Akku: Der richtige Umgang mit Li-Ion

akku-parallelWas man bei Lithium-Ionen Akkus bezüglich Sicherheit & Lebensdauer wissen muss. Eine ausführliche Erklärung was man darf, und was nicht. Für wechselbare Akkus (18650 zb), und integrierte Akkus im Smartphone, Tablet & E-Zigaretten…

 


Inhalt

Falls bei den Begriffen im Beitrag Fragezeichen über'm Haupthaar aufplöppen: Abkürzungen & Begriffe

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Vorwort

Li-Ion-Akkus werden vielfach verwendet, weil sie eine recht hohe Energiedichte und Lebensdauer besitzen. Li-Ion Akkus sind von ihrer chemischen Zusammensetzung her sehr sichere Akkus, und werden milliardenfach in Laptops, Handys, und zahlreichen anderen Geräten verwendet. Unsicher kann es nur dann werden wenn Grundregeln missachtet werden.

In diesem Beitrag gehe ich auf alle elektronischen Geräte mit Li-Ion-Akkus ein, ob integrierter Akku oder wechselbarer Akku. Mit besonderem Schwerpunkt auf die Anwendung „E-Zigarette“, denn beim Dampfen gibt es die Besonderheit das Akkus um ein vielfaches höher belastet werden, und das häufig „nackte“ Industrie-Akkus verwenden werden, welche von sich aus weder einen mechanischen noch elektronischen Schutz mitbringen. Daher ist im Umgang mit ihnen auf ein paar Dinge zu achten, damit es keine Brandblasen oder Schlimmeres gibt.

Der Fehlerfall

Der Fehlerfall – das ist praktisch immer ein Anwendungsfehler durch unachtsamen Umgang mit dem Akku, oder durch Auswahl eines zu schwachen Akkus, der nicht sicher den Strom liefern kann der von ihm abgefordert wird.

Einer der häufigsten Anwenderfehler ist das Dampfer glauben sie könnten gefahrlos irgendwelche Akkus mit möglichst viel Kapazität (mAh) und wenig Belastbarkeit (A) verwenden, weil sie mit relativ wenig Watt dampfen, und die Schutzmechanismen der Akkuträger sie vor Unfällen schützen würden. Das ist leider nicht richtig. Ausführlich:

Das ein Akku bei sachgemäßer Nutzung von selbst einen Fehler produziert kann man ansonsten nur beobachten wenn der Akkuhersteller geschlampt hat. Beim prominenten Beispiel des Handy „Galaxy Note 7“ wurden zu dünne Separatoren im Akku verbaut. Zudem handelte es sich um einen Li-Po Akku, deren chemische Zusammensetzung wesentlich reaktionsfreudiger sind als Li-Ion (Li-Po brennen/explodieren leichter).

Ausgasen

Die Hersteller von Li-Ion Akkus entwickeln ihre Akkus so das sie selbst im Fehlerfall in der Regel nicht explodieren oder brennen. Zu 100% ausschließen kann man es aber nicht. Die Regel ist jedoch das ein Akku im Fehlerfall sehr heiß wird und ausgast.

„Ausgasen“, das bedeutet das der Akku im Bereich des Pluspols Gas ablässt, was gut ist, denn dadurch kann sich kein zu hoher Druck im Akku aufbauen, der dann zu einer Explosion des Akkus führen würde.

Ausgasen im Detail…

Die Gas-Entwicklung im Akku wird hevorgerufen wenn die räumliche Trennung der „Plus-Chemie“ von der „Minus-Chemie“ nicht mehr funktioniert. Diese Trennung wird durch den sogenannten „Separator“ (eine aufgerollte Folie) aufrecht erhalten. Bricht der Separator irgendwo durch, wird eine chemische Reaktion in Gang gesetzt. Je großflächiger der Seperator durchgebrochen ist, desto schneller und heftiger läuft die chemische Reaktion ab.

In der Regel geht das Ausgasen langsam vonstatten, so das man ein mehr oder minder lautes Zischen hört, oder auch gar nichts. Einatmen sollte man das Gas übrigens nicht – bitte lüften.

Auf keinen Fall sollte man einen ausgasenden Akku versuchen mit Wasser zu „löschen“ oder zu kühlen! Falls man ihn noch anfassen kann, auf eine feuerfeste Unterlage legen, Löschdecke oder Sand drauf, am besten draussen, und beobachten. Selbstredend darf man einen Akku der mal gezischt hat nicht mehr verwenden, das ist grob fahrlässig. Es gibt Separatoren die sich im Fehlerfall durch die Hitze selbst wieder verschließen, daher kann das Ausgasen sehr schnell wieder enden, bevor die chemische Reaktion komplett abgelaufen ist (gute Sache!). Der Akku ist natürlich trotzdem hinüber und gehört entsorgt!

Um mal die Energiemenge zu verdeutlichen: In einem 18650 stecken bummelig, je nach Model, um die 9 Wh an Energie. Das sind kontinuierlich 9 Watt für eine Stunde lang.

  • Eine Minute lang: 540 Watt, oder gut 5 Glühbirnen mit je 100 Watt für eine Minute – eine SO heiße Hose willst du nicht haben. 😉
  • Energiemenge für eine Sekunde: 32.400 Watt. Nein, diese Energiemenge wird der Akku auf keinen Fall auf Dich loslassen, dazu müsste er eine „ideale Reaktion“ hinbekommen, die er allein deshalb schon nicht schaffen könnte, weil er schon vorher auseinander fliegen würde.
    Es soll Dir nur verdeutlichen das nackte 18650 Akkus kein Spielzeug sind, und so lax wie Haushaltsbatterien verwendet werden können (obwohl diese bei Kurzschluss auch schon schön weh tun können).

Wenn man sich an die Regeln zum Umgang mit Li-Ion hält ist es extrem unwahrscheinlich das man jemals Zeuge eines ausgasenden Akkus wird!

Kurzschluss unbedingt vermeiden!

Bei 18650 & ähnlichen (wechselbaren) Akkus:

Bei einem Kurzschluss geht nicht nur der Akku kaputt, es kann auch zum ausgasen des Akkus kommen.

Sollte der Akku einen Kurzschluss gehabt haben kann es sein das der Akku danach scheinbar noch tadellos funktioniert. Dies ist trügerisch, denn der Separator innerhalb des Akkus ist höchstwahrscheinlich angegriffen worden und könnte jederzeit durchbrechen, mit der Möglichkeit das der Akku entgast. Daher musst Du solche Akkus entsorgen.

Ein Kurzschluss kann sich dadurch bemerkbar machen das der Akku plötzlich sehr heiß geworden ist.

Wie man Kurzschluss vermeidet, siehe unten bei Transport und Lagern.

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Beschädigte Akkus

Bei 18650 & ähnlichen (wechselbaren) Akkus:

Äußerlich beschädigte Akkus dürfen nicht mehr verwendet werden, Gefahr von Kurzschluss und/oder Entgasung! Selbst bei der kleinsten Delle muss der Akku entsorgt werden, da das empfindliche Innere dabei gequetscht wird. Akkus haben ein dünnes Blechgehäuse und keinerlei „Pufferzone“, da sie so klein wie möglich gebaut werden.

Falls nur der Schrumpfschlauch beschädigt ist, kann man ihn abpulen und einen neuen drauf machen. Vorsicht beim Entfernen des Schrumpfschlauches: Nicht im Bereich des Pluspols mit einem Metallgegenstand hantieren (Messer, Schere, etc) – das führt zu Kurzschluss, Funkenflug, und einem erschreckten Anwender.

Einen neuen Schrumpfschlauch kann man einfach überziehen und mit einem Fön / Feuerzeug ganz kurz erwärmen, dann zieht er sich stramm auf den Akku. Schrumpfschläuche für 18xxx Akkus gibt es hier in diversen Farben und Motiven: AM|EB|FT

Laden

Wo & wie Laden

Ob wechselbarer 18650 Akku, oder Geräte mit integriertem Akku:

Es gilt einen Wärmestau zu vermeiden. Eine glatte Unterlage gewährleistet die beste Wärmeabfuhr. Eine Unterlage aus Stoff (Tischdecke, Sofa, Bett, etc) wirkt isolierend, oder kann bei einem Ladegerät die Lüftungsschlitze blockieren.
Zusätzlich zur glatten Unterlage kann man auch einen Stift unter das Gerät legen – der verdeckt keine Schlitze, und die Luft kommt dann noch besser unter das Gerät.

Idealerweise sind keine brennbaren Gegenstände in der Nähe.

Lade möglichst unter Aufsicht. Verlasse nicht das Haus, oder gehe Schlafen während ein Akku lädt.

Maßgebend sind die Vorschriften des Herstellers (in der Anleitung zu finden).

Maximaler Ladestrom

Jeder Akku hat einen maximalen Ladestrom, welcher nicht überschritten werden darf.

Bei Geräten mit integrierten Akkus (Akkuträger FAQ) muss man sich keinen Kopf machen. Sie verfügen über eine interne Ladeelektronik, die dafür sorgt das der Akku beim Laden nicht zu viel Strom bekommen kann.

Bei wechselbaren Akkus musst Du darauf achten das Dein Ladegerät den maximalen Ladestrom des Akkus nicht überschreitet (viele Ladegeräte sind einstellbar).

Wärme – Lebensdauer & Sicherheit

Wärme ist immer schlecht für Akkus. Besonders beim Laden sind Akkus temperaturempfindlich. Während manche Akkus bis um die 80°C bei der Stromabgabe warm werden dürfen, sollten beim Laden ca. 40°C nicht überschritten werden.

Weniger Wärme bedeutet längere Lebensdauer, und mehr Sicherheit beim Laden. Gar keine Wärme ist am besten.

Bei Geräten mit integrierten Akkus kann man die Wärmeentwicklung beliebig stark reduzieren indem man den Ladestrom verringert: Schonend Laden: Smartphone, Dampfe & Co

Bei wechselbaren Akkus lässt sich bei einem guten Ladegerät der Ladestrom einstellen. Ich persönlich lade meist mit 0,5A Ladestrom, was die Ladezeit natürlich verlängert, aber auch Akku & Ladegerät kühl lässt.
Tipp: Lieber ein paar wechselbare Akkus mehr im Arsenal haben, und dafür immer schön gemütlich laden können… Es ist sicherer, und man muss weniger oft Akkus kaufen.

Akkus erst ganz entladen?

LiIon-Akkus haben keinen Memory-Effekt und können problemlos zu jeder Zeit nachgeladen werden. Es ist für die Lebensdauer sogar besser wenn man sie nicht ganz entlädt.

Ladezyklen

Viele Li-Ion Akkus haben ca. 300 Ladezyklen bevor sie verbraucht sind. Die Angabe der Zyklen bezieht sich auf einen vollständigen Lade-/Entladevorgang, also von „ganz leer“ bis „ganz voll“. Wenn man den Akku also bei 3,7 Volt wieder auflädt entspricht das nur ca. einem halben Zyklus.

Man kann die Akkus problemlos tausende male zwischenladen. Man braucht auch nicht ganz voll zu laden, alles kein Problem.
Eigentlich wäre es für die Lebensdauer sogar am besten man lädt den Akku immer nur bis ca. 3,9 Volt und entlädt ihn nur bis ca. 3,6 Volt, was aber natürlich wenig praxistauglich ist.
Daher: Lade wann immer Du möchtest.

Wenn Du der Lebensdauer des Akku noch was gutes tun möchtest, lass ihn ganz abkühlen, bevor Du ihn auflädst.

Ladeschlussspannung / Akku voll

Bei 18650 & ähnlichen (wechselbaren) Akkus:

Eine Li-Ion Ladegerät sollte den Akku bis zu einer Spannung von  4,20 Volt laden. Falls es jedoch „nur“ bis 4,15 Volt lädt ist das überhaupt nicht schlimm. Einerseits schont das den Akku ein klein wenig, und zwischen 4,15 und 4,20 Volt ist der Kapazitätsunterschied sehr gering – kann man vernachlässigen.

Manche Ladegeräte meinen es auch zu gut, und/oder messen zu ungenau. Allerspätestens bei 4,25 Volt sollte es nicht mehr laden. Will man selber überprüfen ob das Ladegerät dies einhält benötigt man ein Multimeter das die zweite Kommastelle korrekt messen kann: AM|EB|FT|GB
Die Spannung nach dem Laden hängt stark davon ab wann man sie misst, weil sich die Akku-Chemie wie ein „Gummiband“ verhält. Eine Sekunde nach Ladeende wird die Spannung noch ziemlich genau bei 4,20 Volt liegen. Eine Minute später kann sie schon auf 4,15 Volt fallen, eine Stunde später noch niedriger, und spätestens dann sollte sie stabil bleiben. Umso abgenutzter der Akku, desto ausgeprägter ist der „Gummiband-Effekt“ bei der Volt-Spannung.

Manche Ladegeräte schalten den Ladestrom nach Ladeende nicht vollständig ab. Dies führt dazu das der Akku überladen wird wenn er nach Ladeende nicht rechtzeitig entnommen wird. In meinen Ladegeräte-Tests prüfe ich ob das Gerät den Ladestrom richtig abschaltet.

Akku lädt sehr lang

Die Ladung dauert sehr viele Stunden, oder die Ladung hört gar nicht mehr auf?:

  • Wechselbare & integrierte Akkus:
    Wenn der Akku / das Gerät dabei sehr warm / heiß wird ist der Akku zu verbraucht & defekt. Ladung sofort stoppen, und den Akku / das Gerät entsorgen. 
     
  • Bei Geräten mit integriertem Akku:
    • Wenn eine Stromquelle weniger Strom als üblich liefert, dauert die Ladung länger. Das kann passieren wenn man versehentlich Netzteile vertauscht hat.
    • Wenn das Gerät eiskalt bleibt ist möglicherweise seine Ladeelektronik defekt.
    • Wenn das Netzteil eiskalt bleibt, dann ist es möglicherweise defekt.
      Allerdings bleiben moderne Netzteile auch dann kalt wenn sie keinen Strom liefern müssen – und das kann der Fall sein wenn die Ladeelektronik des Gerätes defekt ist und keinen Strom fordert…
    • Um zu prüfen was los ist kann man ein anderes Gerät an das Netzteil anschließen, oder ein anderes Netzteil ans Gerät.
      Dabei gilt: Das Netzteil muss immer mindestens soviel Strom (A / Ampere) liefern können wie das Gerät beim Laden fordert (das sollte in der Anleitung stehen).

Was ist „zu warm laden“ oder „zu lang laden“?

Das kann man nicht pauschal beantworten, weil die Ladezeiten je nach Kapazität und Ladestrom sehr unterschiedlich lang sind. Es ist daher von Vorteil wenn man das normale Ladeverhalten seiner Geräte kennt, und sich dieses womöglich sogar notiert hat: Akku: Alterung messen

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Entladen

Maximaler Entladestrom

Bei 18650 & ähnlichen (wechselbaren) Akkus:

Damit der Akku nicht ausgasen kann muss er immer unterhalb seines maximal möglichen Entladestroms betrieben werden.

Wenn Du elektronisch geregelte Akkuträger/Boxen (Akkuträger ABC) verwendest, musst Du den maximalen Strom kennen den der Akkuträger aus dem Akku ziehen kann (das steht in der Anleitung), und einen Akku auswählen der mindestens diesen Entladestrom dauerhaft verkraften kann. Der maximale Entladestrom des Akkus wird vom Hersteller angegeben, zumindest bei den wechselbaren Akkus (zB 18650/18350er etc).
Übersicht: Sichere Akkus für regelbare Akkuträger

Wen Du rein „mechanisch“ (also elektronisch ungeregelt) dampfen möchtest, musst Du wissen wieviel Strom die Wicklung aus dem Akku zieht, und darauf einen Akku auswählen der mindestens diesen Entladestrom dauerhaft verkraften kann!
Mechanisch Dampfen: Grundlagen
Formeln fürs Dampfen –> Akkuträger ungeregelt

Bei Geräten mit integriertem Akku:

Normalerweise sollte man heutzutage davon ausgehen können das der Hersteller sich darum gekümmert hat das der Akku nicht überlastet werden kann.

Bei No-Name, oder Clonen kann man sich möglicherweise nicht darauf verlassen.

Von älteren kleinen Kombi-Akkus (eGo / Spinner / Twist / etc) weiß ich das es welche gab die man überlasten konnte, wenn man Verdampfer unterhalb von 1,5 Ohm auf ihnen verwendet hat.

Minimale Entladeschlussspannung

Im Verlauf der Akku-Entladung sinkt seine Spannung (Volt) immer weiter. Ein Li-Ion Akku darf nicht zu stark entladen werden (Tiefentladung), weil er sonst beschädigt wird.

Bei Geräten mit integriertem Akku, und auch bei regelbaren Akkuträgern mit Wechsel-Akkus ist das kein Thema – sie schalten sich frühzeitig selbst ab, bevor der Akku komplett leer ist. Meist melden sie „Akku leer“ zwischen 2,8 – 3,3 Volt, was ausreichend Sicherheitspuffer für alle Akkus bietet.

Vermeide es einen Akkuträger leer zu dampfen, und dann Tage oder gar Wochen stehen zu lassen – der Akku könnte tiefentladen werden.

Wenn Du rein mechanisch (also elektronisch ungeregelt) dampfst, musst Du die Entladeschlussspannung Deines Akkus kennen, und auf jeden Fall darüber bleiben.

Transport

  • Niemals wechselbar Akkus ohne Schutzbox mitführen!
    Ein Kurzschluss passiert schneller als man glaubt – es reicht bereits ein Schlüsselbund in der Hosentasche und schon wird Dir der Akku ausgasen, und Dein Schlüsselbund punktschweißen (kein Witz), sowie Brandblasen oder schlimmeres hinterlassen…

    Wenn Du denkst das Dir das nicht passieren kann, wird sich eines Tages womöglich die Bild-Zeitung, oder ähnlicher Sensations-Pressemüll, an Dich wenden um ein Foto von Deinem Bein zu schießen… Akku-Schutzboxen aller Art: AM|EB|FT|GB

  • Akkus nicht starker Wärme aussetzen (zum Beispiel im Auto bei praller Sonne auf dem Armaturenbrett liegen lassen). Das bekommt der Lebensdauer überhaupt nicht. Es gilt das Gleiche wie für Handys und alle anderen Geräte mit Li-Ion Akkus – starke Wärme immer vermeiden.

Lagern

Die Li-Ion Akku-Chemie fühlt sich am wohlsten bei halb vollem Akku, dann altert sie am wenigsten. Ganz voller Akku, oder ganz leerer Akku, das sind die Zustände die die Akku-Chemie am wenigsten mag.

  • Niemals einen Akku / Gerät leeren und dann länger liegen lassen!
    Durch die Selbstentladung wird der Akku irgendwann unterhalb der Minimalspannung fallen und dadurch kaputt gehen, und dann kann es gefährlich werden (ausgasen), wenn man ihn wieder auflädt.
    Ist ein Akku nach der Lagerung leer sollte man ihn entsorgen und nicht versuchen aufzuladen, auch wenn manche Ladegeräte einen „Heilungs-Modus“ anbieten!
     
  • Wer Akkus für Monate nicht benutzen will lädt sie am besten bis ca. 3,7 Volt auf (das ist in etwa halb voll) und lagert sie dann trocken bei Zimmertemperatur in einer Schutzbox ein. Alle paar Monate sollte man dann die Spannung kontrollieren und ggf. etwas nachladen.
    Akkus bitte nicht im Kühlschrank lagern – dort ist es feucht!

Entsorgung

Akkus gehören nicht in den Hausmüll.  Sowohl wechselbare Akkus, als auch Geräte mit integrierten Akkus, kann man in jedem Supermarkt in die Batteriebox geben (große Geräte dann eher auf den Wertstoffhof).

Bitte klebe bei den nackten Li-Ion Akkus die blanken Kontakte mit Klebeband ab. Obwohl die Akkus „leer“ sind, enthalten sie noch Energie, die bei einem Kurzschluss frei wird.

Zusammenfassung

  • Kurzschluss unbedingt vermeiden! Bei Lagerung und Transport immer eine Schutzbox verwenden: AM|EB|FT|GB
  • Keine äußerlich beschädigten Akkus verwenden, auch nicht minimal beschädigt!
  • Wer Akkuträger mit wechselbaren Akkus benutzt muss den passenden Akku auswählen: Sichere Akkus für regelbare Akkuträger
  • Idealerweise die Alterung im Auge behalten: Akku Alterung messen
  • Alle Akkus, auch Kombi-Akkus und All In One Geräte bitte im Supermarkt in der Batteriebox entsorgen.
  • Li-Ion Akkus dürfen jederzeit ans Ladegerät, und sie dürfen auch jederzeit wieder entnommen werden.
  • Wer Kombi-Akkus oder All In One Geräte verwendet braucht sich keinen Kopf um Maximalstrom und Entladeschlussspannung machen.

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    • AM|EB|FT|GB   Ladegerät & Analyser 4-Akkus
    • AM|EB|FT|GB   Ladegerät & Analyser 1-Akku
    • AM|EB|FT|GB   Akku für alle Akkuträger
    • AM|EB|FT|GB   Akku für maximal 20A
    • AM|EB|FT|GB   Schrumpfschlauch
    • AM|EB|FT|GB   Transport
    • AM|EB|GB|FT   USB-Monitor Kapazität (mAh) und Akku-Alterung bei Geräten mit eingebautem Akku prüfen.
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Oskar

Hallo lieber Autor!
Informative, gute Seite….. 🙂
was mich immer wundert, dass hier Angaben im 10.tel Bereich gemacht werden, wer hat von den „Normalos“ ein passendes Messgerät mit so enger Toleranz, viele MM haben bei Niederspannung eine Toleranz von bis zu 3 % (+ -) , drum find ich die Zehntelangaben spannend.
Was eigentlich nirgendwo vorkommt bei den Ladengeschichten, warum verwendet keiner von euch einen TIMER vor dem Ladegrät? Wennndie Kapazität des Akkus bekannt ist und der Ladestrom, kann sich wohl jeder ausrechnen, wie lange die Ladezeit ist. Danach den Abwärtstimer ungefähr einstellen und der Gute schaltet das Ladegerät entsprechend ab. Bei mir funktioniert das seit Jahren, egal welcher Akku, ob eBike oder 18650…. bei mir ist noch kein Akku abgeraucht. UND, ich verwende auch eine Excelliste, wo die Li Ion Akkus listenmäßig geführt werden, mit Datum…. somit hatte ich bisher noch keinen Akku übersehen und diese gibt es in Mengen im Hause….. 🙂

A. G.

Hallo,
Habe mir gerade ein Starterset zugelegt. Aspire Odyssey Mini Kit (ohne Netzteil).
Zusätzlich die Pico 25. Dazu den 18650 Vtc5a Akku.
Kann ich über mein Netzteil von meinem Samsung Smartphone über Steckdose laden?
Danke im voraus.
LG
Anja

Dampf-Pfeife

also mein habitat hat auch nach dauerladeorgien bis dato keinen bleibenden schaden genommen. ich gebe zu, ich bin diesbezüglich eher „leo lässig“, was das rechtzeitige entfernen von akkus aus dem ladegerät oder auch dem akkuträger angeht. hat mich auch schon akkus gekostet, tiefentladung in der eleaf ikonn und somit ein fall für die gelbe… beides wohlgemerkt, die ikonn wegen ihrer zickigkeit und die vtc5 wegen des schrottfaktors…

Dilbert

Eine Aussage zur Genauigkeit einer Messung kann man erst dann machen, wenn man die Messtolerenz kennt. Weder der Ladegrrät- noch der Akkuträger-Hersteller gibt nach meiner Erfahrung dazu einen Hinweis. Bei Multimeter ist das üblich. (Wenn nicht, Finger weg.)

Ob das Lagegerät den Akku überläd ist eine andere Frage. Erster Hinweis ist die Wärmeentwicklung beim Laden.
Für mich ist „handwarm“ ok. Wenn man Spiegeleier auf dem Akku backen kann: Alarmstufe rot.

Dampf-Pfeife

also mein ladegerät zeigt auch immer niedrigere spannungen an als nachher der akkuträger. ist wahrscheinlich aber nichts bedrohliches, und das gefürchtete überladen bleibt auch aus, wie es scheint…

Lumpi

Hab mir grad ein neues ladegerät gekauft. Mein akkutrager zeigte mir 4,26 volt beim einlegen des akkus an(sony 18650 vtc5a). Ist mein akkuträger sehr ungenau oder überlädt mein aufladegerät. Kann es leider nicht selbst tesen.

Vinn

Hi, ich habe eine Frage zur Altersbestimmung:
Mein Ladegerät (Nitecore Intellicharger D2) kann mir die genaue Gesamtladung in mAh nicht anzeigen.
Die Anzeige gibt mir lediglich Ladestrom ( 500 ma) derzeitige Spannung, und die Ladedauer HH:MM an.
Darf ich dann beispielweise bei 500 ma und ladedauer von 4:30 Stunden davon ausgehen, das 2500 mAh im Akku aufgenommen worden sind?

bzw. pauschalisiert, da ich nur Akkus mit Herstellerangaben von 2500 mAh (Real bestimmt weniger) habe, mein Ladegerät aber weniger als 4 Stunden zum Laden benötigt, das die reif für die Tonne sind?

Wie schauts dann aus, wenn ich zwei Akkus habe, nach dem Voll-Laden der eine meint, er hätte 4,15 V, der andere 4,17 V kann ich die dann noch zusammen (Paralell) in eine Box packen?

Gruß

Vinn

Tony

Hallo Leute ich habe mir selbes eine Powerbakn gebastelt mit 18650er Akkus wenn ich damit mein Handy auflade werden manche Akkus Sehr warm so um die 50 – 70 Grad ist dass Normal ?

Ich verbinde verschiedene Akku Typen nacheinander in reiche und merke dabei dass manche Akku Typen beim Laden von meinem Handy Sehr warm werden

Die Entladung geht übrigens über einen Quick Charge 3.0 Chip also Schnelles Laden für dass Handy

Ich freue mich für eure Erfahrung und Wissen, bis gleich.

Jens

Hallo Morgennebel,

danke für Deine Antwort. Mach weiter so. Vor allem Deine Testberichte sind super !!!

Gruß
Jens

Jens

Hallo Morgennebel,

aber die Wismec hat doch eine Einzelüberwachung. Richtig? Also dürfte es da nicht passieren, dass ein Akku unter 3 Volt Leerlaufspannung kommt. Richtig? Und woran kann ich denn noch erkennen, dass ein Akku (oder Akkus) entsorgt werden müssen, wenn man kein Ladegerät hat, wo die Kapazität messen kann?

Gruß
Jens

Jens

Hallo Morgennebel,

ich habe mehrere Sony VTC5A Akkus, die ich für meine beiden Wismec RX200S benutze. Ich besitze zudem auch mehrere Sony VTC5A Akkus, die ich für meine Pico benutze. Wie erkenne ich denn jetzt genau, wann ein Akku entsorgt werden muss? Muss ich dafür unbedingt z.B, ein Opus BT C100 das die Kapazität (mAh) messen kann kaufen? Du schreibst: „Messe die Kapazität jedes neu gekauften Akkus und notiere den Wert.“ Das habe ich leider jetzt bei meinen vorhanden und bereits mehrfach benutzen Akkus nicht gemacht (weil ich ja bis jetzt kein Opus besitzte). Kann ich nicht einfach das Opus kaufen und von einem Neuzustand ausgehen der auf dem Akku steht (also Sony VTC5A hat 2600 mAh)?

Dann schreibst du noch, woran man noch erkennen kann, wann ein Akku entsorgt werden muss: „Ein Akku der mit unter 3 Volt aus dem Akkuträger kommt. Das was man da messen kann ist nur die Leerlaufspannung. Im Akkuträger, unter Last, ist die tatsächliche Spannung noch mal einiges geringer, man kann es nur raten wieviel sie tatsächlich unter Last beträgt.“ Kann denn ein Akku mit unter 3 Volt aus dem Akkuträger kommen? Die meisten geregelten Akkuträger, schalten doch bei einem Wert von ca. 3 Volt ab. Oder verstehe ich da was falsch?

Gruß
Jens

lilaRosa

Nochmal Hallöchen Morgennebel,
ich danke Dir für Deine schnelle Antwort und Tipp’s 🙂
Sende Dir viele Grüße
lilaRosa

lilaRosa

Hallöchen,
ich hätte auch eine Frage an Dich.
Ich möchte gerne über die TPR2 hinaus eine paar aktuelle EgoOne Mini (1100mAh), EgoOne Mega (2200mAh) und noch die EgoOne XL (ich glaube 2600 mAh) bunkern. Erstens ist die Bauart schön, kompakt und klein und zweitens natürlich weil diese geregelt sind. Vor ungeregelten AT’s habe ich zuviel Respekt und ich bin halt „nur“ eine Frau die es einfach habe will.
Wie lange sind den diese Akkus lagerfähig? Wie schnell entladen die sich, wenn man die einfach im kühlen Keller an einem trockenen Platz einlagert.
Oder muß man die evtl. nachladen und wenn ja, was meinst Du wie oft im Jahr? Schonmal lieben Dank an Dich im Voraus für Deine Antwort 🙂
Viele Grüße
lilaRosa

Moebius

Vielen Dank für deine Tipps. 😉 Wieder was gelernt.
In Bezug auf den Lebenszeitgewinn, gebe ich dir Recht, da wird wohl eher das Gewinde und die Elektronik kaputt gehen, bevor der Akku an Altersschwäche das Zeitliche segnet. 😉
Ich spiele auch schon eine Weile mit dem Gedanken, einen AT mit auswechselbaren Akkus zu kaufen. Das ist im Endeffekt effektiver, da man schnell mal wechseln kann und bei Bedarf kaputte ersetzen. Nur der Markt ist groß und jeder hat so seine Erfahrung und die entsprechende Meinung, da ist es nicht leicht eine gute Wahl zu treffen, zumal ja jeder so seine eigenen Bedürfnisse bzw Anforderungen an einen Akku und Gerät hat, aber das ist ein anderes Thema.
Nochmals vielen lieben Dank. 😉
Gruß C

Christian (Autor)

Wenn er’s nicht selbst anzeigt könnte man mit einem Multimeter messen. Es gibt auch kombinierte Ohm/Volt-Tester für 510er Anschluss. Aber wie ich schon schrieb, halte ich das für wenig praxistauglich. Es sollte nur die Theorie bei der Akku-Chemie verdeutlichen. 3,3 Volt Entladeschlussspannung ist immer noch konservativ genug. 3 Volt wäre auch noch ok. Manche Zellen dürfen sogar bis 2,5 Volt entladen werden.

Also ich würde mir da wirklich gar keinen Kopf machen, bei geregelten Akkuträgern/Kombi-Akkus. Ich denke der Lebenszeitgewinn ist so gering das es nicht lohnt sich damit zu befassen. Dazu kommt das man ja immer den VD abschrauben müsste, testen, wieder drauf schrauben usw… Da sind die Kosten wegen kaputter Gewinde wahrscheinlich höher als wenn man irgendwann mal 2 Wochen früher einen neuen Akku kaufen muss. 😉
Das ist ja das schöne an den „neuen“ Akkus. Man braucht den ganzen Voodoo von früher nicht mehr (Memory-Effekt) und kann den Ladevorgang starten/stoppen wann man will. Und wenn man soft lädt, sprich, das sich der Akku nicht stark erwärmt beim Laden, hat man wahrscheinlich mehr gegen schnelle Alterung getan als mit allem anderen. Ich habe für mein iPad ein popeliges 250 mA USB-Netzteil besorgt (mit bis zu 2 A dürfte das iPad laden). Mit 250 mA lädt es die ganze Nacht (da hab ich eh nix weiter vor 😉 ), es bleibt dabei eiskalt, und der Akku hält noch genauso lang wie vor einem Jahr (11-13 Stunden). Da ergibt es in meinen Augen auch wirklich Sinn, weil dort der Akkutausch tatsächlich was kostet und nicht mal eben gemacht ist.
Bei Dampfakkus lade ich einfach mit der niedrigsten Stufe die mir das Ladegerät bietet, in meinem Fall 500 mA, wobei die Akkus lauwarm werden, auch kein Problem. Außerdem kosten die Akkus auch nicht viel.

Hätte man nun zB einen iStick mit fest verbautem Akku, könnte man für den auch ein 250/500 mA Netzteil nehmen… Da wird die Alterung dann mehr durchs Dampfen/Entladen bestimmt, jedenfalls wenn man mit hohen Leistungen dampft.

Moebius

Prima … Ich danke dir.
In Bezug auf das „ab 3,7Volt“ laden, woher weiß ich, bei den geregelten Akkus, dass ich nun die 3,7Volt erreicht habe?

Moebius

Erst mal ein ganz großes/dickes Lob für die tolle Site. Sie hat mir schon oft geholfen und einiges gelehrt. 😉
Bezüglich der Akkus habe ich nun doch eine Frage. Diese Verhaltensregeln bei Li-Ion-Akkus sind mir bekannt, nur wie verhält es sich mit anderen Akkus bzw speziell für geregelte Akkus wie zB einen Istick? Da ja leider nicht bekannt ist (abgesehen von den Spekulationen)), welche Akkus genau drinnen sind, habe ich keine Ahnung, wie ich sie am Besten „handhaben“ soll. Irgend einen Tipp? (Natürlich ohne Gewähr)