Twisted Coils wickeln – Anleitung

Twisted Coils Wickelanleitung - Drill 71
Show-Coil: 2×0,20 V2A bis zum Reißen, 140mm2, 29HC, 11,5U auf 1,8 Wihi.

Eine Wickelanleitung für Twisted Coils (verdrillte Drähte). Was man beim Wickeln beachten sollte, kokelnde Freistrecken verhindert, und wie man den Widerstand beliebig anpassen kann.


Inhalt

Falls bei den Begriffen im Beitrag Fragezeichen über'm Haupthaar aufplöppen: Abkürzungen & Begriffe

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Twisted Coils

Twisted Coils Wickelanleitung - Drill 56

…aus Drähten mit 0,20 mm Durchmesser, oder dünner…

  • …haben ein sehr gutes Oberfläche-zu-Masse Verhältnis.
  • …sprechen schnell an, auch bei „wenig“ Watt.
  • …haben keinen Siedeverzug, knallen daher nicht, und schießen keine heißen Liquidtropfen in den Mund.
  • …werden nicht schlagartig brutal heiß – beliebig lange Züge sind möglich.
  • …kochen nicht sekundenlang nach.
  • …heizen den Verdampfer nicht so stark auf.
  • …können mit der gleichen Wicklung sehr kühlen oder schön warmen Dampf erzeugen.
  • …haben einen sehr breiten sweet spot in dem es schmeckt. Über 100% Leistungssteigerung mit der gleichen Wicklung sind möglich, ohne das der Geschmack leidet.
  • …sind durch den breiten sweet spot und das Ansprechverhalten auch sehr fürs mechanische Dampfen interessant.
  • …sind bei Oberfläche und elektrischem Widerstand praktisch frei konfigurierbar.

Twisted Draht

…ist ein Wickeldraht der aus mehreren einzelnen Drähten besteht die miteinander verdrillt sind. Will man ihn selbst herstellen kann man zum Verdrillen beispielsweise einen Mini-Akkuschrauber  AM|EB|FT|GB  nehmen, einen Schraubhaken  AM|EB  einspannen, daran den Draht befesten (mehrmals durchziehen zB), und auf der anderen Seite mit einer Zange festhalten. 

Es ist essentiell wichtig das alle Drähte straff gespannt sind, sonst stehen Drahtteile später zu weit aus der Wicklung heraus, die zu Hot Spots werden, und schööön lecker schlechten Geschmack / Beigeschmack erzeugen können.

Hat man den gewünschten Grad der Verdrillung erreicht sollte man die Zugkraft unbedingt noch aufrecht erhalten und den Akkuschrauber von Hand 1-2 Umdrehungen zurück drehen, weil der Draht sonst knicken wird – er steht unter Spannung…

Man kann Twisted Draht auch fertig kaufen, siehe unten bei den Links

Wickeltechnik

Für den Drill-Einstieg sind 0,20er Drähte ideal. Wenn man schon gut wickeln kann dürfen es auch 0,16er Drähte sein. Beim Wickeln sollte man folgendes beachten:

Titan, Kanthal, NiChrom, muss man unter permanentem Zug wickeln. Und im ganz besonderen gilt das für Twisted Coils. Tut man das nicht federt die Wicklung stärker zurück und wird ungleichmäßig – letzteres kann dann zu Hot Spots = Kokeln führen.

Den Draht immer gut straff halten, niemals locker ohne Zug wickeln. Wenn Du eine Umdrehung rum bist hältst Du mit dem Zeigefinger das gewickelte fest (Du drückst einfach auf die Wicklung), lässt den Draht mit der anderen Hand los, und fasst ihn wieder neu an. Und dann machst Du wieder unter Zug die nächste Umdrehung:

Twisted Coil wickeln: Mit Zeigefinger festhalten. Twisted Coil Wickeltechnik

Wickelst Du ohne zwischendurch loszulassen, dann verwindest Du den Draht in seiner Längsachse, und er kann mehr Spannung / Eigenleben bekommen.

Probiere mal ein bisschen, Übung macht den Meister… Wenn du mit der „Zeigefinger-festhalten-Methode“ arbeitest kannst Du nach jeder Umdrehung mit der anderen Hand ganz gemütlich einen Schluck Kaffee trinken. 😉

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Federn und federn lassen

Eine Twisted Coil federt nach dem Wickeln etwas mehr zurück als eine normale Coil. Deshalb kann man 1-2 Windungen mehr wickeln als man final haben möchte (wie man das korrigiert kommt gleich noch).

Wie stark der Draht zurückfedert hängt von diesen Faktoren ab:

  • Titan / Kanthal / NiChrom federn in dieser Reihenfolge am stärksten. Edelstahl federt am wenigsten.
  • Durchmesser der Drill-Drähte: Je dünner, desto weniger Stabilität, und mehr Eigenleben.
  • Anzahl der Drill-Drähte: Je mehr, desto mehr Stabilität.
    Trotzdem würde ein Draht aus 10x 0,05 sehr labil sein. Der Durchmesser der Einzeldrähte ist der Hauptfaktor für Stabilität.
  • Anzahl der Windungen. Je mehr Windungen man wickelt, umso mehr wird der Draht zurückfedern.
  • Durchmesser der Wickelhilfe. Je größer, desto mehr federt es zurück und der finale Durchmesser der Wicklung vergrößert sich. Bei 3x/4x 0,16er Kanthal auf einer 2mm Wickelhilfe ist der Effekt sehr gering, darüber wird er spürbar größer. Um eine 3mm (ca.) Coil zu erhalten kann man auf einer 2,5 mm Wickelhilfe wickeln.
  • Zugkraft beim Wickeln. Ist sie zu gering begünstigt dass das Federn erheblich. Wickel-Tools wie zB der Coil Master bauen keine Zugkraft auf den Draht auf und sind für Twisted ungeeignet.
Optional: Draht vorglühen…

Um die Federspannung des Drahtes zu verringern kann man Draht vor dem Wickeln ausglühen – zumindest ist das eine alte „Dampferweisheit“. Wieviel das Vorglühen tatsächlich bringt müsste mal in 1:1 Vergleichstest herausgefunden werden…

Vorglühen im Verdampfer

Spanne den verdrillten, aber noch ungewickelten Draht in den Verdampfer und glühe ihn  schwach aus. Du kannst mit der Pinzette gegen den Draht hauen um Hot Spots zu entfernen (nach dem Wickeln noch mal…).

Vorglühen mit Gasbrenner

Mit einem Gasbrenner  AM|EB|FT  kann man den Draht ebenfalls vorglühen, es ist aber anspruchsvoller in der Handhabung. Wenn Du nicht irgend einen besonderen Grund hast, glühe den Draht im Verdampfer.

Man sollte die Flamme nicht quer und frontal auf den Draht richten, weil man damit jeweils nur einen kleinen Punkt des Drahtes erwärmt und sich das ganze schlecht dosieren lässt. Wenn man die Flamme längs zum/neben den Draht führt, und den richtigen Abstand hat, geht es besser. Da sich der Draht beim Erhitzen gern verwindet und ständig „aus der Flamme abhaut“, kann es sehr hilfreich sein ein Ende im Schraubstock oder ähnlichem zu fixieren, damit er eine gerade feste Strecke bildet.

Man kann auch wickeln ohne zu glühen, und den noch immer unter Zug stehenden Draht auf der Wickelhilfe glühen (dauert lang bis die Wickelhilfe genug erhitzt ist), und das Ganze dann im Wasserglas abschrecken. Dazu wird man entweder drei Hände brauchen (gut wer neben einem Atomkraftwerk wohnt), oder einen Brenner mit Standfuss…
Glühe den Draht nicht tot – eine dunkel-/kirschrote Glühfarbe reicht dicke.

Freistrecken positionieren

Um die Freistrecken (Anschlussbeinchen) final auf die exakte Position zu bringen muss man die Wicklung ggf. wieder etwas abwickeln. Ich wickle immer 1-2 Umdrehungen mehr, was gut ist wenn man nicht weiß um wieviel der Draht beim Loslassen zurückfedern wird.

Twisted Coil: Freistrecken ausrichten.Ich nehme wieder den Zeigefinger, halte damit die Wicklung fest, und ziehe nun einfach langsam am Draht, auf der Anfangsseite der Wicklung. Damit kann man definiert abwickeln, und man wird auch den krummen Anfang der Wicklung los – im Bild ist der Anfang der Wicklung nun auf der rechten Seite:

 

Zum Abwickeln wirklich nur am Draht ziehen, keine Wickelbewegung machen – damit würde man nur das zurückfedern vergrößern, bzw den Durchmesser am Anfang der Wicklung vergrößern – das will man nicht, wegen Hot Spot Gefahr…
Beim Ziehen lässt Du den Zeigefinger „mitrollen“. Stoppe das Ziehen bevor Du die finale Position erreichst, denn das Beinchen wird beim Loslassen noch von selbst etwas in die gewünschte Richtung gehen.

Hat man zuviel gezogen muss man „neu“ wickeln: Alles wieder so festhalten wie ganz am Anfang, Wicklung komplett straff ziehen (so das alle Wendel wieder eng an der Wickelhilfe anliegen), und wieder einige Umdrehungen wickeln. „Einige Umdrehungen“, weil Du beim straff ziehen relativ viel „abwickeln“ wirst. Das siehst Du dann schon alles, und mit etwas Übung / Erfahrung ist es wirklich kein Hexenwerk.

Die Windungszahl kontrolliere ich final noch mal unter der Lupe, und korrigiere sie noch mal, falls ich mich verdaddelt habe, was natürlich nie vorkommt. 😉

Watte

Wenn man bisher mit Dickdraht gewickelt hat dann wird man sich fragen wie man die Watte durch die Wicklung bekommen soll, ohne sie in einen ansehnlichen Klumpen Altmetall zu verwandeln. Es ist nicht so schwer, nur gewusst wie und ein klein wenig Übung. Das folgende gilt für „Japanwatte“, wie zB Ko Gen Do: AM|EB|FT|GB. Andere Wattesorten können unter Umständen eine andere Menge in der Coil erfordern.

Einen Tropfen Liquid auf das Ende des Dochtes geben und auf 1-2 cm Länge rund zwirbeln. Dieser Teil ist nun hart und kann direkt so durch die Wicklung gesteckt werden:

Twisted Coil Wickelanleitung: Watte in Coil

Dieses harte Ende soll die Coil fast ausfüllen, aber noch vollkommen locker hindurch zu schieben sein, dann stimmt die Menge auf jeden Fall. Ich schneide die KGD meist so das ich noch beide Deckblätter abnehme, manchmal bleibt aber auch eins drauf. Da sie sich gut lagenweise abnehmen lässt kannst Du mit der Menge experimentieren bis es passt – Du kannst auch wieder eine Schicht zugeben wenn es zu dünn war.
Nach dem Zwirbeln gleich durchstecken, denn die Watte geht nach kurzer Zeit wieder ein klein wenig auf, wie auf dem Foto schon zu sehen ist.

Nun kannst Du die Watte mit den Fingern greifen und ganz durchziehen. Mit der anderen Hand und einer Pinzette stützt Du das Wicklungsbeinchen ab, damit sich die Wicklung nicht verbiegt:

Twisted Coil Wickelanleitung - Freistrecke abstützen.

Falls Du die Wendel mit etwas Abstand gewickelt hast werden sie sich jetzt zusammenschieben, das it völlig ok. Bei Twisted bleibt zwischen den Wendeln sowieso immer genug Raum, weil sie nicht glatt sind, und sich nur punktuell berühren.

Den mit den Fingern gezwirbelten Watteteil schneide ich dann noch ab – denn wer weiß schon so genau wo ich mit den Flossen vorher gewesen bin! … 😀 Im Ernst, den kann man fürs Modellieren am Liquidloch eh nicht gut gebrauchen, also weg damit.

Twisted Coil Wickelanleitung - Fertig

Die Bewattelung an den Liquid-Löchern soll hier nicht weiter Thema sein, nur eine wichtige Sache noch:

Freistrecken verpacken (Wichtig!)

Deine Twisted Coil wird grandios schmecken, aber nicht wenn die Freistrecken (Anschlussbeinchen) überhitzen!

Bei kleinen Leistungen, oder bei 0,20 dickem Draht, reicht es meist noch wenn man die vorhandene Docht-Watte einfach an die Freistrecken anlegt.

Bei 0,16 Draht, und/oder hohen Leistungen können die Freistrecken überhitzen und den Geschmack flach / komisch und evtl. metallisch / scharf werden lassen. Das kannst Du verhindern indem Du die Freistrecken  sorgfältig und rundum in Watte verpackst. Das geht mit trockener oder nasser Watte, schau was Dir besser liegt. Ich zeige es hier anhand trockener Watte:

Trenne die überstehende Watte in einen großen Hauptstrang und einen kleineren Strang:

Twisted Coil Wickelanleitung - Watte trennen.
Klick macht groß 🙂

Den kleinen Strang schlingst Du um die Freistrecke einmal komplett rum:

Twisted Coil Wickelanleitung - Freistrecke mit Watte umwickeln.

Den kleinen Strang kannst Du nun zB unter die Hauptwatte legen, je nach Aufbau des Decks, Hauptsache er ist „stramm“, so das die Watte um die Freistrecke dicht anliegt und nicht von ihr absteht. Auch dann noch wenn an der Coil später die Post abgeht…

 

Twisted Coil Wickelanleitung - Freistrecke, Watte unterlegen.Twisted Coil Wickelanleitung - Fertig.

Ergebnis: Legga Geschmack. 🙂

Ich empfehle Dir wie beschrieben vorzugehen und Watte direkt aus dem Docht zu verwenden. Wenn Du stattdessen nachträglich lose Watte an die Freistrecken „dranklatscht“ kann sie sich durch die „Dauerexplosionen“ der Coil lockern – und in open draw Verdampfern sogar weggesogen werden.

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Widerstand anpassen

Das Thema „Ohm“ ist bei geregelten Akkuträgern ohne Interesse. Ausnahme: Man möchte mit sehr hoher Watt-Leistung feuern können, dann darf der Widerstand nicht zu hoch sein. Bei welcher Leistung er wie hoch sein darf, kannst Du bei den Formeln nachschauen: Ich möchte mit X Watt dampfen. Wieviel Ohm darf meine Wicklung dann höchstens haben?

Bei mechanischen Akkuträgern hingegen ist die Watt-Leistung, und somit auch die Dampfleistung, unmittelbar vom Widerstand der Wicklung abhängig.

Mit Parallel / Twisted Coils hat man eine extrem hohe Anpassbarkeit des Widerstands, einfach indem man die Anzahl der Einzeldrähte und die Gesamtlänge der Wicklung variiert. Es kann am Anfang etwas verwirrend sein wie die Eigenschaften einer Wicklung zusammenhängen, selbst wenn man mit einem Coil Rechner arbeitet der einem alles automatisch anzeigt.

Die folgende Erklärung dient nur zum grundsätzlichem Verständnis. Ich persönlich berechne gar nichts und nutze den Rechner „Steam Engine“, der es mir erlaubt mit wenigen Klicks die Anzahl und Dicke der Einzeldrähte zu verändern, so das ich meine Vorstellungen von Widerstand, Oberfläche und Windungszahl in Einklang bringen kann: Steam Engine Anleitung

Widerstand & Parallel / Twisted…

Für den Widerstand (Ω) gilt ganz grundsätzlich

  • Draht kürzer: weniger Ω
    • Weniger Windungen = Draht kürzer
    • Wicklungsdurchmesser kleiner, bei gleicher Windungszahl = Draht kürzer
  • Draht dicker: weniger Ω
    • Mehrere Drähte parallel / twisted = Gesamtdraht dicker
  • Drahtmaterial: Kanthal hat zB mehr Widerstand als Edelstahl.

Wie kann man jetzt mit Parallel / Twisted den Widerstand beeinflussen?

Nehmen wir mal beispielsweise an wir hätten einen Draht von 80 mm Länge, 4 Ohm, und 50mm2 Oberfläche:

----------------
(4 Ohm, 50mm2)

Wir legen zwei dieser Drähte parallel, haben dadurch die doppelte Querschnittsfläche („Dicke“), halbieren damit den Widerstand auf 2 Ohm, und verdoppeln die Oberfläche:
----------------
----------------
(2 Ohm, 100mm2)

Die Oberfläche gefällt uns mal so, da wollen wir nichts mehr dran ändern. Aber wir tun mal so als ob wir mechanisch dampfen wollen und deshalb den Widerstand deutlich ändern müssen.
Also schneiden wir die Drähte einmal in der Mitte durch.
Durch die halbe Länge haben wir nun statt 4 Ohm für jeden Einzeldraht nur noch den halben Widerstand, 2 Ohm für jeden einzelnen Draht.
Nun nehmen wir diese vier Drähte parallel…
--------
--------
--------
--------
(0,5 Ohm, 100mm2)
…und vierteln damit den Widerstand, denn vier parallele 2Ohm-Drähte ergeben 0,5 Ohm.
Hingegen sind Drahtmasse und Oberfläche (100mm2) genau gleich geblieben, weil wir ja nur was durchgeschnibbelt und anders hingelegt haben.
Und weil die Drähte nur noch halb so lang sind halbiert sich auch die Windungszahl der Wicklung, aber die finale Breite der Wicklung wird wiederum gleich sein, weil 4 parallele Drähte doppelt so breit wie 2 parallele Drähte sind. Auch verdrillt würde es noch ähnlich breit sein.

Zusammengefasst kann man den Widerstand sehr genau anpassen:

  • Durch hinzufügen / wegnehmen von Einzeldrähten.
  • Durch die Dicke der Einzeldrähte.
  • Durch die Drahtlänge.
  • Durch den Durchmesser der Wickelhilfe (was bei gleicher Windungszahl die Drahtlänge verändert).
  • Durch das Drahtmaterial.

Es wären auch wilde Kombinationen aus verschieden dicken Drähten oder sogar Materialien möglich. Gebraucht habe ich persönlich das noch nie, aber so könntest Du es berechnen: Welchen Gesamtwiderstand erhalte ich bei parallelen Coils oder Drähten?

Fazit

Twisted Coils Wickelanleitung - Drill 93Oberfläche, das sei gesagt, ist kein Allheilmittel. Man kann zuviel davon haben, der Geschmack wird dann wieder flacher. Es muss einigermaßen zur Watt-Leistung passen. So ganz grob kannst Du pro 10 Watt ca. 50mm2 Oberfläche veranschlagen. Es hängt sehr vom Luftangebot des Verdampfers ab, und von der persönlichen Zugtechnik, sowie dem Geschmacksempfinden.

Twisted Coils sind nicht unbedingt etwas für Anfänger. Man braucht etwas Wickelerfahrung, und ggf. die Bereitschaft zu üben falls es nicht gleich bei den ersten Versuchen klappt. Die Belohnung sind äußerst agile, wohlschmeckende, und breitbandige Coils.

Ich nutze gern die beiden fertigen Drill-Drähte 3x 0,16 und 4x 0,16 von FastTech. Das sind von Haus prima MTL-Drähte für 6 – 20 Watt. Deutlich mehr Leistung geht aber natürlich auch. Ich hab den 3x auch schon parallel gewickelt und mit 40 Watt gedampft, und kokeln wollte er erst bei 75 Watt… (siehe Skyhook-Test).

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Twisted Coils Wickelanleitung - Drill 30

Twisted Coil - Ultimo MG RTA

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Dennis

Hallo Christian,

Frage zum Wicklungsdurchmesser:

Hat ein größerer Innendurchmesser auch Einfluss auf die Trägheit der Wicklung?
Wenn dieser größer ist, dürfte mehr Liquid in der Wicklung innen drin sein, welches beim Feuern ja von innen kühlend entgegen wirkt?
Andererseits sollte der Effekt eher gering sein, da ja ständig neues Liquid von außen nach innen nach strömt und sowieso kühlend wirkt, sodass der Effekt ggf. zwar vorhanden sein kann, real aber nicht spürbar ist.
Wie siehst du das?

Bashtel

Wie immer ein großartiger Bericht und Anleitung.
Das wird mir bei zukünftigen Coils weiterhelfen, ich habe noch eine ganze Rolle 0,20er Draht hier liegen, den ich bisher nicht genutzt habe.
Auch konnte ich mithilfe dieser Anleitung meinen perfekten Sweetspot für eine Twistedcoil finden, die ich aktuell testweise
verbaut habe, vielen danke dafür.
Ich habe mir eine kleine Tabelle gebaut die mir die Oberfläche Drahtstärke x und x Windungen ausrechnet und am Schluss dann die Passende Leistung ausgibt 🙂 In Kombination mit Steam-Engine.org die perfekten Tools für ein besseres Geschmackserlebnis.

d.ziebel

Hallo Christian. Ein dickes Lob für deinen wunderbaren Blog. Deine Beiträge kommen ohne viel Gelaber auf den Punkt und sind für die Praxis wirklich gut verwertbar. Angeregt durch dich bin ich inzwischen ebenfalls ein Fan der verdrillten Drähte. 4 mal 0.16 Kanthal für meinen Phenomenon mit seiner winzigen Kammer… Besser geht nicht. Allerdings bin ich auch bei MTL nicht völlig von den Claptons weg. Lightweight ist hier meine Devise. Nullzehner um 0.20 V2A und 0.16 um 0.3mm Kanthal. Das gibt bei 5 bis 6 Windungen immer noch gut ansprechende Coils mit sattem Geschmack bei moderaten Leistungen. Andererseits habe ich die Erfahrung gemacht, dass mir z.B. der Ammit 25 dual coil mit twisted am besten schmeckt. Ich glaube daher, dass es noch mehr Parameter gibt außer Leistung, Oberfläche und Drahtmasse die beeinflussen, welche Wicklung gut zu welchem Verdampfer passt. Andererseits bringt meiner Erfahrung nach eine twisted coil immer einen Gewinn an Geschmack gegenüber einem einfachen Draht bei gleicher Leistung. Daher: Daumen hoch und Grüße

anmd

Im Vergleich zu manch Anderen hier bin ich was das Dampfen anbelangt noch ein absoluter Frischling. Habe mir aber von Beginn an gesagt die Sache macht nur richtig Spaß wenn du die deine Verdampfer selbst wickels. Der Verkäufer im Shop meines Vertrauens hat reichlich Zeit investiert mir das Grundprinzip nahe zu bringen. Obwohl der Verkäufer aus Überzeugung nur mechanisch dampft und gerne richtig dicke Coils verbaut hat uer nicht versucht mich auf diesen Schiene zu heben. Was mich veranlasst hie mal was zu schreiben ist dein Bericht über Twistet Coils. Nachdem wir einen passenden Akkuträger und einen leicht zu wickelnden Single Coil verdampfer ausgesucht hatten drückt mir der Verkäufer ein Döschen fertige Twistet Coils in die Hand mit fast den gleichen Argumenten die du hier aufzählst; und ich kann sagen das ich mit den verzwierbelten Drähten überaus glücklich bin.
Mittlerweile haben sich neben meinem ersten Verdampfer einem Ammit 25 noch einige weitere in mein kleines Regal geschlichen denen vom Hersteller in der Regel einige dicke Coils (meist Claptons) zur Ersbeschtückung beigelegt wurden. Habe ich auch mal getestet und recht schnell gegen kleinere Twistet Coils ausgetauscht. Ich mag es einfach das die Wicklungen sofort ansprechen, nicht zu heiß werden und vor allem nicht eine Ewigkeit nachbruzzeln.
Habe bisher fertigen Twistet Kantal zum wickeln verwendet und werde, nachdem ich das hier gelesen habe, versuchen meinen Draht auch selbst zu zwirbeln mal sehen was dabei rauskommt. Bin aber nach so vielen Tips hier guter Dinge das es funktionieren wird
Grüße
anmd

Dampf-Pfeife

zuerst mal, ausspreche anerkennung… 😉
die ausglühnummer habe ich auch schon durch, aber ich mache immer folgendes. ich glühe nur ein kurzes stückchen von meinen titan-twistern, dann entspannen die sich schon ausreichend. dann wickel ich das ganze um den dorn und das ergebnis glühe ich dann noch einmal in voller länge. dann einbauen wie gehabt und die watte durchzerren. den freistrecken habe ich bisher keine weitere beachtung geschenkt, ich ziehe die wicklung immer ziemlich dicht an die kontaktpfosten. nach meinem erkenntnisstand erhöht sich sonst das risiko, daß der kamerad inkontinent wird und ausläuft. spätestens dann, wenn die watte an der verdampferkammerhülse oder am top cap anliegt, rinnt die brühe raus, wenn die dampfmaschine in der waagerechten ist. zum zweiten reduziert sich mit den kurzen beinen auch die gefahr, daß die wicklung kontakt mit hülse oder top cap kriegt (ist mir mit einem avocado passiert), was dazu führte, daß ich schon an meiner hirnmechanik zweifelte. mehrt oder weniger luft auf die wicklung brachte dann mit notorischer gehässigkeit die fehlermeldung „atomizer short“… ich wollte die ganze fertigwickelei schon aus dem fenster werfen, so stinkig war ich, weil sich der fehler nicht wirklich reproduzieren ließ…
gut, ich bin grobmotorikwickler, ich nehme immer drei millimeter wickelhilfe, darunter wirds zu fummelich mit der wattekonfektioniererei…

Sascha77

Christian, du bist wieder mein Held des Tages!
Mit meiner wenigen Erfahrung habe ich meine Vorliebe für twisted coils ja schon entdeckt. Da kommt dein Artikel zu dem Verfeinern meiner Kenntnisse gerade recht!!!
Passt ja auch sehr schön zum Beitrag „Dampfen mit ohne 200W“!

Da ich am WE „Sascha allein Zuhause“ spiele *g* werde ich mal ausgiebig testen!

Danke für den tollen Artikel!!!
Du schreibst auch echt toll! Locker, fundiert & spannend! Ich lese deine Sachen gerne!!