Dry Hit Protection Modus (Kokelschutz)

TC, TemperaturkontrolleEin Dry Hit (Kokeln) wird mit Husten und kaputtem Verdampferkopf „belohnt“. Dies verhindert eine Dry Hit Protection, zu der ich hier Erklärungen & Tipps gebe.


Inhalt

Falls bei den Begriffen im Beitrag Fragezeichen über'm Haupthaar aufplöppen: Abkürzungen & Begriffe

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Dry Hit Protection

Vorweg: Weil zu erwarten ist das jeder Hersteller dem gleichen Kind einen anderen wohlklingenden Namen geben wird, es aber immer darum geht einen Dry Hit zu verhindern, werde ich als Allgemeinbegriff „Dry Hit Protection“ / DHP verwenden

Mittlerweile sind die prophezeiten Ausläufer von Evolv’s Replay Modus in der Realität angekommen. Evolv’s Replay und DHP sind im Grunde gleich – abgespeckte TC-Modi, nur das bei DHP kein ganzer Zug „replayed“ wird.

Das Ziel von DHP ist einfach „nur“ den Verdampferkopf vor Kokeln zu bewahren. Das ist eine schöne Sache, denn die Anzahl der Verdampferköpfe die durch nicht rechtzeitiges Nachtanken den fiesen Kokeltod gefunden haben dürfte beträchtlich sein (Die Dunkelziffer liegt bei mindestens 67,9 Milliarden, allein für die Akkuträger die mit voreingestellter Maximalleistung ausgeliefert wurden). 😉

Wer schon einmal einen Dry Hit erlebt hat, weiß das es sich um ein eindrückliches Erlebnis handelt, und der Verdampferkopf ist dann auch oft nicht mehr zu retten, so dass DHP nicht nur Pein, sondern auch Geld & Ressourcen spart.

Ein Nebeneffekt der manchem nützlich sein kann: Man kann den Tank bewusst trockendampfen. Wenn man eine andere Geschmackrichtung tanken möchte, dann bekommt man so einen schnelleren / direkteren Geschmackswechsel. Ich würde es dann gut sein lassen wenn der Geschmack deutlich nachlässt / der Dampf sichtbar weniger wird, um die Watte in der Wicklung nicht unnötig an ihre Grenzen zu bringen.

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Wie DHP funktioniert

  • Aus Anwendersicht ganz einfach:
    • Man benötigt, wie bei TC und Replay, einen Verdampferkopf der TC-fähig ist. Genauer gesagt einen Wicklungsdraht der seinen elektrischen Widerstand (Ohm) verändert, wenn er erwärmt wird.
      Drahtsorten-Überblick: TCR, Ohm, Trägheit, AWG / GA
    • Ansonsten muss man nichts weiter tun, zumindest theoretisch. Idealerweise macht die Elektronik das ganz von selbst. Es wird aber möglicherweise Variationen geben, weil Entwickler unterschiedliche Auffassungen darüber haben könnten wie man es im Detail umsetzt.
  • Aus Sicht der Elektronik funktioniert es, im Vergleich zu TC, auch sehr einfach:
    • Erkenne wenn ein Verdampfer aufgeschraubt wurde.
    • Der Kaltwiderstand ist nicht von Interesse und wird ignoriert.
    • Speichere den Warmwiderstand der beim ersten, mindestens 2 Sekunden andauernden, Zug gemessen wird.
      Hier gibt es zahlreiche Variationsmöglichkeiten, wie die Elektronik erkennen soll was der höchstzulässige Widerstand ist. Zum Beispiel könnte auch vom Anwender verlangt werden das er einmal ohne zu Ziehen feuert, und eine LED signalisiert dann das DHP bereit ist. Oder die Elektronik überwacht mehrere Züge am Anfang und pickt sich den höchsten Widerstand heraus,
    • Ist der Warmwiderstand ermittelt, überwache ihn kontinuierlich während der folgenden Züge.
    • Wird der Warmwiderstand überschritten, reduziere die Ausgangsleistung, oder schalte sie gleich ganz ab.

Der Haken an der Sache…

Ist ein ähnlicher wie bei TC, wobei sich DHP fehlertoleranter als TC verhalten wird, weil nicht mit dem TCR „von unten nach oben“ gerechnet & gesteuert werden muss.
Hä? 😉 Das erkläre ich demnächst in einem anderen TC-Beitrag

Damit DHP funktioniert, sind, vor allem anderen, Verdampferköpfe nötig die im Betrieb nur geringe Schwankungen ihrer Übergangswiderstände haben. Der sensibelste Punkt hierbei ist der Übergang von der Wicklung zum Gehäuse des Verdampferkopfes.

Bei Verdampferköpfen in denen der Wicklungsdraht nur per Silikon-Isolator ans Metall gedrückt wird sind stabile Übergangswiderstände eher unwahrscheinlich – es bleibt auf jeden Fall immer Lotterie von Exemplar zu Exemplar. Auch ein Exemplar das tagelang stabil war kann jederzeit instabil werden… Nicht gut. 

Wäre ich Hersteller, ich würde über PEEK-Isolatoren nachdenken, mit denen sich der Anpressdruck des Drahtes wohl erheblich erhöhen ließe, und der Übergangswiderstand nicht nur geringer, sondern wahrscheinlich auch wesentlich stabiler wäre.

  • Es gäbe auch noch andere Lösungsansätze für die Kontaktproblematik, spontan fiele mir ein:
    • Metallringe als stabilisierendes Zwischenstück.
    • Einpressen des Drahtes in ausgefräste Ausschnitte.
    • Löcher, oder Kerben-artige Gebilde, in die der Draht gesteckt wird und dann zugedrückt werden.
    • Löten / Schweißen (dann evtl. anderes Gehäusematerial nötig).
    • ….

Wie auch immer, ich hoffe das die Hersteller bei dem Thema mal aktiv werden – es würde auch dem klassischen TC-Modus helfen, der bei vielen Anwender ad acta gelegt wurde weil er oft „nicht so richtig funktioniert“…

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Eleaf Dry Burn Protection

So heißt das Kind bei Eleaf.

Seltsamerweise verlangt Eleafs DHP laut Anleitung (im iTap teste ich das gerade) das der Verdampfer kalt sein soll, wenn er mit dem Akkuträger verbunden wird. Man scheint bei Eleaf noch im klassischen TC zu denken, wo vom Kaltwiderstand zu einem Warmwiderstand hingeregelt wird. Für DHP ist das allerdings überflüssig, und sogar nachteilig.

Update: Details im iTap Test, und im Rim Test.

Andere Hersteller…

…werde ich auch testen, wenn ich was in die Finger bekomme.

Fazit

Der Dry Hit Protection Modus ist eine spannende Sache, weil ein echter Fortschritt was die Benutzung einer Dampfe betrifft – wenn es zuverlässig funktioniert.

Braucht man das wirklich? Als erfahrener Dampfer vielleicht nicht zwingend, weil man fast immer rechtzeitig bemerkt wann das Liquid zur Neige geht. Es hängt auch ein bisschen von der Dampfe ab, wie abrupt der Übergang bei leerem Tank ist…

Für Anfänger ist DHP auf jeden Fall ein Segen! Klare Empfehlung.

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Dilbert

Deine Anspielung auf „Replay“ ist bei mir schon angekommen. Als Gedankenspiel funktioniert bei mir auch das automatische DHP (aDHP). Wie Replay müßte aDHP erst mal lernen.

Wenn ich min. 20 Jahre jünger wäre, würde ich dazu am Arduino expermentieren. Gerade diese Szene vermisse ich bei den Dampfern.

Schlußendlich kochen die Entwickler auch nur mit Wasser. Spätestens wenn die Finanzabteilung sich meldet, heißt es: Es muß billiger werden. Auch an Fertig-Coils hängt der Profit dieser Firmen.

Dilbert

Wegen der DHP und für unterwegs habe ich die VP Nexus. Mit den CCell-Coils funktionert die DHP ganz gut: Trockendampfen habe ich ausprobiert. Diese Dampfe braucht DHP, denn das Liquidfenster ist sehr niedlich und man sieht nur mit Gegenlicht, ob noch was drin ist.

Es gibt nur eine DHP fähige Coil, dessen Produktions-Toleranz und TCR bekannt ist und somit wird die Überwachuns-Software verhältnismäßig einfach.