Wickeln: Watte-Sorten im Vergleich

  • 17.09.2017: Cotton Bacon V2.0 hinzugefügt.

001

Ich vergleiche hier diverse Watte-Sorten fürs Dampfen. Ursprünglich kommend von Drogerie-Watte, habe ich nun über diverse Stationen meine Lieblingswatte gefunden.


Der Landfrauenverband Quarrendorf-West urteilt in seinem Fachjournal „Dung & Duft“: „Auf wolke101 gibt es tatsächlich keinen Haufen Mist!“.
Supporte diese qualitativ geprüfte Seite, per Amazon Wunschliste, oder direkt per Spende.

Amazon
   • Cyber Monday
FastTech
   • Thanksgiving Early Sale – 10% auf alles
GearBest
   • Shopping Carnival

Watte – mal ’ne echte Innovation

Watte ist ein entscheidender Faktor für guten Geschmack im Verdampfer, da sie einen hervorragenden Liquid-Nachfluss bietet – im Gegensatz zu diversen Schnüren (Silika / Glasfaser) die man noch vor einigen Jahren fürs Dampfen benutzte. Die Wicklung steht bei Watte immer schön „im Saft“. Bei sogenannter „Japanwatte“ ist das besonders ausgeprägt UND sie bietet einen schönen klaren Geschmack. Als ob das noch nicht reicht, ist sie auch noch unempfindlich was die richtige Portionierung / Verarbeitung betrifft. Einfach super Zeuch! 😀

Und dennoch  gibt es Leute die sich darüber aufregen das Muji/KGD, oder die FiberFreaks Watte so „teuer“ ist, und sie deshalb nicht probieren wollen…
Gut das ich mit den Ohren wackeln kann, dann brauche ich nicht den Kopf zu schütteln und kann Energie sparen. 😉 Man gibt so viele Euro für Dampfkram aus, und dann soll es daran scheitern das eine Wicklung mit „überteuerter“ Watte 0,3 Cent mehr kostet?
Huhu? 🙂

Ich war lange Zeit mit Drogerie-Watte glücklich, bis ich ein paar Pads von der „Koh Gen Do“ Watte zum testen bekam… Holla, DAS war mal eine echte Dampf-Innovation, im Gegensatz zu vielem Hardware-Kram der es oft einfach nur gern wäre…
Der andere Watte-Fusselkram ist sogleich in den Müll geflogen (ich hatte 10 verschiedene Watten vorher getestet und war bis dahin bei Rossmann Lilibe hängen geblieben).

Meine aktuell persönlichen Favoriten, in absteigender Reihenfolge:

Koh Gen Do

„KGD“, 80 Pads, ungebleicht:
 AM | GB | FT

  • Geschmack: Etwas Wattegeschmack zu Beginn, von der sehr angenehmen Sorte, und er verschwindet vollkommen nach ca. 10 Zügen.
  • Verarbeitung: Sehr gut. Keine Gefahr von reißen beim durchziehen, selbst wenn man mal viel zu viel Watte erwischt hat. Die Watte lässt sich sehr gut dosieren, weil man leicht ganze Lagen abnehmen kann.
  • Menge: Etwa doppeltes Volumen des Durchmessers der Wicklung.

Cotton Bacon

„Version 2.0“, von Wick ’n‘ Vape, 10 Gramm:
AM | FT | GB

  • Geschmack: Etwas Wattegeschmack zu Beginn, von der eher angenehmen Sorte. Geht weg, aber dauert länger als bei KGD, wo der Eigengeschmack nach wenigen Zügen beinahe „von jetzt auf gleich“ weg ist.
  • Verarbeitung: Gut wenn man sehr lange Stränge braucht (RDTA zB). Dosierung nicht so angenehm wie bei Pads, weil sich Lagen nicht ganz so einfach gleichmäßig abnehmen lassen. Beim Durchziehen in kleinen Coils eher mal „Staugefahr“ und ungleichmäßige Beschickung möglich. Für 2 mm Coils würde ich KGD immer vorziehen, und auch sonst, es sei denn ich möchte lange Stränge um zum Tankboden zu kommen.
  • Menge: Etwa dreifaches Volumen des Durchmessers der Wicklung.

Fiber Freaks

„Density 2“, 4 Pads:
AM

  • Geschmack: Etwas Nebengeschmack am Anfang, der aber recht schnell vergeht.
  • Verarbeitung: Die Watte is sehr fluffig und luftig, aber trotzdem fest und „störrisch“. Sie hat keine einheitliche Faserrichtung, sondern bildet eher eine Art „Gerüst“ welches immer wieder in den Ausgangszustand geht. Sie lässt sich daher etwas schlechter rollen als jede andere Watte. Besonders bei kleinen Coils (~1,2 mm).
  • Menge: Nur wenig mehr Volumen des Durchmessers der Wicklung, sonst hat man schnell Probleme sie durch die Wicklung zu bekommen (bei kleinen Coils zumindest). Sie fällt nicht zusammen, im Gegensatz zu KGD und Muji.

Muji

140 Pads, die ungebleichte Variante:
AM | FT (25 Pads) | Oder in einer Muji Filiale

  • Geschmack: Es scheint mir gegenüber KGD einen Tick länger zu dauern bis der Wattegeschmack weg ist. Ich finde auch das sie nach dem Eindampfen nicht so rein wie KGD schmeckt, ein Hauch „Muff“ bleibt.
  • Verarbeitung: Ist nicht ganz so stabil wie KGD. Möglicherweise sind die Fasern kürzer oder nicht so gleichgerichtet wie bei KGD. Sie neigt dazu beim Durchziehen durch die Wicklung zu stauen, einen kleinen Berg vor der Wicklung zu bilden (Watte drehen während man zieht hilft).
  • Menge: Etwa doppeltes Volumen des Durchmessers der Wicklung.

Rayon

Graham’s CelluCotton, Nr. 44040. 
AM
Dies ist eine reine Viskose-Watte. Es gibt von Graham noch andere Varianten, zB aus Baumwolle oder recyceltem Material die ich nicht empfehlen würde (zB Nummer 44070, „reinforced“).

  • Geschmack: Es dauert gegenüber KGD einen Tick länger bis der Wattegeschmack weg ist. Es ist für mich etwas weniger angenehm als bei KGD. Ich finde auch das sie nach dem Eindampfen nicht ganz so rein wie KGD schmeckt.
  • Verarbeitung: Fühlt sich typisch Viskose-mäßig „quietschig“ an.
    Extrem reißfest.
    Nicht so einfach zu teilen wie KGD/Muji, aber gleichmäßige Dochte bekommt man schon hin.
    Will nicht so recht in Position bleiben wo man sie hindrückt, sprich, sie geht gern in ihre Ausgangslage zurück. Nass ist’s aber ok, sie lässt sich aber nicht so „satt hinklatschen“ wie Japanwatte.
  • Menge: Etwa doppeltes Volumen des Durchmessers der Wicklung.

Puff

200 Pads, kosten praktisch gar nichts. Ich habe sie  nicht selbst getestet. Die Pads sind dünner als Muji oder KGD und haben einen leichten Muff-Grundgeschmack. Kann man dampfen, ist auch deutlich besser als Drogeriewatte, aber KGD gefällt mir deutlich besser.
AM |Nix „Ab 18“-Blödsinn: FT | GB

Drogeriewatte

Zum Beispiel Rossmann – Lilibe, DM – Ebelin Bio Watte, Edeka – Jean Carol, etc…

Die waren früher mal gut, aber nur weil es geschmacklich einfach nichts besseres gab. Heutzutage absolut nicht mehr empfehlenswert, auch weil man die Wattemenge sehr genau treffen muss um den Nebengeschmack einigermaßen gering zu halten. Man muss sie in der richtigen Intensität rollen, darf nicht zuviel nehmen (einen Hauch mehr als die Wicklung dick ist), sonst sind Geschmack und Nachfluss im Eimer, bis hin zu kokeln).
Alle anderen Watten sind da weitaus toleranter bei der Menge.
Wenn man Pech hat geht der Eigengeschmack auch nicht nach dem Eindampfen weg. Im direkten Vergleich mit Japanwatte schmeckt Drogeriewatte immer etwas wattig, auch wenn sie gut eingedampft ist. Das wurde mir allerdings erst richtig klar als ich einen A/B Vergleich mit besserer Watte machen konnte.

Der Eigengeschmack der Drogeriewatte hängt wesentlich davon ab…

  • …wieviel Watte im Verdampfer verbaut ist. Dünne Wicklung = Wattegeschmack schneller weg.
  • …wieviel Watte als Zuleitung von Tank zur Wicklung hin verbaut ist. Z.B. hat der FeV recht viel Watte verbaut, ein Taifun GT weniger, und Spitzenreiter sind selbstgewickelte Kanger Clearomizer – dort sind’s nur zwei Millimeter „Watteweg“ bis das Liquid in der Wicklung ist.
  • …ob man eine gute oder schlechte Charge erwischt hat.
  • …wie der Wattegott heute gelaunt ist.

Fazit

Ich kenne bislang kein Dochtmaterial das von Anfang an völlig frei von Nebengeschmack ist. Allerdings ist bei KGD/FiberFreaks/Muji der Beigeschmack nach wenigen Zügen rausgedampft. Und das zuverlässig, ohne Glücksspiel, im Gegensatz zur Drogeriewatte.

Links & Kommentare

  • Wickelzubehör
    • Wickelstationen mit Ausglühfunktion  AM | FT | GB
    • Werkzeugsets  AM | FT | GB
    • Einsteiger-Draht  AM | FT | GB 
    • Twisted-Draht  FT
    • Watte  AM | FT | GB
    • Polschrauben  FT  M2M2,5 | M3
    • Messschieber  AM | FT | GB
    • 350 Dampfertaschen  FT
    • Noch mehr gutes Dampfer Zubehör
Lecker Lesestoff? Du möchtest etwas zurückgeben? Schau auf meine Amazon Wunschliste „Das Leben ist kein Ponyhof„. Dort findest Du von Kleinkram bis zu essentiell wichtigen Luxusgütern alles was das Bloggerherz benötigt & erfreut. Oder direkt per Spende. Danke! 🙂

18 Antworten auf „Wickeln: Watte-Sorten im Vergleich“

  1. kurze watte-frage, hab mal bei fiber freaks nachgesehen, die empfehlen density 1 für selbstwickler und density 2 für tröpfler. bin ich mit density 2 in meinem eleaf ecr trotzdem im grünen (sauberen) bereich, oder hab ich nach jedem nachfüllen einen besudelten atomizer und mod…??? das mit der größeren „störrigkeit“ leuchtet mir ein, kann mir auch ein leichteres einfädeln vorstellen…
    und eine zweite frage hinterher, gehört eigentlich nicht hierhin, aber ich habe keine passende sparte gefunden. bin bei amazon über vorgefertigte nr-r-nr-wickeldrähte gestolpert, 0,25 mm durchmesser in ss bei 0,5 ohm. klingt auf den ersten blick verlockend, werte sind okay, in dem bereich liegen meine fertigen keramiknebler auch. ist das eine ernstzunehmende und empfehlenswerte alternative zum draht von der rolle? die dinger kosten nen knappen zehner für das 100er-päckchen, also auch recht günstig…
    an dieser stelle noch den wunsch für einen guten rutsch, auch ohne eis und schnee in good old germany…

    1. Watte ist immer so’n Ding. Dem einen liegt das, dem anderen das… Ich würde sagen mit der FF wird in Bezug auf dein „ECR-Problem“ nichts besser, es kann aber eben individuell anders sein, vielleicht ist das „Deine Watte“.
      Das Einfädeln geht mit jeder Watte deutlich leichter wenn man einen Tropfen Basis auf das Watteende gibt und sie zwirbelt. Da wird Dir FF per se keinen Vorteil bieten – das geht auch mit Japanwatte wunderbar.

      Der NRN Draht wird bei den Daten gerade mal eine Wicklung mit ca. 3,5 Windungen ergeben, davon würde ich abraten – viel zu wenig Drathoberfläche. Steam Engine: 27 mm2. Ich würde normalen nehmen und den im Bereich 1,3Ω wickeln, so das irgendwas mit 7-9 Windungen dabei heraus kommt: Steam Engine

  2. alles klar, ich habe mir mal 0,4 mm ss316 von der rolle und kgd watte bestellt, wenn es ned funzt, ist halt noch ein zehner futsch. meine keramikköppe bleiben mir ja immer noch, obwohl die haltbarkeit irgendwie zu wünschen übrig läßt. also länger als drei wochen halten die nicht durch, mit keinem liquid, weder dunkles selbstgemischtes, noch helles selbstgemixtes noch original dealer tabak liquid. liegt aber da vielleicht auch an der charge der dinger, ähnlich wie bei den „normalen“ fusselköppen…
    merci noch mal für den grandiosen support…

  3. Danke für diesen wunderbaren Topic / Beitrag (oder wie immer man das in einem Blog nennt 😉
    Hatte mich zum CNY-Rabatt bei FT eingedeckt und würde Dir von der Puff-Watte 1-5 Pads per Brief zukommen lassen, wenn Du die auch mal selber testen und das dann oben einpflegen willst.
    Interesse?

    1. Mein lieber Scholly, ich hab soviel KGD das man mich damit wohl noch weich in meinen Sarg betten wird, aber mach mal. 🙂 Wenn Du noch ein paar Fünfhunderter-Scheine reinlegst teste ich die auch (wie sie sich in der Praxis ausgeben lassen). 😀 😉

    1. Moin scholly, ja ist angekommen, Danke. Erster Eindruck nach 2x Wattetausch in einer Kanger STM RBA, im Vergleich zu KGD: Etwas muffiger im Geschmack, Fasern nicht so fluffig und die Pads sind dünner. Ich muss etwas breiter abschneiden als gewohnt um die richtige Menge zu bekommen. Außerdem habe ich den Eindruck das sie früher durch ist. Ich hab im Moment aber auch überhaupt keine Ruhe das alles mal ordentlich 1:1 zu vergleichen. Da müsste ich mal zwei gleiche Verdampfer reinigen, gleiche Wicklung, gleiche Ausrichtung, gleiche Wattedichte, gleiches Liquid…

      Als Test-Idee, wie man die Watte-Testerei evtl. stark vereinfachen und besser objektivieren kann:
      Von zwei Wattesorten eine exakt gleiche Menge mit der Feinwaage abwiegen, nicht zu knapp, so ca. 2 Pads zum Beispiel. In zwei sehr gut gereinigte Gläser die gleiche Menge kochend Wasser einfüllen. Pads einlegen, gleich lang umrühren, und evtl. auch über Nacht stehen lassen. Dann wie eine Weinprobe verkosten (saufen würd‘ ich’s ohne Not nicht 🙂 ).

      Ich könnte mir gut vorstellen das damit Unterschiede wie viel Eigengeschmack eine Watte hat besser offenbar werden als wenn man zwei Mikro-Wattefitzel in einer Wicklung vergleicht, wo der Geschmack dort auch noch von anderen Faktoren abhängt…

      1. Hey Scholly, Danke noch mal für die Test-Pads von Puff. Ich hatte die nun insgesamt etwa 4 Wochen lang gedampft und meinen Eindruck in Kurzfassung im Beitrag eingepflegt. Ich hatte bei der Puff immer schon am nächsten Tag den Eindruck „Watte könnte mal wieder gewechselt werden, geht aber noch“. Ich hab sie, wie ich es von KGD gewohnt bin, rund eine Woche lang gedampft, dann war es aber wirklich höchste Eisenbahn sie zu tauschen. Ich bin dann nach ca. 4 Wochen wieder auf KGD gewechselt, mit Aha-Effekt, den ich so deutlich gar nicht erwartet hätte. Mir gefällt schon der initiale Beigeschmack viel besser, den ich nur als „sanft/weich“ oder „Bügeltag“ beschreiben könnte. In‘ Puff herrscht dagegen immer etwas Muff. 😉 Und bei der KGD dampft er sich auch besser raus, oder meine Geschmacksrezeptoren übersehen( 😉 ) das was möglicherweise davon übrig bleibt einfach besser. Wenn ich tot bin stelle ich meine Zunge zur Verfügung, dann kann das abschließend geklärt werden. 😉 Mein Puff-Fazit: Wird auch nach eindampfen nicht so klar im Geschmack wie KGD.

        Noch ein kleiner Aha-Effekt, zumindest glaube ich das es einer ist: Ich habe bei der ersten „Wieder-KGD“-Wicklung sehr viel Watte erwischt, sie aber trotzdem durch die Coil geprügelt. Diese Wicklung hat, wenn ich es richtig auf dem Schirm hatte, geschlagene 4 Wochen (lass es 3 wegen rostigem Hirn sein) gehalten, bei gleichem Dampfverhalten, etwa 300ml Liquid sind da durchgegangen, gegen über sonst so 70ml. Ich könnte mir vorstellen das die Dichte der Japanwatte in der Coil einen erheblichen Einfluss auf deren Lebensdauer hat. Zumal sie dazu neigt zusammenzufallen, und wenn Watte das tut, und umso stärker sie das tut, desto schneller ist sie auch hinüber, bzw fängt es an zu heiß zu werden und die Watte zu beschädigen, bäh, wurgs, Kokel.

        Ich hab jetzt neue KGD drin, die Menge wieder bis zum absoluten Anschlag, mit Pinzette an der Coil gegenhalten, was ich allerdings immer tue, weil meine eher dünnen Coils sonst sowieso verbiegen würden, ich die Watte gar nicht durch bekäme.
        Mal sehen ob sie wieder solange hält.

        Noch ein Gedanke zur Puff: Da die Pads dünner sind müsste man, wenn man es gaaaanz genau nimmt, den realen Preis der 200-Pad Packung per Gewichtsvergleich ausrechnen. Ist aber auch ein bisschen Wumpe, da Watte kein Kostenfaktor beim Dampfen ist, egal welche man nimmt. Ok, wenn man irgendeine supersonderspezial-Watte für 1 Euro pro Pad, und täglich im Quad-Tröpfler die Watte tauscht, dann schon. 😀

        1. Tja, Haltbarkeit… hängt wohl doch eher von der Tageslaune des Wattegottes ab. Vielleicht bin ich auch beim Murmeln der Beschwörungsformel um eine Zeile verrutscht, kann auch sein. Die Watte hat so ca. 10 Tage gehalten, also hilft ganz besonders extra viel zu nehmen wohl eher nicht. Der einzige sonstige Unterschied war das ich die „4-Wochen-Watte“ mit 8,5 Watt, und die neue mit 9-10 Watt gedampft habe.

  4. aus gegebenem anlaß mal wieder das fragen über fragen produzierende individuum…
    habe gerade in nipponland eine packung kgd für nen zehner inkl. transport geordert, braucht zwar drei wochen, aber solange reichen die aktuellen wattebäusche noch. der grund für die bestellung war eigentlich, daß ich im klugscheißernetz etwas von einer „scottish roll“ gesehen habe, die angeblich einen sensationellen geschmack und eine aufnahmekapazität nahe eines schwarzen loches haben soll, was das liquid angeht. zu bemängeln ist natürlich der watteverbrauch, wenn ich aus einem pad gerade mal zwei dochte rauskriege…(wenn ich das richtig gesehen habe in der tube). ist das wirklich so ein „gewaltiger“ unterschied, was geschmack und saugfähigkeit angeht, oder gehört das doch in die kategorie „funnies“? wenn ja, dann werde ich demnächst schauspieler oder fernsehreporter, irgendwie muß die obligatorische schminke ja wieder raus aus der visage…

    1. sooo, hier eine rückmeldung aus der geschmackswüste. scheinbar haben meine papillen doch mehr abgekriegt als erhofft durch die vielen kohlenwasserstoffe, dioxine und furane. geschmacklich kann ich keinen unterschied feststellen, nur die aufnahmefähigkeit der watte scheint wirklich höher zu sein, als mit einem primitiven docht. muß ich vielleicht irgendwas beachten, was die aromakonzentration angeht? oder sollte ich das zeuch doch lieber länger im schrank einsperren und nicht gleich das ganze liquid direkt wieder im tank versenken…???

      1. Ich hab mir auch schon mal eingebildet das eine Scottish Roll besser fördert, vielleicht sogar richtig ausprobiert, genau weiß ich es gar nicht mehr. Geschmacklich wird man wohl eher nur einen Unterschied feststellen können wenn man in den Grenzbereich des Nachfluss kommt. In den kommt man aber nur mit sehr viel Watt, oder durch Fehler in der Bewattelung. In meinem Alltag ist beides irrelevant (sagen die Borg), daher kann ich da nicht wirklich beurteilen ob das eine Erfindung aus Einbildungsbürgen ist. Meine Wicklungen funktionieren prima, egal ob ich die Watte-Deckschichten wegnehme oder dran lasse, oder ob ich vorher die Watte weihe, oder mit’m Hammer auf sie einschlage und dabei murmle das Gott mir das befohlen hat. 😉
        Ich denke der Hauptfaktor wäre die Entfernung der Deckschichten. Die sind etwas kompakter im Material, und die „freie“ Watte kann sich besser/höher an einen Draht schmiegen als es die glatte Deckschicht kann. Theoretisch.

        Ob Scottish Roll in den Dampf-Voodoo Bereich gehört kann ich somit nicht sagen. Hauptsache es kommt morgen niemand um die Ecke und empfiehlt Glaswolle, wegen der wahnsinnig hohen Oberfläche/Saugkraft durch die Glaspartikel. 😉 Dann kann man möglicherweise auch gleich weiter rauchen… 😀

  5. mach ich doch, also rauchen… ja, schande über mich, kreuzigt ihn nach hochnotpeinlicher befragung, ich rauche noch GERN… nach den mahlzeiten gehört für mich noch „echtes“ feuer unter die nase. also ich merke keinen signifikanten unterschied zwischen der normalen und der scottisch roll, früher war mir da scotch um längen lieber… also single highland malt… #rofl#
    ist scheinbar ein werbetrick von kgd, wenn man die hälfte der watte gleich in den eimer wirft ist das nur gut für die aktionäre… ist auch nicht tank- oder drahtabhängig, der avocado schmeckt genauso gut oder schlecht wie der ultimo bei gleicher bestückung. btw avocado, habe nach wochen wartens endlich das mesh aus der inneren mongolei bekommen, war ein sensationeller tip mit der rolle, auch wenn es nicht „ganz“ hierher gehört…

  6. mal eine andere „geschmacks“-frage. hat irgendjemand eine vernünftige praktikable lösung, um mal eben schnell ein liquid zu testen, ohne daß man den vorgänger durchschmeckt? habe mir den nixon v2 gegönnt und als test-tank auserwählt, weil er eben ein reinrassiger tröpfler ist. jede neue mischung aus meiner alchimistenküche geht erst mal da durch und wird auf tauglichkeit geprüft. mittlerweile habe ich ja schon einige „obskure“ mischungen zusammengebraut, aber jedesmal, wenn ich eine neue teste, dann hab ich immer noch den nachgeschmack des vorgängers drin. alternativ muß ich entweder so lange dampfen, bis es brenzlig wird oder ich müßte für jeden test die watte wechseln. dann habe ich aber den beigeschmack frischer watte drin.
    was tun, sprach zeus, der göttervater; der olymp ist bekotzt, die götter sind besoffen…

    1. Je weniger Watte desto schneller ist sie von neuen Liquid/Aroma durchgespült.

      a) Wicklung schön dünn machen, zB 1,5 mm oder noch dünner (1 mm macht richtig Laune 😉 ).
      b) Nicht probiert, „ohne Puffer“: Watte fast direkt an der Wicklung abschneiden, und wirklich nur 1-2 Züge nehmen, dann wieder einen Tropfen drauf. Könnte klappen, aber wohl nicht bei 30W.
      c) Zusätzlich: Den Tröpfler über Kopf in den Ultraschall halten, 10-20 Sekunden. Nachteil: Hast erstmal Wasser in der Watte das Du rausdampfen musst, und das nach nix schmeckt, und auch keinen Dampf macht.
      d) Mit purer Basis eine „Zwischenspülung“ (dampfen) machen, bevor das nächste Liquid rein kommt.

      100% bekommt man aber nur wenn man alles sauber macht, neue Watte rein. Dann hat man aber auch immer erstmal Watte-Beigeschmack.
      Ich würde beim Testen nur ähnliche Sorten nacheinander testen, also eine Fruchtreihe, sauber machen und neue Watte, dann die süßen schweren Sachen zB…
      Trotz leichtem Vorgeschmack merkt man dann eigentlich schon ob das in die richtige Richtung geht.

      Ich hab meist a) und d) gemacht, und das sogar ohne Tröpfler, mit einem RGM2 (Evod-ähnlicher MTL-Tank). In den kleinen SOCC-Köpfen ist der Weg vom Tankinhalt bis zur Wicklung extrem kurz, daher ist dort sehr wenig Watte drin und der Geschmacksübergang geht ziemlich schnell. Tank nach Test kurz auspülen, ca. 0,2 ml Basis rein, Wicklung neutral dampfen, neues Liquid rein.
      Vorteil gegenüber einem Tröpfler: Wicklung steht immer schön im Saft. Kein Geschmacksverlust/änderung durch aufkommende Dürre.
      Außerdem sind die SOCC-Köpfe sehr klein, was auch gut ist. Je größer das Deck/ der Kopf, desto mehr Spritzliquid wird vom vorherigen Liquid angesammelt sein und den Geschmack beeinflussen.
      Das geht aber nur für MTL, und für DTL kann die Geschmacksbeurteilung dann ja wieder eine ganz andere sein… Wie sie überhaupt schon von Verdampfer zu Verdampfer eine andere sein kann…
      Fazit 1: Nich so einfach. 😉
      Fazit 2: Halte alles so klein wie möglich.

  7. mal eine andere frage, kann es sein, daß der watte-typ irgendwie den geschmack verändert? hintergrund ist folgender, in meinem ultimo ist ein gebräu, daß im „normalzustand“ also nach ca. 14 tagen reifung richtig lecker ist. dieses gemisch habe ich in meinem ultimo und der ist zur zeit nur zweit-tank, weil mein avocado mich den ganzen tag bei der schinderei begleitet und von dem handlicheren aspire cf subohm befeuert wird. irgendwie schmeckt das gebräu aber nach feierabend nicht mehr so, wie es sonst immer geschmeckt hat. deshalb also die frage, dezimiert mein jetziges favourite meine papillen auf der zunge oder reagiert die watte im ultimo mit der brühe mit ungewissem geschmacklichem ausgang… der edelstahl ist ja sicher nicht in auflösung begriffen, also weder wicklung noch wandung…

  8. noch was anderes, was ist denn eigentlich von diesen silikatschnüren zu halten? prinzipiell scheint das material ja prädestiniert zu sein für neutralen geschmack, also ohne „eigenleben“. ich bin ja immer noch auf der suche nach einer liquid-schnelltest-methode für unterwegs. daheim ist das mit watte und pinzette ja kein problem, aber unterwegs habe ich nicht immer das ganze zwirbel-equipment dabei. allerdings ist das leatherman immer in meiner nähe und da ist ja eine schere dran. also ist der plan, nixon und schnur einstecken, schnur passend zurechtschneiden und nach dem geschmackstest einfach die schnur ersetzen für das nächste liquid. preislich ist das ganze auch erträglich, 5 meter 3mm schnur kosten nen fünfer, also einen lumpigen cent der centimeter.
    und da ich mich mit dem gedanken trage, meinen zubehörhändler zu bereichern, gleich noch eine andere frage hinterher. aus eigener erfahrung kenne ich die trägheit von clapton-wicklungen, derzeit bin ich mit twisted ss 316 0,4 unterwegs und eigentlich ganz zufrieden. nur die trägheit ist mir immer noch zu hoch trotz preheat. irgendwo hier habe ich gelesen, das highspeed-talent wäre titandraht, aber halt etwas tricky zu wickeln. auf einer anderen schlaubischlumpf-wickelseite hat man mich im forum aber mit lebensverkürzenden titandioxid-ablagerungen erschreckt. ist da was dran oder gehört das in die kategorie „alternative fakten“…?

    1. Moin, Silikatschnur enthält aus dem Produktionsprozess Schlichte (Wikepedia). Die Schlichte ist mehr oder weniger stark schmeckbar – in der Regel deutlich stärker als ein Watte-Eigengeschmack. Zudem ist Schnüre schwieriger zu wickeln – einfach durchziehen wie bei Watte geht nicht. Also MUSST Du jedes mal neu wickeln (oder dry burn machen = bäh). Du musst zudem den Draht mit dem richtigen Druck um die Schnüre herum wickeln. Zu eng = Kokeln, durch abgeschnürten Nachfluss. Zu weit = Kokeln, durch nicht richtig anliegenden Draht.
      Es hat schon seinen guten Grund das heute überall nur noch Watte verwendet wird. Satter Nachfluss, und deutlich fehlertoleranter bei der Herstellung einer Wicklung. In der Übergangszeit, als es mit Watte losging, gab es praktisch nur Drogeriewatte, und viele kreative Ideen eine möglichst neutrale Watte zu finden (aus Tampons / Verbandswatte zB). Zu der Zeit konnte man sich noch darüber uneinig sein was besser ist – wenn man eine gute Schnur erwischt hat konnte die sicher besser schmecken als eine schlechte Watte… Heute, mit Japanwatte, oder „spezieller Dampfer-Watte“ kenne ich niemanden der noch mit Schnur wickelt.

      Trägheit:
      Schau mal in den Beitrag Der Subohm Irrtum, da findest Du alles dazu.

      Titan-Draht:
      Ja, Titan würde ich nur vorsichtig ausglühen, bis er blau/gold wird, dann ist alles ok. Hier, schwach geglüht, keine weiße Schicht, und bunt an den Rändern: Titandraht, schwach glühen
      Du kannst ihn auch ungeglüht lassen und mehrfach mit Isopropanol abziehen, habe ich da zB gemacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Wenn Du Deine Email-Adresse angibst kannst Du später weitere Kommentare schreiben, ohne das sie von mir erst freigeschaltet werden müssen.

Du kannst Dich außerdem per Email benachrichtigen lassen wenn auf Dein Kommentar geantwortet wird.