Kanger Köpfe: Gute Wicklung, böse Wicklung ;)

In diesem Beitrag geht es um die Abstimmung von Wicklungen in Kanger BCC / SOCC & BDC / VOCC Verdampfern.


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Inhalt

Was ist das Ziel beim Wickeln?

Wir wollen eine Wicklung deren Größe zur Leistungsfähigkeit unseres Akkus passt, damit wir der Wicklung möglichst viel gut schmeckenden Dampf entlocken, ohne sie zu überhitzen!

Wie kommt man da hin?

• Durch Nachbau der Kanger-Beispielwicklungen, oder…
• Durch Verständnis der physikalischen Zusammenhänge (gähn)…
• Durch den Wicklungs-Rechner. Der Rechner bietet den Vorteil das man lediglich ein paar Zahlen eingeben muss und man dann Dinge wie Drahtmasse-/Oberfläche, Ohm, Größe, Windungszahl und einiges mehr angezeigt bekommt. Ganz ohne Physik-Studium. 😉

Draht

Für Standardwicklungen eignen sich 0,22 mm NiChrom oder Kanthal am besten. Dieser Durchmesser bietet eine gute Ausgewogenheit zwischen verfügbarem Platz, Verdampfungsoberfläche, Ansprechverhalten und Leistungsbedarf. Dieser Durchmesser funktioniert auch mit allen eGo/Twist/Spinner Akkus.

0,22 NiChrom hat hier gegenüber Kanthal ein kleinen Vorteil. NiChrom hat etwas weniger Widerstand als Kanthal und ist daher etwas länger als ein Kanthal-Draht gleichen Widerstands. Und zufällig ergibt es sich das Platzangebot, Drahtmasse, Oberfläche, Widerstand und Leistungsvermögen perfekt im Kanger Kopf harmonieren.

Widerstand

Folgt nicht dem beliebten Irrtum unbedingt mit einem möglichst niedrigen Widerstand dampfen zu wollen, das bringt gar nichts. Bei den gängigen kleinen regelbaren Kombi-Akkus (Twist/Spinner/eGo/iStick 10W) ist Niedrig-Ohm kontraproduktiv, da sie dabei sogar an Leistungsfähigkeit einbüßen können. Auch die größeren Kombi-Akkus wie zB iStick 30/50 benötigen kein Niedrig-Ohm, da sie die Ausgangsspannung weit genug rauf regeln können um ihre ganze Leistungsbandbreite auch bei normalen Widerständen ausgeben zu können.

Widerstand, regelbare Akkus

Kleine regelbare Kombi-Akkus (Twist/Spinner/eGo/iStick 10W) liefern je nach Modell ca. 9-10 Watt maximal, im Widerstandsbereich 1,8 – 2,3 Ohm.
Peilt eine Wicklung mit ca. 2,0 Ohm an. Wenn ihr dann etwas drüber/drunter kommt liegt ihr auf jeden Fall noch im grünen Bereich.

Bei regelbaren Akkus die mehr als 10 Watt ausgeben können müsst ihr im Einzelfall ggf. schauen welche Watt-Leistungen in welchem Ohm-Bereich ausgegeben werden können (WENN ihr über 10 Watt dampfen wollt). Der iStick 30/50 sei hier beispielsweise lobend erwähnt, denn bei ihm ist es ziemlich wurscht welchen Widerstand ihr wickelt, da er seine Ausgangsleistung in einem sehr breitem Widerstandsbereich ausgeben kann.

Esst mehr trocken Brot! Das gesparte Geld bitte hier hin:
Akkuträger-Tests • Verdampfer-Tests.

Widerstand, nicht-regelbare Akkus

Kleine nicht-regelbare Kombi-Akkus liefern ebenfalls oft ca. 9 Watt maximal. Hier ist die Sache etwas komplizierter. Wegen der festen Ausgangsspannung (oft 3,7 Volt) kann die Watt-Leistung die auf der Wicklung ankommt ausschließlich durch den Widerstand der Wicklung beeinflusst werden. Die Watt-Leistung muss aber auch gleichzeitig mit der Drahtmasse in Einklang sein, damit es nicht zu heiß/kalt wird.

Das Problem ist das man mit Änderung der Drahtlänge immer gleich zwei Faktoren beeinflusst – die Drahtmasse/Oberfläche, und die Watt-Leistung die der Akku auf die Wicklung gibt.
Kürzerer Draht ergibt weniger Drahtmasse die sich bei gleicher Watt-Leistung natürlich stärker erhitzt. Aber kürzerer Draht bedeutet zusätzlich auch noch weniger Widerstand. Weniger Widerstand bei gleicher Spannung bedeutet das sich die Watt-Leistung vom Akku erhöht.
Die Wirkungen potenzieren sich also. Eine Drahtwindung weniger bedeutet weniger Drahtmasse plus mehr Watt-Leistung. Dadurch macht eine Drahtwindung mehr oder weniger schon einen großen Unterschied in der Wicklungstemperatur.
Für Wickel-Anfänger ist es daher leichter mit regelbaren Akkus zu arbeiten, da man die optimale Wicklungstemperatur (sweet spot) über die Akkuspannung regeln kann.

Steam Engine Coil Rechner

Ja, ich werde immer wieder versuchen euch den unterzujubeln! 🙂 Denn wenn ihr den verstanden habt ist die Macht mit euch… „Ihr wollt nicht länger überhitzte Killersticks dampfen. Ihr wollt nach Hause gehen und euer Setup überdenken.“
*handbewegung mach*

Hier gibt es eine Erläuterung zum Coil-Rechner.

Es gibt viele Wege nach Rom…

Ich persönlich wickle mit regelbaren Kombi-Akkus meist so das ich bei ~2 Ohm möglichst viel Draht mit Watte in Kontakt bringe (bzw viel Verdampfungsoberfläche habe) um dann bei moderaten Temperaturen viel Dampf zu erzeugen. Schmeckt einfach besser als kleine heiße Giftzwerg-Wicklungen. Deshalb verwende ich auch häufig NiChrom, weil man dort, bei gleichem Widerstand, einen längeren Draht bekommt = mehr Kontakt zur Watte = mehr Verdampfungsfläche = viel lecker Dampf = mjam!

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