Kanger Köpfe: Wickelanleitung SOCC / BCC + VOCC / BDC

Hier zeige ich Dir wie Du Kanger Verdampferköpfe selbst wickeln kannst. Diese Anleitung ist sehr ausführlich, weil ich versucht habe jeden erdenklichen Anfängerfehler abzudecken. Lass Dich daher von der Länge nicht abschrecken. Wenn Du ein paar mal gewickelt hast geht es sehr schnell.


Diese Anleitung behandelt SOCC / BCC und VOCC / BDC Verdampferköpfe.
Dort wo Unterschiede in der Vorgehensweise nötig sind kannst Du auf den jeweiligen Bereich klicken um ihn aufzuklappen.

Wenn Du SOCC / BCC Verdampferköpfe besitzt dann beginne mit diesen – sie sind am einfachsten zu wickeln! Selbst wenn Du einen Verdampfer für VOCC / BDC Köpfe hast funktionieren die SOCC / BCC Köpfe wunderbar mit dem „2-Kappen-Trick“, hier beschrieben: Alles über Kanger Verdampferköpfe

Infos zur Vorbereitung und Material findest Du in der Einleitung.
Mannomann, geht’s jetzt endlich los? Ja, geht los: 🙂

Inhalt

Falls bei den Begriffen im Beitrag Fragezeichen über'm Haupthaar aufplöppen: Abkürzungen & Begriffe

Kopf putt machen!

  1. Verdampfer aufschrauben
  2. Kamin entfernen
  3. Kopf aus Verdampferbasis schrauben
  4. Pluspin entfernen
  5. Isolator entfernen
  6. Wicklung entfernen
  7. Reinigung

Kopf heile heile!

  1. Wickeln
  2. Draht oxidieren (durchglühen)
  3. Wicklung einsetzen
  4. Elektrische Verbindungen
  5. Wicklung ausrichten
  6. Elektrische Prüfung
  7. Glühtest & Coil-Endreinigung
  8. Bewatteln
  9. Abdichten
  10. Kamin einsetzen
  11. Finale

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Kanger Verdampferkopf selber wickeln

Kopf putt machen!

  1. Den Verdampfer aufschrauben, Tank beiseite legen.
    Den Verdampferkopf nur eine viertel Umdrehung aus der Verdampferbasis schrauben, er bleibt erstmal drin, dann kannst Du ihn besser anfassen.
  2. Kamin entfernen
    Klick: SOCC / BCC Verdampferköpfe...
    Am Kamin kräftig hin und her kippeln, dann ist der schon ab. Wenn Du in Richtung der Dochte kippelst geht es leichter:
    02-kanger-verdampferkopf-oeffnen
    Alte, Frauen und Kinder dürfen eine Zange zu Hilfe nehmen, aber Vorsicht, nicht mit roher Gewalt den Kamin platt drücken. Man könnte auch einen sehr dünnen Schraubendreher o.ä. in den Kamin stecken um dann leichter kippeln zu können.
    Klick: VOCC / BDC Verdampferköpfe...
    Im VOCC / BDC Kopf sitzt der Kamin erheblich fester. Beim ersten Öffnen ist nicht Kraft sondern Technik gefragt. Wenn Du einfach so am Kamin kippelst dann hast Du eine hohe Chance das der Kamin einfach abbricht statt sich zu lösen….
    Nimm eine normale Kombizange, setze sie so an wie auf dem Bild.
    Mit den Zangenbacken packst Du auf der Seite an wo die Liquid-Löcher sind.
    Und nicht zu fest drücken, sonst verbiegst Du minimal die Hülse, die dann später  schlecht runter geht.
    kanger-dual-verdampferkopf-oeffnen-01
    Du nimmst den Kopf nur halb in die Zange. Es muss auf jeden Fall Abstand zwischen dem Fuß des Kamins und dem oberen Teil der Zangenbacke sein (grüner Pfeil).
    Jetzt nimmst Du eine zweite Zange und setzt sie entgegengesetzt an. Ebenfalls wieder nur  vorsichtig zupacken, sonst ist der Kamin platt wie ’ne Flunder…
    kanger-dual-verdampferkopf-oeffnen-02
    Wichtig: Die obere Zange muss direkt auf der unteren aufliegen. Immer!
    Jetzt verdrehst Du die Zangen in der Längsachse vorsichtig gegeneinander, quasi als ob Du ein Handtuch auswringen wolltest. Einmal nach vorn, einmal nach hinten „wringen“, immer abwechselnd. Nicht zuviel Kraft und Geduld.
    Bewegen tut sich da evtl. erstmal gar nichts, das ist ok. Du übst nur etwas Kraft aus, mehr nicht. DU machst das Teil mürbe, nicht umgekehrt. 🙂
    Achte wirklich bei jeder Kippbewegung darauf das die obere Zange noch direkt auf der unteren aufliegt. Fasse ggf. mit der oberen Zange immer wieder nach, sonst bricht der Kamin.
    Falls sich nach 10x kippeln nichts tut erhöhst Du die Kraft ein klein wenig…
    Unwahrscheinlich, aber falls ihr den Kamin doch abbrechen solltet kannst Du die verbliebene Metallplatte mit einem Schraubendreher raushebeln und den Kamin ganz weglassen.
    Die Hülse kann man normalerweise mit der Hand abzuziehen. Falls nicht, kannst Du eine Spitzzange ansetzen, dort wo die Aussparung des Seitenschlitzes ist:
    huelse-runter
  3. Den Kopf aus der Verdampferbasis schrauben.
  4. Unten, den Pluspin mit dem Fingernagel raus pulen:
    kanger-pluspin-entfernen-01 kanger-pluspin-entfernen-02
  5. Silikon-Isolator entfernen.
    Dazu ein Wattestäbchen nehmen und von oben in den Kopf hinein drücken, plopp, kommt unten das Gummi raus.
    Man kann auch mit den Fingernägeln per „Zangengriff“ den Isolator rausziehen. Aber bitte vorsichtig zupacken, nicht mit den Fingernägeln in den Isolator schneiden…
    Und dann auf beiden Seiten schön gleichmäßig ziehen:
    kanger-silikon-isolator-entfernen-01 kanger-silikon-isolator-entfernen-02
    Von Zangen rate ich ab, da man dann nur an einer Seite des Isolators packen und ziehen kann, was er nicht allzu oft überleben wird.

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  6. Wicklung raus
    Die alte Wicklung mit der Pinzette entnehmen.
    wicklung-ausbauen
  7. Reinigung
    Die ganzen Einzelteile reinigst Du jetzt kurz. Das muss man nicht immer machen, aber manche Liquids (besonders dunkle) lagern sich im Verdampferkopf ab, was trotz nagelneuer Wicklung zu sehr schlechtem Geschmack führen kann!
    Sehr schön kommt man mit Interdentalbürsten in den Kamin und den Isolator:
    verdampferkopf-reinigung-kamin verdampferkopf-reinigung
    Falls Du überm Waschbecken reinigst dann schließe den Ablauf, sonst ist eines der kleinen Teile sehr schnell verschwunden. Oder mache es in einer Tasse mit Wasser…Wenn Du keine Bürsten hast solltest Du wenigstens die Verdampferkammer und die Unterseite des Kamins mit einem feuchtem, „auseinandergezausten“ Wattestäbchen reinigen.

Kopf heile heile!

  1. Wickeln
    Nimm 2-3 cm Draht zwischen Daumen und Wickelhilfe und mit der anderen Hand wickelst Du den Draht um die Wickelhilfe.
    kanger-verdampfer-wickeln
    Halte den Draht während des Wickelns immer leicht unter Zug, sonst können hot spots entstehen, die nicht schmecken, oder sogar kokeln könnten. Am Ende muss der Draht an der Wickelhilfe überall schön gleichmäßig anliegen.
    Beim Wickeln versuchst Du einigermaßen eng zu wickeln, so dass die Windungen nicht zuu weit auseinander liegen. Ich hab’s hier vielleicht ein bisschen sehr übertrieben, das ist schon eher eine Microcoil: 🙂
    kanger-wicklungkanger-wicklung-detail
    Nach dem Wickeln kannst Du die Wicklung auf der Wickelhilfe einmal vollständig zusammenschieben. Du erhältst so gleichmäßige Abstände der einzelnen Wendel.
    Genauso könnte ich obige Wicklung an den Rändern fassen und etwas auseinander ziehen, aber ich will sie jetzt mal so lassen.
    NRN-Fertigdrähte...
    Falls Du Fertigdrähte (No resistance – Resistance – No resistance, sogenannte NRN-Drähte) verwendest, musst Du auf jeder Seite der Wicklung 1-2 Windungen vom N-Teil des Drahtes zusätzlich wickeln, sonst Kokelgefahr! Den N-Teil erkennst Du in der Regel daran das er deutlich silberner ist als der Resistance-Teil. Die kleinen Schweißpunkte zeigen ansonsten auch an wo die N-Teile beginnen…
  2. Draht oxidieren (durchglühen)
    Dieser Schritt ist zwingend notwending falls Du sehr eng wickelst (so wie ich oben), oder Du ESS oder Microcoil Wicklungen machen möchtest. Ansonsten kannst Du ihn zur Not auslassen, falls Du keinen Brenner hast.
    Oxi-Watt? Wie? Hä? Warum?...
    Beim Durchglühen bildet sich auf dem Draht eine hauchdünne Oxidschicht. Die sorgt dafür das der Draht außen nicht mehr leitet, er sich also fast wie ein isoliertes Kabel verhält… Bei obiger Wicklung passiert es nämlich das der Strom nicht längs durch den Draht fließt, sondern zu einem Teil „quer“, direkt von Windung zu Windung. Dadurch hat die Wicklung einen zu geringen elektrischen Widerstand. Das kann dazu führen das Dein Akku die Wicklung später gar nicht mehr befeuert – weil der Widerstand zu gering ist.
    Das Glühen hat außerdem noch den positiven Effekt: Der Draht federt nicht mehr so stark, was beim Einbau kein Nachteil ist.
    So wird’s gemacht:
    Die Wicklung von der Wickelhilfe abnehmen, mit einer Zange an den Beinchen festhalten, und mit dem Gasbrenner die Wicklung kurz durchglühen. Dabei die Wicklung in den unteren, blauen Teil der Flamme halten. Wenn sie kirschrot glüht reicht es. Kurz abkühlen lassen und noch 2x wiederholen. Die Beinchen müssen nicht geglüht werden. Nach Abkühlung schiebst Du die Wicklung wieder auf die Wickelhilfe.

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  3. Wicklung einsetzen
    Die Drahtbeinchen schön gerade und parallel ausrichten so das man sie gut in das Kopfgehäuse bekommt und damit man sich später keinen Kurzschluss bastelt…
    wicklung-freistrecken-ausrichten
    Die Wicklung mitsamt der Wickelhilfe in das Gehäuse schieben. Die Beinchen voran, durch das Loch. Wenn Du die Beinchen unterschiedlich lang abknipst kannst Du eines nach dem anderen durchschieben:
    wicklung-im-verdampferkopf
    Die Wickelhilfe liegt nun in den seitlichen Schlitzen des Kopfgehäuses und die Wicklung wird bestens an ihrem Platz gehalten während Du unten an den Anschlüssen basteln kannst…
  4. Elektrische Verbindungen
    Ein Drahtbeinchen nehmen, straff ziehen, und um 180° über den Gehäuserand biegen. Der wird unser Minus-Draht…
    minus-draht
    Den Pluspol-Isolator nehmen und über das andere Drahtbeinchen schieben (das ist nun unser Plus-Draht).
    Dabei darauf achten das Du den Isolator richtig herum hälst. Mit dem dünneren Ende voran:
    isolator-auffaedelnisolator-dicker-rand
    Dann setze ich den Isolator am umgebogenen Minusdraht schräg an…
    isolator-ansetzen
    …und drücke dann den überstehenden Teil mit dem Daumennagel ins Gehäuse:
    isolator-mit-daumennagel-reindruecken
    Das kann beim ersten mal etwas fummelig sein, aber wenn man es ein paar mal gemacht hat geht es in einer Sekunde.
    isolator-drin
    Jetzt hälst Du den umgebogenen Minus-Draht fest und drückst den Isolator ganz rein.
    Kontrolle zur Vermeidung von Kurzschluss: Läuft der äußere Minus-Draht schön gerade zur Wicklung hoch, oder verläuft er schräg/diagonal? Falls er nicht gerade hochläuft dann den Isolator zusammen mit dem äußeren Draht soweit drehen bis er gerade hochläuft.
    Dann noch einmal etwas am Minus-Draht ziehen, damit er schön straff ist, und dann wieder über den Metallrand um 180° umbiegen.
    Den inneren Plus-Draht nehmen und straff ziehen. Gegenüber des äußeren Drahtes positionieren und über den Gummirand um 180° umbiegen (ohne Zug um nicht ins Gummi zu schneiden):
    plusdraht-umbiegen

    Den Pluspin nehmen und rein in den Isolator damit. Halte dabei mit der anderen Hand die Drähte fest (kann ich schlecht fotografieren…):
    pluspol-einsetzen
    Kontrolle für Einsteiger...
    Herrje, schon wieder Kontrolle? Hatten wir das nicht eben erst?
    Wenn Du das erste mal wickelst dann kontrolliere lieber noch mal die Wicklungshöhe. Nimm die Wickelhilfe und den Kopf locker in die Hand, wie auf dem Foto:
    wicklung-abstand-pruefen
    Wie man sieht habe ich ein klein wenig geschlampt, denn die Wickelhilfe liegt nicht ganz unten auf, d.h. die Wicklung ist ein klein wenig weiter weg vom Luftloch als sie sollte. Das im Bild ist nicht wirklich schlimm, das kann so bleiben. Aber sollte bei Dir der Abstand noch größer sein kannst Du es jetzt noch korrigieren indem Du den Pluspin noch mal halb rausziehst und dann noch mal nach unten an den Drähten ziehst. Nun ist alles stramm und die Wicklung sitzt perfekt:
    wicklung-abstand-korrigiert
    Den überschüssigen Draht mit einem Nagelknipser abschneiden. Achte darauf das Du direkt am Isolator schneidest, aber ohne diesen zu beschädigen.
    nagelknipser-draht-schneiden

    Draht zu lang: So soll es aussehen:
    draht-gekuerzt-zu-lang draht-gekürzt-richtig

    Sind wir hier bei „Wünsch Dir was!“?
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  5. Wicklung ausrichten
    Die Wickelhilfe vorsichtig aus der Wicklung ziehen/drehen. Es kann sein das sie nun etwas verdreht (weniger wahrscheinlich wenn Du die Wicklung in Schritt 2. ausgeglühst hast). Wenn die Wicklung nicht ganz genau über dem Luftloch sitzt dann nimmst Du die Spitzpinzette und verdrehst/verschiebst die Wicklung vorsichtig so, dass sie schön mittig im Gehäuse sitzt.
    wicklung-ausrichten-ueber-luftlochwicklung-ausgerichtet
  6. Elektrische Prüfung
    Prüfung, Prüfung, Prüfung… Da bekommt ma ja Prüfungsangst!! 😉
    Den Verdampferkopf in die Verdampferbasis schrauben und diesen auf einen Ohm-Tester schrauben. Der Widerstand sollte nun in etwa dem vorausberechneten Wert entsprechen.
    Tut er das nicht, dann hast Du wahrscheinlich einen Draht der irgendwo anstößt wo er nicht anstossen soll. Prüfe ob sich die beiden Drahtbeinchen in der Verdampferkammer irgendwo gegenseitig berühren, oder die Kammerwände berühren.
  7. Glühtest & Wicklungs-Endreinigung
    Die Verdampferbasis auf einen Akku schrauben und die Wicklung 2-3 mal kurz aufglühen lassen. Nach jedem Glühen pustest Du einmal lang und kräftig in den Kopf damit sich unten der Isolatorbereich nicht zu sehr erhitzt.
    Beim Glühen steigt eine Mikro-Wolke Rauch auf – nun ist die Wicklung komplett sauber.
    Die Wicklung sollte von der Mitte her gleichmäßig aufglühen:
    wicklung-glüht-1 wicklung-glüht-2 wicklung-glüht-3wicklung-glüht-4
    Tut sie das nicht, dann bewegst Du die Wicklung ganz minimal mit der Pinzette und glühst noch mal. Achtung, die Pinzette darf die Wicklung niemals berühren wenn Du feuerst, sonst Kurzschluss!
  8. Bewatteln™ 😉
    Hände waschen! Wenn Du die Watte anfasst und Deine Hände sind schmutzig/fettig dann wird das nicht schmecken…
    Die Verdampferbasis wieder auf den Ohm-Tester schrauben.
    Watte zuschneiden:
     Bei FiberFreaks D2, oder auch loser Drogerie-Watte darf der Wattedocht nur wenig dicker als die Wicklung sein. Drogeriewatte darf nur locker vorgerollt sein.
     Bei KGD Watte schneidest Du einen Streifen ab der etwa so dick wie der Wicklungsdurchmesser ist. Achte darauf das Wattepad längs der Faserrichtung zu zerschneiden.
    kgd-watte-pad-dick
    Dann nimmst Du ein paar Fasern ab, so dass Du dann in etwa die doppelte Breite des Wicklungsdurchmessers hast:
    watte-doppelt-dick
    Ein Watteende mit 1-2 Tropfen Liquid befeuchten, dieses Ende zwirbeln…
    watte-spitze-vorgerollt
    …und durch die Wicklung stecken.
    Bei Japanwatte (KGD, Muji) kannst Du so gleich sehen ob Du die richtige Wattemenge hast. Feucht gezwirbelt soll der gezwirbelte Teil die Wicklung ausfüllen, aber glatt und locker durch die Wicklung flutschen, dann passt es. Aber nicht den ganzen Docht nass machen und zwirbeln… Falls es zuviel Watte ist kannst Du bei Japanwatte problemlos einen gleichmäßigen Streifen von der Watte abnehmen und es noch mal versuchen.
    watte reinstecken
    Mit der Pinzette greifst Du Dir das Ende und ziehst die Watte ein paar Millimeter weiter. Nachfassen, wieder etwas ziehen, bis Du das Ende mit den Fingern greifen kannst…
    watte-mit-pinzette-ziehen
    Wenn die Watte durchgezogen ist dann schneide sie auf beiden Seiten ab, so das ca. 1 cm jeweils übersteht.
  9. Abdichten
    Der Übergang vom Tank zur Verdampferkammer muss sorgfältig abgedichtet werden, sonst bekommst Du Blubbern und/oder das Liquid läuft Dir aus dem Verdampfer. Das braucht niemand. 😉
    Klick: SOCC / BCC Verdampferköpfe...
    Mit der Spitzpinzette drückst Du die Watte von außen nach innen, bis sich ein kleiner Wulst bildet:
    watte-eindrücken
    Die Watte mit etwas Liquid befeuchten.
    Dann schließt Du die Pinzette fast ganz, führst sie von innen an den Wulst, und öffnest die Pinzette wieder minimal, so dass die Spitzen den Wulst noch etwas weiter auseinander ziehen:
    watte-auseinander-ziehen
    Falls es mit der Pinzette nicht gut klappt geht es sicher auch mit 2 Nähnadeln, mit denen man dann die Watte etwas auseinander zieht…
    Die Watte „hält sich nun von innen fest“ und dichtet perfekt ab. So sieht es am Ende aus:
    watte-abgedichtet-4watte-abgedichtet-1
    Du kannst die Watte nun schön kurz abschneiden. Wie auf dem Foto, darf sie maximal bis zum Tellerrand des Verdampferkopfes ragen, sonst wirst Du sie später beim zuschrauben des Tanks die Watte verschieben = Siffen… Achte darauf das Du beim Abschneiden Dein Kunstwerk nicht verziehst. Ggf. modelliere die Watte nochmals schön an die Wände.
    Klick: VOCC / BDC Verdampferköpfe...
    Mach die Watte nass und klappe sie in den Kopf.
    Wenn Deine Wicklung einen größeren Durchmesser hat (1,8 mm zB) dann musst Du ggf. vom Docht noch etwas wegschneiden – nicht kürzer, sondern dünner muss der Docht dann werden. Sonst hast Du zuviel Watte in der Verdampferkammer und der Luftfluss ist gestört. Das was unten auf den Bildern zu sehen ist sollte die maximale Wattemenge sein.
    Dann schneidest Du die Watte oben genau bündig ab.
    nach-innen-klappennach-innen-klappen-02
    Wie man auf Bild 2 sieht ist unten ein Loch, darüm kümmern wir uns gleich…
    Hülse draufschieben, Watte schon mal grob an die Wände modellieren:
    hülse-drauf
    Von außen sieht man schon das am unteren Loch die Watte von innen nicht 100%ig anliegt… Mit der Pinzette setzt Du nun direkt neben der Wicklung an und stocherst vorsichtig die Watte ein klein wenig nach unten.
    unteres-loch-abdichten
    Die ganze Wattewand zieht sich dabei etwa 1 mm nach unten.
    watte-runtergezogen
    Von außen kannst Du kontrollieren ob die Löcher nun richtig dicht mit Watte bedeckt sind:
    watte-satt
    Watte satt und eng an den Löchern liegend, so soll es sein. Schaue da aus verschiedenen Blickwinkeln auf die Löcher, sonst kann man es sehr leicht übersehen wenn die Watte auf irgend einer Seite leicht absteht, was später zu Siffen führt!
    Modelliere die Watte noch mal schön an die Wände, so das der Luftzug nicht gestört ist:
    airflow

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  10. Kamin einsetzen
    Klick: SOCC / BCC Verdampferköpfe...
    Den geriffelten Kamin draufstecken. Achte darauf das er ganz drauf sitzt. Falls Du Probleme hast in ganz drauf zu bekommen schaue unten in den VOCC / BDC Abschnitt…
    Dann von außen noch mal schauen ob irgendwo ein Watte-Loch ist… Ich sehe eins! An der Watte unten links:
    watte-aussen-abdichten-1
    Die Pinzette wieder geschlossen an die Watte führen, Pinzette etwas öffnen – so zieht sich die Watte schön auseinander ohne das man sie verschiebt und woanders ein Loch baut:
    watte-aussen-abdichten-2
    Vergiss nicht die Silikonkappe auf den Kamin zu stecken, sonst hast Du Blubbern & Siffen, das kann niemand wollen. 😉
    Klick: VOCC / BDC Verdampferköpfe...
    Den geriffelten Kamin draufstecken. Du wirst den per Hand wahrscheinlich nicht ganz drauf bekommen (wenn der Kopf ein paar mal geöffnet wurde dann schon):
    dual-verdampferkopf-kamin-nicht-drauf
    Falls die Gummidichtung noch drauf ist, nimm sie runter.
    Dann nimm die Kombizange und lege sie lose um den Kamin:
    kombizange-um-kamin
    J
    etzt klopfst Du ganz zärtlich mit einem Hammer oder ähnlichem auf die Zange, rings um den Kamin, nicht direkt auf den Kamin. Das Ergebnis sieht dann so aus:
    dual-kamin-drauf
    Vergiss nicht die Silikondichtung wieder auf den Kamin zu stecken.
  11. Finale, Juchhu!
    Wir prüfen jetzt ein letztes mal den Widerstand auf dem Ohm-Tester, denn sowohl das Watte durchziehen, als auch der Kamindeckel können potentiell den Widerstand verändern, bzw. einen Kurzschluss verursachen. Dann nämlich, wenn die Wicklung den Kamindeckel oder die Gehäusewand berührt.
    ohm-meter
    1,98 Ohm!?!! Ups, das ist ja genau das was wir berechnet haben! 🙂 Wenn Du etwas Abweichung hast ist das tolerabel. Ab 0,2 Ohm Abweichung würde ich mir aber Gedanken machen und prüfen was da los ist.

    Die Wicklung solltest Du kurz eindampfen, heißt, bei wenig Leistung die ersten Züge machen.
    Falls Du Wattegeschmack hast dampft sich der nach 10-20 Zügen raus – wenn Du Japanwatte verwendet hast. Bei Drogeriewatte kann es länger dauern, oder auch nie ganz rausgehen. 🙄

Und nun lasst es schön dampfen! 😀

Später mal, verbrauchte Watte tauschen…

Wie lang hält die Wicklung/Watte nun? Kann man nicht sagen. Von 2 Tagen bis 2 Monaten ist alles drin. Je nach dem wie viel Du dampfst und was Du dampfst. Es gibt dunkle Liquids welche die Wicklung nach 3 Tankfüllungen verschmoddert haben. Als Anhaltspunkt für normale Liquids kann man von 2-4 Wochen ausgehen.

Wenn der Verdampferkopf eines Tages nicht mehr schmeckt, reicht es oft aus einfach nur die Watte auszutauschen. Statt eines Dry Burns empfehle ich einen „Wet Burn“ zu machen:

  1. Alte Watte rausziehen. Schneide sie vorher an einer Seite direkt vor der Wicklung ab, dann geht’s viel leichter.
  2. Wicklung reinigen statt neu wickeln: Wet Burn

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Jürgen

Hallo alle zusammen ! Kennt vielleicht jemand die originale Wicklung von den socc Single coil von kangertech .Ich meine damit mit welchem Draht und Watte die gewickelt sind ?

derDanny

Vielen Dank für diese super Anleitung, jetzt funktioniert meine Top evod wie sie soll.

vocc neu gewickelt mit 0.15er Kanthal, 4,5 Wicklungen mit 1mm Durchmesser

Mosens

Sehr schönes Tutorial,

ich habe dennoch eine Fragen zum Draht und Widerstand. Ich habe bis jetzt nur mein Kanger Subtank Mini gewickelt. Ich dampfe sub und traditionell, je nachdem worauf ich Lust hab. Nur leider (was heißt leider ^^) dampfe ich gern dunkle Liquids die ja bekanntlich ruck zuck die Coil verdrecken. Ich kann alle 2 Tage den Coil wechseln und das geht mächtig ins Geld, auch wenn die Teile unter 2€ kosten.

Jetzt zu meiner Frage, ich möchte gern eine Wicklung von ca. 1,5 Ohm, welchen Draht würdest du empfehlen (Coil soll gut Platz in der Kammer haben) und wie viele Windungen brauch ich um bei 1,5 raus zu kommen?

LG Mosens

Karl-Heinz Schwabe

Absolut klasse Anleitung !!! Bin ich ja froh,das ich die alten Köpfe noch nicht entsorgt habe. Danke das du dir für uns den Kopf zerbrochen hast ! Sehr gute Bebilderung und alles klar verständlich gemacht.
Danke,danke,danke???

Rudi

vielen vielen Dank für diese wirklich gelungene Anleitung !!! Habe heute meinen ersten SingleCoil gewickelt der prima funktioniert.

Andi900rr

Hallo Morgennebel,

Ganz tolle Anleitung. Noch ein Tipp von mir: Eine M2er Schraube als Wickelhilfe nehmen. Das geht bei Drahtdurchmessern unter 0,4mm und die Schraube passt ganz eng in die Kanger Sockel. Falls sie nicht passt, etwas 100er Schleifpapier zwischen zwei Fingern einmal falten und die Schraube einmal der Länge nach in der Falte durchschrauben. Die Gewindegänge sorgen für eine absolut perfekt gleichmässige Windung beim drehen. Und beim Einfügen in den Sockel hält sie die Spule besser fest, während der Isolator und Pluspin eingesetzt werden. Wenn Alles sitzt die Schraube einfach seitlich rausdrehen und anschliessend die Spule auf dem Akkuträger durchglühen und danach die Watte einfädeln.

Gruss, Andi900rr

anonymphe

Aha. Sowohl-als auch.
Ich nutze entweder den Draht: https://www.fasttech.com/p/1760909 oder ich mache den Draht selbst aus 0,20/0,21 mm Kanthal A1 und ca. 2 Ohm –> 4-5 cm R-Anteil bei ca. 7-8 Watt.

Christian (Autor)

Dann hast Du entweder NRN-Drähte die eine sehr lange R-Strecke haben (schick mal Link bitte), so das die N-Teile nicht so heiß werden, oder Du dampfst mit sehr niedriger Leistung (wogegen nichts zu sagen ist 🙂 ).
Zu der Zeit als NRN-Draht Thema im KSF-Thread war gab es nur NRN-Drähte die sehr kurz und dünn waren, also auch leicht überhitzten. Vielleicht hast Du einen besseren Draht.

Ein Heizdraht der „in der Luft hängt“, also nicht von Watte bedeckt & gekühlt ist verursacht entweder Kokelgeschmack (metallisch), oder kann den Isolator anschmoren: http://www.e-rauchen-forum.de/thread-81946-post-1768263.html#pid1768263

Anonymphe

Danke. Bloß, was genau soll kokeln, in der Luft ist keine Watte 😉
Jedenfalls, nur für die Akten: ich mach das nicht, die Extra-Windungen (nicht im Kangerkopf, sonstwo) und es kokelt nicht.

Anonymphe

Verstehe ich nicht, Herr der Köpfe: wieso Kokelgefahr bei NRN-Draht, wenn man keine Nores-Windungen macht?