passiert, wenn im Film Frauen oder Kinder auftauchen… 😀 😉
  • Sonstige Einflüsse Dritter…
  • Alkohol, partieller Kontrollverlust, am besten noch gekoppelt mit Größenwahn… 😉

Es ist in meinen Augen blauäugig, zu glauben man könne im wahren Leben kontrollieren das in jeder Situation nur eine Leistung X von den Akkus abgerufen wird. Auch den Klugen, den informierten, den technisch versierten, passieren im Alltag die dümmsten Sachen. Der Teufel liebt Glatteis, dumme Zufälle, und schusselige Anwärter des Darwin-Award. 😀

Aber mein Akkuträger kann 100 Watt mit einem Akku…

Nee, kann er nicht. Dazu müsste man einen Widerstand von 0,08 bis ca. 0,11 Ohm wickeln (viel Spaß beim treffen), UND der Akkuträger müsste zu einem mechanischen Akkuträger ohne Wandlungsverluste mutieren.

Ich sag mal so: Mit einem nagelneuen VTC5A, Pommesbude in Sicht, und Bullen im Nacken, mag das für 1-5 Züge funktionieren, dann aber nicht mehr. Und der Akku wird dabei mit sehr großer Wahrscheinlichkeit überlastet.

Abhaken unter: Marketing-Mumpiz. 

80 Watt ist das Maximum was mit einem blauen Auge und einem VTC5A im geregelten Akkuträger möglich ist.

Aber mein Akku kann in Wirklichkeit mehr Ampere als drauf steht…

Man kann immer wieder lesen das bestimmte Akkus mehr Ampere vertragen können als der Hersteller draufgeschrieben hat. Ich beantworte mir das mit Logik:

Warum sollte ein Hersteller seine Akkus schlechter machen als sie sind und so weniger daran verdienen als er könnte??? Wenn sich der Hersteller sicher ist das sein Akku X Ampere bringen kann dann schreibt er das auch drauf. Ist er nicht sicher das er in seinem Produktionsprozess X Ampere konstant aufrecht erhalten kann, dann schreibt er weniger drauf.

Ein niedriger Innenwiderstand, oder ein guter Spannungsverlauf eines Akkus unter hoher Last sind keine alleinigen Kriterien dafür das der Akku im grünen Bereich läuft. Wenn das scheinbar im grünen Bereich abläuft, dann würde ich mir nach einiger Fahrt außerhalb der Hersteller-Spezifikation mal die Akku-Chemie, und vor allem den Separator im Inneren des Akkus auf seiner ganzen Fläche unterm Mikroskop anschauen, ob der dann so aussieht wie er aussehen soll… Das geht ohne fettes Labor nicht? Richtig. Und deswegen sollte man sich an die Aussagen der Akkuhersteller halten – nur die wissen was sie da gebaut haben und was den Akkus tatsächlich zuzumuten ist.

Aber es treten doch nur Pulslasten auf…

Gerne wird nun auch argumentiert das zu schwache Akkus kein Problem wären, weil beim Dampfen eh nur eine kurze Belastung, eine „Pulslast“ auf den Akku einwirken würde.

Eine Pulslast ist nicht klar definiert. „Puls“, oder ein Impuls, darunter versteht man gewöhnlich einen Zeitraum im Bruchteil einer Sekunde. Beim Dampfen kann man jedoch Züge von 8-15 Sekunden Dauer machen, bevor die Zwangs-Zugabschaltung des Akkuträgers greift, wenn er eine hat. Dazu kommt das die Akkuträger sofort nach einem Zug weitere Züge zulassen.

Im normalen Dampfbetrieb ist es also schon äußerst fraglich ob man von einer „Pulslast“ sprechen kann. Nimm noch die Dumm-gelaufen-Situationen aus dem Abschnitt „Aber ich nutze doch gar nicht die volle Watt-Leistung meines Akkuträgers…“ dazu…

Aber dann kann ich ja nur Sony VTC Akkus kaufen???

Tja nun, ICH hab mir den Watt-Wahn ja nicht ausgedacht! 😛 Wer mit mobiler Bühnenvernebelungstechnik unterwegs sein möchte, der muss auch die richtigen Akkus verwenden. 😀

Sony VTC6 – ungeeignet
Man könnte meinen das „6“ besser als VTC4/5/5A sein sollte. Ist es aber nicht. Mit 30A darf der VTC6 nur temperaturüberwacht betrieben werden, ansonsten darf er nur mit 15A belastet werden. Der Akku ist auf mehr Ausdauer, auf Kosten der Belastbarkeit konzipiert.

OEM Akkus:
Ich persönlich würde davon abraten Akkus zu kaufen die umgelabelt sind. Umgelabelt, das bedeutet das eine Firma die Akkuzellen von irgendwo einkauft und dann eigene bunte Schrumpfschläuche drüber macht. Da können durchaus sehr gute Markenzellen drin stecken. Die Erfahrung zeigt aber das da immer wieder Schindluder getrieben wird, denn auf einen Schrumpfschlauch kann man ja drucken was man möchte (ähnlich geduldig wie Papier, das Zeug 😉 ).

Akkus kaufe ich persönlich nur von Marken von denen ich weiß das sie die Zellen selbst produzieren:

  • Sony
  • LG
  • Samsung
  • Panasonic

40A Akkus oder 4000 mAh?
30A und 35A Akkus mit hoher Kapazität baut nur Sony. Wenn Du Akkus findest die angeblich mehr können – Lauf weg! 😀 Die können dann meistens bei weitem nicht mal 30A. Als nur ein Beispiel seien hier sämtliche Akkus genannt die irgendwas mit *Fire* im Namen tragen (zu Recht 🙂 ). Die Teile sind oft verlockend billig und können angeblich ganz viel A und/oder mAh, was aber nur Fantasiewerte sind. Ich empfehle hier stattdessen Grillanzünder (AM) zu erwerben. Die sind noch günstiger, und brennen immerhin schön kontrolliert ab. 😀

Aber ich möchte Geld beim Akku-Kauf sparen…

Das möchte ich auch gern. Aber spart man wirklich was?

Wenn Dir, oder einem unbeteiligten, ein körperlicher oder materieller Schaden entsteht, nur um ein paar Euro beim Akku-Kauf zu sparen, dann wirst Du Dir den Popo abbeißen. Einen Händler, Hersteller, Blogger, oder eine Haftpflichtversicherung wirst Du nicht belangen können.

Die Spar-Rechnung wird nicht mal aufgehen wenn im „Dumm gelaufen“-Fall nur der Akkuträger zerstört wird. Womöglich noch nicht mal wenn „nur“ die Akkus selbst kaputt gehen.

Daher könnte man mal dringend darüber nachdenken welcher Aufriss gemacht wird, nur um drei Euro fuffzich im Jahr an Akkukosten zu sparen, wenn überhaupt:

Milchmädchenrechnung

Ich würde mir mal Tests wünschen, über welche Lebensdauer die gehypten Akkus gegenüber den VTC5A in etwa verfügen, um mal den effektiven Kostenunterschied betrachten zu können. Ich halte es für sehr gut möglich dass das ganze „Akku-Geheimtipp“-Thema damit komplett entzaubert wird. Es wäre sogar sehr gut möglich das die billigen Akkus auf die Lebensdauer gesehen effektiv teurer sind. Dann hätte man eine schöne Milchmädchenrechnung und auch noch mehr Arbeit mit den Akkus. Bei geringerer Lebendauer müsste man öfter ihren Alterungszustand prüfen, und eben auch entsprechend häufiger neue Akkus nachkaufen.

Kleiner Preis-Check bei Amazon, am 24. März 2017. Preise können sich zwischenzeitlich natürlich geändert haben:

Und wer da unbedingt noch was sparen möchte: Das beste Preis/mAh Verhältnis bekommt man mit VTC4 (30A) Akkus. Unschlagbar günstig bei GearBest: 3,76 pro Stück, inkl. Versand.
Pro Euro bekommt man 559 mAh. Beim VTC5A sind es pro Euro 385 mAh.

Tabellen für sichere Akkus

In den folgenden Tabellen habe ich eine Übersicht erstellt welche Akkus bei welchen Akkuträgern sicher sind. Ich habe dabei jeweils die Akkus gewählt die ausreichend Ampere (Strombelastbarkeit) haben und dabei die beste Kapazität besitzen.

Grundsätzlich darf der Akku immer „zuviel“ Ampere (A) haben – das ist nur positiv. Der VTC5A passt also immer. Man versucht natürlich gern möglichst viel Kapazität (mAh) zu bekommen, weshalb im Moment alle dem LG HG2 mit seinen 3000 mAh hinterher rennen. Der kommt aber für fast alle aktuellen Akkuträger gar nicht in Frage. Verzichte lieber auf die theoretischen 400 mAh mehr-Kapazität und nimm was geeignetes. Das da nur die Sony VTC5A übrig bleiben, dafür kann ich nix, ich schwör‘! 😀

Akkuträger mit 1 Akku

Akkuträger
Watt &
mögliche Ampere
Benötigter
Akku
A / mAh
Amazon GearBest FastTech
75|80 W
32|34 A
Sony VTC5A
35 / 2600

Liste |
4 Stück


 
Liste 
  
50|60 W
21|26 A
Sony VTC4
30 / 2100
2 Stück Liste 2 Stück
40 W
17 A
LG HG2
20 / 3000
Liste |
4 Stück
Liste
 
Liste
  
20|30 W
9|13A
Sony VTC6
15/3000
Klick: Kommentar…
Liste |
2 Stück

 
Liste
  
Samsung 30Q
15 / 3000
Klick: Kommentar…
Liste |
3 Stück
Liste
 
Liste 
  
15 Watt
7A
Samsung 35E
8 / 3500
Liste Liste

Akkuträger mit 2 Akkus

Bei über 75 Watt sind Akkuträger nötig die 2 oder mehr Akkus aufnehmen können. Ob sie seriell oder parallel verschaltet sind spielt für die Strombelastbarkeit in einem geregelten Akkuträger effektiv keine Rolle, da sich bei paralleler Schaltung der Strom zwischen den Akkus aufteilt, bei serieller Schaltung weniger Strom geliefert werden muss, weil sich die Spannung der Akkus addiert. Mehr Info dazu: Akku: Parallel / Seriell / Heiraten

Akkuträger
Watt &
mögliche A
Benötigter
Akku
A / mAh
Amazon GearBest FastTech
150 Watt
~65A
2x Sony VTC5A
35 / 2600

Liste |
4 Stück


 
Liste 
  
120 Watt
~52A
2x Sony VTC4
30 / 2100
2 Stück Liste 2 Stück
100 Watt
~43A
2x LG HG2 reicht nicht, also mindestens Sony VTC4…  

Akkuträger mit 3 Akkus

Bezüglich seriell/parallel gilt das Gleiche wie für Akkuträger mit 2 Akkus, siehe oben.

Akkuträger
Watt &
mögliche A
Benötigter
Akku
A / mAh
Amazon GearBest FastTech
250 Watt
~108A
3x Sony VTC5A
35 / 2600

Liste |
4 Stück


 
Liste 
  
200 Watt
~86A
3x Sony VTC4
30 / 2100
2 Stück Liste 2 Stück

Fazit

Bei den heutigen, teils aberwitzigen Leistungen der Akkuträger kann man die Akku-Empfehlung sehr kurz machen: Nimm das beste was verfügbar ist, das ist der Sony VTC5A (AM | FT). Wenn Du absolut sicher gehen willst nimm keinen Akkuträger der mehr als 80 Watt aus einem Akku quetschen möchte, oder nimm einen der den Stromfluss aktiv überwacht und begrenzt (wird nicht einfach / bis unmöglich sein das herauszufinden).

Wenn etwas schief geht und Dir die Bude abbrennt, oder schlimmeres, dann kann die Versicherung die Leistung verweigern, wenn die Box mit Akkus unterhalb der Herstellervorgabe betrieben wurde. Und kein Tippgeber („Der Akku XYZ ist ausreichend, wenn Du nur mit X Watt dampfst…„) wird Dir einen finanziellen Schaden ersetzen, oder Deine verkohlte Oma wieder weiß streichen. Haften wird nur einer: Du.

Bedenke das bitte auch falls Du einem anderen Dampfer einen Akku-„Geheimtipp“ geben möchtest. Mit solchen „Tipps“ legst Du völlig ahnungslosen Leuten ein Risiko in den Akkuträger, von dem sie nicht mal wissen das es existiert. Lege Deine persönlichen Einschätzungen was ein Risiko darstellt nicht an andere Leute an, denn deren Realität sieht sowieso anders aus, siehe oben: Aber ich nutze doch gar nicht die volle Watt-Leistung meines Akkuträgers…

Neben der Sicherheit und öden Haftungsfragen kommt noch die ganz praktische Sinnlosigkeit solcher „Geheimtipps“:

  • Ein weniger belastbarer Akku wird schneller kaputt gehen, und somit kann der ganze initiale Preisvorteil über die Zeit gesehen eine Nullnummer, oder gar ein Minusgeschäft werden. Wenn sich der 35A-Akku in Deinem Akkuträger meistens langweilt, prima!!! Ein Akku hält länger, je weiter weg er von seiner maximalen Belastungsgrenze betrieben wird.
  • Der Preisvorteil ist mittlerweile eh kein Argument mehr. VTC5A sind mittlerweile massenweise verfügbar, und sehr stark im Preis gefallen.
  • Die scheinbar höhere Akkukapazität: Es sind nur rund 15% längere Laufzeit, welche die gehypten Akkus gegenüber einem VTC5A haben, theoretisch. Denn ein Akku mit geringerer Ampere-Belastbarkeit kann bei mittlerer/hoher Belastung sogar weniger Energie abgeben, trotz nominell mehr mAh, so dass auch der theoretische Kapazitätsvorteil eine Nullnummer sein kann.

Der ganze Akku-Aufriss wird gemacht für: Nix.

Links & Kommentare

  • Akkus & Zubehör
    • Ladegerät & Analyser 4-Akkus  AM
    • Ladegerät & Analyser 1-Akku  FT | GB
    • Akku für alle Akkuträger  AM
    • Akku für maximal 20A  AM | FT | GB
    • Schrumpfschlauch  AM | FT
    • Transport  AM | FT | GB
    • USB-Monitor  AM | GB | FT
      Kapazität (mAh) und Akku-Alterung bei All-In-One Geräten prüfen.
    • Noch mehr gutes Dampfer Zubehör
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Vielen Dank! 🙂

37 Antworten auf „Akku: Sichere Akkus für regelbare Akkuträger“

  1. Hi,ein ganz dickes Lob für Deine Artikel.
    Bin selbst Techniker,lese aber mit Vergnügen die Humorvoll verfassten Zeilen.
    Für Neueinsteiger eine ganz große Hilfe ist meine Meinung.
    Nur weiter so,auch nach dem PÖLA Frontalangriff.
    (Seit 6 Monaten von 40 Pyros/Tag auf 0)

  2. Danke für den Beitrag. Auf einen Satz möchte ich aber kurz eingehen:

    „Warum sollte ein Hersteller seine Akkus schlechter machen als sie sind und so weniger daran verdienen als er könnte???“

    Das ist eine gute Frage. Wenn man sich aber anschaut, welche Temperaturen beim VTC5 (ohne A) vom Hersteller als „OK“ bezeichnet werden – je nach Last über 100°C – und das z.B. mit den vom Hersteller angegebenen Temperaturen für den Samsung 30Q ansieht, kommen einem da schon Zweifel. Wenn die beiden Akkus dann trotz unterschiedlich spezifizierter Maximallasten unter steigender Last ähnlich warm werden, werden die Zweifel meines Erachtens größer. Und man kommt auf die Idee, daß Sony da einfach sehr optimistisch die Obergrenzen festgelegt hat, während Samsung deutlich vorsichtiger zu Werke gegangen ist.
    Letztlich muß jeder in der Tat selbst entscheiden, wie er die verschiedenen genannten Risikofaktoren ausschließen mag, und dann den entsprechenden Akku kaufen. Und mit VTC5A ist man denke ich immer auf der schön sicheren Seite. Aber die Empfehlungen für VTC5 (ohne A), die man überall liest, alleine aufgrund der angegebenen möglichen Dauerlast finde ich mindestens genauso problematisch wie wenn jemand den 30Q für Hochleistungs-AT empfiehlt. 🙂

    1. Ich gebe Dir Recht. Im Beitrag bin ich ja nur auf die Seite der Akkuträger eingegangen, nicht darauf das die Akkuhersteller möglicherweise schummeln könnten. Im Prinzip muss der Maßstab sein: Halte Dich an das was im Handbuch steht (und lese ganz genau WAS dort steht. Wenn dort zB „…ein Akku mit über 25A“ steht dann ist das eben kein 25A Akku, sondern mindestens 26A – real also ein Sony VTC). Solch eine ungeschickte Formulierung des Handbuchs könnte im Schadensfall wichtig sein.

      Hält man sich an das Handbuch und es brennt dann die Bude ab, so hat man wenigstens Versicherungsschutz.
      Ist man noch vorsichtiger und rechnet mit den 2,5V hat man noch mehr Puffer.

      Rechnet man nun noch damit das einige Akku-Tests darauf hindeuten das bestimmte Akkus keine 30A Dauerlast machen, ja dann bleibt nur noch der Sony VTC5A als einziger Akku übrig. Dem Watt-Wahn der Akkuträger-Hersteller sei es gedankt. :-/

      Aber: Ich nehme Akkutests mit großen Interesse zur Kenntnis. Darauf lässt sich dennoch keine Empfehlung zu irgendwas abgeben, jedenfalls nicht so dass das rechtlich Bestand hat.
      Ich habe selbst schon überlegt ob ich Akku-Tests mache, aber was soll das aussagen, in Bezug auf eine Empfehlung für den Anwender? Ich könnte ein besonders gutes Akku-Exemplar erwischt haben, ein besonders schlechtes, eine schlechte Charge oder eine gute.
      Wie man das dreht und wendet: Die AT- und Akkuhersteller machen Angaben zum sicheren Betrieb. Und mit diesen Angaben stehen im Zweifel sie in der Verantwortung.

      Man kann nur hoffen das die Hersteller etwas in der Art umsetzen was ich im Beitrag unter Appell zur Entschärfung vorgeschlagen habe. Es kann ja kein Dauerzustand sein das man für alle aktuellen Boxen nur einen einzigen Akku nehmen darf, der auch noch schlecht verfügbar ist.

      Eins noch, wegen der Akku-Test (VTC4, VTC5):
      Zum einen ist mir nicht ganz klar ob er nun Originale hat oder nicht „…and are are identical in appearance and performance to genuine VTC4’s“.
      Zum anderen, WENN die Testerei auf Originale zutrifft, ist es des Testers Meinung das die VTC4/5 nicht eine Temperatur X überschreiten dürfen. Der Hersteller ist in dem Fall scheinbar anderer Meinung. Und der sollte wissen was seine Akku-Chemie aushält, denn er hat sie zusammengerührt, weiß genau wie sie zusammengesetzt ist, wie der innere Aufbau (Separatoren zB) gestaltet ist.
      Deshalb sind für mich, in Bezug auf eine Akku-Empfehlung, „private Tests“ nicht aussagekräftig, sei es in die eine oder andere Richtung. Wobei mir perönlich die Richtung „Die könnten zu schwach sein, nimm lieber was besseres“ lieber ist als umgekehrt.

  3. Hi,

    habe ich noch nicht ganz verstanden. Du schreibst doch: „Dabei können Ströme fließen für die der Akkuträger spezifiziert ist. Wenn er für 30A spezifiziert ist, dann wird der Akkuträger auch bei 2,8V Lastspannung Ströme bis 30A zulassen, natürlich auch dann wenn nur ein 20A Akku drin ist!“

    Aber nehmen wir jetzt mal einen Akkuträger mit 75 Watt. Da schreibst du: „Fällt die Spannung unter Last auf einen bestimmten Wert (typischerweise um die 2,8V herum, je nach Akkuträger) dann erscheint „Weak Battery“ und die Ausgangsleistung wird immer so weit reduziert das die 2,8V gehalten werden.“ Wenn aber doch die Ausgangsleistung reduziert wird, dann benötigt der Akku ja auch weniger Ampere. Warum sollte dann der Akkuträger bei 2,8V Lastspannung Ströme bis 30A zulassen, wenn er doch gar keine 30A mehr benötigt, um die Ausgangsleistung zu erreichen? Oder verstehe ich da was falsch?

    Gruß
    Jens

    1. Zusätzlich zu dem was Dampf-Pfeife schon erklärt hat, als konkretes Szenario:
      75 Watt sind eingestellt.
      Der Akku fällt unter Last auf 2,8 Volt.
      Der AT fängt nun an die Ausgangsleistung zu reduzieren, zB 70 Watt.
      70 Watt bei 2,8 Volt entsprechen 25 Ampere, netto.
      Da drauf kommen noch die Verluste der Spannungswandlung, sagen wir 10% (was vermutlich noch sehr optimistisch ist), dann ist man bei 27,5 Ampere.
      Diesen Strom versucht der AT nun aus dem Akku zu lutschen, und es ist ihm dabei egal ob da ein 20A oder ein 10A Akku drin ist. Daher wird der Akku überlastet, trotz „Weak Battery“ und Leistungsreduktion.

  4. ich misch mich da mal ein. rein rechnerisch liefert der akkuträger bei 2,8V und 30A 84 watt leistung, mit wandler und sonstigen verlusten kommst du dann auf die 75 watt. das ist der sollwert für den mod. den istwert mißt er über den widerstand der wicklung. die stellgröße für die leistung, mit der du dampfen willst, ist die stromstärke, weil die spannung sich ja nicht mehr ändert/ändern darf. also zieht der mod einen höheren strom aus dem akku, weil er ja die leistung bringen will, die du vorgegeben hast. ergo zieht er die maximale stromstärke, für die ER spezifiziert ist, aus dem akku, egal, was für einen du eingelegt hast, das weiß der mod schließlich nicht. darf der akku 20A und der mod 30A, wird der akku zu 50% überlastet und in bälde verschieden sein… frag die jungs bei samsung, die kennen sich damit aus, was passiert, wenn ein akku überlastet wird… habe mich hoffentlich nicht zu technisch ausgedrückt und auch alles richtig erklärt…

  5. Hallo Morgennebel,

    aber ich glaube nicht das der Akkuträger nur auf 70 Watt reduziert. Woher willst du das wissen? Ich nehme an, dass der Akkuträger sogar auf 50 Watt oder 40 Watt reduziert. 50 Watt bei 2,8 Volt entsprechen 18 Ampere. Dann noch 10 % Verluste der Spannungswandlung, dann sind wir bei 19,8 Ampere. Also würde ein 20 Ampere Akku ausreichen, oder?

    Und außerdem rechnest du bei deinem Beitrag auf deiner Interseite hier mit 82,5Watt:2,5Volt=33 Ampere. Aber das ist dann so nicht richtig. Weil du ja selber geschrieben hast, dass der Akkuträger die Ausgangsleistung reduziert. Weißt du genau, auf wieviel Watt der Akkuträger reduziert? Also ich weiß es nicht. Sagen wir mal auf 50 Watt. Also müsste man so rechnen: 50 Watt + 5 Watt (10 % Verluste der Spannungswandlung) = 55 Watt. 55 Watt: 2,5 Volt = 22 Ampere. Das würde ein 20 Ampere Akku aber nicht besonders überlasten, oder?

    Gruß
    Jens

    1. Hi Jens, Du kannst Dir natürlich Deinen Wunschakku beruhend auf Wunschannahmen schönrechnen, ich rate Dir davon aber ab. Ein iStick TC100W zB reduziert gerade so weit das die 2,8V gehalten werden, da ist das Szenario mehr als realistisch. Außerdem: Wieviel Ampere fließen bei 2,81 Volt, wo die automatische Leistungsreduktion noch gar nicht greift? Das passt auch nicht mit dem 20A Akku…
      Ich kenne auch keinen AKkuträger der in dieser Situation („Weak Battery“) so große Leistungsprünge nach unten (auf 50W zB) machen würde – warum sollte er auch. Der AT ist so programmiert das der im Handbuch geforderte Akku auch ausgereizt werden kann. Alles andere ist Wunschdenken, tut mir leid. 😉

      1. Hi Morgennebel,

        1. Frage: Du schreibst: „Der AT ist so programmiert das der im Handbuch geforderte Akku auch ausgereizt werden kann“. Im Wismec-Handbuch steht aber, dass Akkus mit mindestens 25 Ampere eingesetzt werden sollen. Da ist die Wismec doch so programmiert, dass ein Akku mit 30 Ampere ausgereizt werden kann. Aber du hast oben in deinem Bericht geschrieben, dass man bei 250 Watt und einem Akkuträger mit 3 Akkus 35 Ampere benötigt. Würde da nicht auch 30 Ampere ausreichen?

        2. Frage: Was würde denn eigentlich passieren, wenn ich einen 10 Ampere Akku in meine Pico einlege und ich damit 75 Watt einstelle. Was passiert denn dann? Der Akku würde überlasten und ausgasen? Glaube ich nicht, oder? Würde er „Weak Battery“ anzeigen oder was würde passieren? Da würden doch irgendwelche Schutzmechanismen das verhindern, dass man mit 10 Ampere 75 Watt dampfen kann, oder?

        3. Frage: Ich habe in meiner Pico einen Sony VTC6 Akku. Da es ja keinen Akkuträger mit Temperaturüberwachung gibt (glaube ich), kann der Akku nur 15 Ampere liefern. Aber ich habe bis jetzt keinerlei Probleme gehabt, obwohl du doch geschrieben hast, dass man für einen 75 Watt Akkuträger 30 Ampere benötigt. Oder bemerkt man das nicht, dass der Akku ständig überlastet wird?

        4 . Frage: Du schreibst in deinem Test: „In einem Test mit einem Markenakkuträger ist ein voll geladener 10A Akku von 4,2V gnadenlos und sofort auf 2,75V abgesackt, dann regelte der Akkuträger die Leistung runter, immer so weit das die 2,75V gehalten wurden.

        Dem Akku wurde dabei komplett alles abverlangt wozu er bei 2,75V noch in der Lage war: 20A Belastung auf einen 10A Akku. Man kann davon ausgehen das dabei das Innere des Akkus beschädigt wird, so dass er zu einer tickenden Zeitbombe wird.“

        Warum schreibst du nicht welcher Markenakkuträger das war? Und warum ist der von 4,2 sofort auf 2,75 Volt (Lastspannung) abgesackt? Sieht man das eigentlich im Display, wenn er die Leistung runter regelt? Und warum sollte ein vollgeladener Akku sofort auf 2,75 Volt sinken? Ich habe gedacht, dass mit den 2,5 Volt Lastspannung, kann nur bei Akkus passieren, die so gut wie leer sind oder habe ich das falsch verstanden?

        Gruß
        Jens

        1. Moin Jens,

          1. WENN Wismec seine Spezifikation einhält, dann sollten 30A selbstverständlich reichen. Falls Wismec eine Abschaltspannung von 2,5V zulässt, dann würde das nicht ausreichen. Die Daten in der Übersicht beziehen sich nicht auf einen bestimmten Akkuträger, sondern gehen vom „worst case“ aus, das der Akkuträger eine Spannung unter Last bis runter zu 2,5V zulässt. Ich werde in Kürze mal alle meine Akkuträger akkuseitig ausgiebig messen, wo die einzelnen Modelle genau abschalten, und wieviel Strom tatsächlich gezogen wird (hängt vom Wirkungsgrad ab), und ob die Ampere-Überwachung so funktioniert das die Akku-Spezifikation der Handbücher eingehalten wird.

          In erster Linie ist das Handbuch, also die Herstellervorgabe, das Maß der Dinge. Darüber zu gehen ist gut, darunter zu gehen ist mit Risiken verbunden, und man kann da nichts schönrechnen. Davon ab, wird ein Akku der mehr Ampere vertragen kann langsamer altern, also auch weniger schnell ersetzt werden müssen als ein Akku der dichter, oder gar über seiner Spezifikation betrieben wird. Wenn, hypothetisch, der billige 20A Akku doppelt so schnell ausgelutscht ist wie der doppelt so teure VTC5A, dann hat man rein gar nichts gewonnen. Man gibt das gleiche Geld aus, muss doppelt so oft die Akkus erneuern, und hat als „Bonus“ Akkus drin die nicht den Anforderungen entsprechen und unsicher sind.

          2. Es kommen oben soviel Watt raus wie der 10A-Akku bei 2,75V maximal irgendwie noch liefern kann. Ja, der Akku wird garantiert überlastet. Die Aufgabe die der Akkuträger dem Akku stellt lautet nicht „Gib mir bitte mal bei 2,75V 10 Ampere Strom“, sondern sie lautet „Gib mir bei 2,75V ABSOLUT ALLES wozu Du physikalisch irgendwie noch in der Lage bist, mir doch egal ob Du dabei aus dem allerletzten Loch pfeifst!“, was dann deutlich über 10A sind, denn der Akku muss ja eine Reserve haben, sonst wären alle Akkus nach kurzer Zeit kaputt.

          Ob er sofort ausgast oder „nur“ vorgeschädigt wird dürfte vom Akkumodell abhängen, inwieweit der Hersteller auf Sicherheit konzipiert hat. Und vom Alter des Akkus. Wenn man das mit einem Akku macht der seine besten Tage bereits hinter sich hat steigt die Möglichkeit des Ausgasens. Bei neuen Akkus dürfte es eher unwahrscheinlich sein das sie gleich ausgasen, zumindest hat mein 10A Akku im Test das nicht gemacht. Ich hab aber auch nur 2-3 mal gefeuert. Ich muss hier kein zischpuffpengbumm provozieren… Der Akku ist nun natürlich nicht mehr vertrauenswürdig, da unbekannt ist wie sich diese Überlastung auf das Innere ausgewirkt hat.

          Nein, es gibt nicht „irgendwelche Schutzmechanismen“ die verhindern das aus einem zu schwachen Akku zuviel Strom gezogen wird. Dafür müsste es „intelligente“ Akkus geben (mit NFC-Technik zB) die dem Verbraucher (dem Akkuträger) mitteilen könnten bis zu wieviel Ampere sie ausgelegt sind. Da es das aber nicht gibt, kann der Akkuträger nicht feststellen was für einen Akku der Anwender eingelegt hat. Er wird sich daher gemäß seiner Spezifikation verhalten und versuchen soviel Strom zu ziehen die der Akku-Vorgabe im Handbuch entspricht. Er wird dabei lediglich die Spannung unter Last überwachen, und sein eigenes Ampere-Limit. Beides hilft einem zu schwachen Akku nicht.

          3. Richtig.

          4. Ich schreibe nicht welcher Akkuträger es war, weil es für die Sache unerheblich ist und zu falschen Annahmen führen könnte. Es gibt keinen Akkuträger der feststellen könnte auf wieviel Ampere der eingelegte Akku ausgelegt ist, siehe Punkt 2.

          Ob/wie man es im Display sieht hängt vom Akkuträger ab. „Weak Battery“ ist das gängige Zeichen für die Zwangsreduzierung der Ausgangsleistung. Es mag Akkuträger geben die das dem Anwender anders mitteilen.

          2,75 Volt: Je mehr Ampere der Akku vertragen kann, desto geringer ist der Spannungsabfall unter Last, tendenziell, variiert ein bisschen vom jeweiligen Akkumodell.
          Absolut jeder Akku bricht in der Spannung umgehend ins bodenlose ein, wenn er stark überlastet wird – auch voll geladen.

          „Weak Battery“ ist NICHT dafür gedacht zu schwache Akkus vor Überlast zu schützen (weil das physikalisch gar nicht geht), sondern ausschließlich dazu da einen Ampere-mäßig ausreichend dimensionierten Akku vor Unterspannung zu schützen (die sich negativ auf die Akku-Chemie auswirken würde), nicht mehr.

          Im Prinzip müsste die Meldung „Low Battery“ heißen, denn wenn sie erscheint heißt das eigentlich nur das der 30A Akku bereits zu leer für die eingestellte Leistung ist. Weil der Akku im Leerlauf dann aber 3,8V oder mehr haben kann würde der Anwender verwirrt sein „Wieso, der Akku ist doch gar nicht leer“. Doch, für die eingestellte Leistung eben schon, aufgrund des Spannungsabfalls unter Last, der umso größer ist je mehr Leistung abverlangt wird.

  6. Hallo Morgennebel,

    ich habe mal dein Thema bei http://www.mountainprophet.de/forum/viewtopic.php?f=16&t=866 angestoßen. Dort wird vom Admin (und der hat ja wirklich viel Ahnung von Akkus) folgendes im Forum geschrieben:

    „Im Grunde ist die ganze Rechnerei von vornerein etwas unsinnig, weil die Akkus in Impulsbelastung wesentlich mehr aushalten als in der im Akku. Datenblatt angegebene CDR – Continuous Discharge Rate – Dauerlastangabe. Und wir belasten nunmal in Pulsen und nicht Dauer. Wieviel mehr steht in der Regel nicht im Datenblatt richtet sich auch nach der Dauer der Pulse und der Häufigkeit, wie schnell hintereinander du dran ziehst. Aber irgendwas will man ja rechnen, dann nimmt man halt die Dauerbelastung, obwohl sie nicht zutrifft… Ich wiederhole mich irgendwie, aber ich denk, hier wird ein Muster erkennbar.

    Ob der VTC6 für den Wismec geeignet ist, richtet sich primär danach, mit wieviel Watt du dampfst und wie lang und in welcher Frequenz du da dran ziehst. Sony Akkus werden bei hohen Lasten in Dauerlast extrem heiß. Belastest du Dauer? Eher weniger. Wenn die Temperatur des Akkus nicht über 80°C geht, dann sagt das Sony Datenblatt, dass mehr A erlaubt sind (30 waren es glaub). Mooch und ich haben unabhängig gemessen und wir sind auf Dauerlasten um 20A gekommen, ohne dass die 80°C merklich überschritten wurden.

    Nun musst du entscheiden, was Dir wichtig ist. 15A für die VTC6 ist sicher sehr sicher. 2,5V zum Rechnen auch, 10% halte ich fürn bissl knapp, aber wie in dem Geschreibsel glaub ersichtlich wurde, isses alles irgendwo Banane.

    Hoffe, das hilft dir etwas weiter.“

    Was sagst du dazu? Weil in deinen Beiträgen, rechnest du ja immer mit Dauerlasten.

    Außerdem schreibt der Admin im Forum, dass man die VTC6 Akkus auch im Wismec einsetzen könnte.

    Ich verstehe bald gar nichts mehr. Eine Frage fällt mir gerade noch ein: Wie hast du dir das ganze Wissen angeignet und woher weißt du das alles so genau? Bist du Techniker?

    Gruß
    Jens

    1. Um es auf den Punkt zu bringen: Halte Dich an das was im Handbuch steht, oder gehe Ampere-mäßig noch darüber. Mountainprophet, dessen Tests ich im allgemeinen sehr schätze, geht davon aus das nur Impulslasten auftreten. Was eine Impulslast ist (wie lange sie dauert), schon darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein, keiner weiß es genau. Nehmen wir mal hypothetisch an das die 10 Sekunden Zugabschaltung der meisten Akkuträger noch als Impulslast gilt, fein. Die Akkuträger lassen jedoch nach 0,1 Sekunden Pause sofort eine weitere Last von 10 Sekunden zu, usw. Nun besuchst Du Deinen Kumpel und der will Dir in der Garage was zeigen. Eine Deiner Dampfen hast Du auf dem Stubentisch vergessen. Kevin allein zu Haus im Wohnzimmmer drückt nun fleißig auf dem Feuerknopf herum, weil er das Gespratzel so interessant findet. Das macht er 30 Sekunden oder mehrere Minuten. Von Impulslast kann nun sicher keine Rede mehr sein. Die Akkus könnten nun geschädigt sein, und Du bekommst das unter Umständen nicht einmal mit, wunderst Dich nur irgendwann das Dir die Akkus ausgasen, obwohl Du nur ganz normal dampfst… Wenn sie nicht schon bei Kevins Feuerorgie ausgasen.
      (Anm.d.Red.: Wir entschuldigen uns in aller Form für dieses „Die Kiiiiiinder!“-Beispiel und bitten um wohlwollendes Verständnis, da der Autor auch der Ghostwriter von Pöla ist)

      Was ist mit einer Dampfe die in der Runde rumgereicht wird? Bekommen die Akkus da noch ausreichend Pause?

      Wenn Mountainprophet davon schreibt das er auch im Suff noch alles im Griff hat, und das man dieses oder jenes doch wohl bemerken müsste, dann schließt er damit von sich auf andere. Kann man machen. Ich glaube aber dass das im wahren Leben noch nie funktioniert hat, weder beim Dampfen, noch irgendwo anders. 😉 Davon ab, kann man einen Akku auch mit 75 Watt überlasten, da braucht es kein 150/250 Watt Beispiel. Bei den heutigen Monsterwicklungen kokelt nichts wenn man statt 30 Watt 75 eingestellt hat. Und meine Lebenserfahrung sagt mir das man gar nicht so dumm im voraus denken kann wie die Dinge nachher in der Realität ablaufen. Und das hat nichts mit Dummheit der Anwender zu tun. Auch kluge und informierte Leute sind nicht von „Dumm gelaufen“-Situationen und gelegentlicher Schusseligkeit befreit.

      Natürlich sind meine Beispiele konstruierte Fälle, es gibt aber noch 5392 andere menschliche „Dumm gelaufen“-Situationen die dazu führen das ein Akkuträger so benutzt wird das man nicht von einer Impulslast sprechen kann. Dazu kommt noch mögliches technisches Versagen, wie zB Akkuträger die von selbst Dauerfeuer geben (iStick 50 zB). Mechanische Mods, die Dauerfeuer im Rucksack geben…

      Meiner Meinung nach kann man im echten Leben absolut nicht davon ausgehen das mit einem Akkuträger immer nur „ganz normal“ gedampft wird, also immer nur kurze Züge mit ausreichend große Pausen zwischen den Zügen liegen (und was wäre eigentlich „ausreichend groß“?).
      Offenbar sehen die Akkuträger-Hersteller das genauso, denn sonst würden sie andere Vorgaben machen.

      Wer glaubt garantieren zu können das ihm keine „Dumm gelaufen“-Situationen passieren können, der soll von mir aus die Akkus benutzen die er, entgegen der Vorgabe des Handbuchs, für seine persönlichen Dampfgewohnheiten für richtig hält. Dann aber auch bitte nicht rumweinen wenn ein Unfall passiert. Kein Akku-Tester wird einen Schaden ersetzen, wenn ein Unfall passiert. Ich zitiere Mountainprophet ebenfalls: http://www.mountainprophet.de/impressum/
      „Alle hier gemachten Angaben sind ohne Gewähr. Auch Bergpropheten können irren. Meine Tipps. Tricks, Empfehlungen oder sonstige Aussagen sind rein als Gedankenspiel zu verstehen, wer das hier geschriebene liest, blind befolgt und dabei auf die Nase fliegt, ist selber Schuld. Sorry.“

      Meine Empfehlung lautet daher grundsätzlich: Nimm die Akkus die im Handbuch stehen, oder bessere. Zuwiderhandlungen werden mit erhöhtem Risiko und vollumfänglicher Eigenverantwortung bestraft. Wenn Dir, oder anderen, ein Schaden entsteht, dann lebe ohne Rumgeweine mit den Konsequenzen die Dir daraus entstehen. Einen Händler, Hersteller, Blogger, oder eine Haftpflichtversicherung wirst Du nicht belangen können. Ich prophezeie: Wenn Dir, oder einem unbeteiligtem, ein körperlicher oder materieller Schaden entsteht, nur um ein paar Euro beim Akku-Kauf zu sparen, dann wirst Du Dir so sehr den Popo abbeißen das der auch noch weg ist.
      Die Spar-Rechnung wird nicht mal aufgehen wenn im „Dumm gelaufen“-Fall nur der Akkuträger zerstört wird. Womöglich noch nicht mal wenn nur die Akkus selbst kaputt gehen.

      Daher könnte man auch mal ganz allgemein darüber nachdenken welcher Aufriss gemacht wird, nur um drei Euro fuffzich im Jahr an Akkukosten zu sparen, wenn überhaupt. Ich würde mir da mal Tests wünschen, über welche Lebensdauer die gehypten Akkus gegenüber den VTC in etwa verfügen, um mal den effektiven Kostenunterschied betrachten zu können. Ich halte es für wahrscheinlich dass das ganze Thema damit komplett entzaubert wird, da aus Kostensicht völlig uninteressant. Es wäre auch möglich das die billigen Akkus auf die Lebensdauer gesehen effektiv sogar teurer sind, und in Hochwatt-Setups nicht mal die Energiemenge der VTC liefern, trotz nominell höherer mAh. Dann wäre das alles in der Tat Banane. 🙂

      Hm, das war jetzt ein ziemlich langer „Punkt“. 🙂 Und ich fürchte ich weiß schon welches Argument-Fass als nächstes aufgemacht wird… 😕

  7. noch mal zum mitschreiben, technik bricht nicht physik, wir sind hier nicht in der matrix bei neo und co. leistung ist das mathematische produkt aus spannung und stromstärke. P=U x I; wenn also die spannung konstant ist erhöht sich bei gleicher leistung der strom. wenn also auf dem akku darufsteht, dauerlaststrom=20A, dann kann er den an einer ohmschen last liefern, also heizung oder glühbirne. diese stromstärke liefert er dann bis zum erreichen der abschaltspannung, um eine tiefentladung mit akkutod zu vermeiden. höhere ströme liefert der akku im pulsbetrieb, was nichts anderes heißt, als daß der akku pulsierend überlastet wird. und je höher die pulsfrequenz wird, desto höher wird auch die überlastung des akkus. als beispiel folgendes: bei einer pulsfrequenz von 20 hz rechteck liefert der akku 20 stromstöße pro sekunde und hat dann auch 20 ruhepausen, um sich zu erholen in dieser sekunde. bei 20 khz passiert genau dasselbe, nur 20.000 mal pro sekunde. entscheidend ist dabei, daß in diesem fall die ruhepause des akkus nicht mehr reicht, damit er sich abkühlen kann auf die temperatur vor dem stromstoß. ergo wird der akku von puls zu puls immer wärmer, bis er „thermisch durchgeht“. entscheidend ist beim akkuträger, daß faktisch alle verdampfer in kurzschlußnähe operieren und der akku nur durch die elektronik vom at vorm hitzetod bewahrt wird. wenn du einen akku ins jenseits befördern willst, dann machst du genau das physisch, was du mit viel schönrechnerei von deinem akkuträger erwartest. klemm den verdampfer direkt an den akku, dann gibt der akku soviel saft her, wie der coil haben will, um an seiner leistungsgrenze zu arbeiten. die wird dann durch den widerstand des coils bestimmt und bestimmt dann auch den maximalen stromfluß. aber nur dann, wenn der innenwiderstand des akkus niedriger ist als der coil-widerstand. im umgekehrten fall kannst du den akku praktisch kurzschließen und beobachten, was passiert. kleiner tipp, mach das ganze im freien und schau aus sicherer entfernung zu, dieses experiment ist gefährlich…

  8. kurze korrektur, richtig ist, wenn bei konstanter spannung eine höhere leistung verlangt wird, fließt mehr strom. so ist es sowohl mathematisch als auch physikalisch korrekt und nicht „wenn also die spannung konstant ist, erhöht sich bei gleicher leistung der strom“. orthographisch falsch war hier nur das fehlende komma…

  9. Hallo Morgennebel,

    aber warum rechnest du mit 2,5 Volt? Du hast doch geschrieben, dass die meisten Akkuträger bei 2,8 Volt Lastspannung die 2,8 Volt halten und die Ausgangsleistung reduziert wird. Sollte man dann nicht also Watt:2,8Volt rechnen?

    Gruß
    Jens

    1. Rechne es so, dann gewinnst Du 3 Ampere, bekommst aber auch damit nicht wirklich eine andere Akku-Empfehlung. Zumal ich die Elektronikverluste mit konservativen 10% gerechnet habe. Rechne mit 2,8V, schlag 20% Verluste drauf, die vermutlich realistischer sind, dann biste fast wieder beim gleichen Ergebnis (1 Ampere weniger).
      75W + 20% = 90W : 2,8V = 32A

      Wie man es hin und her rechnet, man landet immer beim VTC5A. Und selbst wenn alle Akkuträger auf 25A begrenzen würden, wäre das der beste Akku, weil er am entspanntesten mit hohen Strömen umgehen kann, und somit mutmaßlich auch am längsten leben wird. Je mehr sich der Akku langweilt, desto besser.

  10. Hallo Morgennebel,

    anderst formulliert: „In der Gerätebeschreibung der meisten Akkuträger steht ja: „Wenn die Spannung der Batterie unter 2,9 Volt sinkt, zeigt dass Gerät „Weak Battery“ an. Die Ausgangsleistung wird zur Spannung reduziert. Kann denn dann die Spannung überhaupt auf 2,5 Volt runterfallen? Oder versteh ich da was falsch?

    Gruß
    Jens

    1. Wenn in der Anleitung explizit steht das bei einer Spannung X das „Weak Battery“ ausgelöst wird, bzw das die Ausgangsleistung bei einer Spannung X dynamisch reduziert wird, dann sollte damit die Spannung unter Last gemeint sein, und Du kannst mit der angegebenen Spannung rechnen.

      Wenn in der Anleitung nur etwas steht wie „Bei Spannung X schaltet der Akkuträger ab“ dann muss man davon ausgehen das damit nicht die Spannung unter Last gemeint ist, sondern nur die Leerlaufspannung.

      (Am 09.01. editiert: präzisiert)

  11. Hallo zusammen,
    da ich mich nicht auskenne war ich neulich im Shop und hab mir die iStick pico und den Akku LG DBHG21865 3000mAh 3,6 – 3,7V 20A verkaufen lassen,

    wenn ich das richtig verstehe ist dieser bei evtl 75 Watt nicht der richtige?

    Danke

    1. Ja, nimm am besten den VTC5A, der hat die beste Belastbarkeit, und eine hohe Kapazität. VTC4 wäre auch ok, hat etwas weniger Belastbarkeit und 500 mAh weniger Kapazität, müsstest also öfter Akkus laden.

  12. sooo, jezze ich mal wieder mit einer fa- ng/chfrage. ich trage mich mit dem gedanken, mir einen istick pico mega zuzulegen und einen 26650er akku einzulegen. ich brauche nicht mehr leistung/strom, sondern mehr zeit, bis der akku leergenuckelt ist. hat jemand hier entsprechende erfahrungen bzw. tipps, welchen stromlieferanten ich trauen kann? teldafax wird es nicht, die liefern schon lange gar keinen strom mehr… 😉

  13. Hi…
    Erstmal ist zu sagen: Super Erklärung! Danke dafür!
    Eine Frage lässt mich nu aber nicht los, weil ich darauf in deinem Text keine Antwort gefunden habe.
    Ich befeuere meinen Wismec Releaux mit 2 bzw 3 Sony vtc 5 (ohne „a“) muss ich mir da nun Sorgen machen und „vorsichtshalber“ andere Akkus zulegen?
    In deinem Text les ich immer nur von der „A“ Variante, den vtc4 oder vtc6 akkus.

    Lieben Gruß!

    1. Die VTC5, ohne „A“ kannst Du verwenden. Sie sind nur deshalb nicht mehr in der Tabelle weil es mittlerweile nicht mehr viel Sinn macht sie noch zu kaufen. Die VTC5A sind besser und inzwischen gut verfügbar. Vom Preis her gibt es sich auch nichts.

      1. Hey Morgennebel,
        Danke für die schnelle Antwort 🙂

        Dann bin ich erstmal beruhigt.
        Mir sind aber in den letzten Tagen noch ein paar Gedanken in den Kopf gestiegen…

        Wenn ich meinen Wismec nun mit 2x VTC 5 befeuere, heisst das doch im Umkehrschluss, dass ich (2×30A x 2,5V = 150W) das Gerät „nur“ bis 150 Watt (mit 10% Verlustrechnung (150 : 1,1 = 136, schlachmichtot Watt) befeuern kann. Oder irre ich mich da?
        Ich habe mir nun den neuen Smok V12 bestellt, für den ich dann auf 3 VTC 5A Akkus umsteige. (Den Teil mit „Akkus verheiraten“ hab ich schliesslich auch gelesen, obwohl ich mir um sowas nie nen Kopf gemacht hab ???? ) Somit kann ich dann die 250W, die der Wismec max liefern kann mal ausreizen. Oder auch nicht, denn mit der Verlustrechnung komme ich da ja dann auch nur auf knapp über 238W…

        Gedankensprung zu einem anderen Akkuträger…
        Die Smok Alien 220W kann die Leistung mit 2 Akkus liefern.
        Aber das ist doch dann auch nur Theorie. Denn selbst bei den VTC 6 Akkus ist ja dann bei (rechnen können wir langsam) 175W, mit der 10% Klausel sogar schon bei 159W Schicht im Schacht.

        Du siehst, ich mache mir Gedanken. Aber ein wenig verwirrt es mich noch…

        Lieben Gruß und ein angenehmes Wochenende!

        1. Moin moin, guck mal in den Wismec RX Beiträgen, da habe ich gemessen was die Boxen liefern. Ich habe bei den Messungen noch nicht die Akku-Ampere gemessen, will ich noch nachholen. Ich hab sie gemessen bei der iJoy RDTA Box, und bin auf den Wert gekommen den ich mir beim RX2/3 Test schon theoretisch ausgemalt hatte (~42A Belastung bei 200W mit 2 Akkus). Schau mal bei den 0,13Ω / 0,27Ω Messungen, wo die RDTA Box 186W / 204W real geliefert hat: https://www.wolke101.de/ijoy-rdta-box-200w-test/#messungen Ich erwarte für andere Akkuträger ähnliche Werte. Bevor ich die neu messe will ich aber noch mein Messequipment ausbauen. Vor allem ein 4-Kanal Oszilloskop wäre hilfreich, leider teuer.

          Man kann als einfache Faustregel sagen: Pro Akku würde ich in einem geregelten Akkuträger 75 Watt maximal einstellen. Idealerweise noch den Wicklungswiderstand so wählen das gar nicht mehr Watt einstellbar sind. Und VTC5A nehmen. Der VTC6 ist ungeeignet, siehe Beitrag.
          Wenn Du zB permanent mit 150W dampfen willst, dann würde ich dafür einen 3-Akku Akkuträger nehmen, dann ist das schon deutlich entspannter für die Akkus, die dann auch länger leben werden. Zudem würde man bei 75W pro Akku sowieso nur mit Akku-laden beschäftigt sein, weil sie diese Leistung eh nicht lang liefern können.

          Dir und allen Mitlesern auch ein schönes Wochenende, Wetter passt ja schon mal. 🙂

    1. Ich bin da skeptisch ob man da wirklich einen Vorteil bekommt. AW ist eine OEM-Hersteller, d.h. sie stellen keine Zellen her, sondern kaufen das ein was man als Verbraucher auch direkt so bekommen kann, das mal vorweg.

      1) Das Konzept gewöhnliche Akkus zu selektieren halte ich persönlich für fragwürdig, denn das kann nur etwas nennenswertes bringen wenn es eklatante Unterschiede in der Produktionsqualität eines Akku-Typs gibt. Aus meiner persönlichen Erfahrung sehe ich nur sehr geringe Unterschiede in der Qualität unterschiedlicher Exemplare eines Akku-Typs. Meine persönliche Erfahrung ist allerdings nur ein Bruchteil eines Sandkorns im Akkumarkt, jedoch kenne auch keine anderen Hinweise darauf.
      Vielleicht war die Gleichmäßigkeit der Produktionsqualität vor Jahren noch ein großes Thema (AW startete 2005), das kann gut sein. Interessant wäre wieviele Akkus bei AW „durchfallen“, und vor allem wie groß der Unterschied maximal und im Mittel zu einem „Test bestanden“-Exemplar ist. Diese Daten wird man aber garantiert nicht bekommen… Und wenn, wüßte man nicht ob sie stimmen. 😉
      Aber gut, wenn mal eine Gurke dabei sein sollte, dann wird die von AW wohl zuverlässig aussortiert werden, nehmen wir das einfach mal als Pluspunkt. Allerdings kann man das auch selbst rausbekommen, und zusätzlich die Abnutzung seiner Akkus selbst im Auge behalten: Akku-Alterung ermitteln

      2) Wie getestet wird ist unklar, somit auch wie weit die Akkus dabei beansprucht und gebraucht werden. Besser werden die Akkus von den Tests jedenfalls nicht. Die „13 Tests“ werden unterschiedliche Lade-/Entladeprogramme und die Messung des Innenwiderstands sein.

      3) Ich finde nur Akkus bis 20A. Das ist für praktisch alle aktuellen Akkuträger zuwenig. Den VTC4 oder VTC5A scheinen sie gar nicht im Programm zu haben, womit sowieso nur Akkuträger mit weniger als 50 Watt in Frage kämen.

      4) Der Preis mag für den Testaufwand gerechtfertigt sein. Den Kosten/Nutzen Faktor für den Verbraucher halte ich aber für katastrophal. Für 16,90 Euro bekomme ich locker ZWEI bessere Akkus (VTC5A), von denen womöglich schon jeder einzelne aufgrund seiner höheren Belastbarkeit länger lebt als ein selektierter HG2 Akku.
      Und wenn man das mal auf Preis/mAh umrechnet, Stand heute, bekommt man pro Euro:
      VTC5A: 385 mAh (und 35A Belastbarkeit)
      VTC4: 646 mAh (und 30A Belastbarkeit)
      AW: 177 mAh (und 20A Belastbarkeit)

      Meiner Meinung nach ein ziemlich schlechter Deal. Da würde ich das Geld lieber in ein Dragon investieren und kann dann nicht nur neue Akkus prüfen, sondern auch deren Alterungszustand im späteren Verlauf.

  14. Hallo,
    ich bin Dampfanfänger und stöbere seit 3 Tagen auf deiner Seite. Ich finde es Klasse das jemand soviel Zeit, Arbeit und Herzblut investiert!!!!! Hinzu kommt noch dein humoristischer Stil, der mir sehr gefällt. Mir laufen teilweise die Tränen vor lachen, was das lernen erheblich erleichtert 😉
    Nach 3 Tagen schwirrt mir das Köpfchen, aber dat macht nischt.
    Du schreibst :
    „Dazu kommt das die schwächeren Akkus früher kaputt gehen können, und somit der ganze initiale Preisvorteil über die Zeit gesehen eine Nullnummer, oder gar ein Minusgeschäft werden kann. Wenn sich der 35A-Akku in Deinem Akkuträger meistens langweilt, prima!!! Ein Akku hält länger, je weiter weg er von seiner maximalen Belastungsgrenze betrieben wird.“

    ich habe als Akkuträger den Cloupor Mini 30W; Kangertech KBox; Aspire CF Mod; VT-Inbox(gebraucht gekauft) und möchte jetzt das 60 Watt Eleaf iStick Starter Kit mit Melo2 kaufen.
    An Verdampfern besitze ich Kanger Subtank; Aspire Nautilus; Vaper Giant V3; Lemo2. Den VG V3 und den Lemo habe ich gebraucht gekauft, komme aber mit dem Selbstwickeln nicht wirklich klar.

    Nun meine Frage:
    Wenn es prima ist das der Akku sich meistens langweilt, kann ich dann nicht für alle Geräte den Sony VTC5A nehmen oder habe ich da etwas nicht begriffen?

    verschwitze Grüße aus Berlin

  15. Hallo Morgennebel,

    ich weiß nicht ob Du den Akkuträger „Predator“ von Wismec kennst? Den habe ich mir gekauft. Da passen 2 Akkus rein. Die Box kann bis 228 Leistung genutzt werden. Nach deinen Rechnungen, würden da doch die Akkus total überlastet werden, wenn man mit 228 Watt dampfen würde, oder?

    20 % zu 228 Watt muss man ja dazu rechnen. Also wäre man bei ca. 273 Watt.

    Dann rechnet man nach deinen Aussagen 273 Watt / 2,8 Volt = 97,5 Ampere : 2 Akkus = 48,75 Ampere.

    So Akkus gibt es ja leider nicht auf dem Markt, die 48,75 Ampere Dauerbelastung aushalten.

    Was hat sich Wismec dabei gedacht? Ich glaube nicht, dass Wismec so eine Gefahr zulässt. Oder doch?

    Oder rechnet Wismec vielleicht doch so (was natürlich falsch wäre), wie man bei ungeregelten Akkuträger rechnet:
    3,7 Volt * 70 Ampere (2 Akkus mit 35 Ampere) = 259 Watt (möglich)

    Ich habe mit dem Support telefoniert, von wo ich meine Predator her habe. Die meinen, es komme immer auf den Widerstand drauf an, um heraus zu finden, wieviel Ampere die Akkus haben müssen.

    Also was für Akkus soll ich denn jetzt in die Predator reinlegen, wenn ich mit 228 Watt dampfen möchte? Kann mir nicht vorstellen, dass Wismec nicht um diese Problematik weiß. Oder rechnen die einfach nur falsch? In der Gebrauchsanleitung steht: Legen Sie Akkus mit mindestens 25 Ampere ein. Da würden Deine Rechnungen ja überhaupt nicht stimmen, wenn man jetzt mal davon ausgeht, dass Wismec weiß was sie schreiben.

    Gruß
    Jens

    1. Moin Jens, offenbar gibt es genügend Kunden die glauben „Mehr = besser“. Ich vermute das sich deswegen die Hersteller gegenseitig in den Leistungsangaben überbieten. Der eigentliche Entwickler einer Box wird vermutlich schon wissen was da real abgeht – der wird aber vielleicht gar nicht gefragt, sondern dem wird eine Vorgabe vom Marketing gemacht. Ich vermute dass das so in der Regel abläuft. Denn wenn die Marketing-Abteilung A sieht das Hersteller B eine 80 Watt Box bringt, was sollen sie machen wenn die Kunden glauben das „mehr = besser“ ist? Mitbieten…
      Vielleicht denkt man sich auch „Na ja, bei 200 Watt sind sowieso nur noch sehr kurze Züge möglich – wird schon gut gehen…“. Frag am besten die Hersteller selbst was sie sich dabei denken. 🙂

      Support / Widerstand: Die glauben offenbar das sich das wie bei einem mechanischen Akkuträger verhält. Schick ihm den Link auf diesen Beitrag. 🙂

      Theoretisch, sehr theoretisch, könnte eine geregelte Box, wenn sie es schafft den Strom nahezu verlustfrei durchzuleiten, und der Voltdrop bei ~1V liegt, ca. 110 Watt aus einem Akku quetschen, bei 35A. Das würde aber nur bei vollen Akkus, und nur für sehr wenige Züge funktionieren, und nur mit recht neuen Akkus, die sich bei so hohen Leistungen natürlich auch schnell abnutzen, und es dann sowieso nicht mehr bringen. Man ist dann auch permanent mit Akku-wechseln beschäftigt, wenn die Leistung tatsächlich aufrecht erhalten werden soll. Also alles Käse und alltagsfremd – nur Zahlen-gewerfe… Vernünftig wäre es pro Akku auf 50 Watt zu begrenzen. Auch da lutschen die sich noch schnell genug leer, wären aber sicher verwendbar, und hätten eine längere Lebensdauer.

      Was real bei einem 2-Akku Akkuträger passiert wenn man 225 Watt von ihm will kannst Du Dir im RDTA Box Beitrag ansehen: https://www.wolke101.de/ijoy-rdta-box-200w-test/
      Kurzform: Bei 204 Watt war Feierabend, bei einem Stromfluss von 42A. Sehr gut möglich das es bei leicht anderen Widerständen zu noch höherem Stromfluss gekommen wäre, aber irgendwann muss die Messerei ein Ende haben. Zumal bereits klar war das die Box mehr zulässt als das was der beste Akku liefern kann.

      Will man solche Boxen nutzen und etwas für die Sicherheit tun dann kann man den Widerstand der Wicklung so wählen das nur maximal 80 Watt pro Akku ausgegeben werden können. Das hängt von der maximalen Ausgangsspannung des Akkuträgers ab. Wie man das berechnet steht im Formel-Beitrag: https://www.wolke101.de/formeln-dampfen/

  16. Hallo Morgennebel,

    du hast geschrieben: „Will man solche Boxen nutzen und etwas für die Sicherheit tun dann kann man den Widerstand der Wicklung so wählen das nur maximal 80 Watt pro Akku ausgegeben werden können. Das hängt von der maximalen Ausgangsspannung des Akkuträgers ab. Wie man das berechnet steht im Formel-Beitrag: https://www.wolke101.de/formeln-dampfen/

    Aber das widerspricht sich doch zudem, was Du geschrieben hast: „Eines der vielen Missverständnisse in der Akku-Berechnung entsteht aus dem Glauben das der elektrische Widerstand (Ohm) des Verdampferkopfes / Wicklung eine Rolle spielen würde. Das tut er beim „mechanischen“ / elektronisch ungeregelten Dampfen in der Tat, nicht jedoch bei regelbaren Akkuträgern.“

    Versteh ich sowieso nicht ganz. Ist doch egal was für einen Widerstand man im Clearomizer hat, man kann die Box ja trotzdem auf 228 Watt einstellen, egal was man für einen Widerstand trin hat. Also ein Sicherheitsrisiko in meinen Augen. Man muss also immer drauf achten das man die Box nicht über 160 Watt (2x80Watt) einstellt, oder? Also versteh ich Deine Aussage nicht: „Will man solche Boxen nutzen und etwas für die Sicherheit tun dann kann man den Widerstand der Wicklung so wählen das nur maximal 80 Watt pro Akku ausgegeben werden können.“

    Bitte um Erklärung.

    Gruß
    Jens

    1. Yup, da steht aber auch: „Die Details wann/wie/warum die Spannungswandlung arbeiten muss brauchen uns hier nicht weiter kümmern.“
      Dich kümmern sie also trotzdem, na gut… 😉

      Die Aussage „Widerstand spielt keine Rolle“ ist mit voller Absicht vereinfacht. Sie stimmt, weil der Spannungswandler dafür sorgt das unabhängig von Akkuspannung und Verdampferwiderstand die eingestellte Leistung heraus kommt (in gewissen Grenzen).

      Ganz ganz streng genommen stimmt sie nicht, weil es sehr individuelle Unterschiede im Wirkungsgrad des Spannungswandlers gibt, die von seiner Bauweise, der Eingangsspannung (Akku) und der Ausgangsspannung abhängen, diese wiederum abhängig vom Widerstand der Wicklung, wodurch sich mehr oder weniger ungünstige Wandlungverhältnisse ergeben, die auch noch Akkuträger-individuell sind.
      Das versteht kein Mensch mehr, und ist vor allem mit jedem anderen Verdampfer (Widerstand) den man aufschraubt wieder Makulatur, weil immer anders.

      Deshalb muss man das für eine allgemeingültige Formel auf einen festen Wert bringen, was dann die 20% Wandlungsverlust in der Rechnung sind, unabhängig vom Widerstand der Wicklung.
      Tendenziell wird der Verlust geringer ausfallen je weniger gewandelt werden muss, also die Akkuspannung näher an der Ausgangsspannung ist. Muss aber nicht, kann auch noch von der Leistung abhängen. Und möglicherweise auch noch davon wie nahe man am Kurzschluss dampft. Bei der RDTA Box 200W kann man sich die Verluste (Effizienz = „Effi“ in der Tabelle) unter verschiedenen Bedingungen anschauen: https://www.wolke101.de/ijoy-rdta-box-200w-test/#messungen

      Vielleicht hilft das zum ganz allgemeinen Verständnis:

      • Auf der Akku-seite wendet man das Ohm’sche Gesetz an, um aus einer Minimalspannung Volt (2,8) und den maximal möglichen Akku-Ampere (35) eine Watt-Leistung zu berechnen (100 Watt, zwei geschenkt).

      • Auf der Verdampferseite wendet man das Ohm’sche Gesetz an um aus der Ausgangsspannung Volt des Akkuträgers und dem Verdampferwiderstand Ohm eine Watt-Leistung zu berechnen.

      • Der Spannungswandler „entkoppelt“ das Ohm’sche Gesetz das für den Akku gilt, von dem Ohm’schen Gesetz das am Ausgang des Akkuträgers gilt (juchhu, ich habe ein zweites Ohm’sches Gesetz erschaffen). 😉 Wir haben es also zweimal mit dem Ohm’schen Gesetz zu tun.

      • Nun bezieht man noch die Wandlungsverluste von ~20% ein und so entstehen aus 100 Watt die der Akku leistet 80 Watt am Ausgang.

      Die „harte“ Begrenzung der Ausgangsleistung:
      – Wir wissen nun das am AUSGANG des Akkuträgers nicht mehr als 80 Watt gefordert werden dürfen, damit die maximalen 100 Watt beim Akku nicht überschritten werden.
      – Das Ohmsche Gesetz gilt immer und überall, wie ich gerade erwähnt habe, auch am Ausgang des Akkuträgers.
      – Kennt man nun die maximale Ausgangsspannung des Akkuträgers kann man mit Hilfe von X Watt ausrechnen welcher Widerstand bei dieser Spannung zwangsläufig physikalisch vorhanden sein MUSS.
      Randnotiz: Der Spannungswandler tut hier nix mehr – er kann das Ohm’sche Gesetz nicht ändern, und sagen das bei 1 Ohm und 9 Volt Spannung dann 200 Watt geleistet werden sollen, das geht nicht. Der Spannungswandler ist nur ein Mittler zwischen Akku und Ausgang, und er muss (und wird) auf beiden Seiten jeweils das Ohm’sche Gesetz einhalten.

      Deshalb ist es auch egal welchen Fantasiewert der Akkuträger im Display möglicherweise anzeigt. Einige Akkuträger können nicht rechnen, oder WOLLEN vielleicht dem Anwender gar nicht zeigen das die Leistung die eingestellt wurde schon rein physikalisch gar nicht möglich ist. Entweder Schlamperei in der Entwicklung, oder vielleicht ein Fall von Physik vs. Marketing. Vielleicht denken die Marketing-Jungs sich „Soll der Anwender doch glauben das er mit 200 Watt dampft, wenn er dann glücklich ist…“. 😉 Wilde Spekulation, am besten weist Du den Hersteller darauf hin wenn unreale Werte angezeigt werden.

      Wenn Du also per Physik dafür gesorgt hast das keine höhere Leistung entstehen kann, dann kannst Du am Akkuträger ohne Sorge 300 Watt einstellen, ich leg noch einen drauf: 1000 Watt gehen wohl auch noch. 😉

      Editiert am 13.10.: Etwas Feinschliff.

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