Drahtsorten-Überblick: TCR, Ohm, Trägheit, AWG / GA

Wickeln: Unterschiede der DrahtsortenEine Übersicht und Erklärung der gebräuchlichsten Drähte die beim Dampfen verwendet werden.

  • Welcher Draht ist wofür geeignet?
  • Was ist TCR, und wie muss ich ihn im Akkuträger einstellen?
  • Wie träge sind unterschiedliche Drahtmaterialen?
  • Was ist AWG / GA / Gauge?


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Inhalt

Vorwort

Ich habe hier diverse Drahtsorten und ihre Eigenschaften in einer tabellarischen Übersicht zusammengefasst und gebe noch etwas extra-Senf zu den Drähten.

Zum „TCR“-Wert ein Wort vorweg: Der Wert beschreibt die Änderung des elektrischen Widerstands (Ohm) den ein Material unter Einfluss von Wärme hat.
Hm, vielleicht mal auf Deutsch: Steigt die Temperatur des Drahtes, so steigt auch sein elektrischer Widerstand. Wie stark er steigt, das drückt der TCR-Wert aus (die Formel dafür habe ich unten verlinkt).

Ein Akkuträger im TC-Modus errechnet aus dem gemessenen Anstieg des Widerstands die Temperatur des Drahtes, und passt die Ausgangsleistung kontinuierlich so an das die eingestellte Temperatur möglichst genau beibehalten wird.

Damit nun die errechnete Temperatur im Display eines Akkuträgers einigermaßen stimmt muss der Akkuträger den TCR-Wert des Drahtmaterials kennen. Die reale Temperatur wird dennoch mehr oder minder von der im Display angezeigten Temperatur abweichen, zB weil die Software im Akkuträger nicht ganz korrekt arbeitet, oder der Draht nicht genau seiner Spezifikation entspricht. Das ist aber auch nicht schlimm, denn letztendlich geht es nicht darum einen 100%ig korrekten TCR-Wert zu haben (oder gar eine Kurve), sondern nur darum das es vernünftig dampft. Und ob dabei nun 180 oder 260°C im Display des Akkuträgers stehen, oder Dein TCR-Wert von dem „offiziellen“ Wert abweicht, dass ist letztlich nicht wichtig. Mach‘ Dir nicht zuviel Kopf darum… Verstehe die TCR-Werte als Startpunkt, und ändere ihn ggf. so das die Temperatur im Akkuträger etwas halbwegs realistisches anzeigt. Die Hauptsache jedoch ist das der Dampf für Dich passt, Zahlen sind zweitrangig. Wie Du den sweet spot findest: E-Zigarette richtig einstellen (Watt / Temperatur)

Solltest Du eine instabile Temperaturkontrolle haben, und im TC-Mode auf keinen grünen Zweig kommen, dann schau gern hier mal: TC Dampfen: Probleme, Ursachen & Lösungen

Übersicht: Material, TCR, HC

Klick… Legende & Erklärungen zu den Werten

Ich vergleiche nun verschiedene Materialien. Der Beispieldraht hat dabei immer 0,255 mm Durchmesser und 68,13 mm Länge:

Ω kalt: Der Widerstand den der Draht bei Raumtemperatur hat.
Ω warm: Der Widerstand den der Draht bei 240°C haben wird (das entspricht in etwa der Betriebstemperatur).
Ω Differenz, des Widerstands von kaltem zu warmen Draht.
Je höher die Differenz, desto leichter / genauer kann der Akkuträger die Temperatur führen – er hat einen größeren Messbereich zur Verfügung.
Je höher die Differenz, umso geringer sind die Fehler die durch Übergangswiderstände verursacht werden (weil sie prozentual kleiner werden).
TCR, obere Zahl, Quelle: Steam Engine.
TCR, untere Zahl: gerundet auf 5 Stellen (ist im Dampferbereich üblich).
HC: Heat capacity (Wärmespeicherkapazität / Trägheit)
Umso niedriger der Wert, desto weniger Leistung braucht die Wicklung um schnell warm zu werden. Sie kühlt dann auch schneller wieder ab (weniger „Nachkochen“).
TC-Score: „Gutmütigkeit“ im TC-Modus.
Titan hat die beste Fehlertoleranz gegenüber Übergangswiderständen, bekommt „100 Punkte“ und die anderen entsprechend weniger.

Drahtsorte Ω kalt
Ω Differenz
Ω warm
TCR HC TC
Score
Kanthal A1
AM|EB|FT|GB 

1,934
+0
1,934

0,000002
0,00000
11,36 0
Kanthal A/AE/AF 1,845
+0,020
1,865
0,000054
0,00005
11,51 4
Kanthal D 1,801
+0,020
1,821
0,000054
0,00005
11,73 4
NiChrom N80 1,454
+0,035
1,489
0,000112
0,00011
12,92 7
Titan Grade 1
AM|EB|FT|GB
0,627
+0,505
1,132
0,003660
0,00366
8,06 100
Zirconium
AM
? 0,00300 ? 87
SS 904 ? 0,00138
Hinweis
? ?
SS 304 0,951
+0,213
1.164
0,001016
0,00102
13,92 42
SS 316 1,029
+0,199
1.228
0,000880
0,00088
13,92 39
SS 316L
AM|EB|FT|GB
1,001
+0,194
1,195

0,000879
0,00088

13,92 38
Nickel Ni200 0,128
+0,169
0,297

0,006000
0,00600

14,11 33

Zum SS904 TCR gibt es noch keine offiziellen Daten. Ich habe den TCR anhand der Crown 4 IV Verdampferköpfe im Crown 4 Mod ermittelt, der einen nativen 904-Modus hat. Wenn ich dort 138 einstelle, entspricht das dem 904 Modus, und beides dampft bei „220°C“ gleich stark.

Zirconium vs Titan, TC-Präzision…

Zirconium-Draht kann ich nicht nahtlos in die Tabelle einfügen, weil dazu plausible Daten in SteamEngine fehlen. Für meinen 0,35er Zirconium-Draht habe ich einen TCR von ~300 ermittelt und kann ihn auf dieser Basis mit 0,35er Titan vergleichen:

Titan: 0,500 Kaltwiderstand, TCR 0,00366
0.5+0.5*0.00366*(240-20) = 0.903 Warmwiderstand
= 0.403 Differenz

Zirconium: 0.532 Kaltwiderstand, TCR 0,00300
0.532+0.532*0.00300*(240-20) = 0.883 Warmwiderstand
= 0.351 Differenz

Somit bleibt Titan Spitzenreiter was die Fehlertoleranz im TC-Mode betrifft. Aber Zirconium ist nicht weit weg davon, nur 13% weniger als Titan.
Noch mal: Sämtliche Werte hier kannst Du mit nichts in der Tabelle vergleichen, weil Drahtdurchmesser & Länge ganz anders sind.
Die einzige Aussage lautet das Zirconium fast die gleiche TC-Fehlertoleranz wie Titan erreicht. Und die 13% gelten für alle Drahtdurchmesser.
Ok ok, ich habe in der Tabelle eine „Score“-Spalte zur leichteren „TC-Vergleichbarkeit“ der Drähte hinzugefügt…

So, heute mal nicht zum shoppen nach New York.
Unterstütze lieber diese Themen:
Akkuträger-Tests  Verdampfer-Tests.

TCR-Wert im Akkuträger eingeben

In Akkuträgern werden oft keine Kommazahlen, sondern eine dreistellige Ganzzahl eingegeben. Diese Ganzzahl bildet sich aus den letzten drei Stellen der fünfstelligen Kommazahl (in der Tabelle habe ich es orange markiert). Beispielweise gibt man in einem Akkuträger von Joyetech / Eleaf / Wismec „102“ für Edelstahl vom Typ V2A / SS304 ein (TCR: 0,00102).

Anmerkungen zu den Materialen

Kanthal und NiChrom sind fürs Dampfen mit Temperaturkontrolle (TC) ungeeignet, weil sie einen extrem niedrigen TCR-Wert haben. Sie sind bewährte stabile & langlebige Drähte für den Watt- oder Volt-Modus.

Titan kann im TC- oder Watt-Modus verwendet werden. Er vereint schnelles Heizen/Abkühlen (niedriger HC), mit einem brauchbaren Widerstand (nicht zu niedrig), und einem hohen TCR. Für eine TC-Regelung ist er einfach zu steuern, und hat von allen TC-Drähten die beste Fehlertoleranz gegenüber Übergangswiderständen.
Titan ist ebenfalls gut fürs mechanische Dampfen geeignet, weil man einen Preheat für lau bekommt. Den bekommt man ebenso bei geregelten Akkuträgern, sofern sie die Watt-Leistung nicht dynamisch an den Widerstand anpassen.
Titan ist vergleichsweise störrisch zu wickeln (immer schön unter Zug halten bitte), und sollte vorher entweder mit Alkohol (Isopropanol) gereinigt werden, oder mit schwacher Leistung ausgeglüht werden (nur dunkelrot). Korrekt geglüht, hat Titan eine silber/blau/grün/goldene Farbe. Hat die Wicklung nach dem Glühen eine weißliche Schicht, so hat sich aufgrund zu hoher Glühtemperatur Titandioxid auf der Oberfläche gebildet, welches inhalativ aufgenommen möglicherweise gesundheitsgefährdend ist. Laut Wikepedia in „sehr hohen Konzentrationen“, was immer das genau bedeutet. Zur Sicherheit lieber neu wickeln, und schwächer glühen…

Edelstahl kann im TC- oder Watt-Modus verwendet werden. Er hat deutlich schlechtere TC-Werte als Titan, ist aber sehr gefällig zu wickeln, weil er relativ weich und geschmeidig ist (auch weicher als Kanthal oder NiChrom). Dies kann Anfängern entgegenkommen.

Nickel hat zwar den mit Abstand höchsten TCR – eigentlich super für Temperaturkontrolle – doch er nützt ihm in der Praxis nicht so viel wie man meinen könnte, weil der Grundwiderstand sehr niedrig ist. Dadurch kommt der hohe TCR gar nicht richtig zum Tragen (dazu gleich mehr).
Nickeldraht ist zudem sehr weich, wodurch man quasi gezwungen ist dickere Drähte zu verwenden, womit man dann noch weniger Widerstand (Ohm) erhält. Zudem bekommt man dann auch mehr Drahtmasse, was einen hohen HC (Trägheit) zur Folge hat. Zudem ist Nickel sowieso schon der trägste Draht von allen (höchster HC im direkten Vergleich).

Unterschiede im TC-Betrieb, weniger technisch erklärt

Was ist besser?:

  1. Ein Grundgehalt von 627 Euro + 505 Euro Bonus.
  2. Ein Grundgehalt von 128 Euro + 169 Euro Bonus.

Ersteres wäre Titan im TC-Betrieb, das zweite Nickel. Dort ist der Bonus zwar höher als das Grundgehalt, aber das nützt ja nix wenn die Beträge so kümmerlich sind. 😉
Je höher der „Bonus“ desto leichter kann der Akkuträger die Temperatur korrekt regeln. Die TC-Steuerung ist dann auch unempfindlicher gegenüber Übergangswiderständen (schlechte / dreckige elektrische Kontakte).

Die Edelstahl-Sorten sind auch noch mal interessant zu betrachten:

  1. Ein Grundgehalt von 951 Euro + 213 Euro Bonus.
  2. Ein Grundgehalt von 1029 Euro + 199 Euro Bonus.

Ersteres ist V2A (SS304), das zweite V4A (SS316). Wie man sieht nützt dem V2A sein etwas höherer TCR nicht so wirklich etwas, weil sein Grundwiderstand etwas niedriger als bei V4A ist. Und weil der „Bonus“ aus dem „Grundgehalt“ und dem TCR multipliziert wird, ist die Bonussumme annähernd gleich.

Fazit: Für eine möglichst stabile und genaue Temperaturregelung ist ein hoher TCR-Wert allein bedeutungslos. Nur die reale Widerstandserhöhung des Drahtes von 20 zu 240°C zählt wirklich (der „Bonus“), und diese Widerstandserhöhung ist eben ein Produkt aus Ωkalt * TCR (genaue Formel unten verlinkt).

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Übersicht: AWG = mm & Einsatzzweck

Leider verwenden die Amis immer noch eine komplett bekloppte Maßeinheit aus dem Jahr 1857 um den Drahtdurchmesser zu beschreiben (Details kann man sich auf Wikipedia antun). Diese Einheit und Größen laufen einem oft in außereuropäischen Shops über den Weg, und leider auch immer öfter in deutschsprachigen Foren.

Wer „AWG“, „GA“ oder „Gauge“ hier in den Blog-Kommentaren verwendet wird mit 30 Stockhieben bestraft, und muss 300x an die Tafel schreiben: „Ich werde nicht mehr jeden Unsinn nachplappern!“. 😉

Hier eine verkürzte Übersetzung, mit den beim Dampfen möglichen Drahtdurchmessern:

AWG / GA / Gauge = Millimeter Ca. üblich / vorteilhaft für…
18 1,024  
20 0,812  
22 0,644  
24 0,511  
26 0,405  
28 0,321 DTL Wicklung
30 0,255 MTL Wicklung
32 0,202 Seele für Fused Clapton
34 0,160 Twisted Coil
36 0,127  
38 0,101  
40 0,080  
42 0,063 Manteldraht für Clapton
44 0,050  

 

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23 Antworten auf „Drahtsorten-Überblick: TCR, Ohm, Trägheit, AWG / GA“

  1. Mal wieder ein sehr gelunger Beitrag!
    Habe nur zwei Fragen, wie stehst du zu Nickelchrom, und vor allem seiner Trägheit. Bisher dachte ich immer (dank Steamengine), dass Kanthal der schnellere sei. Im Praxistest mit zwei möglichst identischen Coils auf dem selben Akkuträger und gemessener Spannung (damit auch wirklich die selbe Leistung raus kommt) waren beide etwa gleichschnell, bzw der NiCr vllt einen Ticken schneller. Habe den Test überhaupt gemacht, weil im Moment Nickelchrom in aller Munde ist, da er der schnellste Draht sein soll (Titan mal außen vor). Habe nun auch zwei Datenblätter gefunden:
    http://www.restrade.ch/assets/Dokumente/Kanthal/Datenblatt-A1-Draht.pdf
    http://www.restrade.ch/assets/Dokumente/Kanthal/Nikrothal-80.pdf
    Bei denen die spez. Wärmekapazität von Kanthal beim erhitzen über den Wert von NiCr steigt.
    Ist nun der Wert bei Steamengine falsch, oder habe ich etwas übersehen?
    Frage 2, wie stehst du zu Zirkonium Draht? Hat ja in etwa dieselben Eigenschaften wie Titan, ist aber noch etwas schneller, und soll keine gesundheitsgefährdenden Stoffe beim Ausglühen bilden (sämtliche Oxide sind ungiftig und wenig reaktiv), trotzdem sollte er natürlich nur schwach ausgeglüht werden, da er auch schnell durchglüht.
    Danke für deinen tollen Blog, ich bin gespannt wie deine Ansichten dazu sind. 🙂

    1. Interessante Datenblätter! Das sich die Wärmekapazität unter Wärme verändert wußte ich auch noch nicht. Ich hatte schon mal die fixe Idee die Aufheizgeschwindigkeit mit dem Oszilloskop zu messen, aber verworfen, weil ich zweifle das man es per Sensor genau genug hinbekäme, und man wirklich identisch dicke Vergleichsdrähte haben müsste (die Maße von Drähten stimmen meist nicht ganz genau). Ist außerdem nur für Freaks (also Dich und mich) 😉 interessant. Die Unterschiede, wie Du schon selbst getestet hast, sind bei Kanthal / NiChrom in der Praxis marginal. Spürbar hingegen bei Titan.
      Zirkonium hat mein Langstreckenradar auf dem Schirm, aber ich habe momentan keine Zeit mich damit zu befassen. Diesen Artikel habe ich nur deshalb veröffentlichen können weil es einer von vielen 80-90%-fertig Artikeln war. Im März hoffentlich wieder mehr Zeit, aber dann stehen erstmal Testberichte an die auch schon länger halbfertig auf ihre Vollendung warten… *jammer* 😉

  2. also mit zirkoniumdraht kann ich demnächst weiterhelfen, habe mir spasseshalber mal 10 meter 0,4er bestellt. aus meinen ss- und ti-fäden werde ich mir eine gepflegte garotte basteln und mich damit im zweifelsfall selbst entleiben, bevor der gevatter mit dem stundenglas vor der türe steht… spannend wird wohl nur die frage, ob man mit den zr-drähten auch tc-dampfen kann. habe da schon die abenteuerlichsten berichte gelesen, also tcr-koeffizienten-streuung von 400plus/minus x %… naja, lass dich überraschen…
    wolfram scheint auch eine wicklungsdraht-alternative zu sein, aber wohl sowas von niederohmig. oder ich investiere meine altersvorsorge in au-drähte und wickel die in meinen tank, dann hab ich auch immer bares dabei…

    1. Ja ich hab zirkonium als 0,3er hier, es nervt mich nur dass man ihn nicht richtig ausglühen kann (weil ich eig nur Claptons dampfe und ich den Mantel Draht nicht mit Isopropanol abwischen kann), er stark zurück federt und mechanisch muss man ungefähr halb so niedrig im Widerstand gehen als man will, da der Temperatur Koeffizient so hoch liegt.
      Als einfacher Draht, nicht ausgegluht sollte er aber perfekt sein für TC da meiner Erfahrung nach der Koeffizient etwa gleich mit dem vom Titan ist und dementsprechend sehr einfach für die Steuerung ist. Kommt auf die Reinheit vom zirkonium an, je reiner umso höher der Koeffizient.
      Ist zwar toll dass er so schnell anspringt, aber ne Clapton mit 0,2er Seele und 0,08er Mantel springt nicht merklich langsamer an und bietet (meines Erachtens) deutlich mehr Geschmack. 🙂

      Wolfram hab ich auch ausprobiert, 0,2er musst trotzdem arg viele Windungen machen um auf nen dampfbaren Widerstand zu kommen, seeeeeehr widerspenstig und irgendwie hatte ich immer nen ekelhaften Beigeschmack sowohl bei einer ausgeglühten als auch bei einer mit Alkohol gereinigten coil, keine Ahnung woran das lag.

  3. also der 0,4er läßt sich super easy wickeln, nicht halb so störrisch wie titan. das ausglühen ist auch ziemlich einfach, ich wickel die coil, dann spanne ich die feder in eine keramikpinzette und das ganze glühe ich dann mit meinem zippo blu bunsenbrenner. alternativ geht sicher auch ein bunsi aus der küche für creme brulee, wichtig ist nur, eine blaue flamme muß er haben, damit es nicht rußt. die normalen gasfeuerzeuge gehen nicht, da stimmt das verhältnis von butan zu sauerstoff nicht, deshalb die gelbe flamme und der ruß beim ausglühen.
    einmal bis zur rotglut von beiden seiten erhitzt, enden abgeschnitten und dann ab aufs/ins deck. habe für meinen limitless einen widerstand von 1,1 ohm. dampfen kann man das ganze gemütlich mit 25 watt vw oder mit 30 watt bei 220 grad tc. der tcr-wert steht bei 440, wie aus dem lehrbuch. als preheat nehme ich sine 2 aus arctic fox, die coil ist agil wie sau, keine verzögerungen beim ansprechen und auch keine siedeverzögerung… kurzum, ich bin begeistert…
    irgendeinen komischen beigeschmack habe ich auch nicht feststellen können, weder bei neuer coil samt kgd noch nach dem eindampfen. geschmacklich kein unterschied zu titan, edelstahl habe ich lange nicht mehr gewickelt, da fehlt mir der vergleich. wenn zivipf wieder 0,3er zirkonium liefern kann, dann lasse ich mich vielleicht zu einem update verleiten und berichte dann von meinen wickelabenteuern mit nicht-eisenbahnschienen

  4. und da isses, also das update. der 0,3er zirkon ist gestern eingetrudelt und hat prompt seine bewährungsprobe bestanden. ich hab ihn als twisted coil für den limitless gewickelt. alles in allem nicht halb so störrisch wie titan, weder beim twisten noch beim späteren coilbau. er federt etwas zurück beim wickeln, ist aber relativ gut beherrschbar. die abfolge ist so wie oben schon beschrieben. wickeln, glühen mit bunsi zum spannungsabbau, dann fertigwickeln und einbauen. vor der watte noch mal glühen und alles ist schick. alles andere ist wie oben schon beschrieben, geschmack, speed, verhalten… hatte ich meine begeisterung schon ausgedrückt…???
    preislich liegt er etwas höher als bei titan, aber da es ja eine coil für die ewigkeit wird, kann man das verschmerzen. beide zehn meter rollen kosten keinen zehner bei zivipf, also der preis ist kein argument gegen zirkon…

    1. Datenquellen gibt ja leider niemand an, und ich habe auch keine offizielle Quelle gefunden. Wenn ich recht erinnere wurden die „105“ auf YT in die Welt gesetzt, nachdem es damit „gut dampfte“, was aber keine Referenz ist. 😉 Ich habe die Werte von SteamEngine genommen, da habe ich mehr Vertrauen das sie stimmen könnten. Ist aber auch nicht so wichtig, denn wie im Beitrag beschrieben sollte man das nicht für bare Münze nehmen, schon allein deshalb weil sich Drähte unterschiedlicher Quellen oder Produktionschargen sicherlich mehr oder minder unterscheiden. Als Startpunkt taugt 105 nicht schlechter als 102. 😉

  5. Ich bedanke mich für diese Tolle Seite. Hier findet man die Antworten die man Sucht!

    Ich finde deinen Schreibstil einfach genial, man hat leicht zu Verstehenden Satzbau und durch die amüsanten, witzigen und logischen Beispiele ist der Text selbst für Lesemuffel wie mich genial.

    Bitte mach weiter So

  6. jetzt isses soweit. der erste schritt zum wattefreien dampfen ist getan. bei zivipf gibt es jetzt edelstahlrohre zum einbau in die dampfmaschine. das zeugs nennt sich inowire und soll in 2er awg schritten von 20 bis 28 erhältlich sein. vielleicht findet sich ja ein tüftler, der da noch löcher reinlasert und eine innenbeleuchtete liquidpumpe in den tank wirft. es wird/bleibt spannend…

    1. Ich hab vor Jahren mal versucht eine Coil zu machen die sich ohne Watte selbst mit Liquid versorgt, mit Hilfe der Kapillarkraft. Ich glaub 0,06er Draht hatte ich genommen. Wenn genug Pause zwischen den Zügen war und der Zug nicht zu lang, dann klappte das sogar ohne dry hit, meistens. 😉 Ich denke wenn man da viel tüftelt könnte man das Prinzip „nur Draht“ zum funktionieren bringen. Hätte den Vorteil das man die Coil nur ab und zu wet burnen muss, ohne Wattetausch.
      Edit: Guck an, gefunden, hatte ich sogar bebildert: http://www.e-rauchen-forum.de/thread-85043-post-1948318.html
      Und es war „nur“ 0,095er Draht – es müsste mit 0,06 noch deutlicher funktionieren.

      Ach, und wo wir bei Innovationen sind, die Nummer Edelstahlsieb als Coil zu verwenden habe ich zu Vamo-Zeiten auch schon mal kurz angetestet, lange bevor es dafür den heute angeblichen Erfinder gab. Mit’n bisschen Recherche musste ich aber feststellen das auch ich nicht der erste war der diese Idee hatte, es gab schon Gedanken dazu einige Jahre vor mir (im ERF). Damals war das alles nicht machbar weil einem die Akkuträger bei unter 1,3 Ohm korrekterweise ’nen Kurzschluss mitsamt Vogel angezeigt haben. 😀 😉

      Falls mir der Inowire je in die Hände fällt werde ich ihn natürlich mal testen. Prognostiziertes Ergebnis: Keine nennenswerte Stromeinsparung. Sollte aber agiler sein, je nach dem wie hohl er wirklich ist… Das man mal dummen Draht dampfen kann, wer hätte das gedacht. 😉

      1. Mit grossem Interesse habe ich die Idee des Dampfens ohne Watte gelesen. Auch aus dem Forum. Letzten Endes wird die Funktionsweise eines Baumes oder ähnlich eines Blutgefässes nachgebaut. Ich denke, das man Druck (Baum Osmotischer Druck), Transpirationssog (Baum Verdunstung), Zusammensetzung des Liquids (H2O Anteil, Viskosität, Chemische Eigenschaften) und z. B. Grösse des Tunnels ausbalancieren müsste. Das ganze müsste dann noch Elektrisch auf die unterschiedlichen Anforderungen anpassbar sein. Wenn man das weiter denkt, könnten also irgendwann hightech tanks, mit tunnelluftströmungssteuerung im flugzeugturbinenstil auf einen zukommen. Oder so.

  7. Es gibt schon eine Ultraschall E-Zig. (UE-Zig)
    Als Luftbefeuchter ziehe ich Ultarschall-Verdampfer denen mit Heizung vor. Warum? Letztere sind Stromfresser!
    Um es gleich physikalisch auf den Punkt zu bringen, Ultraschall-Verdampfer sind keine Verdampfer, es sind Zerstäuber, weil grundstzlich nichts erwärmt wird. Folglich erzeugen sie kalten (Raumtemperatur) Nebel.
    So wie die UE-Zig aussieht, könnte der Feuerknopf gleichzeitig eine Art Wasserhahn darstellen. Macht Sinn, beim Feuern läuft dann ein gleichmäßiger Liquidfluss auf die Ulraschall-Menbrane. Wenn sie so funktionieren gibt es wahrscheinlich keine Einstellmöglichkeiten.
    Wenn sie normale Zig´s eigenermaßen nachbilden können, warum nicht. Bleibt bei mir unter Beobachtung der Entwicklung.

  8. Gut zu wissen, daß der Hebel nur Design ist. Naturlich geht es auch elektrisch.

    Vergleich:
    geheizter Raumbefeuchter: 400W
    Ultraschallbefeuchter: 35W

    Bei AM sah ich ein Luftbefeuchter-Ei Ultraschall
    5V 1A, da geht auch eine Powerbank
    2W und 40ml Tank. In der Rezzesion hat jemand mit Erfolg E-Liquid verwendet.

    Durchsichtiger Kunststoffeinmer drüber, daß sich Nebl ansammeln kann. 10mm Kunststoffschlauch irgendwie an den Eimer kleben. Ein paar Löcher als Airflow, die ma regeln kann wie bei einer Flöte. Alles um die 10€. Wäre ein Versuch wert.

    1. Und ich glaube mal gelesen zu haben das Wolfram sehr spröde ist und leicht bricht. Wohl nicht so wirklich praktikabel. Berichte mal.

      Ich werde demnächst Zirkonium ausprobieren, da sich ein Spender erbarmt hat mir das von meiner Wunschliste zu schicken (Danke an den Spender). 🙂

  9. also zirkonium kann ich nur empfehlen, habe dual 5fach 0,3 auf meiner sinuous im ijoy comboII. dampft bei 40 watt wie die seuche und ist saulecker…von wolfram habe ich auch nicht unbedingt viel positives gehört, da brauchste 3,1415 mal 10 hoch 137 wicklungen, um auf einen brauchbaren widerstand zu kommen, also faktisch einen wolfram-würfel mit drähten dran… 😂

  10. Ich bin gespannt auf Deinen Zirkonium-Test. Ich nutze ihn seit Monaten fast ausschließlich. Wer Titan mag, wird Zirkonium lieben: Ähnlich agil und effizient, dabei sind auch die Oxide gesundheitlich unbedenklich und es läßt sich besser verarbeiten. Der Preheat ist enorm, gefüht besser als beim Titan. Möglicherweise ist Zirkonium eher was für niedrige Widerstände unter 1 Ohm, da bin ich zuhause, ich weiß nicht ob man mit diesem Material hochohmig genug Oberfläche für einen wirklich guten Geschmack hinbekommt.In der Praxis habe ich nur ein Problem mit Mosfet-AT’s: Der große Unterschied zwischen warmen und kaltem Widerstand verhindert den Betrieb in den Grenzbereichen der Mosfet-Chips. Bei ca 0,25 Ohm schalten viele ab, was dann bedeutet daß man mit diesem Material mit solchen AT’s kaum unter 0,35/0,4 Ohm kommt. Für Titan siehts natürlich ähnlich aus.

  11. So, ich hab jetzt Wolfram ausprobiert 😉 Habe welchen mit 0.25, 0.2, und 0.16mm Stärke. Gerade den mit 0.2 auf einem Aromamizer Supreme v2 als single coil gewickelt und es funktioniert super! Der Draht verhält sich beim Wickeln ähnlich wie Titanium finde ich. Dass er leicht bricht, kann ich nicht bestätigen. Ich konnte ihn quälen wie ich wollte, da passierte absolut nichts. Das ändert sich aber nachdem er 1x stärker erhitzt wurde. Dann bricht er wirklich sehr leicht, wenn man ihn dann nicht in Ruhe lässt und noch nachjustieren will. Auch sehr vorsichtiges Ausglühen, geht da leider scheinbar kaum. @Dampf-Pfeife Überhaupt nicht 🙂 Meine 2x (parallel, nicht getwistet) Wicklung hat 7,3mm bei „nur“ 3mm Durchmesser und dann 0.18ohm. Hätte ich sie getwistet, wäre sie natürlich sehr viel kürzer geworden und wenn das immernoch zuviel ist, dann kann man ja auch den 0.16er Durchmesser nehmen, oder erst gar nicht parallel wickeln. Weil der TCR so hoch ist und ich noch keinen Akkuträger habe, bei dem TC verlässlich funktioniert, wollte ich einen niedrigen Widerstand, damit ich die Wicklung auf einem mechanischen AT ausprobieren kann. Mit 0.16 Durchmesser kommt man natürlich noch schneller auf mehr Ohm, also zumindest was den Widerstand betrifft, kann ich das Problem nicht verstehen.Ich probiere das ganze nochmal wenn ich übermorgen endlich zu einem guten AT komme. Hier 2 Bilder: https://imgur.com/a/lkTm2P2 leider nicht besonders schön geworden, ich bin noch viel zu schlecht mit dünneren Drähten 🙁

    1. Hab die Wicklung jetzt mit einem Dicodes ausprobieren können. Funktioniert wirklich perfekt! Schade dass der sobald er mal erhitzt wurde so leicht bricht. Ich glaube man wird nichtmal die Watte wechseln können ohne den Draht dabei zu beschädigen.Beim Wickeln aber (bevor er jemals erhitzt wurde) ist er wirklich tadellos! Da bricht nichts! Für mich als Anfänger nicht von Titan zu unterscheiden, wenn er nicht vielleicht sogar etwas weniger widerspenstig ist.

  12. Der Wolfram ist mein aktueller Liebling.Meine 1. (auch verwendete) twisted und gleichzeitig das erste mal mit AWG 34. 3x 0.16mm Wolfram, 0.18 Ohm, schmeckt unglaublich! https://imgur.com/a/qBi7dHX Leider „verrechnet“ und jetzt etwas viel (~200mm²) Fläche. Trotzdem reagiert die Wicklung ohne merklicher Verzögerung (auch mechanisch) und schmeckt so richtig traumhaft! Das liegt wahrscheinlich weniger am Wolfram, sondern an den dünnen Drähten und dem Twisten ;)Fazit für mich selbst: Wolfram kann man sehr gut verwenden, darf nur nicht ausglühen und ich freu mich drüber einen Draht zu verwenden der scheinbar nix Giftiges abgasen kann, auch falls man mal Pech hat und aus irgendeinem Grund „zu hoch“ erhitzen sollte (Titanium).

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