Akku: Der richtige Umgang mit Li-Ion

akku-parallelLiIon Akkus sind eine feine Sache. Viel Kapazität, hohe Belastbarkeit, und kein Memory-Effekt, das sind die Hauptvorteile. Was man beim Dampfen im Umgang bezüglich Sicherheit & Lebensdauer beachten muss erkläre ich in diesem Beitrag – nicht nur für nackte Industriezellen, sondern auch für Kombi-Akkus und All In One Geräte.

 


Inhalt

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Akku-Chemie & Sicherheit

Wir verwenden zum Dampfen Li-Ion-Akkus. Dies sind prinzipiell erstmal sehr sichere Akkus und werden milliardenfach in Laptops, Handys, und zahlreichen anderen Geräten verwendet. Der Unterschied beim Dampfen ist das die Akkus hier um ein vielfaches höher belastet werden, und das häufig nackte Industrie-Akkus verwenden werden, welche von sich aus weder einen mechanischen noch elektronischen Schutz mitbringen. Daher ist im Umgang mit ihnen auf ein paar Dinge zu achten, damit es keine Brandblasen oder Schlimmeres gibt.

Der Fehlerfall

Der Fehlerfall, das ist praktisch immer ein Anwendungsfehler durch unachtsamen Umgang mit dem Akku, oder durch Auswahl eines zu schwachen Akkus, der nicht sicher den Strom liefern kann den der Akkuträger von ihm abfordert: Sichere Akkus für regelbare Akkuträger

Das ein Akku bei sachgemäßer Nutzung von selbst einen Fehler produziert kann man ansonsten nur beobachten wenn der Akkuhersteller geschlampt hat. Beim prominenten Beispiel des Handy „Galaxy Note 7“ wurden zu dünne Separatoren im Akku verbaut, zudem handelt es sich um einen Li-Po Akku, welche wesentlich reaktionsfreudiger sind als Li-Ion (Lipos brennen/explodieren leichter).

Die Hersteller von 18650 Li-Ion Akkus entwickeln ihre Akkus so das sie selbst im Fehlerfall in der Regel nicht explodieren oder brennen. Zu 100% ausschließen kann man es aber nicht. Die Regel ist jedoch das ein Akku im Fehlerfall sehr heiß wird und ausgast. „Ausgasen“, das bedeutet das der Akku im Bereich des Pluspols Gas ablässt, was gut ist, denn dadurch kann sich kein zu hoher Druck im Akku aufbauen, der dann zu einer Explosion führen würde.

Ausgasen im Detail…

Um mal die Energiemenge zu verdeutlichen: In einem 18650 stecken bummelig, je nach Model, um die 9 Wh an Energie. Das sind kontinuierlich 9 Watt für eine Stunde lang.

  • Eine Minute lang: 540 Watt, oder gut 5 Glühbirnen mit je 100 Watt für eine Minute – willst Du nicht in der Hose haben.
  • Energiemenge für eine Sekunde: 32.400 Watt. Nein, diese Energiemenge wird der Akku auf keinen Fall auf Dich loslassen, dazu müsste er eine „ideale Reaktion“ hinbekommen die er allein deshalb schon nicht schaffen könnte weil er schon vorher auseinander fliegen würde.
    Es soll Dir nur verdeutlich das nackte 18650 Akkus kein Spielzeug sind und so lax wie Haushaltsbatterien verwendet werden können (obwohl die bei Kurzschluss auch schon schön weh tun können).

Wenn man sich an die Regeln zum Umgang mit Li-Ion hält ist es extrem unwahrscheinlich das man jemals Zeuge eines ausgasenden Akkus wird!

Kurzschluss unbedingt vermeiden!

Bei einem Kurzschluss geht nicht nur der Akku kaputt, es kann auch zum ausgasen des Akkus kommen.

Sollte der Akku einen Kurzschluss gehabt haben kann es sein das der Akku danach scheinbar noch tadellos funktioniert. Dies ist trügerisch, denn der Separator innerhalb des Akkus ist höchstwahrscheinlich angegriffen worden und könnte jederzeit durchbrechen, mit der Möglichkeit das der Akku entgast. Daher musst Du solche Akkus entsorgen.

Ein Kurzschluss macht sich dadurch bemerkbar das der Akku plötzlich sehr heiß geworden ist.

Wie man Kurzschluss vermeidet, siehe unten bei Transport und Lagern.

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Beschädigte Akkus

Äußerlich beschädigte Akkus dürfen nicht mehr verwendet werden, Gefahr von Kurzschluss und/oder Entgasung! Selbst bei der kleinsten Delle muss der Akku entsorgt werden, da das empfindliche Innere dabei gequetscht wird.

Falls nur der Schrumpfschlauch beschädigt ist kann man ihn abpulen und einen neuen drauf machen. Vorsicht beim Entfernen des Schrumpfschlauches. Nicht im Bereich des Pluspols mit einem Metallgegenstand hantieren (Messer, Schere, etc) – Kurzschluss! Einen neuen Schrumpfschlauch kann man einfach überziehen und mit einem Fön / Feuerzeug ganz kurz erwärmen, dann zieht er sich stramm auf den Akku. Schrumpfschläuche für 18xxx Akkus gibt es hier in diversen Farben: AM | FT

Laden

  1. Man soll Akkus ganz entladen, dann erst wieder aufladen.“
    Unwahr. Das ist bei anderen Akku-Typen der Fall, wegen des Memory-Effekt. Das gibt es bei den LiIon-Akkus nicht mehr. LiIon Akkus können problemlos zu jeder Zeit nachgeladen werden. Es ist sogar besser wenn man sie nicht ganz entlädt.
     
  2. Der Akku hat aber nur 300 Ladezyklen! Je öfter ich den ans Ladegerät hänge desto eher ist er kaputt!“
    Unwahr. Die Anzahl der Zyklen bezieht sich auf einen vollständigen Lade-/Entladevorgang, also von „ganz leer“ bis „ganz voll“. Wenn man den Akku also immer bei 3,7 Volt nachlädt entspricht das nur ca. einem halben Zyklus. Man kann die Akkus problemlos tausende male zwischenladen. Man braucht auch nicht ganz voll zu laden, alles kein Problem.
    Eigentlich wäre es für die Lebensdauer sogar am besten man lädt den Akku immer nur bis ca. 3,9 Volt und entlädt ihn nur bis ca. 3,6 Volt, was aber natürlich wenig praxistauglich ist.
    Daher: Lade wann immer Du möchtest.
     
  3. Mein Ladegerät lädt meine Akkus nur bis ~4,15 Volt, statt bis 4,2 Volt. Das ist schlecht, der ist ja gar nicht richtig voll!“
    Die Spannung hängt stark davon ab WANN man sie misst, weil sich die Akku-Chemie wie ein „Gummiband“ verhält. Eine Sekunde nach Ladeende wird die Spannung noch ziemlich genau bei 4,17 – 4,23 liegen. Eine Minute später kann sie schon auf 4,20 – 4,15 Volt fallen, eine Stunde später noch niedriger, und spätestens dann sollte sie stabil bleiben. Umso älter der Akku, umso ausgeprägter ist der „Gummiband-Effekt“. Für die praktisch nutzbare Kapazität hat es keinerlei Bedeutung, da zwischen 4,1 und 4,2V nur ein paar kümmerlich wenige mAh liegen.
     
  4. Maximaler Ladestrom
    Jeder Akku hat einen maximalen Ladestrom, welcher nicht überschritten werden darf.

    Bei Kombi-Akkus (Akkuträger FAQ) und All In One Geräten muss man sich keinen Kopf machen. Sie verfügen über eine interne Ladeelektronik, die alles regelt – egal wieviel Ampere sie über den USB zur Verfügung gestellt bekommt.

    Bei wechselbaren Akkus (18650 usw) musst Du darauf achten das Dein Ladegerät den maximalen Ladestrom des Akkus nicht überschreitet (viele Ladegeräte sind einstellbar).
    Ich persönlich lade meist mit 0,5A Ladestrom, was die Ladezeit natürlich verlängert, aber auch die Lebensdauer der Akkus (weniger Wärmeentwickung). Und das Ladegerät wird dabei natürlich auch weniger warm.
    Lieber einen Akku mehr im Arsenal haben, und dafür immer schön gemütlich laden können…

    Siehe auch: Schonend Laden: Smartphone, Dampfe & Co

Entladen

Hier gibt es nur zwei Dinge auf die man achten muss:

  1. Maximaler Entladestrom
    Damit der Akku nicht ausgasen kann muss er immer unterhalb seines maximal möglichen Entladestroms betrieben werden.
     
    Wenn Du elektronisch geregelte Akkuträger/Boxen (Akkuträger ABC) verwendest, musst Du den maximalen Strom kennen den der Akkuträger aus dem Akku ziehen kann (das steht in der Anleitung), und einen Akku auswählen der mindestens diesen Entladestrom dauerhaft verkraften kann. Der maximale Entladestrom des Akkus wird vom Hersteller angegeben, zumindest bei den wechselbaren Akkus (zB 18650/18350er etc).
    Übersicht: Sichere Akkus für regelbare Akkuträger

    Wen Du rein „mechanisch“ (also elektronisch ungeregelt) dampfen möchtest, musst Du wissen wieviel Strom die Wicklung aus dem Akku zieht, und darauf einen Akku auswählen der mindestens diesen Entladestrom dauerhaft verkraften kann!
    Ungeregelt Dampfen: Grundlagen

    Kleine Kombi-Akkus (eGo / Spinner / Twist / etc) haben meistens keine Angaben zum maximalen Entladestrom. Sie liegen meist bei ~2,5 Ampere Belastbarkeit. Man sollte sie daher nicht mit Verdampfern unterhalb von 1,5 Ohm betreiben.
     

  2. Minimale Entladeschlussspannung
    Ein Akku darf nicht zu sehr entladen werden („Tiefentladung“). Bei den Kombi-Akkus / All In One, und regelbaren Akkuträgern/Boxen ist das kein Thema – die schalten sich von selbst ab wenn der Akku leer ist. Meist zwischen 2,8 – 3,3 Volt, was ausreichend Sicherheitspuffer für alle Akkus bietet.

    Wenn Du rein mechanisch (also elektronisch ungeregelt) dampfst, musst Du die Entladeschlussspannung Deines Akkus kennen, und auf jeden Fall darüber bleiben. Andernfalls kann der Akku zu tief entladen werden und damit beschädigt werden.

Transport

  • Niemals Dampf-Akkus ohne Schutzbox mitführen!! Ein Kurzschluss passiert schneller als man glaubt, da reicht schon ein Schlüsselbund in der Hosentasche und schon wird Dir der Akku ausgasen und Dein Schlüsselbund punktschweißen (kein Witz), und Brandblasen oder schlimmeres hinterlassen… Auch wenn Du glaubst das Dir das nicht passieren kann – einen schusseligen Moment haben wir alle mal. Akku-Schutzboxen aller Art gibt es zB hier: AM | FT | GB
  • Lasse die Akkus im Sommer nicht in praller Hitze liegen (Armaturenbrett im Auto zB). Das bekommt der Lebensdauer u.U. nicht. Es gilt das Gleiche wie für Handys und alle anderen Geräte mit Li-Ion Akkus…

Lagern

Die LiIon Akku-Chemie fühlt sich am wohlsten bei halb vollem Akku, dann altert sie am wenigsten. Ganz voller Akku, oder ganz leerer Akku, das sind die Zustände die die Akku-Chemie am wenigsten mag.

  • Niemals einen Akku leer dampfen und dann länger liegen lassen! Durch die Selbstentladung wird er irgendwann unterhalb der Minimalspannung fallen und dadurch kaputt gehen, und dann kann es gefährlich werden (ausgasen), wenn man ihn wieder auflädt.
     
  • Ist ein Akku nach der Lagerung leer sollte man ihn entsorgen und nicht wieder versuchen aufzuladen!
     
  • Wer Akkus für Monate nicht benutzen will lädt sie am besten bis ca. 3,7 Volt auf (siehe Akku-Chemie) und lagert sie dann trocken bei Zimmertemperatur in einer Schutzbox ein. Alle paar Monate sollte man dann die Spannung kontrollieren und ggf. etwas nachladen.
    Akkus bitte nicht im Kühlschrank lagern – dort ist es feucht!

Akku-Alterung ermitteln

Verlegt in eigenen Beitrag: Akku-Alterung messen

Entsorgung

Akkus gehören nicht in den Hausmüll.  Kombi-Akkus und die wechselbaren 18xxx LiIon-Akkus kann man in jedem Supermarkt in die Batteriebox geben. Bitte klebe bei den nackten Akkus die blanken Kontakte mit Klebeband ab. Obwohl die Akkus „leer“ sind, enthalten sie noch Energie, die bei einem Kurzschluss frei wird.

Zusammenfassung

  • Kurzschluss unbedingt vermeiden! Bei Lagerung und Transport immer eine Schutzbox verwenden: AM | FT | GB
  • Keine beschädigten Akkus verwenden!
  • Akkus dürfen jederzeit ans Ladegerät, und sie dürfen auch jederzeit wieder entnommen werden.
  • Wer Kombi-Akkus oder All In One Geräte verwendet braucht sich keinen Kopf um Maximalstrom und Entladeschlussspannung machen.
  • Wer Akkuträger mit wechselbaren Akkus benutzt muss den passenden Akku auswählen: Sichere Akkus für regelbare Akkuträger
  • Alle Akkus, auch Kombi-Akkus und All In One Geräte bitte im Supermarkt in der Batteriebox entsorgen.
  • Alterung im Auge behalten: Akku Alterung messen

Links & Kommentare

  • Akkus & Zubehör
    • Ladegerät & Analyser 4-Akkus  AM
    • Ladegerät & Analyser 1-Akku  FT | GB
    • Akku für alle Akkuträger  AM
    • Akku für maximal 20A  AM | FT | GB
    • Schrumpfschlauch  AM | FT
    • Transport  AM | FT | GB
    • USB-Monitor  AM | GB | FT
      Kapazität (mAh) und Akku-Alterung bei All-In-One Geräten prüfen.
    • Noch mehr gutes Dampfer Zubehör
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17 Antworten auf „Akku: Der richtige Umgang mit Li-Ion“

  1. Erst mal ein ganz großes/dickes Lob für die tolle Site. Sie hat mir schon oft geholfen und einiges gelehrt. 😉
    Bezüglich der Akkus habe ich nun doch eine Frage. Diese Verhaltensregeln bei Li-Ion-Akkus sind mir bekannt, nur wie verhält es sich mit anderen Akkus bzw speziell für geregelte Akkus wie zB einen Istick? Da ja leider nicht bekannt ist (abgesehen von den Spekulationen)), welche Akkus genau drinnen sind, habe ich keine Ahnung, wie ich sie am Besten „handhaben“ soll. Irgend einen Tipp? (Natürlich ohne Gewähr)

    1. Danke schön! 🙂

      Im iStick wäre die einzig andere Möglichkeit das dort Lipos verbaut sind (wie zB im Modellbau verwendet). Ich persönlich glaube nicht das es Lipos sind (die Daten und Anforderungen sprechen dagegen), weiß es aber auch nicht sicher.
      Lipos haben eine etwas höhere Energiedichte, damit vom Prinzip her etwas empfindlicher/risikoreicher, aber die Regeln sind genau die gleichen wie für Li-Ion, von daher müsste man nichts anders machen.

  2. Prima … Ich danke dir.
    In Bezug auf das „ab 3,7Volt“ laden, woher weiß ich, bei den geregelten Akkus, dass ich nun die 3,7Volt erreicht habe?

  3. Wenn er’s nicht selbst anzeigt könnte man mit einem Multimeter messen. Es gibt auch kombinierte Ohm/Volt-Tester für 510er Anschluss. Aber wie ich schon schrieb, halte ich das für wenig praxistauglich. Es sollte nur die Theorie bei der Akku-Chemie verdeutlichen. 3,3 Volt Entladeschlussspannung ist immer noch konservativ genug. 3 Volt wäre auch noch ok. Manche Zellen dürfen sogar bis 2,5 Volt entladen werden.

    Also ich würde mir da wirklich gar keinen Kopf machen, bei geregelten Akkuträgern/Kombi-Akkus. Ich denke der Lebenszeitgewinn ist so gering das es nicht lohnt sich damit zu befassen. Dazu kommt das man ja immer den VD abschrauben müsste, testen, wieder drauf schrauben usw… Da sind die Kosten wegen kaputter Gewinde wahrscheinlich höher als wenn man irgendwann mal 2 Wochen früher einen neuen Akku kaufen muss. 😉
    Das ist ja das schöne an den „neuen“ Akkus. Man braucht den ganzen Voodoo von früher nicht mehr (Memory-Effekt) und kann den Ladevorgang starten/stoppen wann man will. Und wenn man soft lädt, sprich, das sich der Akku nicht stark erwärmt beim Laden, hat man wahrscheinlich mehr gegen schnelle Alterung getan als mit allem anderen. Ich habe für mein iPad ein popeliges 250 mA USB-Netzteil besorgt (mit bis zu 2 A dürfte das iPad laden). Mit 250 mA lädt es die ganze Nacht (da hab ich eh nix weiter vor 😉 ), es bleibt dabei eiskalt, und der Akku hält noch genauso lang wie vor einem Jahr (11-13 Stunden). Da ergibt es in meinen Augen auch wirklich Sinn, weil dort der Akkutausch tatsächlich was kostet und nicht mal eben gemacht ist.
    Bei Dampfakkus lade ich einfach mit der niedrigsten Stufe die mir das Ladegerät bietet, in meinem Fall 500 mA, wobei die Akkus lauwarm werden, auch kein Problem. Außerdem kosten die Akkus auch nicht viel.

    Hätte man nun zB einen iStick mit fest verbautem Akku, könnte man für den auch ein 250/500 mA Netzteil nehmen… Da wird die Alterung dann mehr durchs Dampfen/Entladen bestimmt, jedenfalls wenn man mit hohen Leistungen dampft.

  4. Vielen Dank für deine Tipps. 😉 Wieder was gelernt.
    In Bezug auf den Lebenszeitgewinn, gebe ich dir Recht, da wird wohl eher das Gewinde und die Elektronik kaputt gehen, bevor der Akku an Altersschwäche das Zeitliche segnet. 😉
    Ich spiele auch schon eine Weile mit dem Gedanken, einen AT mit auswechselbaren Akkus zu kaufen. Das ist im Endeffekt effektiver, da man schnell mal wechseln kann und bei Bedarf kaputte ersetzen. Nur der Markt ist groß und jeder hat so seine Erfahrung und die entsprechende Meinung, da ist es nicht leicht eine gute Wahl zu treffen, zumal ja jeder so seine eigenen Bedürfnisse bzw Anforderungen an einen Akku und Gerät hat, aber das ist ein anderes Thema.
    Nochmals vielen lieben Dank. 😉
    Gruß C

  5. Hallöchen,
    ich hätte auch eine Frage an Dich.
    Ich möchte gerne über die TPR2 hinaus eine paar aktuelle EgoOne Mini (1100mAh), EgoOne Mega (2200mAh) und noch die EgoOne XL (ich glaube 2600 mAh) bunkern. Erstens ist die Bauart schön, kompakt und klein und zweitens natürlich weil diese geregelt sind. Vor ungeregelten AT’s habe ich zuviel Respekt und ich bin halt „nur“ eine Frau die es einfach habe will.
    Wie lange sind den diese Akkus lagerfähig? Wie schnell entladen die sich, wenn man die einfach im kühlen Keller an einem trockenen Platz einlagert.
    Oder muß man die evtl. nachladen und wenn ja, was meinst Du wie oft im Jahr? Schonmal lieben Dank an Dich im Voraus für Deine Antwort 🙂
    Viele Grüße
    lilaRosa

    1. Leider kann man das nicht wirklich beantworten, da es stark von der Qualität der verbauten Zellen abhängt. Ich habe hier LiPo Akkus die schon 2 Jahre rumliegen und immer noch brav ihre 3,8 Volt haben, mit denen sie auch eingelagert wurden. Andererseits habe ich kleine Kombiakkus die schon nach Wochen nachlassen. Welche Qualität wo eingebaut ist weiß man halt nicht.

      Ich würde dann eher einen Akkuträger nehmen bei dem Du die Akkus selbst wechseln kannst. Nee, falsch, ICH würde mir bei Akkuträgern GAR keinen Kopf wegen TPR2 machen. Da geht es um Tank-Größen und Nikotin-Mengen, nicht um Akkuträger.
      WENN überhaupt, dann würde ich das Eichhörnchen eher auf große Verdampfer loslassen (wenn da Bedarf besteht) und Nikotin-PG-Base im Garten verbuddeln. 😉 Ich persönlich halte nur letzteres für sinnvoll, da ich mir nicht vorstellen kann dass das Beschränken der Verdampfergröße vor Gericht Bestand haben kann. Davon abgesehen könnten die Hersteller so ein Limit sehr leicht technisch umgehen, legal. Da fallen mir gleich mehrere Möglichkeiten ein. 🙂

      Das mit der Nikotinmenge ist schon lächerlich genug. Denn wenn die Menge beschränkt wird dann dürften Zigaretten auch nicht mehr Stangenweise verkauft werden. Und Red Bull, sowie alle anderen koffeinhaltigen Getränke dürften dann auch nur noch in 10 ml Flaschen mit Sicherheitsverschluss und Altersnachweis verkauft werden. Und herrlich duftende Wasch- und Putzmittel in Literflaschen!?!?!? MORD!! Denkt doch mal einer an die Kiiiiiinder!!!

      Aaalso, ICH würde auf der Hardware-Seite nichts bunkern. Da ärgert man sich nur wenn man in einem Jahr völlig veralteten Kram in rauhen Mengen rumliegen hat, wo es dann doch superduper-Dampfen und bessere Akkuträger zum Spottpreis gibt.

  6. Hallo Morgennebel,

    ich habe mehrere Sony VTC5A Akkus, die ich für meine beiden Wismec RX200S benutze. Ich besitze zudem auch mehrere Sony VTC5A Akkus, die ich für meine Pico benutze. Wie erkenne ich denn jetzt genau, wann ein Akku entsorgt werden muss? Muss ich dafür unbedingt z.B, ein Opus BT C100 das die Kapazität (mAh) messen kann kaufen? Du schreibst: „Messe die Kapazität jedes neu gekauften Akkus und notiere den Wert.“ Das habe ich leider jetzt bei meinen vorhanden und bereits mehrfach benutzen Akkus nicht gemacht (weil ich ja bis jetzt kein Opus besitzte). Kann ich nicht einfach das Opus kaufen und von einem Neuzustand ausgehen der auf dem Akku steht (also Sony VTC5A hat 2600 mAh)?

    Dann schreibst du noch, woran man noch erkennen kann, wann ein Akku entsorgt werden muss: „Ein Akku der mit unter 3 Volt aus dem Akkuträger kommt. Das was man da messen kann ist nur die Leerlaufspannung. Im Akkuträger, unter Last, ist die tatsächliche Spannung noch mal einiges geringer, man kann es nur raten wieviel sie tatsächlich unter Last beträgt.“ Kann denn ein Akku mit unter 3 Volt aus dem Akkuträger kommen? Die meisten geregelten Akkuträger, schalten doch bei einem Wert von ca. 3 Volt ab. Oder verstehe ich da was falsch?

    Gruß
    Jens

    1. Ob man von der Akku-Hersteller-mAh Angabe ausgehen kann hängt davon ab ob das Ladegerät so misst das dieser Wert übereinstimmt. Der große Bruder, Opus BT-C3100 (4-Schacht Gerät) misst meiner Meinung nach etwas zuviel mAh. Das LiitoKala Lii-500 scheint mir da realisitischer zu sein (Vergleichs-Test). Wie sich das kleine Opus BT-C100 verhält werde ich testen wenn mal Zeit dafür ist.
      Aber ja, die Messwerte die ich bei den Ladegeräten gesehen habe sind schon recht nah an der offiziellen Angabe, so dass es ok ist die Hersteller-mAh zu nehmen, wenn man das Messen im Neuzustand nicht machen konnte, oder vergessen hat. Ist halt etwas ungenauer. Im Falle des Opus BT-C3100 würde ich dann 100 mAh vom Messwert abziehen.
      Edit 12. Dezember: Ich habe den Abschnitt „Akku-Alterung“ überarbeitet.

      Deine zweite Frage bezieht sich auf den Text des Beitrages Akku: Parallel / Seriell / Heiraten, also die Verwendung von mehreren Akkus gleichzeitig, was eine spezielle Sachlage ist. Bei mehreren Akkus geht es um den Drift, die unterschiedliche Alterung von einzelnen Akkus innerhalb eines Akku-Verbundes. Wenn im Akku-Verbund einer der Akkus mit unter 3V Leerlaufspannung aus dem Akkuträger kommt, dann sollte die Akku-Heirat beendet werden, weil man schon ziemlich sicher davon ausgehen kann das dessen Spannung unter Last weniger als 2,5V betrug.
      Und nein, das sollte bei einem geregelten Akkuträger (hoffentlich) gar nicht passieren können, weil (hoffentlich) die Spannung jedes einzelnen Akkus im Verbund separat überwacht wird. Es ist aber denkbar das auch ein geregelter Akkuträger keine Einzelüberwachung besitzt. Mechanische Akkuträgern die mehrere Akkus verwenden (Noisy Cricket zB) haben grundsätzlich keine.

      Fazit: Es ist unwahrscheinlich das man bei geregelten Akkuträgern einen Akku mit unter 3V zu Gesicht bekommt. Falls doch, ist Stirnrunzeln angesagt. Bei mechanischen Akkuträgern ist es ohne weiteres möglich den/die Akku(s) zu tief zu entladen, dort muss man Erfahrung haben, wann es Zeit zum Nachladen ist.

  7. Hallo Morgennebel,

    aber die Wismec hat doch eine Einzelüberwachung. Richtig? Also dürfte es da nicht passieren, dass ein Akku unter 3 Volt Leerlaufspannung kommt. Richtig? Und woran kann ich denn noch erkennen, dass ein Akku (oder Akkus) entsorgt werden müssen, wenn man kein Ladegerät hat, wo die Kapazität messen kann?

    Gruß
    Jens

    1. Bestenfalls wird man es irgendwann merken, weil der Akku schneller leer ist. In einem mechanischen Akkuträger bemerkt man auch das der Akku nicht mehr soviel „Druck“ hat (der Voltdrop ist höher, und somit der Dampf geringer), wenn man ein bisschen Feingefühl hat. Ein geregelter Akkuträger kompensiert das aber, da merkt man es nur an der kürzeren Akkulaufzeit. Das wäre aber ein ziemliches Herumgeschätze.

      Da das Ganze ein schleichender Prozess ist würde ich mich nicht aufs Gefühl verlassen. Theoretisch könnte man sich merken das man mit Setup XY soundsoviel Tankfüllungen mit einer Akkuladung eines bestimmten Akkutyps erreicht. Wenn man dann aber auf einen anderen Verdampfer umsteigt, oder eine andere Wicklungsart benutzt, dann sind diese Werte natürlich auch gleich wieder Makulatur. Und auch das wäre eher eine Schätz-Angelegenheit, es sei denn man misst es per Spritze nach, wieviel Milliliter dem Neuzustand entsprachen, und vergleicht das dann mit dem Jetzt-Zustand, und rechnet die Milliliter entsprechend prozentual um. ATV Messmethode Wirkungsgrad/Akkulaufzeit
      Ich denke da ist ein Ladegerät mit mAh-Messung für den Normalanwender ein ganz klein bisschen komfortabler. 😉

      Ja, die RXen haben Einzelüberwachung, steht auch in den Testberichten. 😉

  8. Hallo Leute ich habe mir selbes eine Powerbakn gebastelt mit 18650er Akkus wenn ich damit mein Handy auflade werden manche Akkus Sehr warm so um die 50 – 70 Grad ist dass Normal ?

    Ich verbinde verschiedene Akku Typen nacheinander in reiche und merke dabei dass manche Akku Typen beim Laden von meinem Handy Sehr warm werden

    Die Entladung geht übrigens über einen Quick Charge 3.0 Chip also Schnelles Laden für dass Handy

    Ich freue mich für eure Erfahrung und Wissen, bis gleich.

  9. Hi, ich habe eine Frage zur Altersbestimmung:
    Mein Ladegerät (Nitecore Intellicharger D2) kann mir die genaue Gesamtladung in mAh nicht anzeigen.
    Die Anzeige gibt mir lediglich Ladestrom ( 500 ma) derzeitige Spannung, und die Ladedauer HH:MM an.
    Darf ich dann beispielweise bei 500 ma und ladedauer von 4:30 Stunden davon ausgehen, das 2500 mAh im Akku aufgenommen worden sind?

    bzw. pauschalisiert, da ich nur Akkus mit Herstellerangaben von 2500 mAh (Real bestimmt weniger) habe, mein Ladegerät aber weniger als 4 Stunden zum Laden benötigt, das die reif für die Tonne sind?

    Wie schauts dann aus, wenn ich zwei Akkus habe, nach dem Voll-Laden der eine meint, er hätte 4,15 V, der andere 4,17 V kann ich die dann noch zusammen (Paralell) in eine Box packen?

    Gruß

    Vinn

    1. Hi Vinn, die Rechnung mit mA*Zeit funktioniert nicht weil der Ladestrom nicht konstant ist. Gegen Ende wird der immer weiter reduziert. Wie genau hängt vom Ladegerät ab, und vom Zustand der Akku-Chemie.
      Eine Verschleißbestimmung bekommst Du mit der Methode nicht hin. Zusätzlich wird das Ladegerät nicht mit genau 500 mA laden. Es könnten 400, 505, oder 600 sein. Ein weiterer Faktor mit unbekannter Abweichung…

      Der Unterschied 4,15 / 4,17 ist wahrscheinlich vernachlässigbar und womöglich nur unterschiedlichen Messzeitpunkten geschuldet. Du musst die Akkus möglichst in gleichem Zeitabstand nach Ladeschluss messen, weil die Spannung meist wieder etwas absackt (oder warte ca. eine Stunde, dann sollten sie auch gleich sein). Hängt einerseits vom Ladegerät ab (je softer es den Akku gegen Ende lädt desto stabiler wird die Akkuspannung nach Ladeende bleiben) und andererseits vom Zustand der Akku-Chemie. Je ausgelutschter, desto stärker kann die Spannung wieder fallen. Kann.
      Im Bereich 4,15 ist ein ganz normaler Wert, und diese Spannung zu messen taugt auch nicht für die Bestimmung des Verschleiß.

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